Fossieux

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Fossieux
Wappen von Fossieux
Fossieux (Frankreich)
Fossieux
Region Lothringen
Département Moselle
Arrondissement Château-Salins
Kanton Delme
Gemeindeverband Communauté de communes du Saulnois.
Koordinaten 48° 51′ N, 6° 20′ O48.8516666666676.3258333333333225Koordinaten: 48° 51′ N, 6° 20′ O
Höhe 189–258 m
Fläche 5,06 km²
Einwohner 159 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 31 Einw./km²
Postleitzahl 57590
INSEE-Code

Fossieux ist eine französische Gemeinde mit 159 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Moselle in der Region Lothringen. Sie gehört zum Arrondissement Château-Salins, zum Kanton Delme und zum Kommunalverband Communauté de communes du Saulnois.

Geografie[Bearbeiten]

Fossieux liegt 31 Kilometer südöstlich von Metz und 20 Kilometer nordöstlich von Nancy im Saulnois auf einer Höhe zwischen 189 und 258 Metern über dem Meeresspiegel zwischen den Nachbargemeinden Aulnois-sur-Seille im Norden, Chenicourt im Westen und Arraye-et-Han im Süden.[1] Das Gemeindegebiet umfasst 5,06 km² (506 Hektar). Die Seille fließt westlich und südlich von Fossieux bei Chenicourt und Arraye-et-Han. Der nächste Flughafen ist der Flughafen Metz-Nancy-Lothringen, er liegt 15,4 Kilometer nordwestlich von Fossieux.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Um 1286 war die Ortschaft ein Lehen von André d’Amance, Seigneur de Bioncourt.[3] Die Pfarrei von Fossieux unterstand dem Erzpriester von Delme, der wiederum dem Bistum Metz unterstand. Seit dem 13. Jahrhundert hatte Delme die weltliche Gerichtsbarkeit über Fossieux inne. 1327 wurde die Ortschaft als Foussues urkundlich erwähnt, 1339 als Foussuelz, 1427 als Foussuelx und 1612 als Foussieux. Im 16. Jahrhundert gehörte Fossieux zum Marquisat von Pont-à-Mousson und ab 1698 zur Bailliage von Nomeny, die 1718 aufgelöst wurde.[4] Nomeny gehörte seit 1612 zum Herzogtum Lothringen.[5]

1793 erhielt die Ortschaft im Zuge der Französischen Revolution (1789–1799) den Status einer Gemeinde und 1801 das Recht auf kommunale Selbstverwaltung. Fossieux gehörte zum ehemaligen Département Meurthe, das 1871 im Frieden von Frankfurt in die Départements Moselle und Meurthe-et-Moselle unterteilt wurde. Der Friede von Frankfurt beendete den Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871). Fossieux wurde durch diesen Vertrag in das neu geschaffene Reichsland Elsaß-Lothringen des Deutschen Reiches eingegliedert. Das Reichsland Elsaß-Lothringen bestand bis zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und wurde danach aufgelöst, Fossieux fiel wieder an Frankreich. Die Einteilung der Départements wurde beibehalten und die Gemeinde verblieb im Département Moselle.[6] Fossieux gehörte als französischsprachige Ortschaft im Ersten Weltkrieg zu den 247 letzten Gemeinden, deren Name am 2. September 1915 eingedeutscht wurde. Der Name wurde zu „Fossingen“ geändert und war bis 1918 offizieller Ortsname.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007
Einwohner 115 118 118 113 141 149 162

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde ist silbern mit einem blauen Querbalken. Dies entspricht dem Wappen der Familie Amance de Bioncourt. Die metallische Farbe silber wird in der Heraldik weiß dargestellt (Tingierung). Im oberen Bereich zeigt das Gemeindewappen zwei rote Eicheln und in der Spitze einen roten Drachen. Die Eicheln erinnern an das Kloster Saint-Martin-de-Glandières (frz. gland bedeutet „Eichel“) in Longeville-lès-Saint-Avold und der Drache ist ein Attribut der Schutzpatronin Margareta von Antiochia.[8]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche von Fossieux wurde im 15. Jahrhundert erbaut, im 19. Jahrhundert umgebaut und im Ersten Weltkrieg beschädigt. Sie wurde 1920 als Monument historique klassifiziert.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Fossieux auf Actuacity.com (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010
  2. Fossieux auf Annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010
  3.  Musée Barrois (Bar-le-Duc) (Hrsg.): Mémoires de la Société des lettres, sciences et arts de Bar-le-Duc. 5, Nr. 3, 1920, S. 582 (auf Gallica, abgerufen am 6. Mai 2010). (französisch)
  4.  Henri Lepage: Dictionnaire topographique du département de la Meurthe. In: Société d’archéologie lorraine et du Musée historique lorrain (Hrsg.): Dictionnaire topographique de la France. 6 Auflage. 14, Nr. 18, Imprimerie impériale, Paris 1862, S. 40+53+103 (in Google Books, abgerufen am 5. Mai 2010).(französisch)
  5.  Comité des travaux historiques et scientifiques (Hrsg.): Bulletin philologique et historique jusqu'à 1715 du Comité des travaux historiques et scientifiques. Imprimerie Nationale, Paris 1922, ISSN 03995569, S. 417 (auf Gallica, abgerufen am 6. Mai 2010). (französisch)
  6. Fossieux auf Cassini.ehess.fr (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010
  7. Les 247 dernières communes à noms français, débaptisées seulement le 2 septembre 1915 (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010
  8. Union des Cercles Génealogiques Lorrains (französisch) Abgerufen am 24. Februar 2010
  9. Fossieux in der Base Mérimée des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 5. Mai 2010