Saint-Romain-et-Saint-Clément

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Saint-Romain-et-Saint-Clément
Sent Róman e Sent Clamenç
Saint-Romain-et-Saint-Clément (Frankreich)
Saint-Romain-et-Saint-Clément
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Thiviers
Gemeindeverband Périgord-Limousin
Koordinaten 45° 26′ N, 0° 52′ OKoordinaten: 45° 26′ N, 0° 52′ O
Höhe 147–268 m
Fläche 13,80 km2
Einwohner 326 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km2
Postleitzahl 24800
INSEE-Code

Saint-Romain-et-Saint-Clément (okz. Sent Róman e Sent Clamenç) ist eine französische Gemeinde mit 326 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Aquitanien. Sie ist eine der zehn Gemeinden im Kanton Thiviers.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Romain-et-Saint-Clément (bzw. der Ortsteil Saint-Romain) liegt knapp fünf Kilometer westlich von Thiviers und zwölf Kilometer südöstlich von Saint-Pardoux-la-Rivière entfernt (Luftlinie). Die Gemeinde wird von folgenden Nachbargemeinden umgeben:

Neben den Ortskernen von Saint-Romain und von Saint-Clément besteht die Gemeinde aus folgenden Weilern, Gehöften und einer Mühle:

Chez Barancle, Dala, Faugeraulas, Firbeix, Fraisse, Fressenède, Jalager, La Basse Fressenède, La Baraque, La Chabanne, La Fôrêt, La Grange, La Lardie,La Pomerède, La Richardie, La Rochette, La Verdale, Lavergne, Le Bigeau, Le Bost, le Chadeau, Le Cros, Le Fagnac, Le Peyrou, Le Prieuré, Le Puel, Les Brandes, Les Fouillarjoux, Les Grandes Terres, Les Peyrières, Les Rochilles, Les Vergnes, Maizaraud, Moulin de Feuyas und Poncet.

Der Nordteil des Gemeindegebietes wird von der aus Norden kommenden Côle durchflossen. Sie bildet anfangs die Ostgrenze zu Saint-Jory-de-Chalais und zu Thiviers. Bei Jalager dreht sie auf Westsüdwest und zieht dann nördlich des Ortskerns vorbei. Durch den Südabschnitt bei Saint-Clément läuft in Westrichtung der aus der Gemeinde Thiviers kommende Ruisseau de Bonis. Die Südwestgrenze bei Poncet wird vom in nordwestlicher Richtung entwässernden Ruisseau de la Font Pépie gebildet. Beide letztgenannten Bäche sind linke Seitenarme der Côle.

Der topographisch tiefste Punkt im Gemeindegebiet mit 147 Metern über dem Meeresspiegel liegt westlich des Ortskerns von Saint-Romain an der Côle, die hier die Gemeinde verlässt. Der höchste Punkt mit 268 Metern befindet sich bei Faugeraulas im Norden. Die absolute Höhendifferenz beträgt 121 Meter.

Die Gemeinde Saint-Romain-et-Saint-Clément ist Nachbargemeinde zum Regionalen Naturpark Périgord-Limousin.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Côletal im Norden wird von metamorphen Grundgebirgsgesteinen des nordwestlichen Massif Central begleitet (Untere Gneisdecke und Thiviers-Payzac-Einheit). Zuunterst liegen Glimmerschiefer, die im Côletal zwischenFaugeraulas und La Rochette sowie nördlich des Ortskerns von Saint-Romain anstehen. In sie eingeschaltet sind kleine Amphibolit- und Eklogitzüge, im südlichen Glimmerschiefervorkommen finden sich auch Serpentinite. Darüber folgen Leptynite des Bogens von Saint-Yrieix, die aus ordovizischen Graniten hervorgegangen sind. Aufgeschlossen sind sie bei Faugeraulas und nordwestlich des Ortskerns von Saint-Romain. Die Glimmerschiefer werden entlang des Côletals von dem Thiviers-Sandstein aus der Thiviers-Payzac-Einheit in Nordwestrichtung überschoben. Der aus ehemaligen Rhyodaziten bestehende Thiviers-Sandstein tritt hier vorwiegend in der Fazies des Payzac-Quarzits auf. Er enthält bei La Chabanne ein kleines Amphibolit- und Metakeratophyrvorkommen. Der granathaltige Amphibolit setzt sich als Zug weiter nach Nordost fort.

Die Metamorphite haben stellenweise den Isograd des Disthens erreicht, gehören aber generell der Staurolithzone an. Vorwiegende Streichrichtung der metamorphen Foliation ist Nordost.

Die Grundgebirgsgesteine wurden von flach liegenden Jurasedimenten des nördlichen Aquitanischen Beckens transgrediert. Das Schichtpaket setzt im Lias (Unterhettang) ein und endet im Dogger (Unterbathon). Die Sedimente stehen nördlich der Côle, um den Ortskern von Saint-Romain, im Tal des Ruisseau de Bonis und im Tal des Ruisseau de la Font Pépie an. Die Höhenlagen zwischen den Tälern werden generell von jungpleistozänen, kolluvialen Schottermassen überdeckt. In stratigraphisch höchster Position finden sich fluviatile Schotterfüllungen von ehemaligen Flussläufen, die möglicherweise ins Pliozän zurückreichen; zu sehen bei Dala, Le Peyrou, zwischen La Pommerède und Fressenède und südlich von Saint-Clément. In der Flussniederung der Côle wurde rezentes Alluvium abgelagert.

Das Gemeindegebiet liegt im Einflussbereich der Südost-streichenden Randstörung des Zentralmassivs, die sich hier in mehrere Seitenäste und kleinere Querbrüche aufgespalten hat. Ihr Einfluss manifestiert sich in einer stellenweisen Verkieselung des Lias und einer Rekristallisation des Doggers.

Bei La Chabanne wurde im 19. Jahrhundert in den Glimmerschiefern eine örtliche Pyritmasse (Eiserner Hut) abgebaut, die mehrere tausend Tonnen an Erz lieferte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Romain-et-Saint-Clément – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien