Domjevin

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Domjevin
Wappen von Domjevin
Domjevin (Frankreich)
Domjevin
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 35′ N, 6° 42′ OKoordinaten: 48° 35′ N, 6° 42′ O
Höhe 237–293 m
Fläche 10,28 km2
Einwohner 254 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

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Domjevin ist eine französische Gemeinde mit 254 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont). Die Bewohner nennen sich Domjevinois(es).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Panorama von Domjevin

Die Gemeinde liegt etwa 40 Kilometer ostsüdöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle am Fluss Vezouze. Nachbargemeinden sind Vého im Norden, Reillon im Nordosten, Blémerey im Osten, Fréménil im Südosten, Bénaménil im Südwesten sowie Manonviller im Nordwesten. Die Gemeinde besteht aus dem Ort Domjevin sowie wenigen Gehöften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wird 1124 indirekt (Rainerus de Domno Juvino) unter dem lateinischen Namen Domno Juvino erstmals in einem Dokument erwähnt. Die französische Form taucht als Domjuvin erstmals 1189 auf.[1] Im 13. Jahrhundert besteht eine später vernichtete Klostergemeinschaft der Templer. Im Jahr 1308 zerstören Angreifer aus Metz die Orte Domjevin und Frisonviller (auf dem heutigen Gemeindegebiet) vollständig. Frisonviller wird nicht mehr neu aufgebaut. Domjevin unterstellt sich 1329 dem Herzogtum Lothringen. Es gehörte danach zur Vogtei Lunéville fiel mit diesem 1766 an Frankreich. Zwischen 1584 und 1630 wurden 16 Bewohner der Gemeinde wegen Hexerei hingerichtet. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest rafften mit Ausnahme von 30 Personen alle Bewohner dahin. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. In den beiden Weltkriegen kam es zu Zerstörungen. Allein im Zweiten Weltkrieg gingen 30.000 Granaten auf die Ortschaft nieder. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Lunéville zugeteilt. Von 1793 bis 1801 war sie Teil des Kantons La Neuveville aux Bois. Von 1801 bis 2015 war die Gemeinde in den Kanton Blâmont eingegliedert. Seit 1801 ist sie dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1836 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 496 601 411 311 296 257 237 228 230 267 240 255
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Domjevin liegt südlich der Bahnstrecke von Paris nach Straßburg und hat keine eigene Haltestelle. Die nächstgelegenen Haltestellen sind in Marainviller und Emberménil. Quer durch die Gemeinde führt die N4 vorbei. Der nächstgelegene Anschluss ist in Bénaménil. Für den regionalen Verkehr sind die D19 und die D163 wichtig, die durch das Dorf führen.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorfkirche Saint-Juvin
  • zahlreiche sehenswerte Türportale aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Kapelle Notre-Dame de la Bonne Fontaine (Neubau nach dem Zweiten Weltkrieg)
  • mehrere Wegkreuze (darunter Croix blanche und Croix du centre)
  • Denkmäler für die Gefallenen[3][4]
  • Überreste des Militärspitals

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen
  4. Denkmal für die Gefallenen auf dem Dorffriedhof

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Domjevin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien