Soudat

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Soudat
Sodac
Soudat (Frankreich)
Soudat
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Villages du Haut-Périgord
Koordinaten 45° 38′ N, 0° 34′ OKoordinaten: 45° 38′ N, 0° 34′ O
Höhe 134–266 m
Fläche 8,82 km2
Einwohner 91 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 24360
INSEE-Code

Soudat

Soudat (okzitanisch Sodac) ist eine französische Gemeinde mit 91 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2014: Bussière-Badil). Außerdem ist sie Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Soudat liegt im Périgord Vert, acht Kilometer südöstlich von Montbron (Charente) und vier Kilometer (Luftlinie) südwestlich von Bussière-Badil.

Soudat ist nach der Einwohnerzahl die kleinste und nach der Fläche die zweitkleinste Gemeinde des Kantons Bussière-Badil. Sie ist Grenzgemeinde zum Département Charente.

Soudat wird von folgenden Gemeinden umgeben:

Zum Gemeindegebiet von Soudat gehören folgende Weiler und Gehöfte: Chez Tendeau, La Basse Côte, La Chapelotte, La Grelière, La Guillaumie, Langlardie, Les Bories, Les Brousses, Les Chaumes, Pellegrenier und Vermont.

Das Gebiet um Pellegrenier bildet eine Enklave in der Gemeinde Bussière-Badil.

Die Südgrenze des Gemeindegebiets wird vom Crochet gebildet, einem rechten Nebenfluss des Bandiat. Der Crochet entwässert nach Südwesten; beim Weiler La Grelière nimmt er einen rechten Seitenarm auf, den Ruisseau le Pontet. Sein Oberlauf vor dem Zusammenfluss mit dem Pontet wird als Ruisseau de l'Étang d'Assat bezeichnet.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 134 Meter über dem Meer am Crochet im äußersten Südwesten. Der höchste Punkt mit 266 Meter über dem Meer bei Langlardie an der Ostgrenze.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Nordrand des Gemeindegebiets verläuft die D 6 (die dann in die D 91 übergeht) von Montbron nach Piégut-Pluviers. Der weiter im Süden gelegene Ortskern von Soudat lässt sich von der D 6 aus über eine Kommunalstraße erreichen (Abzweig beim Weiler Les Justices); diese führt dann weiter nach Varaignes. Von Les Justices aus quert die D 90 das nordwestliche Gemeindegebiet in Richtung Varaignes.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ruisseau de l'Étang d'Assat und der Ruisseau le Pontet haben sich ins variszische Grundgebirge des nordwestlichen Massif Central eingeschnitten, welches hier von migmatitischen Paragneisen (Metatexiten) repräsentiert wird. Flussabwärts transgredieren Liassedimente (Sandsteine, Arkosen und Dolomite des Hettangiums, Brekzien und Sandsteine des Pliensbachiums, sowie graublaue Tonsteine und Dolomite des Toarciums). Über dem Lias folgen im Westen des Gemeindegebiets rekristallisierte Kalke des Doggers. Diese werden beim Weiler Les Bories von grauen Oolithkalken (mit braunen Ooiden) des Mittleren Bathoniums überlagert. Der Höhenrücken am Nordrand der Gemeinde besteht aus dem tertiären Alluvium (Sande, Kiese, Schotter und Tone) eines ehemaligen Flusslaufes. Der Rücken bei Langlardie bildet einen Seitenast desselben Flusssystems. Die weiter abwärts liegenden Hanglagen werden aus Kolluvium aufgebaut, das teils das Grundgebirge, teils die Sedimente verdeckt; es handelt sich hier um Umlagerungen des tertiären Alluviums.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältestes Bauwerk in Soudat ist die romanische Kirche, deren einstige Stilrichtung anhand späterer Umbauarbeiten jedoch nicht mehr zu erkennen ist.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Soudat
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 150 2,9 17,0/km²
1968 121 2,5 13,7/km²
1975 98 2,2 11,1/km²
1982 99 2,3 11,2/km²
1990 78 1,9 8,8/km²
1999 72 1,9 8,2/km²
2006 82 2,3 9,3/km²
2007 83 2,3 9,4/km²

Quelle: INSEE[1]

Die Bevölkerungszahlen Soudats sind generell rückläufig, erst seit 1999 ist eine leichte Trendwende zu erkennen.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Soudat ist seit 2001 der parteilose Landwirt Jean-Claude Rathier.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche Saint-Julien-de-Brioude

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Soudat auf der Website des Insee

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Pochat, G. et al.: Carte géologique de la France à 1/50 000. Feuille Montbron. BRGM, 1986.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Soudat – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien