Claudio Pizarro

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Claudio Pizarro

Claudio Pizarro in
Vereinskleidung von Werder Bremen (2010)

Spielerinformationen
Voller Name Claudio Miguel Pizarro Bosio
Geburtstag 3. Oktober 1978
Geburtsort CallaoPeru
Größe 186 cm
Position Sturm
Vereine in der Jugend
Deportivo Pesquero
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1996–1997
1998–1999
1999–2001
2001–2007
2007–2009
2008–2009
2009–
Deportivo Pesquero
Alianza Lima
Werder Bremen
FC Bayern München
FC Chelsea
→ Werder Bremen (Leihe)
Werder Bremen
42 (11)
44 (25)
56 (29)
174 (71)
21 0(2)
26 (17)
64 (37)
Nationalmannschaft2
1999– Peru 61 (15)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 21. Januar 2012
2 Stand: 15. November 2011

Claudio Miguel Pizarro Bosio (* 3. Oktober 1978 in Callao) ist ein peruanischer Fußballspieler, der beim deutschen Bundesligisten Werder Bremen unter Vertrag steht. Er besitzt auch die italienische Staatsangehörigkeit.[1]

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kindheit und Jugend

Seine Kindheit verbrachte Pizarro, dessen Vater ein Marine-Offizier ist, zusammen mit zwei Geschwistern (von denen der jüngere Bruder Diego zwischenzeitlich in der Jugendabteilung des FC Bayern München spielte) in Santiago de Surco, einem Bezirk der Provinz Lima. Pizarro galt als ein typischer Straßenfußballer, welcher sich aber auch für andere Sportarten, wie Basketball, Golf und Tennis, interessierte. Er wurde für die U-17-Nationalmannschaft Perus nominiert und spielte als 17-Jähriger zum ersten Mal bei Deportivo Pesquero, ehe er zwei Jahre lang für Alianza Lima auflief.

[Bearbeiten] Karriere

[Bearbeiten] Verein

Claudio Pizarro

1999 wurde er von Werder Bremen für eine Ablösesumme von umgerechnet 1,5 Millionen Euro verpflichtet. In seiner ersten Saison in Deutschland schoss Pizarro in 25 Spielen zehn Tore. Im folgenden Jahr wurde er Stammspieler und erzielte in 31 Partien 19 Treffer.

Aufgrund dieser Erfolge wurde Bayern München auf ihn aufmerksam und verpflichtete im Sommer 2001 den Stürmer für 8,2 Millionen Euro. Mit dem FC Bayern München gewann er neben drei Meisterschaften (2003, 2005, 2006) auch dreimal den DFB-Pokal (2003, 2005, 2006) sowie den Weltpokal (2001) und einmal den DFB-Ligapokal (2004). Der zum 30. Juni 2007 auslaufende Vertrag wurde nicht verlängert; Pizarro lehnte ein Angebot des FC Bayern ab.

Zur Saison 2007/08 wechselte Pizarro ablösefrei zum englischen Erstligisten FC Chelsea, bei dem er einen Vierjahresvertrag unterzeichnete. Am 24. Juli 2007 wurde er offiziell vorgestellt. Pizarro erhielt die Rückennummer 14 vom abgewanderten Geremi. Gleich in seinem ersten Premier-League-Spiel gelang ihm am 12. August 2007 gegen Birmingham City sein erster Treffer. Dennoch konnte er sich bei Chelsea nicht durchsetzen. Deshalb wechselte Pizarro zur Saison 2008/09 für ein Jahr auf Leihbasis zurück zu Werder Bremen.[2] Er erzielte 17 Treffer und war der beste Torschütze der Werderaner. In dieser Saison gewann er mit Werder den DFB-Pokal und beendete die Saison mit dem zehnten Platz. Danach kehrte er wieder zum FC Chelsea zurück und absolvierte in London die Saisonvorbereitung. Am 18. August 2009 unterzeichnete er einen Dreijahresvertrag bei Werder Bremen mit Option auf ein weiteres Jahr.

[Bearbeiten] Nationalmannschaft

Pizarro war Kapitän der Nationalmannschaft seines Landes, die die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland verpasste. In elf Qualifikationsspielen, in denen er eingesetzt wurde, erzielte er lediglich ein Tor.

Zuvor hatte Pizarro mit Peru schon an der Copa America 2004 teilgenommen, bei der das Team im Viertelfinale an Argentinien gescheitert war. In einem Spiel erlitt er einen Schädeldeckenanriss und fiel mehrere Monate lang aus.

Im Oktober 2006 handelte er sich Ärger mit dem Nationaltrainer Franco Navarro ein, da er nur eines von zwei Länderspielen gegen den Erzrivalen Chile bestritt, um wieder rechtzeitig zum FC Bayern München zurückkehren zu können. Für den Fall einer Bestrafung durch die FIFA oder den peruanischen Fußballverband drohte er mit seinem Rücktritt aus der Nationalmannschaft.

Am 18. Oktober 2006 wurde bekannt, dass Pizarro den peruanischen Fußballverband in einem Brief gebeten hat, nicht mehr für Länderspiele nominiert zu werden, so lange das Amt des Trainers der peruanischen Fußballnationalmannschaft von Franco Navarro besetzt wird.

Der peruanische Fußballverband gab am 9. Dezember 2007 bekannt, dass Pizarro mit drei weiteren peruanischen Fußballnationalspielern (u. a. Jefferson Farfán) bis auf Weiteres aus der Nationalmannschaft suspendiert wurde. Hintergrund dieser Entscheidung war der erhärtete Verdacht, dass sich diese Spieler nach dem WM-Qualifikationsspiel gegen Brasilien nicht an verbandsinterne Vereinbarungen gehalten und unerlaubt Alkohol zu sich genommen haben. Zudem soll sich Pizarro mit einer Prostituierten in einem Swimmingpool und Parkhaus sexuell vergnügt haben, was angeblich von Überwachungskameras festgehalten wurde.[3]

Im Juli 2008 wurden alle beteiligten Spieler begnadigt. Trotzdem wurde Pizarro zunächst nicht mehr berücksichtigt. Am 29. März 2011 kam er im Freundschaftsspiel gegen Ecuador in Den Haag jedoch wieder zum Einsatz.[4] Am 17. Juni 2011 erlitt er in einem Trainingsspiel der Nationalmannschaft einen Innenbandriss, so dass er für die Copa América 2011 ausfiel.[5] Im Freundschaftsspiel gegen die Auswahl Boliviens am 3. September erzielte Pizarro bei seinem Nationalmannschaftscomeback per Elfmeter das Tor zum 2:2 Endstand. [6]

[Bearbeiten] Erfolge

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Pizarro heiratete 1999 seine Schulfreundin und Jugendliebe Karla Salcedo, die im selben Jahr, am 17. Oktober, das erste Kind, einen Sohn, zur Welt brachte. Mittlerweile ist er Vater von drei Kindern.
  • Sein Bruder Diego ist ebenfalls Fußballer, der gegenwärtig beim peruanischen Zweitligisten Coronel Bolognesi unter Vertrag steht. Zuvor war er zwischen 2005 und 2009 im Nachwuchsbereich des FC Bayern München aktiv.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Claudio Pizarro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Claudio Pizarro: Der Lässige taz.de vom 1. Dezember 2008.
  2. Pizarro ist wieder da! Kicker.de vom 15. August 2008.
  3. Sex-Skandal in Peru Rheinische Post vom 9. Dezember 2007.
  4. http://www.weltfussball.de/spielbericht/freundschaft-2011-maerz-peru-ecuador/
  5. Werder.de: Pizarro erleidet Innenbandriss im rechten Knie (abgerufen am 18. Juni 2011)
  6. http://www.kicker.de/news/fussball/nationalelf/startseite/fussball-nationalteams-freundschaftsspiele/2011/7/1401099/torschuetzen_peru_bolivien.html
  7. Torschütze des Monats Februar 2001 www.sportschau.de.
  8. Torschütze des Monats September 2008 www.sportschau.de.
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Mitmachen
Drucken/exportieren
Werkzeuge
In anderen Sprachen