Xousse

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Xousse
Wappen von Xousse
Xousse (Frankreich)
Xousse
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 39′ N, 6° 43′ OKoordinaten: 48° 39′ N, 6° 43′ O
Höhe 236–306 m
Fläche 6,13 km2
Einwohner 124 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 20 Einw./km2
Postleitzahl 54370
INSEE-Code

Kirche St. Peter und Paul

Xousse ist eine französische Gemeinde mit 124 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Gemeindeverband Vezouze en Piémont.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xousse liegt auf ca. 250 m Meereshöhe, etwa auf halbem Weg zwischen Lunéville und Sarrebourg. Im Norden grenzt das Gebiet der Gemeinde an das Département Moselle.

Das Gemeindeareal umfasst einen Abschnitt des sanften Hügellandes zwischen den Tälern des Sânon im Norden und der Vezouze im Süden. Die Bäche und Gräben im Gemeindegebiet von Xousse (Ruisseau de Baraque, Ruisseau de la Noue, Ruisseau des Grandes Meizes und Ruisseau de la Saline) fließen fächerförmig nach Norden über den kleinen Fluss Remoncourt zum Sânon im Département Moselle ab. Parallel zum Sânon verläuft der Rhein-Marne-Kanal. Der größte Teil des 6,14 km² großen Gemeindegebietes besteht aus Acker- und Weideflächen, nur ein kleiner Teil im Süden ist bewaldet (Bois des Évrieux, Champ Bonhomme). Nach Südwesten steigt das Terrain allmählich an; es erreicht an der südwestlichen Gemeindegrenze mit 306 m über dem Meer die größte Höhe.

Zu Xousse gehört der westlich des Ortskerns gelegene Weiler Kudémont.

Nachbargemeinden von Xousse sind Lagarde im Norden, Remoncourt im Osten, Leintrey im Südosten, Emberménil im Süden sowie Vaucourt im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der goldene Löwe auf blauem Grund im Wappen von Xousse erinnert an Jacques de Xousse dessen Familie 1510 von Herzog Anton II. geadelt wurde.[1]

Der Ortsname entstand aus dem althochdeutschen Sulz /Sulze für Sole bzw. Salzwasser. Die Schreibweisen für den Ortsnamen entwickelten sich von Solcia im Jahr 1129 über Xouces (1328), Xouse (1497), Xousses (1506) und Xoussé (1793) zum heutigen Xousse ab 1801.[2]

Xousse lag von 1871 bis 1914 an der Grenze zum Deutschen Reich.

Im Oktober 1944 wurde Xousse bei Kampfhandlungen zwischen Amerikanern und Deutschen zu 98 % zerstört. Viele Bewohner wurden zum Ausheben von Verteidigungsgräben gezwungen; die meisten Bewohner wurden später in Richtung Sarrebourg verschleppt.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1946 1954 1962 1968 1990 1999 2007 2016
Einwohner 165 166 164 140 130 113 113 124

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Peter und Paul (Église Saints-Pierre-et-Paul), nach der völligen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg 1955 neu errichtet

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Xousse ist ein typisch lothringisches Bauerndorf. In der Gemeinde gibt es fünf landwirtschaftliche Betriebe (Ackerbau, Milchviehhaltung, Rinderzucht und Schweinemast).[4]

Durch die Gemeinde Xousse führt die Fernstraße von Lagarde in Richtung Ogéviller. Weitere Straßen verbinden das Dorf mit den Gemeinden Remoncourt und Vaucourt. Im zwölf Kilometer entfernten Marainviller besteht Anschluss an das Eisenbahnnetz (Bahnstrecke Paris–Strasbourg).

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wappenbeschreibung auf genealogie-lorraine.fr/Blasons (französisch)
  2. Dictionnaire topographique de la France (Topographisches Wörterbuch von Frankreich)
  3. Die Schlacht um Lothringen, erzählt von Joël Bourdelois (französisch)
  4. Landwirtschaft auf annuaire-mairie.fr (französisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Xousse – Sammlung von Bildern