Saint-Martin-le-Pin

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Saint-Martin-le-Pin
Sent Martin lu Pench
Saint-Martin-le-Pin (Frankreich)
Saint-Martin-le-Pin
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Périgord Nontronnais
Koordinaten 45° 33′ N, 0° 37′ OKoordinaten: 45° 33′ N, 0° 37′ O
Höhe 127–302 m
Fläche 15,54 km2
Einwohner 276 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 18 Einw./km2
Postleitzahl 24300
INSEE-Code

Saint-Martin-le-Pin mit Kirche,
von Westen aus gesehen

Saint-Martin-le-Pin (okzitanisch Sent Martin lu Pench[1]) ist eine Gemeinde mit 276 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im französischen Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Kanton Nontron bzw. ab 2015 zum neu geschaffenen Kanton Périgord Vert Nontronnais und bildet Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagekarte von Saint-Martin-le-Pin

Saint-Martin-le-Pin liegt an der D 94 etwa fünf Kilometer nordwestlich von Nontron. Die Grenze zum Gemeindegebiet von Nontron bildet der südwestwärts fließende Ruisseau des Vergnes, ein kleiner rechtsseitiger Nebenfluss des Bandiat. Im Südwesten reicht das Gemeindegebiet an den Bandiat selbst heran, der gleichzeitig den Grenzverlauf zu den Nachbargemeinden Saint-Martial-de-Valette und Lussas-et-Nontronneau darstellt. Im Nordwesten reicht Saint-Martin-le-Pin an die Doue, ebenfalls ein kleiner rechtsseitiger Nebenfluss des Bandiat, gleichzeitig Grenzfluss zur Nachbargemeinde Javerlhac-et-la-Chapelle-Saint-Robert und weiter nach Nordosten zu Le Bourdeix.

Die Gemeinde ist außerdem über die entlang des Bandiats verlaufende Départementsstraße D 75 von Nontron nach Javerlhac zu erreichen.

Zum Gemeindegebiet von Saint-Martin-le-Pin gehören mehrere Mühlen, Weiler und vereinzelt liegende Höfe wie beispielsweise Ars, Blanchetière, Chantemerle, Chez Bini, Chez Garni, Chez Thomas, Crachat, Jourdonnières, La Borderie, La Combe au Cros, La Glabonnet, La Tuilière, Lacaud, Le Four à Chaux, Le Grand Village, Le Moulin d'Ars, Le Moulin de chez Jouanaud, Le Moulin de la Côte, Les Cazes, Les Crêpes, Les Grands Bois, Les Vignes, Lespinasse, Loradour, Mérignac, Pas Brouillet, Piquepaille, Ribeyrolle, Talivaud und Tranchecouyère.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Saint-Martin-le-Pin wird in seiner Integralität vom variszischen Grundgebirge unterlagert (Piégut-Pluviers-Granodiorit). Das Grundgebirge wird von Sedimenten aus dem Lias transgrediert, das Basiskonglomerat ist bei La Chapoulie zu sehen. Es folgen Arkosen, Dolomite und Kalke. Von Nontron zieht eine Südost-Nordwest-streichende Störungszone herüber, an der die Nordosthälfte herausgehoben wurde. Diese Störung ist zum Teil recht stark vererzt, als Mineralstufen finden sich Baryt, Bleiglanz, Greenockit, Pyrit und Sphalerit[2], die im Ort früher auch abgebaut wurden. Ein kleinerer offengelassener Stollen (Mine de la Mairie)[3] ist noch erhalten geblieben. Assoziiert mit der Störungszone drangen kieselsäurehaltige Lösungen auf, die zu einer teilweise sehr starken Rekristallisation und Verkieselung der unterjurassischen Sedimente führten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die romanische Kirche Saint-Martin stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde 1942 als Monument historique eingestuft.[4][5] Bemerkenswert ist das Eingangsportal.

Die Gemeinde hieß vor 1789 Saint Martin le Peint.[6] Der Heilige Martin hatte demzufolge nichts mit der Baumart «Kiefer» zu tun, sondern war «bemalt».

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Saint-Martin-le-Pin
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 394 3,7 25,4/km²
1968 405 4,0 26,1/km²
1975 311 3,1 20,0/km²
1982 292 3,0 18,8/km²
1990 303 3,2 19,5/km²
1999 305 3,4 19,6/km²
2006 301 3,3 19,4/km²
2007 300 3,3 19,3/km²
2012 289 18,6/km²
2013 289 18,6/km²
2015 282 18,1/km²

Quelle: INSEE[7]

Die Bevölkerungsentwicklung hatte nach 1968 einen Rückgang zu verzeichnen, seit 1975 ist sie weitgehend stabil.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Saint-Martin-le-Pin ist seit 2001 der parteilose Verkäufer Marcel Lavoix.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Kirche Saint-Martin aus dem 12. Jahrhundert, Monument historique seit 1942
  • Das Schloss Château de Saint-Martin-le-Pin aus dem 17. Jahrhundert im Ortskern
  • Das Herrenhaus Manoir des Cazes aus dem 19. Jahrhundert
  • Talivaud, Landgut mit Herrenhaus aus dem frühen 19. Jahrhundert.

Photogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Okzitanischer Name der Gemeinden im Périgord, Website des Conseil général de la Dordogne
  2. Prosper Didier: Les espèces minerales du Limousin. Bontemps, Limoges 1926.
  3. Saint-Martin-le-Pin auf mindat.org
  4. Kirche von Saint-Martin-le-Pin in der Datenbank Mérimée des Kultusministeriums (Memento des Originals vom 10. Dezember 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.patrimoine-de-france.org
  5. Romanische Kirche von Saint-Martin-le-Pin auf route-romane.net (Memento des Originals vom 24. Juli 2011 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.route-romane.net
  6. Cassini-Landkarte auf Géoportail
  7. Saint-Martin-le-Pin auf der Website des Insee

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Martin-le-Pin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien