easyJet

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easyJet Airline Company PLC
Logo der easyJet
Airbus A320-200 der easyJet
IATA-Code: U2
(easyJet Switzerland: DS)
ICAO-Code: EZY
(easyJet Switzerland: EZS)
Rufzeichen: EASY
(easyJet Switzerland: TOPSWISS)
Gründung: 1995
Sitz: Luton, Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Heimatflughafen: London-Luton
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
ISIN: GB00B7KR2P84
Leitung: Carolyn McCall (CEO)
Mitarbeiterzahl: 8446 (2012)
Umsatz: 3,85 Milliarden £ (2012)
Fluggastaufkommen: 58,8 Millionen (2012)
Flottenstärke: 236 (+ 250 Bestellungen)
Ziele: National und international
Webseite: easyjet.de

easyJet, offiziell easyJet Airline Company PLC, ist eine britische Billigfluggesellschaft mit Sitz in Luton bei London und Teil der easyGroup. Nach Ryanair ist sie die zweitgrößte Billigfluggesellschaft Europas und unterhält 24 Basen.

Geschichte[Bearbeiten]

1990er-Jahre[Bearbeiten]

Gegründet wurde easyJet am 18. Oktober 1995 von Stelios Haji-Ioannou, dessen Vater die griechische Schiffsreederei Stelios besitzt. Um die Fluggesellschaft zu gründen, lieh sich Haji-Ioannou fünf Millionen Pfund von seiner Familie.[1] Die ersten beiden Flugzeuge mit easyJet-Logo waren zwei von British Airways geleaste Boeing 737-200, die auf den Routen von London Luton nach Glasgow und Edinburgh verkehrten. In Luton befindet sich auch bis heute der Firmensitz von easyJet.

EasyJet-Gründer Stelios Haji-Ioannou wurde 1999 im Rahmen der Londoner of the Year Awards von London Electricity zum "Londoner Unternehmer des Jahres" ernannt. Außerdem wurde easyJet im selben Jahr von den Lesern des Business Traveller Magazins zur "Besten Low-Cost-Airline" gewählt. Im Dezember 1999 beschrieb das Magazin Marketing die Gründung von easyJet als "eines der 100 großen Marketingereignisse des 20. Jahrhunderts".

Im Herbst 1999 erreichte der Online-Verkauf von easyJet die Schwelle von einer Million verkauften Flügen. Ein Jahr später, im Oktober 2000, ging easyJet an die Londoner Börse. Es begann die Präsenz von easyJet am Flughafen London-Stansted, bis zu diesem Zeitpunkt war London-Luton die zentrale Basis im Großraum London.

2000er-Jahre[Bearbeiten]

Eine ehemalige Boeing 737-700 der easyJet
Ein ehemaliger Airbus A321-200 der easyJet

Im Sommer 2002, als easyJet eine Flotte aus 30 Boeing 737 für die Bedienung von 40 Strecken besaß, übernahm die Fluggesellschaft den ehemaligen British-Airways-Billigflugableger Go Fly, der zur Zeit der Übernahme 27 Boeing 737-300 betrieb und damit 38 Routen unterhielt.[2] Die Marke Go Fly wurde nach der Übernahme komplett aufgegeben und die Fluglinie vollständig in die easyJet integriert.

Bis September 2003 flog easyJet ausschließlich mit dem Flugzeugtyp Boeing 737, den auch viele andere Billigfluggesellschaften einsetzen. Im Oktober 2002 kündigte das Unternehmen an, von nun an Airbus den Vorzug zu geben und 120 Exemplare des Airbus A319-100 zu bestellen, von denen im Herbst 2003 die ersten ausgeliefert wurden. Die Wahl fiel auf diesen Flugzeugtyp, da ein Airbus der 320-Familie unter anderem einen breiteren Mittelgang als eine Boeing 737 hat und damit einen vermeintlich schnelleren Ein- und Ausstieg ermöglicht. Für easyJet wurde extra die Anzahl der Notausgänge über den Tragflächen von zwei auf vier erhöht. So kann trotz sehr enger Bestuhlung das Flugzeug innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen 90 Sekunden evakuiert werden.

Am 28. Mai 2004 wurde erstmals am Flughafen Nottingham East Midlands das Check-In eines ganzen Fluges über die neuen und damals bahnbrechenden Selbst-Check-In-Automaten abgewickelt. Als weiterer Meilenstein in der Firmengeschichte von easyJet gilt der 18. Mai 2005, da an diesem Tag der 100-millionste Fluggast begrüßt wurde.[3]

easyJet ist inzwischen Europas viertgrößte Airline und im Hinblick auf die Anzahl der beförderten Passagiere nach der US-amerikanischen Southwest Airlines und der irischen Ryanair die drittgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.[4] Im Jahr 2006 transportierte easyJet insgesamt 33,6 Millionen Passagiere.[5] Am 25. Oktober 2007 gab easyJet den Kauf der britischen Fluggesellschaft GB Airways, für 103,5 Millionen Pfund von der britischen Bland Group, bekannt. Durch diesen Erwerb wurde die Flotte um 15 Flugzeuge (9x Airbus A320 und 6x Airbus A321) erweitert. Jedoch wurde die Fluggesellschaft erst am 30. März 2008 in das Unternehmen integriert, da bis zu diesem Datum ein Franchise-Abkommen mit British Airways existierte. Durch den Kauf versprach sich easyJet eine weitere Expansion auf dem Flughafen London-Gatwick, da durch den Kauf easyJet dann 24 % aller Slots am Flughafen besitzt. Die Start- und Landerechte auf dem Flughafen London-Heathrow waren in der Übernahme nicht inbegriffen.[6]

2010er-Jahre[Bearbeiten]

Gründer Stelios Haji-Ioannou trat im Mai 2010 mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand von easyJet zurück. Als Grund gab er an, dass er mit der Expansionsstrategie des Unternehmens nicht einverstanden sei und sich ganz auf die Aktionärsrolle konzentrieren wolle.[7]

Im Mai 2011 erhielt easyJet ihr 200. Flugzeug von Airbus. Dieser A320-200 erhielt deshalb eine Sonderlackierung vollständig in Orange.[8]

Am 23. April 2012 wurde ein Airbus A319 der Fluggesellschaft am neuen Flughafen Berlin Brandenburg auf den Namen des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt getauft.[9]

Im Juni 2012 gab easyJet die Schließung ihrer Basis in Madrid infolge hoher Gebühren und der Marktsättigung bekannt.[10]

Unternehmen[Bearbeiten]

Hangar 89, der Sitz von easyJet in Luton
Sonderlackierung des 100. Airbus der easyJet
Sonderlackierung des 200. Airbus der easyJet

easyJet steht mehrheitlich im Eigentum der Familie Haji-Ioannou, die derzeit 38 %[11] der Unternehmensanteile hält (Stand: Mai 2010). Stelios Haji-Ioannou kontrolliert auch andere Gesellschaften aus der „easyGroup“ wie easyInternetcafé, easyCar, easyMoney und easyValue. Zwischen easyJet und diesen anderen Gesellschaften der „easyGroup“ bestehen keine gegenseitigen Beteiligungen, es werden jedoch einige firmenübergreifende Marketinginitiativen durchgeführt. Die Fluglinie hat ihren Sitz am Flughafen Luton und verfügt gegenwärtig über Standorte in Großbritannien und auf dem europäischen Festland. easyJet ist somit ein rein europäisches Unternehmen.[12]

easyJet verfolgt ein No-frills-Konzept. Die Kosten werden niedrig gehalten, indem die bei traditionellen Fluglinien üblichen Kosten und Extras vermieden werden. Dazu gehört unter anderem die Beschränkung auf den Direktverkauf über Internet und Call-Center sowie der Verzicht auf kostenlose Mahlzeiten, Getränke oder Zeitungen. easyJet war die erste Billigfluggesellschaft, die Online-Check-In anbot und so den Kunden ermöglichte, ihre Bordkarte schon vor der Fahrt zum Flughafen auszudrucken. Seit Ende 2009 bietet easyJet allen Reisenden mit Aufgabegepäck die Möglichkeit, online einzuchecken. Der Online-Check-In für Aufgabegepäck ist an 95 von 113 easyJet Flughäfen und auf fast allen Flügen möglich. Es werden keine zusätzlichen Gebühren für das Einchecken erhoben. Die zusätzliche Buchung von Speedy Boarding beim Online-Buchungsvorgang bietet Passagieren die Möglichkeit, noch vor den üblichen Gruppen an Bord gehen zu können.[13]

Umsatzrendite diverser Airlines im Geschäftsjahr 2013.[14]

easyJet setzt auf eine informelle Firmenkultur mit sehr flacher Managementstruktur. Telearbeit und „Hot Desks“ gehören zum Konzept von easyJet. Alle Bürokräfte dürfen und sollen sich zwanglos kleiden. Das easyJet Bordpersonal trägt seit Ende 2007 eine neue Uniform, für welche die Mitarbeiter zuerst Designvorschläge eingereicht und anschließend abgestimmt haben.[15]

easyJet verursacht aufgrund einer jüngeren Flotte, dichterer Flugzeugbestuhlung und höherer Sitzplatzbelegung geringere Schadstoffemissionen pro Personenkilometer als die meisten anderen Fluggesellschaften. Gemäß eigenen Angaben emittiert das Unternehmen 27 Prozent weniger Schadstoffe pro Sitzplatz als andere Fluggesellschaften, die den gleichen Flugzeugtyp einsetzen. Des Weiteren wurde eine Umweltcharta veröffentlicht, die dokumentieren soll, wie der Umwelteinfluss der Airline überwacht und reduziert wird.[16]

Gewinnentwicklung
152,3 Mio. £ 2007
83,2 Mio. £ 2008
71,2 Mio. £ 2009
121,3 Mio £ 2010
ca. 240 Mio. £ 2011 (Prognose)[17]

Laut Presseberichten würde die gute Geschäftsentwicklung vor allem von Geschäftsreisenden bewirkt. Außerdem sei eine Sonderdividende von £ 190 Mio. geplant. 2012 soll diese Entwicklung aber von dann eingeplanten höheren Kerosinpreisen und höheren Flughafengebühren wieder gestoppt werden.[18]

Flugziele[Bearbeiten]

easyJet bedient heute mehrere hundert Routen zwischen zahlreichen Ländern Europas und Nordafrikas sowie der Türkei, Jordanien und Israel.[19] Anders als viele Konkurrenten nutzt easyJet dabei vorwiegend größere internationale Flughäfen, so wird in Rom beispielsweise nicht der Flughafen Rom-Ciampino sondern der bedeutendere Flughafen Rom-Fiumicino angeflogen.

Deutschland[Bearbeiten]

Kabine an Bord eines Airbus A319-100 der easyJet
Ein E-Ticket von easyJet
Ziele von easyJet im Jahr 2007

Im Dezember 2003 kündigte easyJet an, den Flughafen Berlin-Schönefeld ab Mai 2004 mit zunächst sechs Flugzeugen als Basis nutzen zu wollen, wo sie seither das extra für sie umgestaltete Terminal B nutzt und sukzessive ihr Engagement ausgebaut hat. Dortmund wurde ebenfalls ab 2004 die zweite deutsche Basis der Gesellschaft, auch hier wurde die Größe der Flotte und das Streckennetz sukzessive ausgebaut, jedoch ab Ende 2007 wieder deutlich reduziert bis die Basis im Oktober 2008 schließlich aufgegeben wurde.[20] Seit 2009 wurde das Angebot nach Dortmund jedoch von anderen Basen aus wieder aufgestockt. Es folgten als weitere deutsche Zielflughäfen sukzessive Köln/Bonn ab Juni 2004, Hamburg, München, Düsseldorf ab November 2009 sowie als neueste Destination Dresden seit Dezember 2010.[21]

Mit Stand Juli 2014 bedient easyJet von und nach Deutschland (teils nur saisonal) folgende Routen:[19]

  • von Berlin-Schönefeld Agadir, Amsterdam, Athen, Barcelona, Basel, Bristol, Brüssel, Budapest, Cagliari (Sardinien), Dubrovnik, Edinburgh, Faro, Genf, Glasgow, Kopenhagen, Korfu, Heraklion (Kreta), Lissabon, Liverpool, London-Gatwick, London-Luton, London-Southend, Lyon, Madrid, Mailand-Malpensa, Malaga, Mallorca, Manchester, Marrakesch, Mykonos, Neapel, Nizza, Olbia (Sardinien), Paris-Orly, Pisa, Rhodos, Rom, Salzburg, Sofia, Split, Tel Aviv, Teneriffa, Thessaloniki und Venedig
  • von Hamburg nach Athen, Basel, Catania (Sizilien), Edinburgh, Ibiza, Kalamata, Kopenhagen, London-Gatwick, London-Luton, Mailand-Malpensa, Mallorca, Manchester, Neapel, Nizza, Rom, Split und Venedig
  • von München nach Edinburgh, London-Gatwick, London-Stansted und Manchester

Schweiz[Bearbeiten]

Bereits 1997 startete die erste Maschine der easyJet von Genf aus nach London-Luton. 1999 wurden sieben Destinationen angeflogen, im Sommer 2009 waren es bereits 47, die von acht hier stationierten Airbus A319-100 bedient werden. Seit Sommer 2004 betreibt easyJet eine weitere Basis auf dem binationalen Flughafen Basel Mulhouse Freiburg, da dem Unternehmen die Kosten am Flughafen Zürich zu hoch erschienen. Inzwischen werden von hier aus mit sechs Airbus A319-100 über 30 Destinationen bedient. Seit dem 18. September 2007 fliegt easyJet jedoch zusätzlich wieder von und nach Zürich.

easyJet Switzerland ist ein von easyJet separates Unternehmen und der Nachfolger der Charterfluggesellschaft TEA Switzerland. easyJet kaufte im Jahr 1998 40% der TEA Switzerland, und später wurde der Anteil auf 49% aufgestockt. Alle easyJet-Switzerland-Flugzeuge sind in der Schweiz registriert (HB-...), während die easyJet-Flugzeuge alle britische Kennungen tragen (G-....).

Mit Stand August 2014 bedient easyJet von der und in die Schweiz (teils nur saisonal) folgende Routen:[19]

  • von Basel Mulhouse Freiburg nach Ajaccio, Alicante, Amsterdam, Antalya, Barcelona, Bastia, Berlin-Schönefeld, Bordeaux, Brindisi, Brüssel, Budapest, Cagliari, Catania, Dresden, Edinburgh, Faro, Fuerteventura, Gran Canaria, Hamburg, Ibiza, Kopenhagen, Krakau, Lanzarote, Larnaca, Lissabon, London-Gatwick, London-Luton, Madrid, Málaga, Mallorca, Manchester, Marrakesch, Montpellier, Mykonos, Nantes, Neapel, Nizza, Olbia, Porto, Pristina, Reykjavik, Rom-Fiumicino, Santiago de Compostela, Sevilla, Split, Tel Aviv, Teneriffa Süd, Thessaloniki, Toulouse und Venedig
  • von Genf nach Aberdeen, Ajaccio, Alicante, Amsterdam, Asturias, Athen, Barcelona, Bastia, Belfast, Belgrad, Berlin-Schönefeld, Bilbao, Birmingham, Bordeaux, Bornemouth, Brindisi, Bristol, Brüssel, Budapest, Cagliari, Catania, Dubrovnik, Edinburgh, Faro, Glasgow, Hamburg, Heraklion, Hurghada, Ibiza, Kopenhagen, La Rochelle, Leeds/Bradford, Lille, Lissabon, Liverpool, London-Gatwick, London-Luton, London Southend, London-Stansted, Madrid, Málaga, Mallorca, Manchester, Marrakesch, Mykonos, Nantes, Neapel, Newcastle, Nizza, Olbia, Paris-Orly, Porto, Pristina, Reykjavik, Rom-Fiumicino, Santiago de Compostela, Sevilla, Split, Stockholm, Tel Aviv, Teneriffa, Toulouse, Venedig und Wien
  • von Zürich nach London-Gatwick und London-Luton

Österreich[Bearbeiten]

Die Präsenz von easyJet in Österreich begann am 29. Oktober 2007 mit einer Verbindung von Wien nach London-Luton, bereits am 14. Dezember 2007 folgten Flüge von und nach Innsbruck.

Mit Stand August 2014 bedient easyJet von und nach Österreich (ab Innsbruck und Salzburg teils nur saisonal) folgende Routen:[19]

  • von Innsbruck nach Bristol, Liverpool und London-Gatwick
  • von Salzburg nach Berlin-Schönefeld, Bristol, Hamburg, Liverpool, London-Gatwick und London-Luton
  • von Wien nach Genf, London-Gatwick und Rom Fiumicino

Basen[Bearbeiten]

easyJet betreibt mit Stand November 2012 insgesamt 22 Basen in sechs europäischen Ländern:[22]

Die einzige Basis in Spanien auf dem Flughafen Madrid-Barajas wurde Ende Oktober 2012 aufgegeben.[10]

Flotte[Bearbeiten]

Ein Airbus A319-100 der easyJet

Mit Stand September 2014 besteht die Flotte der easyJet aus 208 Flugzeugen[26] mit einem Durchschnittsalter von 5,5 Jahren[27] und die der easyJet Switzerland aus 23 Flugzeugen[28] mit einem Durchschnittsalter von 6,8 Jahren[29]. Die Gesellschaft ist derzeit der weltweit größte Abnehmer des Airbus A319.

Flugzeugtyp aktiv bestellt[30] Anmerkungen Durchschnittsalter
Airbus A319-100 140 davon 15 betrieben durch easyJet Switzerland 6.7 Jahre
Airbus A320-200[31] 068 175 davon 08 betrieben durch easyJet Switzerland 2.8 Jahre
Airbus A320neo[31] 100
Gesamt 208 275 davon 23 betrieben durch easyJet Switzerland 5.5 Jahre

Bis Herbst 2010 betrieb easyJet auch einige Maschinen des Typs Airbus A321-200, die seither jedoch durch kleinere Typen der Airbus-A320-Familie ersetzt wurden. Ebenso wurden bis Herbst 2011 alle Boeing 737-700 ausgeflottet.

Kritik[Bearbeiten]

easyJet wird vorgeworfen, die Fluggastrechte nach der EU-Richtlinie 261/2004 regelmäßig zu missachten.[32] Passagiere würden bei Flugausfall nicht über ihre Rechte aufgeklärt. Entschädigungszahlungen nach der EU-Richtlinie 261/2004 würden verschleppt und rechtswidrig verweigert. Typischerweise wird auf schriftliche Reklamationen nicht geantwortet. Viele Fluggäste machen die Rechte nicht geltend, weil Flugausfälle extrem häufig seien und unzutreffend mit höherer Gewalt bzw. Streiks begründet würden. Tatsächlich sei Easyjet mangels Personal gar nicht in der Lage, alle verkauften Flüge auch tatsächlich durchzuführen.[33] Eine reguläre Telefonnummer gebe es auch für Presseanfragen nicht, eine Postanschrift nur am Flughafen London-Luton. E-Mails würden meist nicht beantwortet.[34] Servicekräfte vor Ort gehörten zu Fremdfirmen und könnten keine Ersatzflüge buchen. Umbuchungen bei Flugausfall müssten die Passagiere selbst per Internet vornehmen und sich auch selbst darum kümmern, auf dem Flughafen einen dafür geeigneten Internetzugang zu finden. Bei Stornierung durch den Kunden wird gemäß AGB der Flugpreis nicht erstattet.[35] Auch steht Easyjet wegen des Umgangs mit behinderten Personen in Kritik. Im Januar 2012 wurde das Unternehmen zu einer Geldstrafe von 70.000 € von einem Pariser Gericht wegen Diskriminierung verurteilt, weil sie behinderte Kunden ohne Begleitung nicht an Bord gelassen habe. [36] easyJet berief sich auf eine europäische Sicherheitsvorschrift, die es in Ausnahmefällen zulasse, eine Beförderung von Passagieren abzulehnen. Im Mai 2012 wurde das Unternehmen in einem weiteren Urteil ebenfalls wegen der Nichtbeförderung eines behinderten Fluggastes zu einer Geldstrafe von 14.000 € verurteilt.[37]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 3sat: easyJet-Chef Stelios Haji-Ioannou 4. Oktober 2002
  2. easyjet.com zum Kauf von Go Fly"
  3. http://www.easyjet.com/DE/Unsere/Informationspaket/infopack_keyevents.html
  4. www.aerosecure.de: Top 10: Die zehn größten Billigflieger der Welt (Stand: August 2007)
  5. http://www.easyjet.com/de/Neuigkeiten/passagierstatistik_dezember_2006.html
  6. business-traveler.eu: easyJet stimmt Kauf von GB Airways zu 29. Oktober 2007
  7. Financial Times Deutschland: "Easyjet-Gründer zettelt Aufstand an"Vorlage:Webarchiv/Wartung/Nummerierte_Parameter Artikel vom 17. Mai 2010
  8. airportzentrale.de - easyJet übernimmt sein 200. Airbus-Flugzeug 27. Mai 2011
  9. berlinonline.de - Airbus von Easyjet auf Willy Brandt getauft, 23. April 2012, abgerufen am 2. Juni 2012
  10. a b corporate.easyjet.com - easyJet announcement on its Madrid base (englisch) 21. Juni 2012
  11. http://www.n-tv.de/wirtschaft/EasyJet-Gruender-wirft-hin-article873783.html
  12. http://www.easyjet.com/DE/Unsere/Informationspaket/index.html
  13. http://www.easyjet.com/DE/Unsere/Informationspaket/infopack_keyevents.html
  14.  Michael Machatschke: Bitte anschnallen!. In: Manager-Magazin. Nr. 5, 2014, S. 36–43.
  15. http://www.touristikpresse.net/news/10346/easyJet-in-neuem-Gewand.html
  16. http://www.easyjet.com/DE/Unsere/Informationspaket/infopack_environmentalpolicy.html
  17. Alle Zahlen lt Financial Times Deutschland, 23. September 2011, S. 6
  18. lt Financial Times Deutschland, 23. September 2011, S. 6
  19. a b c d easyjet.com - Flugplan abgerufen am 5. Juli 2014
  20. turus.net - Ende der Billigfliegerei? Easyjet schließt Basis in Dortmund 26. Oktober 2008
  21. airliners.de - Easyjet plant Route Dresden-Basel 24. Juni 2010
  22. [1] abgerufen am 26. September 2013
  23. a b easyjet.production.investis.com - easyJet to open two new bases in France at Nice and Toulouse (englisch) abgerufen am 25. Oktober 2011
  24. easyJet: Neue Basis in Hamburg im Frühjahr 2014 abgerufen am 26. September 2013
  25. easyjet.production.investis.com - easyJet to open a base in Lisbon (englisch) abgerufen am 27. Oktober 2011
  26. ch-aviation easyJet, abgerufen am 11. September2014
  27. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFleet age easyJet. airfleets.net, abgerufen am 13. August 2014 (englisch).
  28. ch-aviation easyJet Switzerland, abgerufen am 13. August 2014
  29. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatFleet age easyJet Switzerland. airfleets.net, abgerufen am 13. August 2014 (englisch).
  30. Orders, Deliveries, Operators. Airbus, 3. Januar 2014, abgerufen am 3. Januar 2014 (englisch).
  31. a b easyJet bestätigt Bestellung von 100 A320neo und 35 A320ceo. airbus.com, abgerufen am 13. August 2014 (deutsch).
  32. http://www.facebook.com/deinerechte Facebook: Passenger Rights EC 261/2004
  33. http://www.financemarkets.co.uk/2010/07/21/easyjet-flights-delayed-or-cancelled-as-crews-unavailable Finance Markets: Easyjet flights delayed or cancelled as crews unavailable
  34. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,708530,00.html Spiegel online: Easyjet vergrault Kunden mit Unpünktlichkeit
  35. http://www.tagesspiegel.de/berlin/verkehr/passagiere-klagen-gegen-easyjet/1887056.html Der Tagesspiegel: Passagiere klagen gegen Easyjet
  36. http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=12932 easyJet zu 70.000 Euro Geldstrafe verurteilt
  37. http://www.bizeps.or.at/news.php?nr=13195 Nächste Verurteilung für easyJet

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: easyJet – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: easyJet – in den Nachrichten