Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause

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Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause (1901–1911)
Anhaltische Fahrzeugwerke Krause & Günther (1911–1920)
Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause AG (ab 1920)
Rechtsform AG
Gründung 1901
Auflösung nach 1945
Sitz Jonitz bei Dessau

Die Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause AG, zuvor Anhaltische Fahrzeugwerke Krause & Günther und Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause, war ein deutsches Unternehmen.[1] Gelegentlich findet sich auch die Firmierung Anhaltische Fahrzeugfabrik Robert Krause[2][3][4][5][6] oder Anhaltische Fahrzeugwerkstätte Dessau.[7][8] Der Standort war an der Wasserstadt 11 in Jonitz bei Dessau. Das Unternehmen darf nicht mit den Motoren-Werken Dessau verwechselt werden, die in den 1910er Jahren im gleichen Ort ansässig waren und Automobile unter dem Markennamen Der Dessauer anboten.

Unternehmensgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robert Krause gründete 1901 das Unternehmen Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause.[1][8] Zunächst entstanden Fahrräder, Wagenheber, Winden, Vorsteckwagen, Motorradmotoren und Kupplungen.[1] Zwischen 1906 und 1910 stellte das Unternehmen Automobile her, die unter dem Markennamen Dessavia angeboten wurden.[1][2][3][5][6][7][8] 1911 erfolgte eine Umfirmierung in Anhaltische Fahrzeugwerke Krause & Günther,[1][8] und 1920 in Anhaltische Fahrzeugwerke Robert Krause AG[1]. Am 21. August 1922 zerstörte ein Brand eine Fabrikhalle.[9] Nach dem Ersten Weltkrieg stellte das Unternehmen Motorrad-Seitenwagen, Ersatzteile und Karosserien her.[1] Ab 1930 wurden Teile an Junkers für deren Flugzeugbau geliefert.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte das Unternehmen Schlauchventile her.[1] Es ist nicht bekannt, wann das Unternehmen aufgelöst wurde.

Automobile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktion der Fahrzeuge begann entweder 1906[1][7][8] oder 1907[2][3][4][5][6] und endete entweder 1907[1][2][3][4][5][7] oder 1910.[6] Die Produktion erfolgte in begrenzter Stückzahl.[1][2][3][4][5]

Das einzige Modell war ein Kleinwagen. Für den Antrieb sorgte ein Zweizylindermotor mit 870 cm³ Hubraum und 6 PS Leistung.[1] Die Motorleistung wurde über ein Reibradgetriebe an die Antriebsachse übertragen.[1][2][3][4][5][7][8] Die offene Karosserie bot Platz für zwei Personen.[2][3][4][5][8]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Halwart Schrader: Deutsche Autos, Band 1, 1886–1920. 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2002, ISBN 3-613-02211-7, S. 139.
  • Harald Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  • Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die große Automobil-Enzyklopädie. BLV, München 1986, ISBN 3-405-12974-5.
  • Ulrich Kubisch: Deutsche Automarken von A–Z, VF Verlagsgesellschaft, Mainz 1993, ISBN 3-926917-09-1.
  • George Nick Georgano (Chefredakteur): The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. Volume 1: A–F. Fitzroy Dearborn Publishers, Chicago 2001, ISBN 1-57958-293-1. (englisch)
  • George Nick Georgano: Autos. Encyclopédie complète. 1885 à nos jours. Courtille, Paris 1975. (französisch)
  • George Nick Georgano: The New Encyclopedia of Motorcars, 1885 to the Present. 3. Auflage. Dutton Verlag, New York 1982, ISBN 0-525-93254-2. (englisch)
  • Marián Šuman-Hreblay: Automobile Manufacturers Worldwide Registry. McFarland & Company, Inc., Publishers, London 2000, ISBN 0-7864-0972-X. (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i j k l m n Linz, Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie.
  2. a b c d e f g Schrader: Deutsche Autos, Band 1, 1885–1920.
  3. a b c d e f g Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile.
  4. a b c d e f Georgano: Autos. Encyclopédie complète. 1885 à nos jours.
  5. a b c d e f g Georgano: The New Encyclopedia of Motorcars, 1885 to the Present.
  6. a b c d Šuman-Hreblay: Automobile Manufacturers Worldwide Registry.
  7. a b c d e Linz, Schrader: Die große Automobil-Enzyklopädie.
  8. a b c d e f g Kubisch: Deutsche Automarken von A–Z.
  9. Bericht über die Freiwillige Feuerwehr Jonitz (Abgerufen am 10. Dezember 2012)