Burlioncourt

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Burlioncourt
Wappen von Burlioncourt
Burlioncourt (Frankreich)
Burlioncourt
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Château-Salins
Kanton Château-Salins
Gemeindeverband Communauté de communes du Saulnois.
Koordinaten 48° 52′ N, 6° 35′ O48.8608333333336.5794444444444222Koordinaten: 48° 52′ N, 6° 35′ O
Höhe 207–307 m
Fläche 7,36 km²
Einwohner 172 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km²
Postleitzahl 57170
INSEE-Code

Burlioncourt ist eine französische Gemeinde mit 172 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Château-Salins, zum gleichnamigen Kanton und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten]

Burlioncourt liegt 41 Kilometer südöstlich von Metz und 34 Kilometer nordöstlich von Nancy[1] im Saulnois auf einer Höhe zwischen 207 und 307 Metern über dem Meeresspiegel. Das Gemeindegebiet umfasst 7,36 km² (736 Hektar).

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ortsname ist laut Ernest Nègre aus dem germanischen Namen Brodlonus und der Ortsendung -court, für „Hof“, entstanden. Er bedeutet demnach „Hof des Brodlonus“.[2] Es gibt auch einen Familiennamen Burlion, der besonders in den Départements Nord und Aisne, sowie in Belgien verbreitet ist, und möglicherweise ebenfalls aus dem germanischen Namen entstanden ist.[3]

1266 wurde Burlioncourt als Bruilloncort im Kopialbuch der Abtei von Salival, die heute auf dem Gemeindegebiet von Moyenvic liegt, erstmals urkundlich erwähnt. Im 15. Jahrhundert tauchte die Ortschaft als Brulloncuria erneut in diesem Kopialbuch auf. Die Pfarrei von Burlioncourt gehörte dem Erzpriester von Haboudange, der dem Bistum Metz unterstellt war. Die Ortschaft selbst gehörte zur 1234 eingerichteten Kastellanei von Vic-sur-Seille, die ebenfalls dem Bistum Metz unterstellt war.[4]

1793 erhielt Burlioncourt im Zuge der Französischen Revolution (1789-1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Es gehörte von 1801 bis 1871 zum früheren Departement Meurthe, das 1871 in Meurthe-et-Moselle umbenannt wurde. 1871 wurde die Gemeinde wegen Gebietsveränderungen durch den Verlauf des Deutsch-Französischen Kriegs (1870-1871) in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) und wurde danach aufgelöst. Burlioncourt lag in jener Zeit im Département Moselle, diese Änderung wurde auch 1918 beibehalten, als Moselle wieder Frankreich zugesprochen wurde.[5] Burlioncourt gehörte als französischsprachige Ortschaft zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Burlingshofen“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 157 171 159 180 162 181 177

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist rot mit zwei silbernen Lachsen, die Rücken an Rücken stehen. Zwischen ihnen befinden sich im oberen und unteren Teil des Wappens zwei goldene Kiesel. Die Lachse findet man ebenfalls auf dem Wappen der Abtei von Salival und die Kiesel auf dem Wappen des Bistums Metz.[7]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Der nächste Flughafen ist der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen, er liegt 27,3 Kilometer nordwestlich von Burlioncourt.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Burlioncourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Village de Burlioncourt, actuacity.com (französisch)
  2.  Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. 2, Librairie Droz, 1996, ISBN 9782600001335, S. 888 (in Google Books, abgerufen am 27. März 2010). (französisch)
  3. Noms commençant par B (französisch)
  4.  Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d'archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6 Auflage. 14, Nr. 18, Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 25+63+152f (in Google Books, abgerufen am 27. März 2010).(französisch)
  5. Des villages de Cassini aux communes d’aujourd’hui (französisch)
  6. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch)
  7. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch)
  8. Village de Burlioncourt, annuaire-mairie.fr (französisch)