VW Scirocco II

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Volkswagen
VW Scirocco (1981–1992)

VW Scirocco (1981–1992)

Scirocco (Typ 53B)
Verkaufsbezeichnung: Scirocco
Produktionszeitraum: 1981–1992
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
1,3–1,8 Liter
(44–102 kW)
Länge: 4050 mm
Breite: 1625 mm
Höhe: 1230 mm
Radstand: 2400 mm
Leergewicht: 830–960 kg
Vorgängermodell VW Scirocco I
Nachfolgemodell VW Corrado

Der VW Scirocco II ist ein auf der Plattform des VW Golf I gebautes Sportcoupé. Er löste im April 1981 den Scirocco I ab. Auch der neue Scirocco II (VW-interne Bezeichnung Typ 53B) basierte auf dem Golf I. Der Nachfolger Corrado wurde bereits im Oktober 1988 auf den Markt gebracht, wobei der Scirocco noch bis September 1992 weiter vom Band lief.

Modellgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heckansicht

Bereits Mitte der 1970er-Jahre wurde mit den Entwürfen für den Scirocco der zweiten Generation begonnen. Zwei Grundforderungen waren einzuhalten: strömungsgünstigere Karosserie sowie mehr Platz für Insassen und Gepäck.

Das Produkt-Strategie-Komitee (PSK) des VW-Werkes diskutierte im Februar 1976 über den Nachfolger, der zum Frühjahr 1981 eingeführt werden sollte. Neben einer Neugestaltung der Karosserie waren im Anforderungsprofil eine neue Armaturentafel, größere Kopffreiheit vorn und hinten, Verringerung des Auftriebswertes und Cw-Wertes und eine Vergrößerung des Kofferraumes vorgegeben. Aufgrund von Windkanalstudien erhielt der Scirocco II weicher fließende Linien anstelle der Kanten und scharfen Konturen des Scirocco I, eine stärker betonte Keilform mit sehr flach gehaltener Front und hoch angesetztem Heckabschluss sowie zusätzlich einem Spoiler (für erhöhten Abtrieb und saubere Heckscheiben).

Auch Giugiaro machte einen weiteren Entwurf, doch im Sommer 1977 fiel die Entscheidung für den Entwurf der eigenen Design-Abteilung. Die Form mit durchgehender horizontaler Gürtellinie bot trotz geräumigerer Karosserie einen gesenkten Luftwiderstandsbeiwert. Der Scirocco II erhielt das Fahrwerk und die bewährte und laufend weiterentwickelte Antriebstechnik des Vorgängers; Fahrleistungen, Fahrverhalten und Verbrauch blieben auf weitgehend gleichem Niveau.

Im September 1977 wurden Mitgliedern der PSK die ersten Stylingmodelle des intern als EA 491 (Entwicklungsauftrag) bezeichneten Wagens präsentiert. Neben einem Entwurf von Giugiaro, der die ursprüngliche, markante Linienführung des Vorgängers übernahm, kam auch eine Studie der hauseigenen Designabteilung zur Diskussion. Das PSK entschied sich für den VW-Entwurf, der die Forderung der Marketingabteilung nach einer „eher etwas gemäßigten Härte in der Linienführung“ besser darstellte: Das Heck war deutlich höher und die Heckscheibe mehr nach unten gezogen. Damit erreichte er einen um fast zehn Prozent geringeren Cw-Wert von 0,38 (Scirocco I: 0,42), für 1981 eine durchschnittliche Leistung im Automobilbau; der ein Jahr später präsentierte Audi 100 hatte einen Cw-Wert von 0,30.

Vorstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Serienfahrzeug wurde Anfang März 1981 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt und ab dem 16. März 1981 standen an der Côte d’Azur Fahrzeuge der Presse zu Testfahrten zur Verfügung. Die VAG-Händler erhielten die Wagen ab Mitte Mai 1981. Im Juni 1981 warben fünf Anzeigenkampagnen für das neue Modell mit dem Slogan: „Der neue Scirocco. Aufregend vernünftig“. Nachdem die Standardausführung beim Scirocco I wenig gefragt war, war als Einstiegsmodell die besser ausgestattete L-Version zu einem Preis von 13.660 DM geplant. (1981 betrug der Preis des günstigsten Modells mit dem 44-kW-/60-PS-Motor 16.755 DM). Im November 1978 wurde im Lastenheft I eine Erhöhung der geplanten Absatzzahlen von 472.000 auf 515.000 Wagen über die gesamte Bauzeit festgelegt.

Das Fahrwerk und damit auch der Radstand wurden vom Scirocco I übernommen. Der Scirocco II war aber trotzdem innen geräumiger: durch Wölbung der Karosserieaußenflächen und Einbuchtung der inneren Verkleidungen mehr Platz für die Ellenbogen, mehr Kopffreiheit, speziell hinten, und dank 16,5 cm mehr Wagenlänge auch mehr Gepäckraum. Der Scirocco II war eines der ersten Autos, bei denen auf eine konventionelle Regenrinne verzichtet wurde. Die ersten Modelle (1981/82) hatten unter anderem noch den Einarmwischer des Vorgängermodells. Mit den bekannten Motoren (1,3 l/44 kW [60 PS], 1,5 l/51 kW [70 PS], 1,6 l/63 kW [85 PS] und dem 1,6-l-Einspritzer mit 81 kW [110 PS]) kam er im Frühjahr 1981 auf den Markt.

Der Absatz blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück: 1981 wurden weltweit 51.938 Wagen verkauft, 25 Prozent unterhalb des Sollwertes. Über 20 Prozent der Kundschaft waren weiblich, was damals ein überdurchschnittlicher Wert war. Im Jahr 1982 waren es 48.000 Wagen und die Produktion wurde daher um 20 Fahrzeuge auf 260 täglich gekürzt. Marktforschungen im Frühjahr 1982 zeigten, dass 60 Prozent der Befragten, unter anderem durch das Fehlen eines günstigen Grundmodells, den Wagen als zu teuer empfanden – ein Scirocco GTI des neuen Modells kostete über 17 Prozent (3300 DM) mehr als der Vorgänger.

Der Scirocco GTI mit 81-kW-Motor erreichte nun eine Höchstgeschwindigkeit von 191 km/h (Vorgänger: 185 km/h). Die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h verschlechterte sich wegen des 95 kg höheren Gewichtes von 8,8 Sekunden auf 9,1 Sekunden.

Im Herbst 1982 kam das Sondermodell Scirocco GTS in den Verkauf. Der GTS war anfangs (mit dem 85-PS-Motor) ab 19.450 DM erhältlich (entspricht inflationsbereinigt in heutiger Währung 19.200 Euro.[1]) Ein Scirocco GTS mit 112 PS Leistung kostete 21.990 DM (1982) und war damit deutlich günstiger als die Serienmodelle GTi (23.835 DM) und GLi (23.550 DM) mit dem gleichen Motor.

16-Ventil-Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

16V-Motor

Nach der Entwicklung eines 16-Ventil-Motors bei dem von VW und Karmann unabhängigen Tuning-Unternehmen Oettinger Performance, der im Herbst 1981 erschien, musste auch VW nachziehen. Ab August 1982 wurde der Hubraum des Einspritzers auf 1800 cm³ erhöht und das Motorenprogramm tiefgreifend technisch überarbeitet (Langhubmotoren). Die Wartungsintervalle wurden verlängert (15.000 km oder jährlich) und die Ausstattungs- und Motorenpalette gestrafft (1,3 l fiel weg, 1,6 l/51 kW, 1,6 l/63 kW und 1,8-l-Einspritzer mit 82 kW [112 PS]).

Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/Main zeigte VW 1983 einen 16-Ventil-Prototyp mit 102 kW (139 PS), der in Anlehnung an das Oettinger-Modell entstanden war und ab Juli 1985 im VW-Angebot war. Anfang 1986 war auch eine Version mit Katalysator und 95 kW (129 PS) lieferbar. Das Fahrwerk war überarbeitet und mit verstärkten Gelenkwellen, Querlenkern, Stabilisatoren sowie Scheibenbremsen auch hinten dem neuen Leistungsniveau angepasst. Zur Senkung des Auftriebs war der Heckspoiler größer ausgelegt. Der Scirocco 16V mit 102 kW kostete anfangs 27.190 DM. Er beschleunigte in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 208 km/h. In der Schweiz kam nur die Katalysator-Ausführung mit 95 kW (129 PS) auf den Markt.

Die Einführung des Scirocco 16V mit 102 kW (139 PS) im Juli 1985 brachte nur eine kurze Belebung der Nachfrage. Das 16V-Modell war ab 1986 mit geregeltem Katalysator und dann 95 kW (129 PS) Leistung erhältlich.

Auch in den Jahren 1984 und 1985 war der Absatz mit 40.756 bzw. 34.058 Wagen unbefriedigend. Zwischen 1982 und 1986 erschienen verschiedene Sondermodelle wie der GTS (1982), der GTX (1984), der White Cat (1985), der Tropic (1986) oder der Scala (1986), zum Teil mit Rundum-Spoilersätzen und erweiterter Ausstattung. Trotzdem blieben die Verkaufszahlen niedrig: während 1986 weltweit noch 33.000 verkauft wurden, sank die Zahl 1987 auf 26.000 Fahrzeuge. Zwischen 1990 und dem Produktionsende 1992 fanden nur noch 18.283 Scirocco einen Abnehmer.

Im Sommer 1988 wurde der Scirocco überarbeitet. Im Frühjahr 1989, ein knappes halbes Jahr nach dem Erscheinen des Corrado, die Anzahl der Ausführungen und Wahlmöglichkeiten verringert (nur noch zwei Motoren: 1,6 l/53 kW [72 PS], Vergaser mit U-Kat und 1,8 l/70 kW [95 PS], Einspritzer mit Katalysator), aber gleichzeitig das Sondermodell „Scala“ wieder neu aufgelegt. 1990 kam nochmals der 16V ins Programm – wegen der Lücke zwischen dem Scirocco mit 70 kW und dem Corrado mit 118 kW (160 PS), mit positiven Auswirkungen auf die Verkaufszahlen; die 53-kW-Version entfiel. Bis zum Produktionsende im September 1992 blieben noch der Scirocco GT II (nicht für die Schweiz) und der Scirocco Scala (bis August 1991) im Angebot.

Nach 291.497 gebauten Exemplaren lief am 7. September 1992 in Osnabrück der letzte Scirocco II vom Band.[2]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Teile des VW Scirocco II wurden von britischen Automobilherstellern für ihre Serienproduktion übernommen: Die Rückleuchten des Scirocco wurden beim Aston Martin Virage verwendet, die Frontscheinwerfer dagegen beim Bristol Britannia.

Modellvarianten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Scirocco II, Typ 53B
  • Scirocco L
  • Scirocco CL
  • Scirocco LS
  • Scirocco GL
  • Scirocco GLI
  • Scirocco GLS
  • Scirocco GLX
  • Scirocco GTX
  • Scirocco GTS
  • Scirocco GT
  • Scirocco GT II
  • Scirocco GTI
  • Scirocco GTL
Scirocco II, Sondermodelle
Modell Baujahr Stückzahl Änderungen
Scirocco GT 1981–1989  ? SCIROCCO GT (ab 1985 auch als 16V), sportliche Variante des Wüstenwindes. Hatte zuerst den Grill mit den roten Streifen oben und unten, danach hatten es die GTX und gegen Ende nur noch die 16V-Modellvarianten. Anfangs mit Einarmwischer und GT-Scheinwerfer (gleich große Rechteckscheinwerfer), später dann mit Breitbandscheinwerfer, ab 1983 Basisversion für alle Sondermodelle.
Scirocco GTS 1982–1985 18.920 Das erste Sondermodell des Scirocco II. Es gab ihn in den Farben Marsrot (LA3A), Kometenblau Met. (LB5V), Diamantsilber Met. (L96A), Cosmosblau Met. (LK5Y), Papyrusgrün Met. (LB6V) mit Stoffsitzbezüge Regenbogen in grau/schwarz. Auffällig waren die seitlichen Dekorstreifen mit dem Schriftzug „GTS“. Typisch für ihn war auch der Schaltknauf im Golfball-Design. Code: S705.
Scirocco Cheetah 1983 1 Ein für den Genfer Automobil Salon 1984 gebautes Sondermodell mit Vollausstattung und Veränderungen, die erst später in das Serienmodell einflossen. In die Serienproduktion ging der Cheetah nicht. Er besaß eine weiße Perlmuttlackierung, weiß lackierte Stoßfänger und einen von Kamei entwickelten Spoilersatz der X1-Serie. Er zeigte bereits den Doppelwischer, der im Modelljahr 1984 beim Serien-Scirocco zur Ausstattung gehörte. Weitere Sonderausstattungen waren: Stahl-Schiebe-Hubdach, grüne Wärmeschutzverglasung, elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel, Scheinwerferreinigungsanlage, Nebelscheinwerfer und Alufelgen des belgischen Herstellers Lemmerz für Michelin-TRX-Bereifung. Im Innenraum befinden sich eine handgenähte Echtleder-Vollausstattung in kräftigem Rot, höhenverstellbare Sportsitze mit Sitzheizung, geteilt klappbare Rückbank, Stereo-Cassetten-Radio, Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und Automatikgetriebe. Die Ausstattungsmerkmale waren für diese Zeit außergewöhnlich luxuriös.
Scirocco USA Rundumspoiler 1983 505 Code S729
Scirocco Inland Rundumspoiler 1983–1984 9472 Code: S734
Scirocco USA Kanada 1983 6464 Code: S736
Scirocco ohne Bezeichnung 1983–1984 16.265 Code: S718
Scirocco ohne Bezeichnung 1984 4099 Code: S706
Scirocco White Cat 1985 832 Nur in alpinweißer Lackierung (L90E). Zahlreiche weiße Querstreifen auf den Rückleuchten vermitteln den optischen Eindruck, sie seien weiß. Zender-Heckflügel, Verspoilerung und Stoßfänger in Wagenfarbe, bis zum Erscheinen des 16V der Einzige mit serienmäßiger Dachantenne. Auch das graue Stoffmuster war unverwechselbar (weiß gab es nur beim Scala)Design-Schattenstreifen
Scirocco Tropic 1986 2622 In zwei tropischen Farbvariationen: Madisontürkis Metallic (LK6T) und in Kiwibraun Metallic (LP6V). Die Innenausstattung hatte ein spezielles Längsstreifen-Design in Oliv-Türkis aus Baumwollstoff. Dazu gab es Colorverglasung und auf die Außenfarbe abgestimmte Alufelgen, Code: S712
Scirocco Storm 1984 605 Nur für den britischen Markt produziert und ausschließlich dort als Rechtslenker vertrieben. Es gab ihn nur in den Farben Cosmosblau (LK5Y) mit dunkelblauer und havannabraun (LK8Y) mit hellbeiger Lederausstattung, Code: S719
Scirocco GTX 1985–1989 18.920 Scirocco GTX (ab 1985 auch als 16V). Bessere Ausstattungsvariante des GT. Im ersten Modelljahr mit dem schon beim WHITE CAT bewährten Zender-Heckflügel und Kamei-X1-Aerodynamik-Paket, welches später durch eine VW-eigene Verspoilerung ersetzt wurde. Später Verspoilerung auch in Wagenfarbe. Der 16V hatte serienmäßig die Dachantenne.
Scirocco Scala 1986–1991 18.875 Scirocco Scala (ebenfalls als 16V erhältlich). In den Farben Paprikarot (LK3A), Alpinweiß (L90E), Heliosblau Metallic (LA5Y) und Saphir Metallic (LY5V) angeboten. Dazu gab es auf die Außenfarbe abgestimmte Polster. Der in Wagenfarbe lackierte Rundumspoilersatz gehörte zur Ausstattung, Code: S708
Scirocco Slegato 1986 127 Für den kanadischen Markt produziert und ausschließlich dort vertrieben. Es gab ihn nur in den Farben Paprikarot (LK3A) und Heliosblau Metallic (LA5Y). Die Sitze sind auf die Außenfarbe abgestimmt in rot oder blau mit serienmäßiger Sitzheizung, Code: S701
Scirocco Wolfsburg Limited Edition 1983–1986  ? Ein besonders ausstattungsreiches Sondermodell für den US-Markt, wurde ausschließlich dort vertrieben. Es gab nur die Farben schwarz, rot und silber. Zur Ausstattung zählten Teilledersitze.
Scirocco GT II 1989–1992 18.947 Scirocco GT II (1990, als 16V-Variante, kurzzeitig aus dem Programm genommen). Letztes gebautes Modell, gute Serienausstattung mit Stahlschiebedach, Colorverglasung, Servolenkung, höhenverstellbaren Sportsitzen. Das letzte Modelljahr zusätzlich mit Dreipunktgurten hinten und seitlichen Zusatzblinkern, Code: S713.

Alle Angaben basieren auf den Daten des Karmann-Museums (Scirocco Zeitung 04/1997).

Umbauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab auch verschiedene Unternehmen, die einen Umbau des Scirocco II zum Cabriolet anboten. Besonders zu nennen sind hier die Hornstein Autostyling GmbH (Volkertshausen) und Bieber (Borken). In der Sciroccozeitung „53“ 03/1994 findet sich ein Hinweis auf einen Cabrio-Umbau von Speedster. Auch bei Cabrio Design Ostermann-Germer (Overath) soll ein Cabrio des Scirocco II zumindest in Vorbereitung gewesen sein. Raffay Tuning und Stephan Wambach aus Hamburg boten Targa-Umbauten an. Wie viele Cabriolets und Targas aber letztlich produziert wurden und erhalten blieben, ist unbekannt. Weiter gab es zwei Versuchsfahrzeuge mit Bi-Motor von VW Motorsport sowie einen 16V-G60-Entwicklungsträger der VW-Forschung. Karmann baute zwei Prototypen eines Scirocco mit Targa-Dach, den Scirocco TR, Farben Gold und Silber.

Motoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1,3 Liter 1272 cm³ Hubraum, 44 kW/60 PS, Einfachvergaser Solex 34 PICT, Motorkennbuchstaben (MKB): GF
  • 1,5 Liter 1457 cm³ Hubraum, 51 kW/70 PS, Einfachvergaser Pierburg 1B3, MKB: JB
  • 1,6 Liter 1595 cm³ Hubraum, 53 kW/72 PS, Euro-Katalysator, elektronisch gesteuerter Registervergaser Pierburg 2E2, MKB: RE
  • 1,6 Liter 1595 cm³ Hubraum, 55 kW/75 PS, elektronisch gesteuerter Registervergaser Pierburg 2E2, MKB: EW
  • 1,6 Liter 1588 cm³ Hubraum, 63 kW/85 PS, Registervergaser Pierburg 2B5, MKB: FR
  • 1,6 Liter 1588 cm³ Hubraum, 81 kW/110 PS, K-Jetronic, MKB: EG
  • 1,8 Liter 1781 cm³ Hubraum, 66 kW/90 PS, geregelter Katalysator, elektronisch gesteuerter Registervergaser Pierburg 2E2, MKB: EX
  • 1,8 Liter 1781 cm³ Hubraum, 70 kW/95 PS, geregelter Katalysator, KA-Jetronic, MKB: JH
  • 1,8 Liter 1781 cm³ Hubraum, 82 kW/112 PS, K-Jetronic, MKB: DX
  • 1,8 Liter 1781 cm³ Hubraum, 95 kW/129 PS (16V), geregelter Katalysator, KE-Jetronic, MKB: PL
  • 1,8 Liter 1781 cm³ Hubraum, 102 kW/139 PS (16V), K-Jetronic, MKB: KR

Bei den Einspritzanlagen steht K für kontinuierliche Einspritzung, der Zusatz „A“ für „Angesteuert“ (siehe Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst. Bd. 145), E für elektronisch.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VW Scirocco: 1.3 1.5 1.6 1.6 1.6 Kat 1.8 1.8 Kat GTI GTX GTX 16V GTX 16V Kat/GT II
Bauzeit 03/1981–07/1982 03/1981–07/1982 03/1981–07/1983 08/1983–12/1988 04/1986–07/1990 08/1983–12/1988 11/1985–09/1992 03/1981–07/1982 08/1982–12/1989 07/1985–07/1989 04/1986–09/1992
Motor 4-Zylinder-Reihenmotor (Viertakt)
Hubraum 1272 cm³ 1457 cm³ 1588 cm³ 1595 cm³ 1781 cm³ 1588 cm³ 1781 cm³
Bohrung × Hub 75 × 72 mm 79,5 × 73,4 mm 79,5 × 80 mm 81 × 77,4 mm 81 × 86,4 mm 79,5 × 80 mm 81 × 86,4 mm
Leistung bei 1/min 44 kW
(60 PS)
bei 5600
51 kW (70 PS)
bei 5600
63 kW
(85 PS)
bei 5600
55 kW (75 PS)
bei 5000
53 kW
(72 PS)
bei 5200
66 kW
(90 PS)
bei 5200
70 kW
(95 PS)
bei 5500
81 kW
(110 PS)
bei 6100
82 kW
(112 PS)
bei 5800
102 kW
(139 PS)
bei 6100
95 kW
(129 PS)
bei 5800
Max. Drehmoment bei 1/min 93 Nm bei 3400 108 Nm bei 2500 122 Nm bei 3800 125 Nm bei 2500 118 Nm bei 2700 145 Nm bei 3300 139 Nm bei 3000 137 Nm bei 5000 159 Nm bei 4000 168 Nm bei 4600 168 Nm bei 4250
Gemischaufbereitung 1 Fallstrom-Vergaser Solex 34 1 Register-Fallstrom-Vergaser Solex Mechanische Einspritzung (Bosch K-Jetronic) Mechanisch-Elektronische Einspritzung (Bosch KE-Jetronic)
Ventilsteuerung OHC, Zahnriemen DOHC, Zahnriemen
Kühlung Wasserkühlung
Getriebe 5-Gang-Getriebe
(70/72/75/85 PS 4- oder 5-Gang-Getriebe, ab 90 PS nur 5-Gang)
a.W. für 70–95 PS Dreistufen-Automatik
Antrieb Frontantrieb
Radaufhängung vorn MacPherson-Federbeine, Dreiecksquerlenker
Radaufhängung hinten Verbundlenkerachse, Federbeine
Bremsen Scheibenbremsen vorne (Ø 239 mm), Trommeln hinten Scheibenbremsen rundum (Ø vorne 256 mm, hinten 226 mm)
Lenkung Zahnstangenlenkung
Karosserie Stahlblech, selbsttragend
Spurweite vorn/hinten 1390/1358 mm
(GTI und spätere Modelle ab 1984: 1404/1372 mm)
Radstand 2400 mm
Länge 4050 mm
Leergewicht 830–1000 kg
Höchstgeschwindigkeit 156 km/h 159–164 km/h 169–174 km/h 162–167 km/h 159–164 km/h 173–178 km/h 176–182 km/h 190 km/h 191 km/h 204 km/h 200 km/h
0–100 km/h 14,5 s 13,5–15,5 12–14 s 12,5–14,5 s 13–15 s 10,5–12,5 s 10–11,5 s 9,5-10 s 9,5 s 8,1 s 8,5 s
Verbrauch (Liter/100 Kilometer) 7,5-9,5 N 8,0–10,0 N 8,0–10,0 N 8,5–10,0 N 9,0-10,0 N 9,0–11,0 S 8,0–10,0 S 10,5 S 10,5 S 10,5 S 11,0 S

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Claudia Böhler: Aufregend vernünftig. Der Volkswagen Scirocco 1974–1992. aus der Reihe: Modellgeschichten – Schriftenreihe der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft, Wolfsburg 2008, ISBN 978-3-935112-33-8, als pdf online (3,89 MB)
  • Fuths, Peitzmeier: Scirocco – Comeback einer Legende. Delius Klasing Verlag, 2008, ISBN 978-3-7688-2543-6
  • Walter Wolf: VW Scirocco. Autovision, Hamburg 1991, ISBN 3-980-2766-00
  • Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst. Band 145: VW Golf Cabriolet ab März '79 bis Sept. '93, VW Scirocco ab April '81 bis Juli '92, Motorbuch Verlag, Stuttgart 1991, ISBN 3-613-01372-X
  • Ian Coomber: VW owners workshop manual. Haynes, Yeovil 1987, ISBN 1-85010-224-4
  • Bentley Publishers: Volkswagen Cabriolet, Scirocco Service Manual, 1985–1993 Including Scirocco 16V. Bentley, Cambridge/Mass. 1992, ISBN 0-8376-0362-5
  • James Ruppert: VW Golf. With Scirocco, Corrado and Karmann Convertible Derivatives. Crowood, Marlborough/Wiltshire 1996, ISBN 1-85223-996-4
  • Lindsay Porter (Hrsg.): Volkswagen Golf, Polo, Scirocco, Corrado: Workshop Manual. Porter, ISBN 1-899238-40-9 (Lindsay Porter's Colour Manuals)
  • John Blunsden: VW Golf and Derivatives Including Convertible, Jetta, Scirocco & Corrado. A Collectors Guide. Motor Racing, Croydon 1992, ISBN 0-947981-63-2

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Volkswagen Scirocco II – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Diese Zahl wurde mit der Vorlage:Inflation ermittelt, ist auf volle 100 Euro gerundet und bezieht sich auf den letzten Januar
  2. Claudia Böhler: Scirocco. Aufregend vernünftig. Der Volkswagen Scirocco 1974–1992. Modellgeschichten, Schriftenreihe der Historischen Kommunikation der Volkswagen Aktiengesellschaft, 2008, ISBN 978-3-935112-33-8.