Weißrussische Fußballnationalmannschaft

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Republik Belarus
Respublika Belarus
Logo der Nationalmannschaft
Verband Belaruskaja Federazyja Futbola
(Беларуская Федэрацыя Футбола)
Konföderation UEFA
Technischer Sponsor Macron
Cheftrainer WeissrusslandWeißrussland Mikhail Markhel (seit 2019)
Kapitän Aljaksandr Martynowitsch
Rekordtorschütze Maksim Ramaschtschanka (20)
Rekordspieler Aljaksandr Kultschy (101)
Heimstadion Dinamo-Stadion (Minsk)
FIFA-Code BLR
FIFA-Rang 87. (1282 Punkte)
(Stand: 17. September 2020)[1]
Erstes Trikot
Zweites Trikot
Bilanz
243 Spiele
73 Siege
63 Unentschieden
107 Niederlagen
Statistik
Erstes Länderspiel
LitauenLitauen Litauen 1:1 Weißrussland Weissrussland 1991Weißrussland
(Vilnius, Litauen; 20. Juli 1992)
Höchste Siege
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 Litauen LitauenLitauen
(Minsk, Weißrussland; 8. Juni 1998)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 6:1 Tadschikistan TadschikistanTadschikistan
(Baryssau, Weißrussland; 4. September 2014)
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 5:0 San Marino San MarinoSan Marino
(Minsk, Weißrussland; 8. September 2018)
Höchste Niederlage
OsterreichÖsterreich Österreich 5:0 Weißrussland WeissrusslandWeißrussland
(Innsbruck, Österreich; 11. Juni 2003)
(Stand: 26. Februar 2020)

Die weißrussische Fußballnationalmannschaft (auch belarussische Fußballnationalmannschaft) ist die Vertretung Weißrusslands im Fußball und wird vom weißrussischen Fußballverband Belaruskaja Federazyja Futbola organisiert. Sie trägt ihre Spiele im Dinamo-Stadion in Minsk aus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußball hat in Weißrussland eine geringe Bedeutung, Nationalsport ist Eishockey, in dem Weißrussland wesentlich erfolgreicher ist. Der Verband wurde am 22. Dezember 1989 gegründet, aber erst 1992 als selbständig anerkannt und nimmt seitdem auch an den Qualifikationen zu Welt- und Europameisterschaften teil. Erstmals Beachtung fand die weißrussische Nationalmannschaft, als sie im Juni 1995 bei ihrer ersten Teilnahme an einer EM-Qualifikationsrunde die Niederlande mit 1:0 bezwang. Die weißrussische Nationalmannschaft nahm bisher an keiner Endrunde der Welt- und Europameisterschaften teil. Am nächsten kamen die Weißrussen der Teilnahme an einem großen Turnier in der Qualifikation zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002. Damals gewannen sie vier ihrer fünf Heimspiele, unter anderem gegen die stark eingeschätzten Norweger und Polen. Am letzten Spieltag verloren sie ihr letztes Gruppenspiel in Wales und wurde nur Gruppendritter.

Die erste Partie gegen die deutsche Fußballnationalmannschaft fand am 27. Mai 2008 in Kaiserslautern statt und endete mit 2:2 nach einem 0:2-Pausenrückstand.

Dank eines 1:0-Sieges gegen Tschechien der U-21-Nationalmannschaft bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2011 war Weißrussland erstmals beim Olympischen Fußballturnier 2012 vertreten. Weißrussland nahm zweimal am Baltic Cup als Gastmannschaft teil in den Jahren 1954 und 1957.

Teilnahmen an Fußball-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussische Spieler nahmen mit der sowjetischen Nationalmannschaft an den Weltmeisterschaften 1958, 1962, 1966, 1970, 1982, 1986 und 1990 teil, spielten allerdings keine bedeutende Rolle. Nach der Unabhängigkeit Weißrusslands stellte die Teilnahme an der Qualifikation zur WM 1998 den ersten Versuch dar, sich für eine Weltmeisterschaft zu qualifizieren. Dies gelang bisher jedoch nicht.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1994 USA nicht teilgenommen
1998 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe 4 als Gruppenletzter an Österreich und Schottland gescheitert.
2002 Japan und Südkorea nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe 5 als Dritter an Polen gescheitert. Die Teilnahme an den Play-Offs wurde durch eine Niederlage gegen Wales am letzten Spieltag verfehlt. Bisher das beste Abschneiden im Rahmen einer WM-Qualifikation
2006 Deutschland nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe 5 als Vorletzter am späteren Weltmeister Italien gescheitert.
2010 Südafrika nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe 6 als Vierter an England gescheitert.
2014 Brasilien nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe I als Letzter an Spanien und Frankreich gescheitert.
2018 Russland nicht qualifiziert In der Qualifikation in Gruppe A als Letzter am späteren Weltmeister Frankreich und Schweden gescheitert.

Teilnahmen an Fußball-Europameisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weißrussland nahm als Teil der UdSSR bzw. der GUS an den Europameisterschaften 1960 bis 1992 teil. In der sowjetischen Nationalmannschaft spielten weißrussische Spieler aber keine große Rolle. 1988 standen mit Sjarhej Alejnikau und Sergei Gozmanow aber zwei weißrussische Spieler von FK Dinamo Minsk im Kader des Vizeeuropameisters. Nach der Auflösung der Sowjetunion in mehrere selbständige Staaten nahm Weißrussland erstmals an der Qualifikation zur EM 1996 teil, konnte sich aber bisher nie qualifizieren und kam nie über den vierten Platz der Qualifikationsgruppe hinaus.

Jahr Gastgeberland Teilnahme bis … Letzte(r) Gegner Ergebnis Bemerkungen und Besonderheiten
1996 England nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2000 Niederlande und Belgien nicht qualifiziert In der Qualifikation am späteren Vizeeuropameister Italien und Dänemark gescheitert.
2004 Portugal nicht qualifiziert In der Qualifikation erneut an Tschechien und den Niederlanden gescheitert.
2008 Österreich und Schweiz nicht qualifiziert In der Qualifikation an Rumänien und wieder an den Niederlanden gescheitert.
2012 Polen und Ukraine nicht qualifiziert In der Qualifikation an Frankreich und Bosnien und Herzegowina gescheitert.
2016 Frankreich nicht qualifiziert In der Qualifikation traf Weißrussland auf Spanien, die Slowakei, die Ukraine, Mazedonien und Luxemburg. Bereits nach 7 Spielen bestand keine Chance mehr auf eine erfolgreiche Qualifikation.
2021 Europa Über die Nations League für die Play-Offs gegen Georgien qualifiziert. In der regulären Qualifikation zunächst an Deutschland und den Niederlanden gescheitert.

Teilnahmen an den Olympischen Spielen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1924–1992 siehe UdSSR/GUS
1996–2008 nicht qualifiziert
2012 in London  In der Vorrunde ausgeschieden


Rekordspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aljaksandr Kultschy ist seit dem 14. November 2009 weißrussischer Rekordnationalspieler, als er beim 1:1 gegen Saudi-Arabien mit seinem 81. Länderspiel Sjarhej Hurenka ablöste.

Rekordspieler
Spiele Spieler Zeitraum Position Tore
ref101[Anm 1] Aljaksandr Kultschy 1996–2012 Defensives Mittelfeld 05
80 Aljaksandr Hleb 2001–2019 Offensives Mittelfeld 06
80 Sjarhej Hurenka 1994–2006 Abwehr 03
78 Sjarhej Karnilenka 2003–2016 Angriff 17
76 Zimafej Kalatschou 2004–2016 Mittelfeld 10
74 Sjarhej Ameljantschuk 2002–2011 Abwehr 01
71 Sjarhej Schtanjuk 1995–2007 Abwehr 03
71 Sjarhej Kisljak 2009– Mittelfeld 09
71 Aljaksandr Martynowitsch 2009– Abwehr 02
66 Stanislau Drahun 2011– Angriff 10
66 Ihar Schytau 2008– Abwehr 01
64 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 Offensives Mittelfeld 20
58 Juryj Schaunou 2003–2012 Tor 00
56 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 Mittelfeld 10
56 Anton Puzila 2008– Mittelfeld 06
54 Ihar Stassewitsch 2007– Mittelfeld 05
52 Andrej Astrouski 1994–2005 Abwehr 01
52 Jahor Filipenka 2007–2017 Abwehr 01
52 Wital Kutusau 2002–2011 Angriff 13
Rekordschützen
Tore Spieler Zeitraum Spiele Quote
20 Maksim Ramaschtschanka 1998–2008 63 0,32
17 Sjarhej Karnilenka 2003–2016 78 0,22
13 Wital Kutusau 2002–2011 52 0,25
12 Wjatschaslau Hleb 2004–2011 45 0,27
11 Stanislau Drahun 2011– 66 0,17
10 Waljanzin Bjalkewitsch 1992–2005 56 0,18
10 Zimafej Kalatschou 2004–2016 76 0,13
10 Wital Radsiwonau 2007–2017 48 0,21
10 Raman Wassiljuk 2000–2008 24 0,42
09 Sjarhej Kisljak 2009– 71 0,13
08 Wital Bulyha 2003–2008 37 0,22

Quellen:[2][3]

Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trainerchronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele gegen deutschsprachige Nationalmannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Spiele gegen Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. Mai 2008 Kaiserslautern 2:2 Freundschaftsspiel
8. Juni 2019 Baryssau 0:2[4] EM-Qualifikation
16. November 2019 Mönchengladbach 0:4 EM-Qualifikation

Spiele gegen Liechtenstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
21. Mai 2014 Vaduz 5:1[5] Freundschaftsspiel

Spiele gegen Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
10. September 1997 Minsk 0:1 WM-Qualifikation
11. Oktober 1997 Wien 0:4 WM-Qualifikation
12. Oktober 2002 Minsk 0:2 EM-Qualifikation
11. Juni 2003 Innsbruck 0:5 EM-Qualifikation

Spiele gegen die Schweiz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Ergebnis Anlass
27. März 1999 Minsk 0:1 EM-Qualifikation
8. September 1999 Lausanne 0:2 EM-Qualifikation
1. Juni 2017 Neuchâtel 0:1 Freundschaftsspiel

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weißrussische Fußballnationalmannschaft – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. In einigen Statistiken wird ein Spiel gegen die rumänische Ligaauswahl am 19. Februar 2004 mitgezählt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die FIFA/Coca-Cola-Weltrangliste. In: fifa.com. 17. September 2020, abgerufen am 17. September 2020.
  2. eu-football.info: „Players for Belarus“´ (Stand: 13. Oktober 2019)
  3. rsssf.com: „Belarus – Record International Players“ (Stand: 26 Februar 2020)
  4. EM-Qualifikation: Erst Sané, dann Reus – Deutschland gewinnt in Weißrussland. In: sportschau.de. Sportschau, 8. Juni 2019, abgerufen am 11. Juni 2019.
  5. 2014 год, auf football.by

Hinweis: Die deutschsprachige Wikipedia bezieht sich bei der Umschreibung der kyrillischen Schrift auf die vom Duden vorgegebene deutsche Transkription (siehe Wikipedia:Namenskonventionen/Kyrillisch). Beim Verfassen von Artikeln zu den einzelnen Spielern ist es allerdings erwünscht, dass eine Weiterleitung mit der englischen Transkription angelegt wird.