Kevin De Bruyne

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Kevin De Bruyne

Kevin De Bruyne (2013)

Spielerinformationen
Geburtstag 28. Juni 1991
Geburtsort DrongenBelgien
Größe 181 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1997–1999
1999–2005
2005–2008
KVV Drongen
KAA Gent
KRC Genk
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2008–2012
2012–2014
2012–2013
2014–
KRC Genk
FC Chelsea
Werder Bremen (Leihe)
VfL Wolfsburg
97 (16)
3 0(0)
33 (10)
50 (13)
Nationalmannschaft2
2008–2009
2009
2011
2010–
Belgien U-18
Belgien U-19
Belgien U-21
Belgien
7 0(1)
10 0(1)
2 0(0)
33 0(8)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2014/15
2 Stand: 12. Juni 2015

Kevin De Bruyne [ˈkɛvɪn də ˈbrœynə] (* 28. Juni 1991 in Drongen) ist ein belgischer Fußballspieler. Der Mittelfeldspieler steht seit Januar 2014 beim deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg unter Vertrag und spielt für die belgische Nationalmannschaft.

Karriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

KRC Genk (2005–2012)[Bearbeiten]

De Bruyne begann mit dem Fußballspielen in seinem Geburtsort beim KVV Drongen. Im Alter von sieben Jahren wechselte er in die Jugend des KAA Gent. 2005 schloss er sich der Juniorenabteilung des KRC Genk an, in dessen erste Mannschaft er den Sprung zur Saison 2008/09 schaffte.

Sein Debüt in der Jupiler Pro League gab er am 9. Mai 2009 (33. Spieltag) bei einer 0:3-Niederlage gegen Sporting Charleroi, als er in der 81. Minute für Ederson Tomera eingewechselt wurde.[1] Auch am letzten Spieltag der Saison gegen den RSC Anderlecht kam er zum Einsatz. Sein Team gewann in der gleichen Saison mit einem 2:0 im Finale gegen den KV Mechelen den Belgischen Pokal.

Am 20. und 27. August 2009 kam De Bruyne in den Ausscheidungsspielen zur Europa League in den beiden Spielen gegen den OSC Lille zu seinen ersten internationalen Einsätzen auf Vereinsebene. In der Saison 2009/10 absolvierte er 26 Ligaspiele, wobei er am 7. Februar 2010 (25. Spieltag) gegen Standard Lüttich seinen ersten Ligatreffer mit einem Distanzschuss zum 1:0 erzielte. Im Saisonverlauf kam er zu neun weiteren Einsätzen (zwei Tore) in den neu eingeführten Playoffs der Jupiler Pro League und zu zwei Einsätzen im nationalen Pokalwettbewerb.

Im Juli/August 2010 wirkte der Offensiv-Allrounder in der 3. Qualifikationsrunde der Europa League gegen Inter Turku aus Finnland und in den beiden Ausscheidungsspielen gegen den FC Porto mit. Beim 5:1-Erfolg über Turku traf er einmal, gegen Porto musste sich sein Team jedoch mit 0:3 und 2:4 geschlagen geben und verpasste damit die Teilnahme an der Hauptrunde. In den ersten drei Ligaspielen der Saison 2010/11 markierte er weitere drei Treffer und weckte damit das Interesse zahlreicher Vereine. De Bruyne blieb jedoch in Genk und am Ende der regulären Saison qualifizierte er sich mit seinem Team auf dem zweiten Platz hinter dem RSC Anderlecht für die Meisterschafts-Playoffs. Er wurde in 22 Spielen eingesetzt, in denen er vier Treffer erzielte. In den Playoffs spielte er in allen zehn Partien (ein Tor) und Genk wurde durch ein 1:1-Unentschieden in der entscheidenden letzten Partie gegen das punktgleiche Standard Lüttich Belgischer Meister.

In der Qualifikation zur UEFA Champions League 2011/12 setzte sich Genk gegen FK Partizan Belgrad und Maccabi Haifa durch – in der 3. Runde gegen Belgrad kam De Bruyne in beiden Partien zum Einsatz – und qualifizierte sich zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte für die Gruppenphase. Am 28. September 2011 debütierte De Bruyne gegen Bayer 04 Leverkusen in der europäischen Königsklasse. Beim 5:4-Sieg im Ligaspiel gegen den FC Brügge am 29. Oktober 2011 trug er sich dreimal in die Torschützenliste ein. Insgesamt erzielte er in der Saison 2011/12 in 22 Spielen acht Tore und wurde mit seinem Team Tabellenfünfter. In den Playoffs, in denen De Bruyne sechsmal eingesetzt wurde, wurde Genk Dritter.

FC Chelsea und Leihen (2012–2014)[Bearbeiten]

De Bruyne bei Werder Bremen (2012)

In der Winterpause der Saison 2011/12 unterzeichnete De Bruyne einen Vertrag beim englischen Fußballclub FC Chelsea, zu dem er im Februar 2012 formal wechselte. Die Rückrunde der laufenden Saison spielte er jedoch auf Leihbasis für Genk zu Ende.[2]

Zur Saison 2012/13 wurde er für ein Jahr an den Bundesligisten Werder Bremen ausgeliehen. Sein erstes Bundesligaspiel bestritt er am 24. August 2012 (1. Spieltag) gegen Borussia Dortmund. Er wurde zum Stammspieler und bestritt 33 Partien, in denen er zehn Treffer erzielte. Am Ende der Saison zeigten die Bundesligisten Borussia Dortmund und Bayer 04 Leverkusen Interesse an einer Verpflichtung oder Leihe De Bruynes. Trainer Jose Mourinho machte jedoch deutlich, dass der Spieler in der Saison 2013/14 für Chelsea auflaufen werde.[3]

Sein Debüt in der Premier League gab De Bruyne am 18. August 2013 (1. Spieltag) beim 2:0-Sieg gegen Hull City. Er spielte von Beginn an bis zu seiner Auswechslung in der 67. Minute und bereitete das zwischenzeitliche 1:0 durch Oscar vor. Auch am zweiten Spieltag gegen Manchester United (0:0) und am fünften Spieltag gegen den FC Fulham (2:0) kam er zum Einsatz. In der restlichen Hinrunde kamen dann allerdings nur noch drei Partien im League Cup und drei Spiele in der Gruppenphase der UEFA Champions League dazu.

VfL Wolfsburg (seit 2014)[Bearbeiten]

Weil De Bruyne mit seinen Einsatzzeiten in London unzufrieden war, wechselte er im Januar 2014 vom FC Chelsea zum VfL Wolfsburg und unterschrieb dort einen Vertrag bis 2019.[4] Die Ablösesumme wurde auf 22 Millionen Euro geschätzt.[5] In der Rückrunde der Saison 2013/14 war er sofort Stammspieler der Niedersachsen und kam in 16 Bundesligapartien (3 Tore) und zwei DFB-Pokal-Spielen zum Einsatz. Am Ende der Saison stand ein fünfter Platz in der Liga und das Aus im Pokalhalbfinale.

In der Saison 2014/15 war De Bruyne eine der wichtigsten Stützen in der Mannschaft des VfL Wolfsburg. Bis zu einer Fußverletzung im Viertelfinale der UEFA Europa League im April 2015 bestritt De Bruyne alle 49 Pflichtspiele für den Verein. In 34 Ligaspielen wurde er mit insgesamt zehn Toren und 20 Torvorbereitungen Top-Scorer der Liga, die Anzahl der Vorlagen bedeutete gleichzeitig die Einstellung des Bundesligarekords. Dazu kamen elf Einsätze in der UEFA Europa League, in denen er fünfmal traf. Sein Verein errang am Ende der Saison die Vize-Meisterschaft hinter dem FC Bayern München und gewann den DFB-Pokal mit einem 3:1 im Finale gegen Borussia Dortmund. Das Tor zum zwischenzeitlichen 2:1 für die Wolfsburger erzielte De Bruyne mit einem sehenswerten Distanzschuss. Nach dem Spiel wurde er von einer Experten-Jury zum wertvollsten Spieler des Finales und anschließend von Fans zum Pokalheld der Saison 2014/15 gewählt und gleichzeitig in den DFB-Pokal Walk of Fame aufgenommen.[6]

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Kevin de Bruyne bei der WM 2014

De Bruyne spielte für die belgische U-18-, die U-19- und die U-21-Auswahl. In insgesamt 19 Spielen erzielte er zwei Tore.

Für das Länderspiel gegen Bulgarien am 19. Mai 2010 wurde er erstmals in den Kader der A-Nationalmannschaft berufen, kam jedoch nicht zum Einsatz. Am 11. August 2010 debütierte er in Turku bei der 0:1-Niederlage gegen Finnland.

Für die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine qualifizierte sich Belgien nicht. In der Qualifikation für die WM 2014 schoss De Bruyne in zehn Spielen vier Tore für Belgien. Während des Turniers kam er zunächst in den beiden Gruppenspielen gegen Algerien und Russland zum Einsatz. Beim 2:1-Sieg im Achtelfinale gegen die USA steuerte er in der Verlängerung einen Treffer selbst bei und bereitete einen weiteren vor. Nach der anschließenden 0:1-Niederlage gegen Argentinien war das Turnier für die Belgier nach dem Viertelfinale zu Ende.

Auch in der Qualifikation zur EM 2016 ist De Bruyne Teil der belgischen Auswahl.

Erfolge[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

VfL Wolfsburg
KRC Genk

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten]

De Bruyne war offizieller Botschafter der Special Olympics 2014 in Antwerpen und ließ sich als Teil der Werbekampagne unter dem Motto „Would you still be my fan if I looked like this?“ („Wärst du immer noch mein Fan, wenn ich so aussehen würde?“) als Mensch mit Down-Syndrom darstellen.

Am 19. Spieltag der Bundesligasaison 2014/15 beleidigte De Bruyne einen Balljungen beim Spiel Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg mit den Worten „Give me the ball, you motherfucker“.[7] Dafür wurde er vom DFB zu einer Strafzahlung in Höhe von 20.000 Euro verurteilt.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kevin De Bruyne – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Spielbericht – 33. Spieltag 2008/09 auf transfermarkt.de
  2. Perfekt: Kevin de Bruyne wechselt im Sommer zum FC Chelsea Artikel auf goal.com vom 31. Januar 2012
  3. Kein Dortmund-Wechsel für Kevin De Bruyne: "Mourinho will aus ihm einen besseren Spieler machen". Artikel auf goal.com vom 21. Juni 2013
  4. vfl-wolfsburg.de: „Topneuzugang“ (18. Januar 2014)
  5. kicker.de: „Vollzug: De Bruyne unterschreibt beim VfL“ (18. Januar 2014)
  6. DFB-Pokal Walk of Fame
  7. De Bruyne beleidigt Balljungen, auf spiegel.de, abgerufen am 9. Februar 2015.
  8. Beleidigung eines Balljungen: 20.000 Euro Geldstrafe für de Bruyne, auf spiegel.de, abgerufen am 9. Februar 2015.