Rudolf Noack

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Rudolf „Rudi“ Noack (* 30. März 1913 in Harburg, Preußen; † wahrscheinlich 30. Juni 1947) war ein deutscher Fußballspieler.

Sein Heimatverein war der Hamburger SV, für den er als Stürmer aktiv war. In der Mannschaft fiel er durch Spielwitz und vollendete Technik, gelegentliche Eigensinnigkeiten und durch seinen markanten dichten dunklen Haarschopf auf.

Er begann seine Karriere als Jugendspieler bei Herta 09 Harburg und später bei Rasensport Harburg. 1931 wechselte er zum SV Harburg und erzielte in seinem ersten Spiel gleich fünf Tore. Im selben Jahr wechselte er zum Hamburger SV.

Er arbeitete wie sein Vater bei den Phoenix Gummiwerken in Harburg. Zwischenzeitlich fuhr er zur See. Währenddessen ließ er sich eine Tätowierung auf den Oberarm machen. Wegen dieser Tätowierung durfte er seine Ärmel nie so weit hochkrempeln, dass diese sichtbar wurden. Die Tätowierung soll auch ein Nachteil bei seiner Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft gewesen sein.

Er spielte beim HSV als halblinker Stürmer, übernahm meist die Rolle des Spielmachers. Im Zeitraum 1931 bis 1945 absolvierte er für diesen Verein (also ohne Harburg und Vienna) 178 Meisterschafts- und 15 Pokalspiele und erzielte dabei insgesamt 233 Tore.[1]

Mit Hans Schwartz vom SC Victoria Hamburg wurde Noack 1934 in die Deutsche Fußballnationalmannschaft berufen, die bei der Fußballweltmeisterschaft 1934 in Italien den dritten Platz belegte. Im WM-Spiel gegen die Tschechoslowakei (Endstand 1:3) schoss er für Deutschland das Tor. Dreimal wurde er international für Deutschland eingesetzt.

Wegen nicht näher bezeichneter Verfehlungen sperrte ihn der Nationalsozialistische Reichsbund für Leibesübungen (NSRL) für ein Jahr.

Während des Zweiten Weltkriegs spielte er nur noch selten für den Hamburger SV. So gewann er als Gastspieler – zusammen mit seinem früheren Hamburger Vereinskameraden Richard Dörfel – mit der Vienna den Deutschen Pokal gegen den Luftwaffen-Sportverein Hamburg mit 3:2 nach Verlängerung. Bereits im Jahr zuvor wurde er mit dieser Mannschaft Deutscher Vizemeister, und im Jahre des Pokalsieges erreichte er außerdem mit demselben Verein den 4.Platz in der Deutschen Meisterschaft.

Er starb 1947 in sowjetischer Kriegsgefangenschaft.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tore, Punkte, Spieler - Die komplette HSV-Statistik. (Prüß & Irle), Göttingen 2008