Ancerviller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Ancerviller
Wappen von Ancerviller
Ancerviller (Frankreich)
Ancerviller
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 32′ N, 6° 50′ OKoordinaten: 48° 32′ N, 6° 50′ O
Höhe 277–335 m
Fläche 12,34 km2
Einwohner 273 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 22 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Teilansicht des Dorfs

Ancerviller ist eine französische Gemeinde mit 273 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 51 Kilometer südöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle. Nachbargemeinden sind Barbas im Norden, Halloville im Nordosten, Montreux und Neuviller-lès-Badonviller im Osten, Badonviller im Südosten, Saint-Maurice-aux-Forges im Süden, Sainte-Pôle im Südwesten, Montigny und Mignéville im Westen sowie Domèvre-sur-Vezouze im Nordwesten. Die Gemeinde besteht aus den beiden Orten Ancerviller und Jesain, dem Weiler Le Hameau sowie Einzelgehöften. Das Waldgebiet le Grand Bois bedeckt weite Flächen im Osten der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus gallo-römischer und fränkischer Zeit belegen eine frühe Besiedlung. Die heutige Gemeinde wird 1272 unter dem Namen Ancerville in einem Dokument erstmals erwähnt.[1] Ancerviller gehörte zur Vogtei Lunéville und somit zum Herzogtum Lothringen, das 1766 an Frankreich fiel. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. In den beiden Weltkriegen kam es zu Zerstörungen. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Blâmont zugeteilt. Von 1793 bis 1801 war sie Teil des Kantons Ogeviller (Ogéviller). Von 1801 bis 2015 war die Gemeinde in den Kanton Blâmont eingegliedert. Seit 1801 ist sie dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle. Im Jahr 1806 wurde Couvey in die Gemeinde eingegliedert.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1831 1851 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 490 828 796 375 309 288 254 220 241 248 273
Quelle: Cassini und INSEE; heutiges Gemeindegebiet

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ancerviller liegt weitab von überregionalen Verkehrsverbindungen. Mehrere Kilometer entfernt von der N4 und der N59. Die nächstgelegenen Anschlüsse sind in Blâmont (N4) und Baccarat (N59). In Baccarat ist zudem die nächstgelegene Bahnhaltestelle. Für den regionalen Verkehr sind die D20B, die D165 und die D186 wichtig, die durch das Dorf führen.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Martin; 1915 zerstört und zwischen 1921 und 1923 wiederaufgebaut
  • Kapelle Sainte-Agathe ganz im Süden der Gemeinde
  • drei Wegkreuze (bei der Kapelle Sainte-Agathe, an der Rue de Sainte-Pôle und nördlich von Ancerville)
  • Denkmal und Gedenkplatte für die Gefallenen [3][4]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen
  4. Gedenkplatte in der Kirche

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ancerviller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien