Firbeix

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Firbeix
Firbeix (Frankreich)
Firbeix
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière
Gemeindeverband Périgord Vert Nontronnais
Koordinaten 45° 36′ N, 0° 59′ OKoordinaten: 45° 36′ N, 0° 59′ O
Höhe 290–451 m
Fläche 22,66 km2
Einwohner 291 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km2
Postleitzahl 24450
INSEE-Code

Der Kirchplatz von Firbeix

Firbeix, okzitanisch Firbes, ist eine französische Gemeinde mit 291 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Norden des Départements Dordogne in der Region Aquitanien. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Saint-Pardoux-la-Rivière. Außerdem bildet sie einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Okzitanische Firbes leitet sich ab vom Lateinischen finis, genauer vom Dativ Plural finibus, mit der Bedeutung Grenze oder Rand. Gemeint ist hier die Grenze zwischen dem Limousin und dem Périgord.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firbeix liegt sechs Kilometer südlich von Châlus und sechs Kilometer nördlich von La Coquille (Luftlinie).

Die Gemeinde wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Die Gemeinde Firbeix ist mit 451 Metern nach Saint-Pierre de-Frugie die zweithöchstgelegene Gemeinde im Département Dordogne. Sie ist ferner Grenzgemeinde zum Département Haute-Vienne im Norden und Nordosten. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem sehr asymmetrisch im Nordosten liegenden Ortskern zahlreiche Weiler, Gehöfte, zwei Herrensitze, ein Schloss und eine Schmiede:

Bellevue-les-Vignes, Boursaneix, Chantegros, Coupiat, Durdreix, Gourso(l)las, Jambe de Banc, La Chabrerie, La Forge, La Jourde, La Lande, Lavaud, Le Barrat, Le Bost, Le Château de Firbeix, Le Châtenet, Le Dognon, Le Gadonnet, Le Laurier, Le Mas Goudier, Le Passage, Les Bordes, Les Pouyades, Matibois, Montchapeix, Pauliac, Puiffe, Puissechien, Puybernard und Puyregonde.

Die gesamte Nordgrenze der Gemeinde Firbeix wird von der Ost-West-fließenden Dronne gebildet. An der Südostecke östlich vom Weiler Le Châtenet liegt das Quellgebiet der Côle. Sie schlägt einen Südkurs ein und wird zu mehreren kleineren Weihern aufgestaut. Anschließend verlässt sie das Gemeindegebiet in südwestliche Richtung und legt dabei gleichzeitig die Grenze zu La Coquille fest. Nur unweit nordwestlich von der Quelle der Côle entspringt der Coly bei Goursollas. Er bewegt sich nach Westsüdwest in Richtung Gemeinde Mialet.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes mit 290 Metern über dem Meer liegt an der Dronne im Nordwesten; der höchste Punkt mit 451 Metern befindet sich an der Nordostecke bei Les Pouyades.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gewöhnlicher Augengneis, wahrscheinlich hervorgegangen aus sauren Vulkaniten oder deren Erosionsprodukten

Die Gemeinde Firbeix liegt vollkommen auf metamorphen Grundgebirgsgesteinen des nordwestlichen Massif Central. In der Hauptsache sind dies Augengneise der Unteren Gneisdecke. Östlich vom Ortskern sind auch gerade noch Plagioklas-führende Paragneise aufgeschlossen. Die Augengneise sind nicht homogen, sondern können grob in drei Serien unterteilt werden - gewöhnliche Augengneise an der Basis, gefolgt von sehr massiven Augengneisen (ehemalige Metagranite) und leptynitischen Augengneisen (ehemalige Rhyodazite und Rhyolithe) im Hangenden. Als Kuriosität enthalten die Augengneise zwei inselartige Vorkommen von strukturell tieferliegenden Glimmerschiefern der Parautochthonen Glimmerschiefereinheit entlang der Westgrenze (südlich von Durdreix und westlich von Les Bordes). Der Südostteil der Gemeinde wird von der Nordost-Südwest-streichenden La Coquille-Störungszone durchquert, die teils mylonitischen Charakter annehmen kann. Sie bewirkt neben örtlichen Versätzen ein Umbiegen der generell NNW-SSO-streichenden Foliation der Gneise in die Nordostrichtung.

Das Grundgebirge wird stellenweise von relativ dünnem Kolluvium des Pleistozäns verhüllt. Im Dronnetal findet sich rezentes Alluvium.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Firbeix wurden Überreste aus der gallorömischen Epoche gefunden. Auf den Peutingerschen Tafeln der Spätantike konnte Firbeix als die Station Fines identifiziert werden. Im 17. Jahrhundert wurden zwei Herrensitze erbaut, das Manoir de Coupiat und das Manoir de Goursolas. Das Château de Firbeix stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Ortskirche Saint-Étienne wurde erst im 19. Jahrhundert errichtet.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Firbeix
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 553 8,3 24,4/km²
1968 510 8,5 22,5/km²
1975 448 8,0 19,8/km²
1982 401 7,8 17,7/km²
1990 364 7,7 16,1/km²
1999 322 7,2 14,2/km²
2006 328 7,3 14,5/km²
2008 331 7,4 14,6/km²

Quelle: INSEE[1]

Die Bevölkerung von Firbeix war bis 1999 konstant rückläufig, sie scheint sich aber neuerdings zu stabilisieren.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Firbeix ist seit 1989 der leitende EDF-Angestellte Christian Gorre; er gehört der PCF an.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Manoir de Coupiat aus dem 17. Jahrhundert.
  • Das Manoir de Goursolas, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert.
  • Das Château de Firbeix aus dem 18. Jahrhundert.
  • Die Kirche Saint-Étienne aus dem 19. Jahrhundert.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Firbeix liegt direkt an der RN 21 von Limoges nach Périgueux. Von Bussière-Galant kommend kreuzt eine Kommunalstraße den Ortskern in Ost-West-Richtung. Sie führt dann weiter zur D 77 (Mialet - Pensol bzw. La Chapelle-Montbrandeix). Den Südteil des Gemeindegebiets quert die D 82 von Saint-Pierre-de-Frugie nach Mialet.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Firbeix auf der Website des Insee

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Briand, B. et al.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50000. BRGM.
  • Dominique Richard (Hrsg.): Le Guide Dordogne-Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 1993, ISBN 2-86577-162-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]