Leintrey

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Leintrey
Wappen von Leintrey
Leintrey (Frankreich)
Leintrey
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 37′ N, 6° 44′ OKoordinaten: 48° 37′ N, 6° 44′ O
Höhe 247–313 m
Fläche 15,44 km2
Einwohner 139 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 9 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Ortseingang von Leintrey

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Leintrey ist eine französische Gemeinde mit 139 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 41 Kilometer ostsüdöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle und grenzt an das Département Moselle. Leintrey liegt in einem Tal und grenzt im Norden an den Regionalen Naturpark Lothringen. Die Gemeinde besteht aus dem Dorf Leintrey sowie einigen Einzelgehöften. Weite Teile des Gemeindegebiets sind bewaldet. Nachbargemeinden sind Remoncourt im Norden, Avricourt (im Département Moselle) im Nordosten, Amenoncourt im Osten, Autrepierre im Südosten, Gondrexon, Reillon und Vého im Süden, Emberménil im Westen sowie Xousse im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wird 1175 indirekt (Gerardus presbiter de Lenterio) unter dem lateinischen Namen Lenterio erstmals in einem Dokument der Abtei Breaupré erwähnt. Der französische Name taucht erstmals 1304 als Lentrey auf.[1] Zwischen 1594 und 1608 wurden zehn Einwohner wegen Hexerei hingerichtet. Leintrey war Teil der Vogtei (Bailliage) Blâmont und gehörte somit historisch zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Die Gemeinde wurde 1636 im Dreißigjährigen Krieg von durchziehenden Truppen stark zerstört. Nur 5 Häuser blieben stehen. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Von 1793 bis 1801 war Leintrey dem Distrikt Blâmont zugeteilt und Kantonshauptort des Kantons Leintrey. Von 1801 bis 2015 lag die Gemeinde im Kanton Blâmont und ist seither Teil des Kantons Baccarat. Seit 1801 gehört Leintrey zum Arrondissement Lunéville. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle. Von 1871 bis 1918 war sie Grenzgemeinde zu Deutschland. In den beiden Weltkriegen kam es zu Zerstörungen. In Leintrey gab es 1918 nur noch zwei ganze Häuser. Der Ort wurde erst 1925 wiederaufgebaut.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1851 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 518 650 349 255 210 240 209 175 161 136 152 136
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leintrey liegt nahe an bedeutenden überregionalen Verkehrswegen. Sie liegt zwar an der Bahnstrecke von Paris nach Straßburg, hat aber keine eigene Haltestelle. Die nächstgelegene Haltestelle ist in der westlichen Nachbargemeinde Emberménil. Wenige Kilometer südlich führt die N4 vorbei. Die nächstgelegenen Anschlüsse sind in Bénaménil und Repaix. Für den regionalen Verkehr ist die D185 wichtig, die mitten durch das Dorf führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Michel, nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut
  • Wegkreuz aus dem Jahr 1852 beim Dorffriedhof
  • Denkmäler für die Gefallenen[3][4]
  • Nationalfriedhof (Nécropole) an der Gemeindegrenze zu Vého

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen des Dorfs
  4. Denkmal für 1915 gefallene französischen Soldaten der 162e R.I.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leintrey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien