Heinz-Theo Branding
Heinz-Theo Branding (* Mai 1928) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben [Bearbeiten]
Heinz-Theo Branding begann seine künstlerische Laufbahn als Theaterschauspieler am Theater Bielefeld. Es folgten zahlreiche Engagements an anderen deutschsprachigen Bühnen.
Seit Anfang der 1960er Jahre wirkte er auch als Darsteller in Film und Fernsehen mit. Dabei spielte er ebenso in Verfilmungen von Bühnenvorlagen wie Eugene O'Neills Der Eismann kommt oder als Malvolio in Viola und Sebastian nach Shakespeares Was ihr wollt, in ambitionierten Fernsehfilmen Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ehe nach Erich Loest (1981, Drehbuch: Ulrich Plenzdorf) und Fremdes Land oder Als die Freiheit noch zu haben war nach Arno Surminski (1982), Kinokomödien wie Helmut Käutners Bel Ami (1968) und Walter Roderers Ein Schweizer namens Nötzli (1988) sowie Gastrollen in Fernsehserien wie St. Pauli Landungsbrücken und Die schöne Marianne.
Daneben ist Branding seit 1970 umfangreich in der Synchronisation tätig und lieh seine Stimme Schauspielkollegen wie Edward Asner (in dessen Serie Lou Grant), Richard Attenborough (Unternehmen Rosebud), Ernest Borgnine (Die Odyssee der Neptun), Bud Spencer (Vier Fliegen auf grauem Samt), Robbie Coltrane (Kenneth Branaghs Heinrich V.), Brian Dennehy (als Gegenspieler Rambos), Charles Durning (u.a. in Der Clou), Denholm Elliott (Zeit der Dunkelheit), Will Geer (als Großvater der Waltons), Anthony Hopkins (Der Führerbunker), Bob Hoskins (Der Honorarkonsul), Robert Morley (In 80 Tagen um die Welt), Bletch (das Walross in "Meet the Feebles"), Philippe Noiret (Marie Curie) und Keenan Wynn (als Digger Barnes in Dallas). Populär wurde er nach dem Tode Eduard Wandreys als zweiter regelmäßiger deutscher Sprecher des Fred Feuerstein. Er sprach auch in den Benjamin Blümchen-Hörspielfolgen „Der Weihnachts-Traum“ (Folge 53) und „Benjamin Blümchen und der Weihnachtsmann“ (Folge 73) den Weihnachtsmann. In der französischen Zeichentrickserie "Es war einmal das Leben" spricht Branding den Maestro und in einzelnen Folgen der Zeichentrickserie "Ducktales - Neues aus Entenhausen" übernahm er einige Sprechrollen.
Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahr 1999 heiratete Heinz-Theo Branding erneut und zog ins ostwestfälische Löhne. Seine beiden Kinder stammen aus der ersten Ehe.
Er zog sich Anfang des neuen Jahrtausends aus der Synchronbranche zurück, ohne dass dies allerdings durch gesundheitliche Gründe bedingt worden wäre. Seine wahrscheinlich letzte Rolle war der Gastauftritt von Burt Young in der Serie Die Sopranos. Die Episode wurde im Juni 2002 erstmals in Deutschland ausgestrahlt.
Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten]
- 1963 Am Herzen kann man sich nicht kratzen
- 1963 Hafenpolizei: Mord an Bord
- 1968 Bel Ami
- 1968 Der Eismann kommt
- 1972 Viola und Sebastian
- 1974 Die schöne Marianne: Das Duell
- 1979 St. Pauli-Landungsbrücken: Der Italiener
- 1981 Es geht seinen Gang oder Mühen in unserer Ehe
- 1982 Fremdes Land oder Als die Freiheit noch zu haben war
- 1988 Ein Schweizer namens Nötzli
Weblinks [Bearbeiten]
- Heinz-Theo Branding in der Internet Movie Database (englisch)
- Heinz-Theo Branding in der Deutschen Synchronkartei
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Branding, Heinz-Theo |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schauspieler und Synchronsprecher |
| GEBURTSDATUM | Mai 1928 |