Champniers-et-Reilhac

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Champniers-et-Reilhac
Champniers-et-Reilhac (Frankreich)
Champniers-et-Reilhac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Périgord Nontronnais
Koordinaten 45° 40′ N, 0° 44′ OKoordinaten: 45° 40′ N, 0° 44′ O
Höhe 185–360 m
Fläche 20,40 km2
Einwohner 455 (1. Januar 2017)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 24360
INSEE-Code

Champniers-et-Reilhac, okzitanisch Champs Niers e Relhac, ist eine französische Gemeinde mit 455 Einwohnern (Stand 1. Januar 2017) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016 Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2016 Bussière-Badil).

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname Champniers leitet sich vom Okzitanischen Champs niers, Französisch champs noirs, ab. Gemeint sind schwarze Böden, d. h. Böden von guter Qualität. Der Ortsname Relhac oder Reilhac stammt wahrscheinlich von einem gallorömischen Eigennamen Regilius oder Regulius, versehen mit dem Suffix -acum als Ortsbezeichnung oder Besitzanspruch.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde Champniers-et-Reilhac ging 1806 aus einer Zusammenlegung der beiden bis dahin unabhängigen Gemeinden Champniers und Reilhac hervor, die neue Gemeinde nannte sich damals noch Reilhac-et-Champniers. Erst 1847 wurde die heutige Schreibweise Champniers-et-Reilhac eingeführt. Die beiden Ortschaften liegen beinahe fünf Kilometer voneinander entfernt, wobei Reilhac etwas abseits der Hauptverkehrsader liegt.

Die Gemeinde Champniers-et-Reilhac grenzt an das Département Haute-Vienne, Reilhac ist die am nördlichsten gelegene Ortschaft im Département Dordogne.

Durch Champniers verläuft die Nord-Süd-Achse D 675 von Nontron nach Saint-Mathieu. Champniers liegt 5 Kilometer südlich von Saint-Mathieu und 21 Kilometer nördlich von Nontron. Die Nebenstraße D 117 stellt eine östliche Querverbindung in Richtung Cussac her, die D 110 führt nach Westen zum Ortsteil Reilhac und anschließend weiter nach Maisonnais-sur-Tardoire. Über die D 90 wird Busserolles im Westen erreicht.

Champniers-et-Reilhac wird von folgenden fünf Gemeinden umgeben:

Auf dem Gemeindegebiet von Champniers-et-Reilhac liegen folgende Weiler, Gehöfte und Mühlen: Belair, Beyranne, Chante-Louve, Chèvre Morte, Chez Gonneau, Chez Tendeau, Fraisse, Gué du Bost, La Chabanne, La Chabroulie, La Chapaudie, La Coudenie, La Francherie, La Parentie, La Petite Chabane, La Trémoulie, Laubergie, Le Bost, Le Calvaire, Le Cluzeau, Le Grafeuil, Le Grand Bost, Le Moulin de la Chabroulie, Le Puy, Les Brousses, Les Fougères, Les Juries, Les Maisonnettes, Les Métairies, Les Petites Brousses, Les Petits Moulins, Les Prades, Les Simonies, Les Tamouzies, Maison Neuve (auch Maisonneuve), Maison Seule, Marcillac, Papey und Puyfaud.

Der Étang Petits Moulins

Der Südwesten des Gemeindegebietes wird vom Trieux, einem linken Nebenfluss der Tardoire, durchflossen. Am westlichsten Punkt der Gemeinde mündet der Nauzon, ein kleinerer rechter Nebenarm des Trieux, der gleichzeitig als Grenzfluss zum Département Haute-Vienne fungiert. Im Südwesten liegen ferner zwei kleinere Stauseen, der L'Étang des Petits Moulins und der L'Étang Grolhier – letzterer ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet.

Generelle Entwässerungsrichtung ist nach Westen.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 185 Meter über N. N. am Zusammenfluss von Trieux und Nauzon im äußersten Westen. Der höchste Punkt mit 360 Meter über N. N. befindet sich am äußersten Ostpunkt der Gemeinde. Dies spiegelt das generell pultschollenartige Einfallen der Landschaft gen Westen wider.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Champniers-et-Reilhac wird vollständig von variszischen Grundgebirgsgesteinen des nordwestlichen Massif Central unterlagert. In der Hauptsache ist dies der Saint-Mathieu-Leukogranit mit seiner feinkörnigen und seiner grobkörnigen Fazies. Im Südwesten ist gerade noch der Piégut-Pluviers-Granodiorit aufgeschlossen. Im Übergangsbereich der beiden Granitoide sind auch noch Linsen von migmatitischem Paragneis zwischengeschaltet.

Ökologie und Umwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche von Reilhac

Im Gemeindegebiet bilden die Talungen des Trieux, des Nauzon und des Ruisseau de la Francherie sowie der Étang Grolhier eine ökologische Schutzzone (Französisch ZNIEFF des Typus 1 – Zone d'interèt écologique, faunistique et floristique). Die Schutzzone wird im Französischen als Vallées du réseau hydrographique de la Tardoire et du Trieux bezeichnet und ist bemerkenswert für ihre Flora und für ihre Wassergüte. Seit 1979 ist der Étang Grolhier im Südwesten als Naturreservat (Französisch site naturel) ausgewiesen.

Die Gemeinde bildet seit 1998 einen integralen Bestandteil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Römerstraße von Périgueux nach Poitiers führte einst in der Nähe von Reilhac vorbei. Aus der gallorömischen Zeit stammt eine Villa, die 1922 am vom Trieux gespeisten Étang des Petits Moulins am Südrand der Gemeinde entdeckt wurde. Reilhac besitzt eine romanische Kirche aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts, in Champniers steht ebenfalls eine romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Vom ehemaligen Schloss in Champniers ist noch der viereckige Donjon erhalten geblieben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Champniers-et-Reilhac
Jahr Einwohner


1962 694
1968 661
1975 554
1982 548
1990 544
1999 533
2007 508
2015 478

Quelle: INSEE[2]

Die Einwohnerzahlen sind seit 1962 generell rückläufig, mit sehr starkem Rückgang zwischen 1968 und 1975.


Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschäftigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrug die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren 185 Personen, d. h. 37,0 % der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der Arbeitslosen hat im Vergleich zu 2007 von 20 auf 27 zugenommen, die Arbeitslosenrate liegt jetzt somit bei 14,6 %.

Unternehmen und Betriebe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2013 waren in der Gemeinde 62 unternehmen ansässig, davon 35 im Sektor Handel, Transport oder Dienstleistungen, 9 in der Landwirtschaft, Forst oder Fischerei, 9 im Baugewerbe, 6 in der Industrie und 3 im Sektor Verwaltung, Bildung, Gesundheitswesen oder Soziales.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Romanische Kirche Saint-Paul in Reilhac, zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts, Monument historique seit 1965
  • Romanische Kirche Saint-Paixent in Champniers, 12. und 15. Jahrhundert, mit oktogonalem Kirchturm
  • Château de Champniers, von dem nur der viereckige Turm erhalten ist[3]
  • Château de Reilhac aus dem 17. Jahrhundert

Photogalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Nauzon, Grenzfluss zur Haute-Vienne
  • Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    1. Chantal Tanet und Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. éditions Fanlac, 2000, ISBN 2-86577-215-2, S. 96.
    2. Champniers-et-Reilhac auf der Website des Insee
    3. Guy Penaud: Dictionnaire des châteaux du Périgord. éditions Sud Ouest, 1996, ISBN 2-87901-221-X, S. 72.

    Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    • G. Le Pochat u. a.: Carte géologique de la France à 1/50 000. Feuille Montbron, BRGM, 1986.
    • Dominique Richard (Hrsg.): Le Guide Dordogne-Périgord. Éditions Fanlac, Périgueux 1993, ISBN 2-86577-162-8.

    Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Commons: Champniers-et-Reilhac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien