Aubord

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Aubord
Wappen von Aubord
Aubord (Frankreich)
Aubord
Region Okzitanien
Département Gard
Arrondissement Nîmes
Kanton Vauvert
Gemeindeverband Communauté de communes de Petite-Camargue
Koordinaten 43° 45′ N, 4° 19′ OKoordinaten: 43° 45′ N, 4° 19′ O
Höhe 17–64 m
Fläche 9,42 km²
Einwohner 2.416 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 256 Einw./km²
Postleitzahl 30620
INSEE-Code
ehemaliges Wappen von Aubord

Aubord ist eine Gemeinde mit 2416 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Gard in Frankreich.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aubord liegt etwa 15 km südwestlich von Nîmes am Übergang der geomorphologischen Landschaftseinheiten Vistrenque und Costières du Gard. Im Osten grenzt Aubord an die Gemeinde Générac, im Nordwesten an Bernis.

Geographisch gesehen wird Aubord als Tor zur kleinen Camargue (Porte de la Petite Camargue) bezeichnet. Zwischen Bernis und Aubord beginnt das weitläufige Mündungsdelta des Vistre, welches bei Vauvert in die Petite Camargue übergeht.

In Aubord wird hauptsächlich Aprikosenanbau betrieben, daneben spielt der Weinbau und Pfirsichanbau noch eine bedeutende Rolle. Die auf den Villafranchium-Schottern der Costières du Gard gelegenen Rebflächen sind als AOC Costières de Nîmes Terroir klassifiziert. Dort werden hochwertige AOC-Weine angebaut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerungsentwicklung von Aubord ist beachtlich. Die Einwohnerzahl stieg von 249 im Jahr 1962 auf 1910 im Jahr 1999. Sie hat sich damit fast verzehnfacht. Damit gehört Aubord zu den Gemeinden mit dem größten Bevölkerungszuwachs der letzten 30 Jahre in Frankreich. Die beachtliche Bevölkerungsentwicklung von Aubord ist vor allem auf den wirtschaftlichen Aufstieg von Nîmes in den letzten zwanzig Jahren zurückzuführen. Im Gegensatz zu vielen Umlandgemeinden von Nîmes (wie z.B. Générac oder Bernis) gehört jedoch Aubord nicht der Metropolregion Nîmes (franz. Communauté d'agglomération Nîmes Métropole) an.


Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Aubord befindet sich eine überregionale Musikschule, die zwei Ausbildungsschwerpunkte anbietet (Schlagzeug, Jazz).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der deutsche Geograph Dieter Anhuf führte Anfang der 1990er Jahre eine agrarökologisch-hydrologische Studie zum Aprikosenanbau in Aubord durch.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Anhuf: Analyse d'irrigation pour la Commune d'Aubord : les besoins d'eau de l'abricotier., Mannheim 1992
  • Gilles Martin-Raget und Jacques Maigne: De garrigues en Costières. Paysages de Nîmes Mêtropole. Arles (Actes Sud) 2005, ISBN 27427-56922
  • Carolin Weiß und Peter Frankenberg: Changements du paysage agricole en Costière du Gard. In: Bul.Soc.Et.Sc.Nat de Nîmes et Gard. 61 (1997), S. 25–35

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Aubord – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien