Méhoncourt

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Méhoncourt
Wappen von Méhoncourt
Méhoncourt (Frankreich)
Méhoncourt
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Lunéville-2
Gemeindeverband Meurthe Mortagne Moselle
Koordinaten 48° 31′ N, 6° 23′ OKoordinaten: 48° 31′ N, 6° 23′ O
Höhe 262–358 m
Fläche 7,87 km2
Einwohner 237 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 30 Einw./km2
Postleitzahl 54360
INSEE-Code

Rathaus (Mairie) der Gemeinde

Méhoncourt ist eine französische Gemeinde mit 237 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Lunéville-2 (bis 2015 zum Kanton Bayon).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 25 Kilometer südöstlich von Nancy im Süden des Départements Meurthe-et-Moselle. Nachbargemeinden sind Charmois im Norden, Blainville-sur-l’Eau im Nordosten, Lamath und Einvaux im Osten, Brémoncourt im Süden und Südwesten, Domptail-en-l’Air im Westen, Romain im Westen und Nordwesten sowie Barbonville im Nordwesten. Die Gemeinde besteht aus dem Dorf Méhoncourt, den Weilern Belchamp und Mainbermont und einigen Einzelgehöften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde bereits früh besiedelt. Dies belegten Grabungen, die Funde aus gallo-römischer Zeit zutage förderten. Die heutige Gemeinde wird 1250 als Mooncort erstmals in einem Dokument der Abtei Belchamp erwähnt.[1] Im Mittelalter wechselten die regierenden Familien. Die Gemeinde war Teil der Vogtei (Bailliage) Nancy. Diese wiederum gehörte historisch zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Lunéville zugeteilt. Méhoncourt wechselte mehrfach den Kanton. Von 1793 bis 1801 war sie Teil des Kantons Blainville, von 1801 bis 2015 des Kantons Bayon und seither des Kantons Lunéville-2. Seit 1801 ist Méhoncourt zudem dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle. Im 17. Jahrhundert wurde die Abtei Belchamp vollständig zerstört und nie wieder aufgebaut. Zwischen 1800 und 1806 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Mainbermont eingegliedert. Diese Gemeinde gehörte ab 1801 zum Kanton Gerbéviller.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1836 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 280 400 190 185 159 182 209 207 248 234
Quelle: Cassini und INSEE; heutiges Gemeindegebiet

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Méhoncourt liegt abseits bedeutender Verkehrswege. Im Weiler La Mazière der Nachbargemeinde Einvaux gibt es eine Haltestelle an der Bahnstrecke von Épinal nach Nancy. Für den regionalen Verkehr ist die D9 wichtig, die durch die Gemeinde führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Pierre aus dem 18. Jahrhundert
  • Denkmal und Gedenkplatte für die Gefallenen[3][4]
  • Überreste der im 17. Jahrhundert untergegangenen Abtei Sainte-Trinité in Belchamp
  • Wegkreuz/Kalvarienberg bei der Kirche

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen
  4. Gedenkplatte für die Gefallenen in der Kirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Méhoncourt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien