Saint-Barthélemy-de-Bussière

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Saint-Barthélemy-de-Bussière
Sent Bartomiu de Bussiera
Saint-Barthélemy-de-Bussière (Frankreich)
Saint-Barthélemy-de-Bussière
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Nontron
Kanton Périgord Vert Nontronnais
Gemeindeverband Communauté de communes du Haut-Périgord
Koordinaten 45° 38′ N, 0° 45′ OKoordinaten: 45° 38′ N, 0° 45′ O
Höhe 218–366 m
Fläche 15,01 km2
Einwohner 208 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 14 Einw./km2
Postleitzahl 24360
INSEE-Code

Die Kirche Saint-Barthélemy

Saint-Barthélemy-de-Bussière, okzitanisch Sent Bartomiu de Bussiera, ist eine französische Gemeinde mit 208 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie gehört zum Arrondissement Nontron und zum Kanton Périgord Vert Nontronnais (bis 2015: Bussière-Badil).

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lagekarte von Saint-Barthélemy-de-Bussière

Das okzitanische Wort Bussiera, französisch bussière, ist von buis abgeleitet mit der Bedeutung Buchsbäume. Sent Bartomiu oder Saint-Barthélemy, abgeleitet vom lateinischen Sanctus Bartholomaeus, ist der Heilige Bartholomäus.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Saint-Barthélemy-de-Bussière im Norden des Périgord ist etwa 11 Kilometer von Saint-Mathieu und rund 21 Kilometer von Nontron entfernt. Nächstliegende größere Städte sind Angoulême (48 Kilometer westlich) und Limoges (58 Kilometer nordöstlich von Saint-Barthélemy-de-Bussière).

Die Gemeinde Saint-Barthélemy-de-Bussière grenzt an das Département Haute-Vienne. Sie wird von folgenden 5 Gemeinden umgeben:

Auf dem Gemeindegebiet von Saint-Barthélemy-de-Bussière liegen folgende Weiler, Gehöfte, eine Mühle, Weiher und sonstige Geländepunkte: Beaulieu, Bois de Granjou, Bouleyrou, Chez Guaud, Chez Jambel, Chez Verger, Étang de Jacques, Étang de la Salamonie, Étang de Laborde, Étang de la Vauvilie, Étang de Viradie, Étang du Teillet, Fon du Caillou, Gaury, L’Étang, La Courarie, La Doume, La Fauvilie, La Planche, La Salamonie, Laborde, Lafarge, Lamorinie, Lamothe, Lapeyre, Lascaud, Le Badil, Le Genêt, Le Mas, Le Moulin de la Salamonie, Le Trieux, les Bitardes, Les Suchaux, Pech du Bournat, Pech du Loup, Petit Beaulieu, Puyfromental, Rebeyrat, Villechalane und Villemercier.

Das Gemeindegebiet wird vom Oberlauf des Trieux, eines linken Nebenflusses der Tardoire, durchflossen. Generelle Entwässerungsrichtung ist Westen. Der Trieux gabelt sich in mehrere kleinere Seitenäste auf, die meist in Form von Weihern aufgestaut werden.

Der topographisch tiefste Punkt des Gemeindegebietes liegt mit 218 Metern über dem Meer im Tal des Trieux im Südwesten, der höchste Punkt mit 366 Metern im äußersten Nordosten.

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet von Saint-Barthélemy-de-Bussière wird vollständig von variszischen Grundgebirgsgesteinen des nordwestlichen Massif Central unterlagert. Die Nordhälfte wird vom Saint-Mathieu-Leukogranit mit seiner feinkörnigen und seiner grobkörnigen Fazies eingenommen. Die Südhälfte kommt auf den Piégut-Pluviers-Granodiorit zu liegen. Die gegenseitigen Intrusionsverhältnisse der beiden oberkarbonischen Granitoide ist nicht eindeutig, da beide in feinkristalliner Fazies im Kontaktbereich vorliegen. Beide Granitoide werden von Störungen durchzogen, die vorwiegend in Richtung Nordnordost und Nordnordwest streichen. Hektometrische Linsen der Parautochthonen Glimmerschiefer finden sich vereinzelt im Leukogranit wie beispielsweise bei Lamothe und nordöstlich von Rebeyrat am Trieux.

Ökologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Trieux

Das Gebiet der Gemeinde ist Teil des Regionalen Naturparks Périgord-Limousin.

Das Tal des Trieux bildet wegen seiner Flora und seiner Wassergüte eine ökologische Schutzzone des Typus 1 (Französisch ZNIEFF – zone naturelle d’intérêt écologique, faunistique et floristique).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet um Saint-Barthélemy-de-Bussière sind neolithische Spuren vorhanden. Die Megalithkultur hinterließ eine Steinkiste bei La Courarie. Bei La Courarie und bei Villechalane wurden die Reste eines gallorömischen Oppidums, einer Villa und einer Schmiede gefunden.

Wie die Seitenwände zu erkennen geben ist die Pfarrkirche Saint-Barthélemy romanischen Ursprungs, die jetzigen Gewölbe stammen aber erst aus dem 16. Jahrhundert. Im 15. Jahrhundert wurde das Manoir de la Morinie erbaut.

Erste schriftliche Aufzeichnungen der Pfarrgemeinde unter der Bezeichnung Parochia Sanctus Bartholomei gehen auf das Jahr 1265 zurück. 1365 hieß sie Sanctus Bartolomeus, im Jahr 1500 Saint-Bartolmieu, 1591 Saint-Barthélemy-de-Villechalane und 1780 Saint-Barthélemy-de-Pluviers. Während der Französischen Revolution (Periode des Nationalkonvents von 1792 bis 1795) trug die Gemeinde den Namen Montagne-le-Trieux.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung in Saint-Barthélemy-de-Bussière
Jahr Einwohner Einwohner im Kanton
in Prozent
Einwohnerdichte


1962 374 7,3 24,9/km²
1968 345 7,3 23,0/km²
1975 307 7,0 20,5/km²
1982 270 6,4 18,0/km²
1990 271 6,7 18,1/km²
1999 244 6,4 16,3/km²
2005 229 6,3 15,3/km²
2007 227 6,2 15,1/km²
2008 231 15,4/km²
2012 230 15,3/km²
2013 227 15,1/km²

Quelle: INSEE[2]

Die Einwohnerzahlen sind seit 1962 generell rückläufig, mit einer leichten Erholung im Jahr 1990. Die Bevölkerungsdichte ist mittlerweile sehr niedrig.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister von Saint-Barthélemy-de-Bussière ist seit März 2008 Bernard Bioulac; er gehört der Parti socialiste an.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saint-Barthélemy-de-Bussière liegt abseits größerer Verkehrswege. Am Westrand des Gemeindegebiets führt die Nord-Süd-Achse D 675 von Nontron nach Saint-Mathieu vorüber. Die Ortschaft ist über die Nebenstrecke D 112 mit dem 7 Kilometer entfernten Piégut-Pluviers im Westen verbunden, die D 73 führt zum 6 Kilometer entfernten Marval im Südosten.

Beschäftigung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2012 betrug die erwerbsfähige Bevölkerung zwischen 15 und 64 Jahren 90 Personen bzw. 39,1 % der Gesamtbevölkerung. Die Zahl der Arbeitslosen war im Vergleich zu 2007 von 6 auf 11 angewachsen, die Arbeitslosenrate beträgt jetzt 12,2 %.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2013 waren 25 Unternehmen in der Gemeinde Saint-Barthélemy-de-Bussière ansässig, davon 12 im Sektor Handel, Transport und Dienstleistungen, 7 in der Industrie, 3 im Baugewerbe, 2 im Sektor Landwirtschaft, Forsten und Fischerei und ein Unternehmen im Sektor Verwaltung.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der überwucherte Eingang der Steinkiste
  • Die Kirche Saint-Barthélemy
  • die megalithische Steinkiste von La Courarie
  • die Heilquelle Fontaine de dévotion am Rande des Ortskerns
  • das Manoir de la Morinie aus dem 15. Jahrhundert.[3]

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Briand, B. et al.: Feuille Châlus. In: Carte géologique de la France à 1/50 000. BRGM.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chantal Tanet und Tristan Hordé: Dictionnaire des noms de lieux du Périgord. éditions Fanlac, 2000, ISBN 2-86577-215-2, S. 305–307.
  2. Saint-Barthélemy-de-Bussière auf der Website des Insee
  3. Guy Penaud: Dictionnaire des châteaux du Périgord. éditions Sud Ouest, 1996, ISBN 2-87901-221-X, S. 191.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saint-Barthélemy-de-Bussière – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien