Augignac

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Augignac
Augignac (Frankreich)
Augignac
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Haut-Périgord
Koordinaten 45° 36′ N, 0° 42′ OKoordinaten: 45° 36′ N, 0° 42′ O
Höhe 189–306 m
Fläche 22,64 km2
Einwohner 823 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 36 Einw./km2
Postleitzahl 24300
INSEE-Code

Augignac, okzitanisch Auginhac, ist eine französische Gemeinde mit 823 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016 Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Nontron und seit März 2015 zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2015 Kanton Nontron). Außerdem bildet sie einen Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsbezeichnung Augignac leitet sich wahrscheinlich vom gallischen oder germanischen Eigennamen Algeinus oder Adgennus, möglicherweise auch von einem gallorömischen Eigennamen Aligenus ab, gefolgt von dem Suffix -acum (jetzt -ac), das ein Anwesen bezeichnet. Im Jahr 1315 wird das heutige Augignac erstmals als Auginhac erwähnt und 50 Jahre später in der lateinisierten Form Auguilhacum. 1864 hieß die Gemeinde noch Auginiac.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augignac liegt im Périgord Vert und ist zirka zehn Kilometer von dem südsüdwestlich gelegenen Nontron und knappe fünf Kilometer von dem im Norden liegenden Piégut-Pluviers entfernt.

Augignac wird von folgenden Gemeinden umgeben:

Zum Gemeindegebiet von Augignac gehören folgende Weiler, Gehöfte, Mühlen und Schlösser: Boudignac, Château Renaud, Chez Pey, Clos Neuf, La Beaufarie, La Cornadelle, La Cour, La Ferrière, La Franche, La Garde, La Petite Tavernerie, La Tavernerie, Lafarge, Lapeyre, Laubanie, Le Clos des Landes, Le Ménichou, Le Moulin de Lapeyre, Le Moulin de Nebout, Le Moulin de Tignac, Le Point du Jour, Le Tupet, Les Brégères, Les Chadauds, Les Landes, Les Petits Champs, Leygurat, Maine du Bost, Maison-Neuve, Nauvialle, Pouzol, Puy de Pin, Puybégout, Rochefoulée, Roubardières und Tignac.

Der Bandiat flussaufwärts vom Weiler Chez Pey

Die Südostgrenze des Gemeindegebiets zu Abjat-sur-Bandiat wird vom nach Südwesten entwässernden Bandiat gebildet. Die Doue stellt im Nordwesten die Grenze zu Piégut-Pluviers und Saint-Estèphe. Sie fließt ebenfalls in südwestliche Richtung ab. Das Gemeindegebiet liegt folglich auf einem Höhenrücken zwischen den beiden genannten Flussläufen; dieser Höhenrücken wird allmählich gen Südsüdwest niedriger.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 192 Meter über N. N. am Bandiat im Süden. Der höchste Punkt mit 306 Meter über N. N. befindet sich in der Nähe von Laubanie im Norden.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Ortskern von Augignac verläuft die D 675 von Rochechouart nach Nontron (in Nord-Süd-Richtung). Den Ortskern quert ferner eine in Ost-West-Richtung verlaufende Kommunalstraße von Abjat-sur-Bandiat nach Saint-Estèphe.

Fernwanderweg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet wird vom Fernwanderweg GR 4 von Royan nach Grasse durchquert.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Augignac liegt vollständig auf dem Piégut-Pluviers-Granodiorit (Normalfazies). Bei Puybégout ist die grobkörnige Porphyrfazies anstehend. Der Ortskern wird von einigen rosafarbenen Mikrogranitgängen (in NNW- und NNO-Richtung) und mehreren Störungen (in NNW- und N-Richtung) durchzogen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ältestes Bauwerk in Augignac ist die aus Granodiorit erbaute romanische Kirche Saint-Martial aus dem 12. Jahrhundert. Die Kirche wurde im 19. Jahrhundert restauriert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 954 8,9 42,1/km²
1968 876 8,6 38,7/km²
1975 791 8,0 35,0/km²
1982 818 8,5 36,1/km²
1990 838 8,9 37,0/km²
1999 791 8,7 35,0/km²
2006 810 8,9 35,8/km²
2007 821 9,0 36,3/km²
2008 826 36,5/km²
2010 836 36,9/km²
2012 839 9,5 37,1/km²
2013 830 36,7/km²

Quelle: INSEE[1] Die Bevölkerungszahlen von Augignac sind bis 1975 rückläufig gewesen. Seitdem haben sie sich unter leichten Fluktuationen wieder stabilisiert.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschäftigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2013 betrug die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren 486 Personen (75,1 % der Gesamtbevölkerung), davon waren 365 beschäftigt, was 64,8 % der Gesamtbevölkerung entspricht. Als arbeitslos waren 50 Personen gemeldet (13,7 % der Beschäftigten), ein Anstieg um 25 Personen gegenüber dem Jahr 2007 (7,0 % der Beschäftigten).

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2013 waren in der Gemeinde 74 Unternehmen angesiedelt, davon 44 in Handel, Transport und Dienstleistungen, 13 im Baugewerbe, 8 in Industrie, 5 in Landwirtschaft, Forst oder Fischerei und 4 in Verwaltung, Bildung, Gesundheit oder Sozialhilfe.

Das Absidenende der Kirche Saint-Martial von Osten

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Augignac ist seit April 2014 Pierre Peyrazat.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die romanische Kirche Saint-Martial von Augignac.
  • Roc de Poperdu, ein Felsenchaos aus großen Granodioritblöcken.
  • Roche Eyside, Felsenchaos.
  • Roche de Pierre Tanche.
  • Schloss Leygurat aus dem 13. Jahrhundert.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Augignac auf der Website des Insee

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Pochat, G. et al.: Carte géologique de la France à 1/50 000. Feuille Montbron. BRGM, 1986.
  • Briand, B. et al.: Carte géologique de la France à 1/50 000. Feuille Châlus. BRGM.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Augignac – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien