Ogéviller

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Ogéviller
Wappen von Ogéviller
Ogéviller (Frankreich)
Ogéviller
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 33′ N, 6° 44′ OKoordinaten: 48° 33′ N, 6° 44′ O
Höhe 241–282 m
Fläche 3,54 km2
Einwohner 285 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 81 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Rathaus (Mairie) der Gemeinde

Ogéviller ist eine französische Gemeinde mit 285 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont). Die Einwohner nennen sich Ogévillois(es).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 43 Kilometer südöstlich von Nancy im Süden des Départements Meurthe-et-Moselle. Nachbargemeinden sind Herbéviller im Nordosten und Osten, Réclonville im Südosten, Buriville im Südwesten und Westen sowie Fréménil im Nordwesten. Der Fluss Verdurette durchquert die Gemeinde und bildet streckenweise die Gemeindegrenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wird 1152 unter dem lateinischen Namen Ogeriivillare cum ecclesia in einem Dokument der Abtei Senones erstmals erwähnt. In einer Urkundensammlung taucht 1301 der Name Ogieviler auf.[1] Spätestens im 12. Jahrhundert entstand ein Schloss. Verschiedene Lehensherren verwalteten von diesen Schloss aus den Ort. Ort und Schloss wurden 1587 von Deutschen Reitern unter dem Kommando des Herzogs de Bouillon eingenommen. Kardinal Richelieu ordnete den Abbau aller militärischen Befestigungen an. 1635 wurden Schloss und Ort im Dreißigjährigen Krieg schwer verwüstet. Ogéviller gehörte zur Vogtei Lunéville und somit zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. In den wirren Zeiten der Französischen Revolution wurde die Überreste des Schlosses geplündert und die Steine für Privatbauten verwendet. In den beiden Weltkriegen kam es wiederum zu Zerstörungen. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Blâmont zugeteilt. Von 1793 bis 1801 war Ogéviller Hauptort eines Kantons. Von 1801 bis 2015 war die Gemeinde in den Kanton Blâmont eingegliedert. Seit 1801 ist sie dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurte. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle. Frühere Namensvarianten für Ogéviller waren im 19. Jahrhundert Juviller und Ogeviller.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1831 1936 1946 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 380 630 393 279 279 305 300 300 281 289 301 287
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nördlich von Ogéviller führt die N4 vorbei. Der nächstgelegene Anschluss ist rund 2 km nordwestlich in Bénaménil. Für den regionalen Verkehr ist die D400 wichtig, die durch das Dorf führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Georges aus dem 18. Jahrhundert
  • zwei Wegkreuze aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Denkmal und Gedenkplatte für die Gefallenen[3][4]
  • zwei Turmruinen; letzte Überbleibsel des Schlosses

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen
  4. Gedenkplatte für die Gefallenen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ogéviller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien