Weißrussische Fußballnationalmannschaft

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel befasst sich mit der weißrussischen Fußballnationalmannschaft der Herren. Für das Team der Frauen, siehe Weißrussische Fußballnationalmannschaft der Frauen.
Republik Weißrussland
Respublika Belarus
Logo der Nationalmannschaft
Verband Belaruskaja Federazyja Futbola
(Беларуская Федэрацыя Футбола)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor adidas
Trainer Andrej Syhmantowitsch
Kapitän Aleksandr Martynovich
Rekordtorschütze Maksim Ramaschtschanka (20)
Rekordspieler Aljaksandr Kultschyj (102)
Heimstadion Dinamo-Stadion
FIFA-Code BLR
FIFA-Rang 77. (465 Punkte)
(Stand: 7. April 2016)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
198 Spiele
59 Siege
52 Unentschieden
87 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LitauenLitauen Litauen 1:1 Weißrussland Weissrussland 1991Weißrussland
(Vilnius, Litauen; 20. Juli 1992)
Höchste Siege
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 Litauen LitauenLitauen
(Minsk, Weißrussland; 8. Juni 1998)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 6:1 Tadschikistan TadschikistanTadschikistan
(Baryssau, Weißrussland; 4. September 2014)
Höchste Niederlage
OsterreichÖsterreich Österreich 5:0 Weißrussland WeissrusslandWeißrussland
(Innsbruck, Österreich; 11. Juni 2003)
(Stand: 12. Oktober 2015)

Die weißrussische Fußballnationalmannschaft ist die Vertretung Weißrusslands im Fußball und wird vom weißrussischen Fußballverband Belaruskaja Federazyja Futbola organisiert. Sie trägt alle ihre Spiele im Stadion des FK Dinamo Minsk aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 1992 war die Mannschaft Teil der sowjetischen Fußballnationalmannschaft.

Der Verband wurde am 22. Dezember 1989 gegründet, aber erst 1992 als selbständig anerkannt und nimmt seitdem auch an den Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften teil.

Erstmals Beachtung fand die weißrussische Nationalmannschaft als sie im Juni 1995 gleich bei ihrer ersten Teilnahme an einer EM-Qualifikationsrunde die Niederlande mit 1:0 bezwingen konnte.

Am nächsten kamen die Weißrussen der Teilnahme an einem großen Turnier während der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Damals gewannen sie vier ihrer fünf Heimspiele, unter anderem gegen die hoch eingeschätzten Norweger und Polen. Am letzten Spieltag hatten sie es somit selbst in der Hand die Relegation zu erreichen. Allerdings ging das letzte Gruppenspiel in Wales verloren, dadurch wurde Weißrussland nur Dritter.

Die erste Partie gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft fand am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern statt und endete mit 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand.

Dank eines 1:0-Sieges gegen Tschechien der U-21 Nationalmannschaft bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2011 war Weißrussland erstmals beim Olympischen Fußballturnier 2012 vertreten.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Qualifikation für die WM 2014 trifft Weißrussland auf Titelverteidiger Spanien sowie Finland, Frankreich und Georgien. Nach einem Sieg, einem Remis und vier Niederlagen hat Weißrussland bei zwei noch ausstehenden Spielen bereits am 6. September 2013 keine Chance mehr sich zu qualifizieren.

Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussland nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten weissrusssische Spieler aber keine große Rolle. 1988 standen mit Sergei Aleinikow und Sergei Gozmanow aber zwei weißrussische Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader des Vizeeuropameisters. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Weißrussland erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren und kam nie über den vierten Platz der Qualifikationsgruppe hinaus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Italien und Dänemark gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und wieder an den Niederlanden gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und Bosnien und Herzegowina gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Weißrussland auf Spanien, die Slowakei, die Ukraine, Mazedonien und Luxemburg. Bereits nach 7 Spielen bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation.

Teilnahmen an den Olympischen Spielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924–1992 siehe UdSSR/GUS
1996–2008 nicht qualifiziert
2012 in London  In der Vorrunde ausgeschieden

Kader der weißrussischen Fußballnationalmannschaft 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Geburtsdatum Spiele Tore Verein
Tor
Sergey Chernik 5. März 1988 03 00 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Yuri Zhevnov 17. April 1981 56 00 RusslandRussland Torpedo Moskau
Aleksandr Gutor 18. April 1989 05 00 WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk
Abwehr
Aleksandr Martynovich (C) 26. August 1987 38 02 RusslandRussland FK Krasnodar
Sergej Politevich 9. April 1990 02 00 WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk
Aleksey Yanushkevich 15. Januar 1986 00 00 WeissrusslandWeißrussland FK Schachzjor Salihorsk
Maksim Bardachow 18. Juni 1986 33 02 RusslandRussland FK Rostow
Maksim Volodko 10. November 1992 00 00 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Ihar Schytau 24. Oktober 1986 27 01 RusslandRussland Mordowia Saransk
Sergey Matvejchik 5. Juni 1988 38 00 00 WeissrusslandWeißrussland FK Schachzjor Salihorsk
Mittelfeld
Sergey Kislyak 6. August 1987 45 06 RusslandRussland Rubin Kasan
Ilia Aleksievich 10. Februar 1991 08 01 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Michail Siwakou 16. Januar 1988 03 00 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Stanislav Dragun 4. Juni 1988 23 02 RusslandRussland Krylja Sowetow Samara
Mikhail Gordejchuk 23. Oktober 1989 05 01 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau
Ihar Stassewitsch 21. Oktober 1985 17 02 WeissrusslandWeißrussland FK Dinamo Minsk
Timofey Kalachev 1. Mai 1981 64 09 RusslandRussland FK Rostow
Sergey Balanovich 29. August 1987 19 02 RusslandRussland Amkar Perm
Pavel Nekhajchik 15. Juli 1988 08 00 RusslandRussland Tom Tomsk
Sjarhej Krywez 8. Juni 1986 26 04 FrankreichFrankreich FC Metz
Anton Puzila 10. Juni 1987 44 06 RusslandRussland Torpedo Moskau
Sturm
Sergey Kornilenko 14. Juni 1983 61 15 RusslandRussland Krylja Sowetow Samara
Nikolai Signevich 20. Februar 1992 00 00 WeissrusslandWeißrussland BATE Baryssau

Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aljaksandr Kultschyj ist seit dem 14. Oktober 2009 weißrussischer Rekordnationalspieler, als er beim 0:3 gegen England mit seinem 81. Länderspiel Sergei Gurenko ablöste.

Rekordspieler[2]
Spiele Spieler Zeitraum Position Tore
102 Aljaksandr Kultschyj 1996–2012 Defensives Mittelfeld 5
80 Sergei Gurenko 1994–2006 Abwehr 3
74 Syarhey Amelyanchuk 2002–2011 Abwehr 1
71 Aljaksandr Hleb 2001– Offensives Mittelfeld 6
71 Tsimafey Kalachow 2004– Mittelfeld 10
71 Sergey Shtanyuk 1995–2007 Abwehr 3
70 Sjarhej Karnilenka 2003–2012 Angriff 17
64 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 Offensives Mittelfeld 20
58 Yury Zhawnow 2003–2012 Tor 0
56 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 Mittelfeld 10
56 Sjarhej Kislyak 2009– Mittelfeld 9
52 Wital Kutusau 2002–2011 Angriff 13
52 Andrei Ostrovski 1994–2005 Abwehr 1


Rekordschützen[2]
Tore Spieler Zeitraum Spiele Quote
20 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 64 0,31
17 Sjarhej Karnilenka 2003– 70 0,24
13 Wital Kutusau 2002–2011 52 0,25
12 Wjatschaslau Hleb 2004–2011 45 0,27
10 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 56 0,18
10 Tsimafey Kalachow 2004– 71 0,14
10 Wital Radsiwonau 2007– 37 0,27
10 Roman Vasilyuk 2000–2008 24 0,42
9 Sjarhej Kislyak 2009– 56 0,16
8 Wital Bulyha 2003–2008 37 0,22
7 Sergei Gerasimets 1992–1999 25 0,28


Quellen:[3][4]

Weitere bekannte Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Name Amtszeit Spiele Siege Remis Niederl. Tore Erfolge
Weissrussland 1991Weißrussland Michail Werhejenka 28. Oktober 1992
bis 25. Mai 1994
WeissrusslandWeißrussland Sjarhej Barouski 17. August 1994
bis 9. Oktober 1996
WeissrusslandWeißrussland Michail Werhejenka 5. Januar 1997
bis 8. September 1999
WeissrusslandWeißrussland Sjarhej Barouski 9. Oktober 1999
bis 4. Juni 2000
RusslandRussland Eduard Malofejew 16. August 2000
bis 12. Juni 2003
22 10 5 7 31:31
WeissrusslandWeißrussland Waler Stralzou (Interim) 7. September 2002 1 0 0 3 0:3
RusslandRussland Anatoli Baidatschny 8. August 2003
bis 10. Dezember 2005
22 10 4 8 34:29
WeissrusslandWeißrussland Juryj Puntus 24. Februar 2006
bis 21. Juni 2007
14 3 4 7 19:26
DeutschlandDeutschland Bernd Stange 31. Juli 2007
bis 2011
49 17 14 18 65:54
WeissrusslandWeißrussland Heorhij Kandrazjeu 8. Dezember 2011
bis 13. Oktober 2014
7 2 2 3 6:10
WeissrusslandWeißrussland Andrej Syhmantowitsch seit 27. Oktober 2014 10 4 2 4 11:14

Spiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. Mai 2008 Kaiserslautern 2:2 Freundschaftsspiel

Spiele gegen Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
21. Mai 2014 Vaduz 1:5[5] Freundschaftsspiel

Spiele gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
10. September 1997 Minsk 0:1 WM-Qualifikation
11. Oktober 1997 Wien 0:4 WM-Qualifikation
12. Oktober 2002 Minsk 0:2 EM-Qualifikation
11. Juni 2003 Innsbruck 0:5 EM-Qualifikation

Spiele gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 1999 Minsk 0:1 EM-Qualifikation
8. September 1999 Lausanne 0:2 EM-Qualifikation

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Weißrussische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com, 7. April 2016. Abgerufen am 7. April 2016
  2. a b rsssf.com: Wales - Record International Players
  3. eu-football.info: „Players for Belarus“´ (Stand: 6. Januar 2016)
  4. rsssf.com: „Belarus - Record International Players“ (Stand: 12. Oktober 2015)
  5. http://football.by/stat/natteam/friendly/23/3/

Hinweis: Die deutschsprachige Wikipedia bezieht sich bei der Umschreibung der kyrillischen Schrift auf die vom Duden vorgegebene deutsche Transkription (siehe Wikipedia:Namenskonventionen/Kyrillisch). Beim Verfassen von Artikeln zu den einzelnen Spielern ist es allerdings erwünscht, dass eine Weiterleitung mit der englischen Transkription angelegt wird.