VW Amarok

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Volkswagen
VW Amarok Doppelkabine (2010–2016)
VW Amarok Doppelkabine (2010–2016)
Amarok
Produktionszeitraum: seit 2010
Klasse: Utilities
Karosserieversionen: Pickup
Motoren: Ottomotoren:
2,0 Liter
(118 kW)
Dieselmotoren:
2,0–3,0 Liter
(90–190 kW)
Länge: 5191–5254 mm
Breite: 1944–1954 mm
Höhe: 1834–1878 mm
Radstand: 3090–3095 mm
Leergewicht: 1872–2324 kg
Vorgängermodell VW Taro

Der VW Amarok ist ein Pick-up der Marke Volkswagen, der seit 2010 produziert wird. Die Produktion in Hannover und der Vertrieb in Europa endeten im Mai 2020,[1] währenddessen die Produktion in Südamerika bis zum 2022 geplanten Nachfolger, auf Basis des Ford Ranger, fortgesetzt wird.[2]

Namensgebung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Amarok ist der Name eines wolfsähnlichen Wesens in der Mythologie der Eskimos.[3]

Der VW Amarok war als offizielles Begleitfahrzeug der Rallye Dakar in Chile und Argentinien im Januar 2010 erstmals öffentlich zu sehen.[4][5]

Studie „Robust Pickup“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studie „Robust Pickup“ (2008)

Der Amarok basiert direkt auf dem Konzeptfahrzeug Robust Pickup (RPU), das erstmals 2008 auf der IAA für Nutzfahrzeuge präsentiert wurde.

Maße und Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pickup mit der VW-Modellbezeichnung VWN817 ist 5,25 Meter lang, hat eine Doppelkabine und eine Ladefläche von 2,52 Quadratmetern. Seit Frühjahr 2011 gab es auch eine Version mit Einzelkabine und entsprechend längerer Ladefläche. Die Ladepritsche ist bei der Doppelkabine 1,55 Meter lang. Mit dieser Ladeflächengröße wird er in Deutschland nicht als Lkw eingestuft und kann daher nicht mehr nach zulässigem Gesamtgewicht besteuert werden. Diese Regelung wird seit Übernahme der Steuerangelegenheiten von Kfz durch den Zoll nicht mehr angewendet. Die Zuladung beträgt bis zu 1,15 Tonnen.

Wahlweise ist ein 2,0-Liter-Bi-Turbo-Dieselmotor mit 120 kW (163 PS) oder ein 2,0-Liter-Turbo-Dieselmotor mit 90 kW (122 PS) erhältlich. Das Basismodell hat Hinterradantrieb. Auf Wunsch ist ein permanenter Allradantrieb mit Torsendifferenzial oder ein manuell zuschaltbarer Allradantrieb mit Untersetzung sowie eine Differenzialsperre der Hinterachse erhältlich.[6] Das Fahrzeug hat einen Kastenrahmen, vorn einzeln an doppelten Dreieckslenkern mit Feder-Dämpfer-Einheiten aufgehängte Räder, eine Zahnstangenlenkung und eine an Blattfedern aufgehängte starre Hinterachse. Vorn gibt es innenbelüftete Scheibenbremsen, hinten Trommelbremsen.

Seit Herbst 2011 konnte auch ein Hardtop direkt vom Hersteller bestellt werden. Im Januar 2012 kam in Australien der Amarok auch mit dem 2,0-Liter-TSI-Motor mit 118 kW (160 PS) und Hinterradantrieb ins Programm.[7]

Beim GTI-Treffen am Wörthersee (2013) wurde eine Pickup-Studie vorgestellt. Dieser Amarok hat einen 202 kW (275 PS) starken 3,0-Liter-V6-Dieselmotor mit einem maximalen Drehmoment von 600 Nm.

Im September 2016 kam eine überarbeitete Version des Amarok in den Handel. Angetrieben wird dieses Modell von einem Dreiliter-V6-Dieselmotor, der auch im Audi A6 oder den VW Touareg eingebaut ist. Dieser Motor kommt im Amarok in mehreren Leistungsstufen zwischen 120 kW (163 PS) und 190 kW (258 PS) zum Einsatz; die schwächste war seit Frühjahr 2017 erhältlich. Grund für die Umstellung war die dem vorherigen Motor fehlende Euro-6-Tauglichkeit, die seit September 2016 auch für leichte Nutzfahrzeuge vorgeschrieben ist.[8]

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstige Messwerte
Sterne im Euro NCAP-Crashtest[9] 4 Sterne im Euro-NCAP-Crashtest

Beim Euro NCAP-Crashtest im November 2010 erreichte der VW Amarok 31 Punkte (86 %) beim Insassenschutz und 17 Punkte (47 %) im Fußgängerschutz. In der Gesamtwertung erhielt er vier von fünf Sternen.[10]

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2.0 TDI 2.0 TDI 4Motion 2.0 TDI 2.0 TDI 4Motion 2.0 TDI 2.0 TDI 4Motion 2.0 TDI 2.0 TDI 4Motion 3.0 TDI 3.0 TDI 4Motion 2.0 TSI
Bauzeitraum 03/2010–11/2012 11/2012–06/2016 03/2010–05/2012 06/2012–09/2016 11/2011–09/2016 09/2017–05/2020 09/2016–05/2020 seit 09/2016* seit 04/2018* 01/2012–05/2020**
Motorbaureihe VW EA189 VW EA897 evo
Motortyp Vierzylinder-Dieselmotor in Reihenbauart, Common-Rail-Einspritzung Sechszylinder-Dieselmotor in V-Bauart, Common-Rail-Einspritzung Vierzylinder-Ottomotor in Reihenbauart, Direkt­einspritzung
Motoraufladung Turbolader BiTurbo Turbolader
Hubraum 1968 cm³ 2967 cm³ 1984 cm³
max. Leistung bei min−1 90 kW (122 PS) / 3750 103 kW (140 PS) / 3500 120 kW (163 PS) / 4000 132 kW (180 PS) / 4000 120 kW (163 PS) / 2750–4500 150 kW (204 PS) / 3000–4500 165 kW (224 PS) / 3000–4500 190 kW (258 PS) / 3250–4500 118 kW (160 PS) / 3750
max. Drehmoment bei min−1 340 Nm / 1750–2250 340 Nm / 1600–2250 400 Nm / 1500–2000 400 Nm / 1500–2250 (420 Nm / 1750)*** 450 Nm / 1250–2500 500 Nm / 1250–2750 550 Nm / 1400–2750 580 Nm / 1250–3250 300 Nm / 1600–3750
Antriebsart, serienmäßig Hinterrad­antrieb Allrad­antrieb Hinterrad­antrieb Allrad­antrieb Hinterrad­antrieb Allrad­antrieb Hinterrad­antrieb Allrad­antrieb Hinterrad­antrieb Allrad­antrieb Hinterrad­antrieb
Getriebeart, serienmäßig 6-Gang-Schaltgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe 8-Gang-Automatikgetriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Getriebeart, optional 8-Gang-Automatikgetriebe 8-Gang-Automatikgetriebe
Leergewicht 1872–2064 kg 1948–2168 kg 1797–2248 kg 1875–2345 kg 1882–2074 kg 1958–2178 kg 1911–2178 kg 2005–2178 kg 2069–2177 kg 2010–2145 kg 2078–2095 kg 2241–2324 kg 1737–1842 kg
maximale Zuladung 778–1147 kg 673–1057 kg 572–1243 kg 475–1165 kg 768–1137 kg 663–1047 kg 743–831 kg 545–1053 kg 596–679 kg 545–985 kg
Anhängelast, gebremst 2800 kg 2800–3000 kg 2800 kg 2800–3000 kg 2900–3000 kg 3300–3500 kg 3300 kg 3000 kg
Beschleunigung 0–100 km/h 13,5 s 13,7 s 12,6–13,3 s 12,6–13,5 s 10,8 s 11,1 s 10,0–10,7 s 10,3–11,0 s 9,6–10,0 s 8,3–9,2 s 7,9–8,2 s 7,3–7,6 s k. A.
Höchstgeschwindigkeit 163 km/h 161 km/h 163–169 km/h 161–167 km/h 182 km/h 181 km/h 178–184 km/h 177–179 km/h 171–180 km/h 182–193 km/h 185–193 km/h 199–207 km/h
Kraftstoffverbrauch
auf 100 km (kombiniert)
7,3–7,4 l Diesel 7,4–7,6 l Diesel 6,8–7,7 l Diesel 7,0–7,8 l Diesel 7,6–7,7 l Diesel 7,8–7,9 l Diesel 7,4–7,5 l Diesel 7,3–8,2 l Diesel 8,1–9,2 l Diesel 7,6–9,2 l Diesel 8,0–8,9 l Diesel 8,4 l Diesel 9,5–9,6 Super
CO2-Emission, kombiniert 192–194 g/km 194–199 g/km 179–202 g/km 185–205 g/km 199–203 g/km 206–209 g/km 185–194 g/km 187–203 g/km 213–242 g/km 199–241 g/km 210–233 g/km 220 g/km 226–228 g/km
Abgasnorm nach EU-Klassifikation Euro 5 Euro 6 Euro 4
* In Europa bis 05/2020
** Australien
*** mit 8-Gang-Automatikgetriebe 420 Nm / 1750

Produktionsstandorte und Zahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Amarok wird produziert bei Volkswagen Argentina, bis 2020 auch im Volkswagenwerk Hannover und in geringen Stückzahlen als CKD bei Aymesa in Quito (Ecuador).

Jahr Anzahl
2008
  
193
2009
  
44.525
2010
  
76.965
2011
  
78.633
2012
  
91.739
2013
  
69.695
2014
  
81.019
2015
  
63.367
2016
  
80.328
2017
  
88.950
2018
  
68.010
Produktionszahlen, Quelle: [11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Volkswagen Amarok – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]