Halloville

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Halloville
Wappen von Halloville
Halloville (Frankreich)
Halloville
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 33′ N, 6° 52′ OKoordinaten: 48° 33′ N, 6° 52′ O
Höhe 262–333 m
Fläche 3,93 km2
Einwohner 76 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 19 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Blick auf Halloville

Halloville ist eine französische Gemeinde mit 76 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 52 Kilometer südöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle. Weite Flächen der Gemeinde sind bewaldet. Nachbargemeinden sind Harbouey im Nordosten, Nonhigny im Osten, Montreux im Südosten, Ancerviller im Südwesten und Westen sowie Barbas im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Kaufvertrag von 1363 verkauft der Herrscher aus dem Haus Habsburg die Hälfte der Gemeinde Halewiler dem Grafen von Salm.[1] Dies ist die erste Erwähnung der Gemeinde Halloville. Diese wurde somit im Hundertjährigen Krieg geteilt. Ein Teil der heutigen Gemeinde unterstand der Vogtei Vic und gehörte historisch zur Provinz Trois-Évêchés (Drei Bistümer), die faktisch 1552 an Frankreich fiel. Der andere Teil der Gemeinde gehörte rechtlich zur Vogtei Blâmont und somit zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Gemeinde völlig zerstört. Kein einziger Bewohner überlebte. Erst nach 1700 wurde Halloville wiederbesiedelt. In den beiden Weltkriegen kam es zu Zerstörungen. Im Ersten Weltkrieg führte ein deutscher Beschuss am 9. und 10. August 1914 zu starken Zerstörungen in der Gemeinde. Weitere Artillerieangriffe beider Seiten richteten Schäden an. Das Dorf wurde nach dem Ersten Weltkrieg statt auf der Anhöhe unten im Talgrund wiederaufgebaut. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Blâmont zugeteilt. Und von 1793 bis 2015 in den Kanton Blâmont eingegliedert. Seither ist sie Teil des Kantons Baccarat. Seit 1801 ist Halloville dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1806 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 148 190 80 81 75 62 63 59 65 76
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Halloville liegt nahe an überregionalen Verkehrsverbindungen. Die Bahnstrecken sind weiter entfernt als überregionale Autobahnen. Die nächstgelegenen Haltestellen sind Igney-Avricourt an der Bahnstrecke Paris–Straßburg und Baccarat an der Bahnstrecke von Lunéville nach Saint-Dié-des-Vosges. Nur wenige Kilometer nördlich der Gemeinde führt die N4 vorbei. Der nächstgelegene Anschluss ist in Blâmont. Für den regionalen Verkehr ist die D20B wichtig, die durch das Dorf führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Georges; nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut
  • mehrere Lavoirs (Waschhäuser) und Dorfbrunnen
  • zwei Wegkreuze
  • Denkmal für die Gefallenen[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. kleinere Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Halloville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien