Arjen Robben

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Arjen Robben

im Trikot des FC Bayern München (2015)

Spielerinformationen
Geburtstag 23. Januar 1984
Geburtsort BedumNiederlande
Größe 181 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1989–1996 VV Bedum
1996–2000 FC Groningen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2000–2002 FC Groningen 46 0(8)
2002–2004 PSV Eindhoven 56 (17)
2004–2007 FC Chelsea 67 (15)
2007–2009 Real Madrid 50 (11)
2009– FC Bayern München 168 (90)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
0 Niederlande U-17 3 0(1)
0 Niederlande U-19 4 0(1)
0 Niederlande U-20 3 0(0)
2001–2003 Niederlande U-21 8 0(1)
2003– Niederlande 92 (33)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2016/17

2 Stand: 9. Juni 2017

Arjen Robben (* 23. Januar 1984 in Bedum, Provinz Groningen) ist ein niederländischer Fußballspieler. Er steht seit dem 28. August 2009 beim Bundesligisten FC Bayern München unter Vertrag und gehört zum Kader der niederländischen A-Nationalmannschaft. Robben besetzt als offensiver Mittelfeldspieler meist die Position des rechten Flügelstürmers, kann aber auch auf der linken Außenbahn oder zentral eingesetzt werden.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge und Groningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben begann seine Laufbahn in der Jugend von VV Bedum, dem in seinem Geburtsort ansässigen Fußballverein, wechselte aber bereits mit zwölf Jahren zum FC Groningen. Am 3. Dezember 2000, mit erst 16 Jahren, bestritt er – mit Einwechslung in der 77. Minute – beim RKC Waalwijk sein erstes Spiel in der Eredivisie; es folgten 17 weitere Einsätze, in denen er zwei Tore erzielte. Robben wurde im Verein in seiner ersten Saison zum Spieler des Jahres gewählt. Zusammen mit dem ein halbes Jahr älteren Jordi Hoogstrate, dessen Laufbahn früh durch eine Knieverletzung beendet wurde, demonstrierte er die Stärke von Groningens Jugendakademie. In der Folgesaison wurde er zum Stammspieler und erzielte in 28 Spielen sechs Tore, davon zwei in einem Spiel beim FC Den Bosch im Februar 2002.

PSV Eindhoven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurden die drei großen Klubs Ajax Amsterdam, Feyenoord Rotterdam und PSV Eindhoven auf Robben aufmerksam. Lange Zeit schien es so, als würde er zu Ajax wechseln, aber als im Vertragsformular sein Name falsch geschrieben wurde, entschied Robbens Vater, dass Ajax nicht der richtige Klub für ihn sei. Er unterschrieb bei der PSV Eindhoven im Sommer 2001 einen Vertrag ab der Saison 2002/03,[1] in der er mit 12 Toren in 33 Spielen zur 17. Meisterschaft beitrug. Sein Sturmpartner Mateja Kežman und er wurden von den PSV-Fans liebevoll „Batman und Robben“ genannt. Er gewann unter anderem auch den Titel „talentiertester Spieler des Jahres“. Nach diesem guten Jahr konnte die PSV in der Folgesaison nicht mit Ajax Amsterdam mithalten, und so ging es in der Liga nur noch um den zweiten Platz. Auch für Robben lief die Saison enttäuschend, denn mehrere Muskelverletzungen ließen nur 23 Ligaspiele zu, in denen er fünf Tore erzielte.

FC Chelsea[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meister mit Chelsea 2005

Nachdem Robben auch bei der Europameisterschaft 2004 beeindruckte, wurde er zur Saison 2004/05 vom Chelsea FC Manager José Mourinho für eine Ablösesumme von 13 Millionen Pfund Sterling auf fünf Jahre verpflichtet. Trotz einer langen verletzungsbedingten Pause zu Beginn der Saison 2004/05 kam Robben am 23. Oktober 2004 im Spiel gegen die Blackburn Rovers zu seinem Debüt für den FC Chelsea, als er in der 65. Spielminute für Aleksei Smertin eingewechselt wurde. In diesem Jahr bestritt er weitere 17 Ligaspiele und 5 Begegnungen in der Champions-League. Mit Chelsea wurde er 2005 englischer Meister. In der Folgesaison wurde dieser Erfolg wiederholt. Auf dem Weg zum erneuten Meistertitel schoss er 6 Tore in 28 Spielen. In der Saison 2006/07 erzielte er 2 Tore in 21 Ligaspielen. Im Laufe der Rückrunde meldete Real Madrid Interesse an einer Verpflichtung von Robben an. In seinen drei Jahren in London gewann er alle national möglichen Titel.

Real Madrid[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben im Trikot von Real Madrid (2009)

Bereits 2006 versprach Ramón Calderón bei seiner Kandidatur um die Präsidentschaft von Real Madrid Robben zum Verein zu holen. Die Sache wurde drängender, nachdem in der Vorsaison 2007/08 der deutsche Trainer Bernd Schuster um Verstärkungen ersuchte und dabei auch auf den Niederländer verwies.[2] Für berichtete 24,5 Millionen Pfund kam der Wechsel schließlich am 22. August 2007 zustande. Und Robben, dem auch sehr viel an seinem Wechsel lag, erhielt einen Fünfjahresvertrag.[3] Er debütierte für Real am 18. September beim 2:1 im Champions-League-Spiel gegen Werder Bremen, als er nach 84 Minuten für Raúl auf den Platz kam. Er wurde schnell fester Bestandteil der Mannschaft und trug mit vier Toren in 21 Ligaspielen zur spanischen Meisterschaft 2008 bei.

Zu Beginn der neuen Saison gewann er mit Real auch den spanischen Supercup in zwei Spielen gegen den Pokalsieger Valencia CF. In der Liga reichte es nurmehr zur Vizemeisterschaft. Wesentlich wurde aber für ihn der Wechsel von Trainer Bernd Schuster zu Juande Ramos ab dem 15. Spieltag. Ramos invertierte den linksfüßigen Linksaußen auf die rechte Seite. Dort wurde der Sprint an der Außenlinie zur Torlinie, von dort schräg zurück in den Strafraum und Schuss auf das Tor mit Links zu seinem Markenzeichen. Nachdem er bislang in jener Saison nur einmal getroffen hatte, erzielte er auf Rechts sechs weitere Treffer. Insgesamt kam er auf 2008/09 auf 29 Ligaspiele.

Zur Saison 2009/10 war mit Florentino Pérez ein neuer Präsident im Amt. Der verpflichtete den Chilenen Manuel Pellegrini als neuen Trainer und holte mit Cristiano Ronaldo und Kaká hochpreisige neue Spieler. Der 25-jährige Robben war überzählig geworden. Eher widerwillig ließ er sich schließlich dazu bewegen den Verein zu verlassen.[4]

FC Bayern München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009/10[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim FC Bayern war ab Saisonbeginn 2009/10 Louis van Gaal als Trainer verpflichtet. Am 28. August 2009 wurde die Verpflichtung Robbens für 24 Millionen Euro bekanntgegeben. Er erhielt einen Vierjahresvertrag und das Trikot mit der Nummer 10. Bereits einen Tag später im Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg – zur zweiten Halbzeit eingewechselt – erzielte er zwei Tore. Gemeinsam mit dem Franzosen Franck Ribéry auf der linken Seite formte Robben eine „Flügelzange“. Als Mittelstürmer spielten abwechselnd der für 30 Millionen Euro aus Stuttgart geholte Mario Gómez, Miroslav Klose und Ivica Olić. Thomas Müller komplettierte die Sturmreihe des im 4-2-4-System antretenden FC Bayern München. Bastian Schweinsteiger, der bis dahin das Offensivspiel des FC Bayern München auf der rechten Seite vorantrieb, wurde von van Gaal zum „Sechser“ umfunktioniert

In der Champions-League-Saison 2009/10 zeichnete Robben sich durch zwei Tore aus, die ein Ausscheiden des FC Bayern München verhinderten: Das 2:3 beim AC Florenz sicherte den Einzug ins Viertelfinale und das 2:3 bei Manchester United ermöglichte die Teilnahme am Halbfinale. Der FC Bayern München erreichte das Finale in Madrid, verlor dieses jedoch mit 0:2 gegen Inter Mailand, für die Diego Milito beide Treffer erzielte.

Im DFB-Pokal-Halbfinale sorgte Robben ebenfalls durch den entscheidenden Treffer zum 1:0 n.V. beim FC Schalke 04 – ein Tor bei dem er einen Sturmlauf über zwei Drittel des Feldes erfolgreich abschloss[5] – für den Einzug ins Finale. Dort erzielte er beim 4:0-Sieg gegen Bremen nach 35 Minuten den Führungstreffer per Handelfmeter.

In der mit fünf Punkten Vorsprung auf Schalke 04 gewonnenen Meisterschaft erzielte er in 24 Spielen – er hatte einige Verletzungen – 16 Tore, womit er vor Thomas Müller mit 13 Treffern bester Torschütze der Bayern wurde. In der Bundesliga war er damit Fünfter; Torschützenkönig wurde Edin Dzeko mit 22 Toren.

Nach Abschluss der Saison wurde er von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler zum Spieler der Saison 2009/10 gewählt.[6] Auch die Wahl zu Deutschlands Fußballer des Jahres 2010 entschied er – als vierter ausländischer Spieler und dritter in Serie – gegen Ende des Jahres für sich.

2010/11[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Testländerspiel gegen die Auswahl Ungarns kurz vor der WM 2010 erlitt Robben einen schweren Muskelfaserriss. Da er während der WM dennoch eingesetzt wurde, verschlimmerte sich das Ausmaß der Verletzung, wodurch er für die gesamte Hinrunde der Saison 2010/11 ausfiel. Zwischen dem FC Bayern München und dem Niederländischen Fußballverband kam es zum Streit über die Schuldfrage.[7] Der Verband willigte schließlich ein, im Mai 2012 ein Freundschaftsspiel beim FC Bayern zu bestreiten. Mit den Einnahmen sollte der Verein für den Ausfall Robbens entschädigt werden.[8]

Am 15. Januar 2011 kehrte Robben zum Rückrundenstart gegen den VfL Wolfsburg zurück aufs Spielfeld. Er wurde für Franck Ribéry in der 25. Minute eingewechselt. In der darauffolgenden Partie gegen den 1. FC Kaiserslautern gehörte er zur Startelf und trug mit seinem Tor zum 1:0 zum 5:1-Erfolg bei. Robben kam in insgesamt 14 Bundesligaspielen auf 12 Tore und 10 Vorlagen.

2011/12[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben bei der Ausführung eines Freistoßes im Champions-League-Finale 2012 gegen den FC Chelsea

Zu Jahresbeginn 2012 beließ ihn Trainer Jupp Heynckes, teils bedingt durch Verletzungen, zeitweise auf der Ersatzbank.[9]

Am 11. April 2012 verschoss Robben im Bundesliga-Spiel bei Borussia Dortmund einen Strafstoß und vergab eine weitere Torchance.[9] Am 25. April 2012 verwandelte Robben einen Foulelfmeter im Halbfinalspiel der Champions League gegen Real Madrid in Madrid. Mit diesem Tor erreichte der FC Bayern München die Verlängerung und siegte letztlich im Elfmeterschießen.[10] Mit dem FC Bayern München erreichte Robben in dieser Saison das Finale der Champions League. Dort verschoss er beim Stand von 1:1 in der 1. Hälfte der Verlängerung erneut einen wichtigen Elfmeter. Seine Mannschaft verlor das Elfmeterschießen mit 3:4 gegen den FC Chelsea.[11]

2012/13[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Saisonbeginn 2012/13 erlitt Robben mehrere Verletzungen, sodass er über die Rolle des Ergänzungsspielers nicht hinauskam. Auch wenn er nicht verletzt war, priorisierte ihn Heynckes nicht. Xherdan Shaqiri kam auf mehr Einsätze als Robben. Oft bevorzugte Heynckes ein 4-3-3-System und bevorzugte Toni Kroos in der Mannschaft. Robben kam noch auf 16 Bundesligaspiele – dabei fünf Mal eingewechselt und sieben Mal ausgetauscht. In seinen 988 Minuten auf dem Platz traf er fünf Mal. Der FC Bayern München wurde mit 25 Punkten Vorsprung vor dem Titelverteidiger Borussia Dortmund Meister.

Am 27. Februar 2013 rückte er im DFB-Pokal-Viertelfinale jedoch für den rotgesperrten Franck Ribéry in die Startelf und schoss das Tor zum 1:0-Sieg über Borussia Dortmund. Der FC Bayern München gewann den Pokal schließlich mit einem 3:2 Sieg im Finale über VfB Stuttgart. Robben spielte insgesamt fünfmal mit und kam auf vier Tore.

In der Saison 2012/13 kam Robben in der Champions League in der Gruppenphase und im Achtelfinale gegen Arsenal FC vier Mal zum Einsatz und traf dabei einmal. Als sich beim Viertelfinalhinspiel bei Juventus Turin Toni Kroos nach 16 Minuten einen Muskelbündelriss zuzog und damit für den Rest der Saison ausfiel, wurde Robben eingesetzt und spielte dauerhaft für den Rest der Saison. Der FC Bayern gewann beide Partien mit 2:0. Im Halbfinalspiel gegen den FC Barcelona gewann der FC Bayern mit 4:0. Robben leitete den ersten Treffer ein und erzielte selbst das 3:0. Im Rückspiel, das der FC Bayern München mit 3:0 gewannen, erzielte er die Führung kurz nach der Halbzeit.

Im Champions-League-Finale im Londoner Wembley-Stadion gegen Borussia Dortmund war er der stärkste Feldspieler des FC Bayern München. In der 60. Minute bereitete er das 1:0 durch den kroatischen Mittelstürmer Mario Mandžukić vor und erzielte schließlich in der 89. Minute den 2:1-Siegtreffer und sicherte dem FC Bayern den fünften Sieg in der Champions League und das erste Triple.

2013/14[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben im Champions-League-Spiel gegen den ZSKA Moskau (2014)

Zu Beginn der Saison 2013/14 gewann Robben mit dem FC Bayern im Elfmeterschießen den UEFA Super Cup gegen seinen ehemaligen Verein FC Chelsea. Am 2. Oktober 2013 erzielte er in der Champions League beim 3:1-Auswärtssieg gegen Manchester City ein Tor und hatte damit in fünf aufeinander folgenden Champions-League-Spielen getroffen. Am 30. November 2013 traf er im Spiel gegen Eintracht Braunschweig zweimal und erzielte dabei mit dem Tor zum 1:0 sein 50. Bundesligator in seinem 90. Bundesligaspiel.

Im DFB-Pokal-Achtelfinale am 4. Dezember 2013 in Augsburg zog er sich bei seinem Treffer zum 1:0 bei einem Zusammenprall mit Torhüter Marwin Hitz eine Risswunde zu, die zu einer sechswöchigen Pause zwang.[12] Die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2013 in Marokko fand ohne ihn statt. Bis zu seiner Verletzung war er in 27 aufeinander folgenden Spielen an 29 Toren direkt beteiligt. Bei der Wahl zum Weltfußballer 2013 wurde Robben Achter. Am 24. Januar 2014 kehrte er im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach auf das Spielfeld zurück. Im DFB-Pokalfinale am 17. Mai 2014 erzielte er in der 107. Minute das 1:0 beim 2:0-Sieg über Borussia Dortmund. Am Saisonende wurde er Dritter bei der Wahl zum „UEFA Best Player in Europe 2014“. Er wurde von den Bayern-Fans zum „Bayern-Spieler der Saison 2013/14“ gewählt.

2014/15[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 27. Februar 2015 (23. Spieltag) erzielte Robben beim 4:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln mit dem Treffer zum 3:1 sein 17. Saisontor und übertraf damit seinen bisherigen Bestwert aus der Saison 2009/10, in der er auf 16 Saisontore kam. Robben traf damit im fünften Bundesligaspiel in Folge. Am 7. März 2015 erreichte Robben mit dem 3:1-Auswärtssieg des FC Bayern gegen Hannover 96 seinen 100. Bundesligasieg im 126. Bundesligaspiel und stellte damit einen neuen Bundesligarekord auf. Den bisherigen Rekord hatten Willy Sagnol und Thomas Müller, die jeweils 148 Spiele für die ersten 100 Siege in der Bundesliga benötigten, gehalten. Bei der 0:2-Heimniederlage gegen Borussia Mönchengladbach am 22. März 2015 (26. Spieltag) musste Robben in der 24. Spielminute ausgewechselt werden. Er erlitt einen Bauchmuskelriss und fiel mehrere Wochen aus.[13] Am 28. April 2015 gab er im DFB-Pokal-Halbfinalspiel gegen Borussia Dortmund sein Comeback, als er in der 68. Spielminute eingewechselt wurde. Jedoch wurde er nach 16 Minuten wieder ausgewechselt, nachdem er sich einen Muskelbündelriss in der linken Wade zugezogen hatte, was wiederum sein vorzeitiges Saisonende bedeutete.[14]

Robben ist der einzige Spieler in der Bundesliga, der mehr Tore schießt als gegnerische Mannschaften, während er auf dem Feld steht. Am Ende der Saison 2014/15 stand es dabei 73:72 für Robben.[15][16]

2015/16[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saisonvorbereitung 2015/16 stieg Robben wieder ins Mannschaftstraining ein.[17] Am 29. August 2015 bestritt er gegen Bayer 04 Leverkusen sein 130. Bundesligaspiel und überholte damit Roy Makaay (129. Bundesligaspiele) als Niederländer mit den meisten Einsätzen für Bayern München. Beim Länderspiel gegen Island am 3. September 2015 zog er sich eine Muskelverletzung zu und fiel mehrere Wochen aus.[18] Am 7. Oktober 2015 begann er wieder, mit der Mannschaft zu trainieren und kam am 24. Oktober 2015 im Bundesligaspiel gegen den 1. FC Köln erstmals wieder zum Einsatz. Dabei trug mit seinem Tor zum 1:0 beim 4:0-Heimsieg bei. Dies war sein 75. Bundesligator, womit er auf Platz 13 der ewigen Bundesliga-Torschützen des FC Bayern steht.[19] Wegen einer Adduktorenverletzung, die er sich am 5. März 2016 im Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund zuzog, fiel er bis Saisonende aus.[20]

2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben beim Training (2017)

Nachdem Robben den Saisonbeginn 2016/17 verletzungsbedingt verpasste, kam er am 21. September 2016 (4. Spieltag) gegen Hertha BSC zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz und erzielte dabei den Treffer zum 3:0-Endstand. Am 2. Dezember 2016 (13. Spieltag) bestritt Robben beim 3:1-Auswärtssieg gegen den 1. FSV Mainz 05 sein 150. Bundesligaspiel und traf dabei per Kopfball zum zwischenzeitlichen 2:1. 2017 gewann er zum fünften Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft.

Sein Vertrag mit dem FC Bayern München läuft bis 2018.[21]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben
in einer Spielszene des EM-Länderspiels gegen die Auswahl Dänemarks (2012)

Am 30. April 2003 gab Robben sein Debüt in der A-Nationalmannschaft beim 1:1-Unentschieden gegen die Auswahl Portugals unter Bondscoach Dick Advocaat. Bei der Europameisterschaft 2004 kam er zu vier Einsätzen und verdrängte Marc Overmars aus der Stammelf. Zudem verwandelte er den entscheidenden Elfmeter gegen die Auswahl Schwedens und sicherte den Niederländern den Einzug ins Halbfinale, das mit 1:2 gegen die Auswahl Portugals verloren wurde.

Bei der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gehörte Robben zum Spielerkader der Elftal, für die er als Stammspieler drei Spiele absolvierte und dabei das 1:0-Siegtor im Vorrundenspiel gegen die Auswahl Serbien/Montenegros erzielte. Auch bei der Europameisterschaft 2008 gehörte er dem Kader der Niederlande an, wurde in zwei Spielen eingesetzt und erzielte ein Tor.

Bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika erreichte er mit der Mannschaft das Finale. Er spielte in den ersten Partien wegen seiner in der WM-Vorbereitung erlittenen Muskelverletzung nicht und kam erstmals im letzten Vorrundenspiel gegen Kamerun zum Einsatz. Seinen ersten Einsatz von Spielbeginn an hatte er im Achtelfinalspiel gegen die Slowakei, in dem er auch das 1:0 erzielte. Auf dem Weg ins Endspiel markierte er im Halbfinale gegen Uruguay mit dem Treffer zum 3:1 ein weiteres Tor. Das Finale verlor er mit der Mannschaft mit 0:1 nach Verlängerung gegen Spanien.

Bei der EM 2012 schied Robben mit der niederländischen Mannschaft nach drei Niederlagen in der Gruppenphase aus dem Turnier aus.

Bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien erzielte er im ersten Gruppenspiel beim 5:1 gegen Titelverteidiger Spanien zwei Tore. Robbens Treffer zum 5:1 ging ein Sprint mit einer Spitzengeschwindigkeit von 37 km/h voraus, dem bis dahin schnellsten von der FIFA gemessenen Wert.[22] Nach der Niederlage im Halbfinale gegen Argentinien wurde das Spiel um den dritten Platz gegen Brasilien gewonnen. Robben wurde mit dem Bronzenen Ball als drittbester Spieler der WM 2014 geehrt und in das All-Star-Team der WM gewählt.

Robben trat Ende August 2015 die Nachfolge von Robin van Persie als Mannschaftskapitän der „Elftal“ an.[23] Exakt ein Jahr nach seinem letzten Länderspiel kam er am 13. November 2016 im Qualifikationsspiel für die Weltmeisterschaft 2018 beim 3:1-Auswärtssieg gegen Luxemburg wieder zum Einsatz und erzielte das Tor zum 1:0 in der 36. Minute.

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben ist ein klassischer Flügelspieler, der auf beiden Außenbahnen eingesetzt werden kann. So spielt er beim FC Bayern München rechtsaußen, während er in der Nationalelf lange Zeit linksaußen eingesetzt wurde, ehe er bei der WM 2010 auf eigenen Wunsch ebenfalls auf rechtsaußen zum Einsatz kam. Aufgrund seiner Schnelligkeit, seiner außergewöhnlichen Technik, der sehr engen Ballführung und Torgefährlichkeit gilt er aktuell als einer der besten Außenspieler der Welt.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arjen Robben war aufgrund seiner Leistungen im ersten Halbjahr bis zum Endspiel der Weltmeisterschaft 2010 unter den 23 nominierten Spielern zum Weltfußballer des Jahres 2010. Da er allerdings die komplette zweite Jahreshälfte aufgrund seiner Verletzung verpasst hatte, belegte er dort letzten Endes nur den 14. Platz.

Robben erzielte als einziger Spieler in der DFB-Pokal-Geschichte in drei Endspielen jeweils ein Tor: das 1:0 beim 4:0-Sieg gegen Bremen 2010, das 1:1 bei der 2:5-Niederlage gegen Dortmund 2012 und das 1:0 beim 2:0-Sieg gegen Dortmund 2014.

Robben ist seit Juni 2007 mit Bernadien verheiratet und Vater dreier Kinder, eine Tochter und zwei Söhne.[24] Sein Vater Hans ist sein Berater.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robben nach dem Triple-Erfolg des FC Bayern München 2013

International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

National[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verein Liga Saison Liga Nat. Pokal Europapokal Andere Gesamt
Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore Spiele Tore
FC Groningen Eredivisie 2000/01 18 2 - - - - - - 18 2
2001/02 28 6 6 4 - - - - 34 10
Gesamt 46 8 6 4 - - - - 52 12
PSV Eindhoven Eredivisie 2002/03 33 12 3 0 4 1 1 0 41 13
2003/04 23 5 2 0 8 2 1 1 34 8
Gesamt 56 17 5 0 12 3 2 1 75 21
FC Chelsea Premier League 2004/05 18 7 2 0 5 1 4 1 29 9
2005/06 28 6 4 1 6 0 2 0 40 7
2006/07 21 2 4 0 8 1 4 0 37 3
Gesamt 67 15 10 1 19 2 10 1 106 19
Real Madrid Primera División 2007/08 21 4 2 1 5 0 - - 28 5
2008/09 29 7 - - 6 1 2 0 37 8
Gesamt 50 11 2 1 11 1 2 0 65 13
FC Bayern München Bundesliga 2009/10 24 16 3 3 10 4 - - 37 23
2010/11 14 12 2 1 2 0 - - 18 13
2011/12 24 12 3 2 9 5 - - 36 19
2012/13 16 5 5 4 9 4 1 0 31 13
2013/14 28 11 5 4 10 4 2 2 45 21
2014/15 21 17 2 0 7 2 - - 30 19
2015/16 15 4 3 0 3 2 1 1 22 7
2016/17 26 13 3 0 8 3 0 0 37 16
Gesamt 168 90 26 14 58 24 4 3 256 131
Karriere Gesamt 387 141 49 20 100 30 18 5 554 196


Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arjen Robben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil, www.wetten-dass.com
  2. Schuster eager to bring Robben to Real: 'Getting Robben here is very important for us', The Guardian, 30.07.2007.
  3. Sid Lowe: Madrid finally seal Robben deal for £24.5m, The Guardian, 23. August 2007.
  4. Anthony Wright: I Was Forced To Leave Real Madrid – Bayern Munich-Bound Arjen Robben, Goal.com, 27.08.2010.
  5. Best Arjen Robben Goal (Schalke vs Bayern 0:1, DFB-Pokal semifinal 2010), YouTube Video.
  6. Auszeichnung für Robben www.kicker.de vom 13. Juli 2010
  7. Robben-Ausfall: Streit um Verletzung eskaliert Artikel auf focus.de vom 4. August 2010
  8. FC Bayern einigt sich mit niederländischem Verband. Spiegel Online, abgerufen am 3. Februar 2011.
  9. a b spiegel.de
  10. Robben vergibt den Matchball – schon wieder Bericht in RP-Online
  11. RP online: Bayern-Star verschießt Elfmeter: Robben vergibt den Matchball – schon wieder
  12. Sechs Wochen Zwangspause für Robben, fcbayern.de
  13. ROBBEN FÄLLT MEHRERE WOCHEN AUS fcbayern.de, abgerufen am 22. März 2015
  14. SAISONAUS FÜR ROBBEN fcbayern.de, abgerufen am 3. Mai 2015
  15. Rekord-Hinrunde der Bayern. Süddeutsche Zeitung, 30. Dezember 2014, abgerufen am 22. Februar 2015.
  16. In den acht Spielen der Winterpause, in denen er spielte, schoss Robben sieben Tore, während der FC Bayern sieben Gegentore kassierte; vgl. Spielersteckbrief bei kicker.de, abgerufen am 16. August 2015.
  17. Robben brennt: 'Freue mich, wieder anzugreifen fcbayern.de, abgerufen am 24. August 2015
  18. Vier Wochen Pause für Arjen Robben fcbayern.de, abgerufen am 19. September 2015
  19. Robben zurück im Bayern-Training fcbayern.de, abgerufen am 10. Oktober 2015
  20. Ohne Robben im Pokalfinale fcbayern.de, abgerufen am 13. März 2016
  21. FC Bayern verlängert mit Robben: „Zweite Heimat geworden“ transfermarkt.de, abgerufen am 16. Januar 2017
  22. Arjen Robben goal against Spain sets new record for fastest sprint EVER during World Cup, metro.co.uk
  23. Robben neuer Kapitän der Niederlande. ortf.at vom 28. August 2015. Abgerufen am 30. August 2015
  24. „Robbens Baby ist da – Einsatz gegen VfB gesichert“ merkur-online.de. (abgerufen am 6. Februar 2012)
  25. Tor des Monats Januar 2010 auf sportschau.de
  26. Tor des Monats März 2010 auf sportschau.de
  27. Tor des Monats April 2010 auf sportschau.de
  28. Tor des Monats Februar 2013 auf sportschau.de
  29. tz.de: Sechs DFB-Weltmeister hoffen auf Weltfußballer-Titel, abgerufen am 28. Oktober 2014
  30. Niederländischer Sportler des Jahres: Ehre für Arjen Robben