Weißrussische Fußballnationalmannschaft

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Dieser Artikel befasst sich mit der weißrussischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Weißrussische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Republik Weißrussland
Respublika Belarus
Logo der Nationalmannschaft
Verband Belaruskaja Federazyja Futbola
(Беларуская Федэрацыя Футбола)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Andrej Syhmantowitsch
Kapitän Aljaksandr Martynowitsch
Rekordtorschütze Maksim Ramaschtschanka (20)
Rekordspieler Aljaksandr Kultschyj (102)
Heimstadion Dinamo-Stadion
FIFA-Code BLR
FIFA-Rang 74. (470 Punkte)
(Stand: 12. Januar 2017)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
198 Spiele
59 Siege
52 Unentschieden
87 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LitauenLitauen Litauen 1:1 Weißrussland Weissrussland 1991Weißrussland
(Vilnius, Litauen; 20. Juli 1992)
Höchste Siege
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 Litauen LitauenLitauen
(Minsk, Weißrussland; 8. Juni 1998)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 6:1 Tadschikistan TadschikistanTadschikistan
(Baryssau, Weißrussland; 4. September 2014)
Höchste Niederlage
OsterreichÖsterreich Österreich 5:0 Weißrussland WeissrusslandWeißrussland
(Innsbruck, Österreich; 11. Juni 2003)
(Stand: 12. Oktober 2015)

Die weißrussische Fußballnationalmannschaft ist die Vertretung Weißrusslands im Fußball und wird vom weißrussischen Fußballverband Belaruskaja Federazyja Futbola organisiert. Sie trägt alle ihre Spiele im Stadion des FK Dinamo Minsk aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1992 war die Mannschaft Teil der sowjetischen Fußballnationalmannschaft.

Der Verband wurde am 22. Dezember 1989 gegründet, aber erst 1992 als selbständig anerkannt und nimmt seitdem auch an den Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften teil.

Erstmals Beachtung fand die weißrussische Nationalmannschaft als sie im Juni 1995 gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer EM-Qualifikationsrunde die Niederlande mit 1:0 bezwingen konnte.

Am nächsten kamen die Weißrussen der Teilnahme an einem großen Turnier während der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Damals gewannen sie vier ihrer fünf Heimspiele, unter anderem gegen die hoch eingeschätzten Norweger und Polen. Am letzten Spieltag hatten sie es somit selbst in der Hand die Relegation zu erreichen. Allerdings ging das letzte Gruppenspiel in Wales verloren, dadurch wurde Weißrussland nur Dritter.

Die erste Partie gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft fand am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern statt und endete mit 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand.

Dank eines 1:0-Sieges gegen Tschechien der U-21 Nationalmannschaft bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2011 war Weißrussland erstmals beim Olympischen Fußballturnier 2012 vertreten.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM 2014 trifft Weißrussland auf Titelverteidiger Spanien sowie Finland, Frankreich und Georgien. Nach einem Sieg, einem Remis und vier Niederlagen hat Weißrussland bei zwei noch ausstehenden Spielen bereits am 6. September 2013 keine Chance mehr sich zu qualifizieren.

Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussland nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten weißrussische Spieler aber keine große Rolle. 1988 standen mit Sergei Aleinikow und Sergei Gozmanow aber zwei weißrussische Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader des Vizeeuropameisters. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Weißrussland erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren und kam nie über den vierten Platz der Qualifikationsgruppe hinaus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Italien und Dänemark gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und wieder an den Niederlanden gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und Bosnien und Herzegowina gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Weißrussland auf Spanien, die Slowakei, die Ukraine, Mazedonien und Luxemburg. Bereits nach 7 Spielen bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation.

Teilnahmen an den Olympischen Spielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924–1992 siehe UdSSR/GUS
1996–2008 nicht qualifiziert
2012 in London  In der Vorrunde ausgeschieden

Kader der weißrussischen Fußballnationalmannschaft 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Spieler wurden für die Spiele im Rahmen der WM-Qualifikation 2018 im Oktober berufen:

Stand: 07. Oktober 2016

Name Geburtsdatum Spiele Tore Verein
Tor
Sjarhej Tschernik 5. März 1988 08 00 FrankreichFrankreich AS Nancy
Andrey Harbunow 25. Mai 1983 10 00 GriechenlandGriechenland Atromitos Athen
Aljaksandr Hutar 18. April 1989 07 00 RusslandRussland FK Orenburg
Abwehr
Aljaksandr Martynowitsch (C) 26. August 1987 51 02 RusslandRussland FK Krasnodar
Egor Filipenko 10. April 1988 44 01 IsraelIsrael Maccabi Tel Aviv
Maksim Bardatschou 18. Juni 1986 43 02 RusslandRussland Tom Tomsk
Dsjanis Paljakou 17. April 1991 21 00 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Maksim Waladsko 10. November 1992 14 01 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Michail Siwakou 16. Januar 1988 13 00 UkraineUkraine Sorja Luhansk
Sjarhej Palizewitsch 9. April 1990 13 00 TurkeiTürkei Gençlerbirliği Ankara
Yevgeniy Klopotskiy 12. August 1993 00 00 WeissrusslandWeißrussland Torpedo Schodsina
Mittelfeld
Zimafej Kalatschou 1. Mai 1981 75 10 RusslandRussland FK Rostow
Aljaksandr Hleb 1. Mai 1981 74 06 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Sjarhej Kisljak 6. August 1987 62 09 TurkeiTürkei Gaziantepspor
Stanislau Drahun 4. Juni 1988 38 05 RusslandRussland FK Dynamo Moskau
Sjarhej Krywez 8. Juni 1986 38 05 PolenPolen Wisła Płock
Ihar Stassewitsch 21. Oktober 1985 30 02 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Michail Hardsjajtschuk 23. Oktober 1989 16 04 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Ivan Mayewski 5. Mai 1988 08 00 RusslandRussland Anschi Machatschkala
Mikita Korsun 6. März 1995 04 00 UkraineUkraine Dynamo Kiew
Aljaksej Ryas 14. Mai 1987 02 01 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Sturm
Sjarhej Karnilenka 14. Juni 1983 75 17 RusslandRussland Krylja Sowetow Samara
Mikalaj Sihnewitsch 20. Februar 1992 07 01 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aljaksandr Kultschy ist seit dem 14. Oktober 2009 weißrussischer Rekordnationalspieler, als er beim 0:3 gegen England mit seinem 81. Länderspiel Sjarhej Hurenka ablöste.

Rekordspieler[2]
Spiele Spieler Zeitraum Position Tore
102 Aljaksandr Kultschy 1996–2012 Defensives Mittelfeld 5
80 Sjarhej Hurenka 1994–2006 Abwehr 3
74 Sjarhej Ameljantschuk 2002–2011 Abwehr 1
71 Aljaksandr Hleb 2001– Offensives Mittelfeld 6
71 Zimafej Kalatschou 2004– Mittelfeld 10
71 Sjarhej Schtanjuk 1995–2007 Abwehr 3
70 Sjarhej Karnilenka 2003–2012 Angriff 17
64 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 Offensives Mittelfeld 20
58 Juryj Schaunou 2003–2012 Tor 0
56 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 Mittelfeld 10
56 Sjarhej Kisljak 2009– Mittelfeld 9
52 Wital Kutusau 2002–2011 Angriff 13
52 Andrej Astrouski 1994–2005 Abwehr 1
Rekordschützen[2]
Tore Spieler Zeitraum Spiele Quote
20 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 64 0,31
17 Sjarhej Karnilenka 2003– 70 0,24
13 Wital Kutusau 2002–2011 52 0,25
12 Wjatschaslau Hleb 2004–2011 45 0,27
10 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 56 0,18
10 Zimafej Kalatschou 2004– 71 0,14
10 Wital Radsiwonau 2007– 37 0,27
10 Raman Wassiljuk 2000–2008 24 0,42
9 Sjarhej Kisljak 2009– 56 0,16
8 Wital Bulyha 2003–2008 37 0,22
7 Sjarhej Herassimez 1992–1999 25 0,28

Quellen:[3][4]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtszeit Spiele Siege Remis Niederl. Tore Erfolge
Weissrussland 1991Weißrussland Michail Werhejenka 28. Oktober 1992
bis 25. Mai 1994
WeissrusslandWeißrussland Sjarhej Barouski 17. August 1994
bis 9. Oktober 1996
WeissrusslandWeißrussland Michail Werhejenka 5. Januar 1997
bis 8. September 1999
WeissrusslandWeißrussland Sjarhej Barouski 9. Oktober 1999
bis 4. Juni 2000
RusslandRussland Eduard Malofejew 16. August 2000
bis 12. Juni 2003
22 10 5 7 31:31
WeissrusslandWeißrussland Waler Stralzou (Interim) 7. September 2002 1 0 0 3 0:3
RusslandRussland Anatoli Baidatschny 8. August 2003
bis 10. Dezember 2005
22 10 4 8 34:29
WeissrusslandWeißrussland Juryj Puntus 24. Februar 2006
bis 21. Juni 2007
14 3 4 7 19:26
DeutschlandDeutschland Bernd Stange 31. Juli 2007
bis 2011
49 17 14 18 65:54
WeissrusslandWeißrussland Heorhij Kandrazjeu 8. Dezember 2011
bis 13. Oktober 2014
7 2 2 3 6:10
WeissrusslandWeißrussland Andrej Syhmantowitsch seit 27. Oktober 2014 10 4 2 4 11:14

Spiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. Mai 2008 Kaiserslautern 2:2 Freundschaftsspiel

Spiele gegen Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
21. Mai 2014 Vaduz 1:5[5] Freundschaftsspiel

Spiele gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
10. September 1997 Minsk 0:1 WM-Qualifikation
11. Oktober 1997 Wien 0:4 WM-Qualifikation
12. Oktober 2002 Minsk 0:2 EM-Qualifikation
11. Juni 2003 Innsbruck 0:5 EM-Qualifikation

Spiele gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 1999 Minsk 0:1 EM-Qualifikation
8. September 1999 Lausanne 0:2 EM-Qualifikation

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weißrussische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 12. Januar 2017. Abgerufen am 13. Januar 2017
  2. a b rsssf.com: Wales – Record International Players
  3. eu-football.info: „Players for Belarus“´ (Stand: 6. Januar 2016)
  4. rsssf.com: „Belarus – Record International Players“ (Stand: 12. Oktober 2015)
  5. http://football.by/stat/natteam/friendly/23/3/

Hinweis: Die deutschsprachige Wikipedia bezieht sich bei der Umschreibung der kyrillischen Schrift auf die vom Duden vorgegebene deutsche Transkription (siehe Wikipedia:Namenskonventionen/Kyrillisch). Beim Verfassen von Artikeln zu den einzelnen Spielern ist es allerdings erwünscht, dass eine Weiterleitung mit der englischen Transkription angelegt wird.