Uzès

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Uzès
Usès
Wappen von Uzès
Uzès (Frankreich)
Uzès
Region Okzitanien
Département Gard
Arrondissement Nîmes
Kanton Uzès
Gemeindeverband Pays d’Uzès
Koordinaten 44° 1′ N, 4° 25′ OKoordinaten: 44° 1′ N, 4° 25′ O
Höhe 49–274 m
Fläche 25,41 km²
Einwohner 8.569 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 337 Einw./km²
Postleitzahl 30700
INSEE-Code
Website Uzès

Ehemalige Kathedrale in Uzès

Uzès (okzitanisch Usès) ist eine Kleinstadt und eine Gemeinde mit 8.569 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im südfranzösischen Département Gard in der Region Okzitanien. Uzès gehörte zur historischen Region Septimanien.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uzès liegt auf einem ca. 145 m[1] hohen Kalksteinplateau in einem Dreieck, das von den Städten Alès (32 km nordwestlich), Avignon (40 km östlich) und Nîmes (25 km südlich) gebildet wird. Durch das Gemeindegebiet fließt der Alzon. Das Klima ist gemäßigt warm; Regen fällt übers ganze Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 6.350 6.934 4.889 5.222 8.007 8.569

Der langsame aber stetige Bevölkerungsrückgang in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist auf die Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen. Im 20. Jahrhundert setzte ein allmähliches Wachstum ein.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Umland von Uzès war und ist in hohem Maße landwirtschaftlich geprägt, wobei der Weinbau wieder eine wichtige Rolle spielt. In der Kleinstadt selbst entwickelten sich Handwerk, Handel, Gewerbe und der Dienstleistungssektor. Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt mit der Herstellung feiner Stoffe eine wirtschaftliche Blüte. Der deutsche Süßwarenhersteller HARIBO hat hier seit 1987 eine Niederlassung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bereits in keltischer Zeit stand hier ein Oppidum mit latinisiertem Namen Ucetia, doch entwickelte sich der Ort erst nach der römischen Eroberung Südgalliens sowie während und nach der Pax Augusta. Im 4. oder 5. Jahrhundert wurde Uzès Bischofssitz und blieb dies – trotz der Völkerwanderungszeit, der Albigenserkriege, der Pest, der Hugenottenkriege und anderer Unbillen – bis zur Französischen Revolution.

Siehe auch: Haus Crussol und Herzogtum Uzès

Während des Zweiten Weltkriegs war das nahegelegene Château des Fouzes (deutsch: Schloss Fouzes) Standort der geheimen alliierten Entzifferungsstelle „Cadix“.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herzogspalast (Le Duché) in Uzès
Kirche Saint-Étienne

Zahlreiche Bauten der Stadt sind als Monuments historiques anerkannt:

  • ehemalige Kathedrale St-Théodorit mit dem bemerkenswerten Tour Fenestrelle genannten Turm
  • Herzogspalast (Le Duché)
  • barocke Kirche Saint-Étienne (1767–1775)
  • Rathaus (Hôtel de Ville) (1767–1773) mit Innenhof
  • Bischofspalast (Palais épiscopal)
  • zahlreiche Stadtpaläste mit schönen Portalen oder Treppentürmen
  • Haribo-Museum (Musée du bonbon)

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Uzès ist Partnerstadt von Schriesheim (Baden-Württemberg) und von Paczków (Polen).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weitere Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Uzès – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Uzès – Karte mit höhenangaben
  2. Uzès – Klimatabellen