Reillon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Reillon
Wappen von Reillon
Reillon (Frankreich)
Reillon
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 36′ N, 6° 45′ OKoordinaten: 48° 36′ N, 6° 45′ O
Höhe 247–292 m
Fläche 4,39 km2
Einwohner 86 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 20 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Hauptstraße (Grande Rue) der Gemeinde

Reillon ist eine französische Gemeinde mit 86 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 42 Kilometer ostsüdöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle. Nachbargemeinden sind Leintrey im Norden, Gondrexon im Osten, Chazelles-sur-Albe im Südosten, Blémerey im Süden, Domjevin im Südwesten sowie Vého im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wird 1293 unter dem Namen Rullons erstmals in einem Dokument erwähnt.[1] Im Jahr 1604 wurde Marguerite François als Hexe verbrannt. Reillon war Teil der Vogtei (Bailliage) Blâmont und gehörte somit historisch zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Von 1793 bis 1801 war Reillon dem Distrikt Blâmont und dem Kanton Leintrey zugeteilt. Von 1801 bis 2015 lag die Gemeinde im Kanton Blâmont und ist seither Teil des Kantons Baccarat. Seit 1801 gehört Reillon zum Arrondissement Lunéville. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle. Im Ersten Weltkrieg wurde die Gemeinde – bis auf den Kalvarienberg bei der Kirche – vollständig zerstört.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1846 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 120 195 96 45 63 54 64 83 87 72 71 78
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reillon liegt nahe an bedeutenden überregionalen Verkehrswegen. Die Gemeinde liegt südlich der Bahnstrecke von Paris nach Straßburg. Die nächstgelegene Haltestelle ist in Emberménil. Wenige Kilometer südlich führt die N4 vorbei. Der nächstgelegene Anschluss ist in Bénaménil. Für den regionalen Verkehr ist die D162 wichtig, die mitten durch das Dorf führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Église de la Nativité-de-la-Vierge, nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut
  • Zwei Militärfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg. Dort liegen die Gräber von 5500 deutschen und 1400 französischen Soldaten
  • Kalvarienberg von 1604, einziges Überbleibsel des alten Dorfs
  • Wegkreuz an der Grande Rue

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. kleinere Sehenswürdigkeiten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reillon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien