Herbéviller

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Herbéviller
Wappen von Herbéviller
Herbéviller (Frankreich)
Herbéviller
Region Grand Est
Département Meurthe-et-Moselle
Arrondissement Lunéville
Kanton Baccarat
Gemeindeverband Vezouze en Piémont
Koordinaten 48° 33′ N, 6° 45′ OKoordinaten: 48° 33′ N, 6° 45′ O
Höhe 241–286 m
Fläche 8,12 km2
Einwohner 228 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km2
Postleitzahl 54450
INSEE-Code

Rathaus (Mairie) und Dorfschule der Gemeinde

Herbéviller ist eine französische Gemeinde mit 228 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Meurthe-et-Moselle in der Region Grand Est (vor 2016 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Lunéville und zum Kanton Baccarat (bis 2015 zum Kanton Blâmont).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 45 Kilometer südöstlich von Nancy im Südosten des Départements Meurthe-et-Moselle in einer fruchtbaren Ebene an den Flüssen Blette und Vezouze. Diese bilden streckenweise die Gemeindegrenze. Nachbargemeinden sind Saint-Martin im Norden, Domèvre-sur-Vezouze im Nordosten und Osten, Mignéville im Südosten, Pettonville im Süden, Réclonville im Südwesten, Ogéviller im Westen sowie Fréménil im Nordwesten. Die Gemeinde besteht aus dem Ort Herbéviller sowie wenigen Gehöften.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutige Gemeinde wird 1314 unter dem Namen Heirbeviller erstmals in einem Dokument erwähnt.[1] Im Mittelalter ist sie im Besitz von zwei Herrschaften, welche jeweils ein Schloss erbauen. Das Château de Lanoy besteht heute noch. Herbéviller unterstand der Vogtei Vic und gehörte historisch zur Provinz Trois-Évêchés (Drei Bistümer), die faktisch 1552 an Frankreich fiel. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Gemeinde verwüstet. Bis zur Französischen Revolution lag die Gemeinde dann im Grand-gouvernement de Lorraine-et-Barrois. In den beiden Weltkriegen kam es zu Zerstörungen. Im Ersten Weltkrieg war Herbéviller mal in deutscher, mal in französischer Hand. Letztendlich zwischen den Fronten, was zwischen August und November 1914 zur vollständigen Zerstörung führte. Die Einwohner wurden evakuiert. Die jüdischen Bewohner des Orts kehrten nach der Evakuation nicht mehr ins Dorf zurück. Ihre Synagoge war auch zerstört worden. Von 1793 bis 1801 war die Gemeinde dem Distrikt Blâmont zugeteilt. Von 1793 bis 1801 war sie Teil des Kantons Ogeviller (Ogéviller). Von 1801 bis 2015 war die Gemeinde in den Kanton Blâmont eingegliedert. Seit 1801 ist sie dem Arrondissement Lunéville zugeordnet. Die Gemeinde lag bis 1871 im alten Département Meurt(h)e. Seither bildet sie einen Teil des Départements Meurthe-et-Moselle.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1793 1851 1911 1921 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2015
Einwohner 479 626 396 282 234 195 169 184 220 207 219 228
Quelle: Cassini und INSEE

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herbéviller liegt an keiner Bahnstrecke. Die nächstgelegenen Haltestellen sind mehrere Kilometer entfernt in Azerailles an der Bahnstrecke von Lunéville nach Saint-Dié-des-Vosges und in Emberménil an der Bahnstrecke von Paris nach Straßburg. Nördlich der Gemeinde führt die N4 vorbei. Der nächstgelegene Anschluss ist in Bénaménil. Für den regionalen Verkehr ist die D400 wichtig, die durch das Dorf führt.

Sehenswürdigkeiten[2][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schloss Château de Lanoy, nach dem Ersten Weltkrieg wiederaufgebaut
  • Dorfkirche Saint-Germain; im Ersten Weltkrieg zerstört und 1922 wiederaufgebaut
  • Denkmal für die Gefallenen[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Quelle zum Namen der Gemeinde
  2. bewegliche Sehenswürdigkeiten
  3. Denkmal für die Gefallenen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Herbéviller – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien