Bréhain

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Bréhain
Wappen von Bréhain
Bréhain (Frankreich)
Bréhain
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Château-Salins
Kanton Delme
Gemeindeverband Communauté de communes du Saulnois.
Koordinaten 48° 55′ N, 6° 32′ O48.9097222222226.5377777777778248Koordinaten: 48° 55′ N, 6° 32′ O
Höhe 244–314 m
Fläche 3,59 km²
Einwohner 105 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 29 Einw./km²
Postleitzahl 57340
INSEE-Code

Bréhain ist eine französische Gemeinde mit 105 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Château-Salins, zum Kanton Delme und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten]

Bréhain liegt im Saulnois am Oberlauf der französischen Nied, 35 Kilometer südöstlich von Metz und 25 Kilometer südwestlich von Saint-Avold auf einer Höhe zwischen 244 und 314 Metern über dem Meeresspiegel zwischen den Nachbargemeinden Château-Bréhain im Südwesten Villers-sur-Nied im Norden und Marthille im Nordosten.[1] Das Gemeindegebiet umfasst 3,59 km² (359 Hektar).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname Bréhain wurde 1169 als Berchem erstmals urkundlich erwähnt, 1178 tauchte er als Brehem auf. Der Ortsname entstand aus dem germanischen Wort „Berg“ und der Ortsnamensendung „-heim“.[2] 1450 ist der deutsche Name Bruchheim belegt.[3]

Vor der Französischen Revolution (1789–1799) gehörte Bréhain zu Château-Bréhain. Das Lehen Château-Bréhain gehörte zur Baronie von Viviers, die wiederum ab dem 14. Jahrhundert zum Marquisat von Pont-à-Mousson gehörte. 1698 wurde Pont-à-Mousson zu einer Bailliage des Herzogtums Bar. Ab 1751 gehörte die Ortschaft zur Bailliage von Château-Salins.[4]

1793 erhielt Bréhain als Brehain im Zuge der Französischen Revolution den Status einer Gemeinde und 1801 ebenfalls als Brehain das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Departement Meurthe, das 1871 in Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870–1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst. Bréhain lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[5] Bréhain gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Bruchheim“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 101 101 106 80 72 75 95

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist rot mit einer goldenen Lanze, die aufrecht in der Mitte steht und aus den silbernen Wellen eines Flusses aufsteigt. Die Lanze ist umgeben von zwei silbernen Lachsen, die mit dem Rücken zur Lanze dargestellt werden. Die Lachse entsprechen dem Wappen der Baronie von Viviers. Die Lanze (Stab) und Fluss (Quelle) sind Attribute des Heiligen Gangolf, dem Schutzpatron des Ortes.[7]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen, er liegt 22,2 Kilometer nordwestlich von Bréhain.[1] Südöstlich des Ortskerns gibt es eine Auffahrt auf die Route nationale 74 (RN74).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bréhain – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Annuaire-Mairie.fr (französisch)
  2.  Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. 2, Librairie Droz, 1996, ISBN 9782600001335, S. 724 (in Google Books, abgerufen am 29. März 2010). (französisch)
  3. Siedlungsnamen zwischen Spätantike und frühem Mittelalter. Die -iacum-Namen der römischen Provinz Belgica Prima, Monika Buchmüller-Pfaff, 1990, S. 813.
  4.  Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6 Auflage. 14, Nr. 18, Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 23+29f+110+157 (in Google Books, abgerufen am 26. März 2010).(französisch)
  5. Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch) Abgerufen am 24. März 2010
  6. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch)
  7. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch)