Pexonne

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Pexonne
Wappen von Pexonne
Pexonne (Frankreich)
Pexonne
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 29′ N, 6° 53′ OKoordinaten: 48° 29′ N, 6° 53′ O
Höhe 273–522 m
Fläche 13,43 km2
Einwohner 369 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 27 Einw./km2
Postleitzahl 54540
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude

Pexonne ist eine französische Gemeinde mit 369 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Lunéville und zum 2016 gegründeten Kommunalverband Vezouze en Piémont.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pexonne liegt in den westlichen Ausläufern der Vogesen, etwa zwei Kilometer südöstlich von Lunéville. Im Südosten hat Pexonne einen Anteil am Stausee Lac de Pierre-Percée, der zur Notkühlung des 100 Kilometer entfernten Kernkraftwerkes Cattenom angelegt wurde. Umgeben wird Pexonne von den Nachbargemeinden Fenneviller im Norden und Nordosten, Badonviller und Pierre-Percée im Osten, Neufmaisons im Südwesten, Vacqueville im Westen und Sainte-Pôle im Nordwesten. Zur Gemeinde gehört die Ferienhaussiedlung La Combelle.

Im zwölf Kilometer entfernten Raon-l’Étape besteht Anschluss an die autobahnähnlich ausgebaute Route nationale 59.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ursprung des Dorfes ist noch ungeklärt. Archivalien, die das Dorf im Jahr 1076 erwähnen, sind umstritten; für das 13. Jahrhundert ist die Existenz von Pexonne aber belegt. Bis 1603 unterstand Pexonne dem Haus Salm und kam dann an das Herzogtum Lothringen. Während der Kriege des 17. Jahrhunderts wurde Pexonne sehr in Mitleidenschaft gezogen, im Jahr 1651 teilweise zerstört. Als König Ludwig XIV. 1672 hohe Steuern auf Silberbesteck und Geschirr erhob, um seine Kriege zu finanzieren, war dies der Anlass für den Aufbau einer Steingutindustrie. Die Keramikmanufakturen von Pexonne gehören wahrscheinlich zu den ältesten in ganz Frankreich. Am 30. Juni 1719 erteilte Herzog Leopold ein Patent zur Errichtung einer Keramikfabrik in Pexonne. Den Höhepunkt erreichte die Keramikproduktion 1897, als die Zahl der Mitarbeiter auf 300 anwuchs. Die beiden Weltkriege verursachten erhebliche Schäden an der Fabrik. 1953 wurden mit etwa 50 Mitarbeitern wieder Keramikziegel produziert. 1979 übernahm das Unternehmen Huguenot-Fenal die Fabrik und schloss sie einige Jahre später zugunsten anderer Standorte. 1944 wurden 80 Einwohner von Pexonne deportiert, nur 17 von ihnen kehrten in das Dorf zurück.[1]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2005 2014
Einwohner 733 683 554 474 446 410 389 387
Quelle: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal
  • Kirche Saint-Pierre-aux-Liens, erbaut 1776
  • Kalvarienberg
  • Kriegerdenkmal
  • Ruinen einer ab 1690 blühenden Ziegel-, Fliesen- und Keramikindustrie
  • Reste einer Wassermühle
  • außergewöhnliche Felsformationen mit Gewölben und Überhängen im Val de Vohné

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geschichte auf ccbadonvillois.com (französisch), abgerufen am 11. Juli 2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Pexonne – Sammlung von Bildern