Adrian Mannarino

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Adrian Mannarino Tennisspieler
Adrian Mannarino
Mannarino 2013 in Wimbledon
Nation: FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag: 29. Juni 1988
Größe: 180 cm
Gewicht: 70 kg
1. Profisaison: 2004
Spielhand: Links, beidhändige Rückhand
Preisgeld: 2.954.165 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 86:116
Höchste Platzierung: 27 (27. Juli 2015)
Aktuelle Platzierung: 75
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 8:32
Höchste Platzierung: 74 (18. April 2016)
Aktuelle Platzierung: 74
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 18. April 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Adrian Mannarino (* 29. Juni 1988 in Soisy-sous-Montmorency) ist ein französischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004–2007: Erste Erfahrungen auf Future-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Adrian Mannarino lernte das Tennisspielen im Alter von fünf Jahren und wurde zunächst von seinem Vater Florent Mannarino trainiert. Sein drei Jahre älterer Bruder Morgan Mannarino ist ebenfalls Tennisspieler, er konnte bislang kleinere Erfolge bei Future-Turnieren feiern.[1]

Nachdem er im Oktober 2004 als Qualifikant bei seinem ersten Future-Turnier direkt das Viertelfinale erreicht hatte, entschied sich Adrian Mannarino 2005 für eine Karriere als Tennisprofi. Im April 2006 gewann er in Spanien seinen ersten Future-Titel. Im weiteren Jahresverlauf erreichte er noch zwei weitere Endspiele, von denen er eines gewinnen konnte. Auch im Jahr 2007 spielte er hauptsächlich Future-Turniere und konnte zwei von vier Endspielen gewinnen.

2008: Grand-Slam-Debüt, ATP-Halbfinale und Challenger-Titel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 konnte Mannarino dann auch auf der ATP Challenger Tour Fuß fassen. Er erreichte in den ersten Monaten bei zwei Turnieren das Halbfinale, wodurch er erstmals in die Top 200 der ATP-Weltrangliste einstieg. Nachdem er in den beiden Jahren zuvor jeweils in der Qualifikation gescheitert war, bekam Mannarino für die French Open eine Wildcard. Bei seinem Grand-Slam-Debüt war er gegen Diego Junqueira jedoch chancenlos. Auch im Doppel schied er zusammen mit Jonathan Eysseric bereits in der ersten Runde aus. In den folgenden Monaten erreichte Mannarino ein weiteres Challenger-Halbfinale, verpasste jedoch die Qualifikation in Wimbledon wie auch bei den US Open. Im September 2008 qualifizierte er sich für das ATP-Turnier in Metz und besiegte in der ersten Runde den an Position 6 gesetzten Andreas Seppi. Nach einem Sieg über Rik De Voest konnte er im Viertelfinale mit Marc Gicquel einen weiteren Top-50-Spieler aus dem Rennen werfen. Im Halbfinale verlor er dann in zwei äußerst knappen Sätzen gegen Paul-Henri Mathieu. Eine Woche später erreichte Mannarino in Rennes erstmals das Finale eines Challenger-Turniers, das er gegen Josselin Ouanna verlor. Für das Masters-Turnier in Paris erhielt er eine Wildcard, schied jedoch in der ersten Runde gegen Dmitri Tursunow aus. Im November 2008 gewann er dann in Jersey gegen Andreas Beck seinen ersten Challenger-Titel. In der Weltrangliste verbesserte er sich um fast 200 Plätze, er beendete das Jahr auf Rang 134.

2009: Einstieg in die Top 100 und Verletzungssorgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch bei den Australian Open ging Mannarino 2009 mit einer Wildcard an den Start, gegen den späteren Halbfinalisten Fernando Verdasco war er jedoch chancenlos. Im April 2009 verlor er in Saint-Brieuc gegen Josselin Ouanna zum zweiten Mal ein Challenger-Finale. Bei den French Open bekam er wie im Vorjahr eine Wildcard, schied aber gegen Tommy Robredo erneut in der ersten Runde aus. In Wimbledon kämpfte er sich durch die Qualifikation, doch auch hier war in der ersten Hauptrunde bei Marc Gicquel Endstation. Im August 2009 erreichte Mannarino in Segovia ein weiteres Challenger-Finale, in dem er Feliciano López unterlag. Dennoch kletterte er daraufhin erstmals in die Top 100 der Weltrangliste, er erreichte im September 2009 Rang 88. In Metz schied er jedoch in der ersten Runde aus. Mannarino, der schon das ganze Jahr über mit Knieproblemen zu kämpfen hatte, zog sich im September 2009 für ein halbes Jahr komplett aus dem Turniergeschehen zurück, um sich auszukurieren.

2010: Comeback mit Challenger-Titeln und dem ersten Grand-Slam-Matchgewinn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2010 startete Mannarino sein Comeback, nachdem er in der Weltrangliste bis auf Rang 300 zurückgefallen war. Der erste Erfolg nach seiner Rückkehr war die Qualifikation für das ATP-Turnier von Nizza im Mai 2010, wo er jedoch gegen Olivier Rochus verlor. Bei den French Open sowie in Wimbledon scheiterte er jeweils in der dritten Qualifikationsrunde. Dagegen konnte er auf der Challenger-Tour bald Erfolge feiern. Im Mai 2010 war er in Nottingham noch im Halbfinale ausgeschieden, im Juli 2010 und August 2010 folgten dann in Recanati, Segovia und Istanbul drei Finalteilnahmen in Serie, von denen er bei der letzteren gegen Michail Kukuschkin gewinnen konnte. Bei den US Open gelang ihm die Qualifikation und er konnte schließlich gegen Pere Riba in fünf Sätzen erstmals ein Grand-Slam-Match gewinnen. In der zweiten Runde war er dann aber wie schon im letzten Jahr chancenlos gegen Fernando Verdasco. Im September 2010 bekam Mannarino für das Turnier von Metz, wo er vor zwei Jahren seinen ersten großen Erfolg auf der ATP Tour hatte feiern können, eine Wildcard. Doch diesmal traf er bereits in der ersten Runde auf Paul-Henri Mathieu, gegen den er erneut verlor. Einen Monat später gewann Mannarino in Mons gegen Steve Darcis seinen zweiten Challenger-Titel in diesem Jahr; dabei gab er im gesamten Turnierverlauf keinen einzigen Satz ab. Ende Oktober 2010 qualifizierte er sich für das ATP-Turnier von Montpellier und besiegte dort in der ersten Runde Lukáš Lacko. Obwohl er in der zweiten Runde in einem äußerst knappen Dreisatzmatch gegen den an Position 5 gesetzten John Isner verlor, gelang ihm dadurch nach über einem Jahr der Wiedereinstieg in die Top 100. Zum Saisonabschluss konnte Mannarino in Helsinki noch ein Challenger-Halbfinale erreichen, er beendete die Saison auf seiner bis dahin besten Weltranglistenposition 83.

2011: Etablierung auf der ATP Tour und Einstieg in die Top 50[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Jahr 2011 begann für Mannarino mit der erfolgreichen Qualifikation für das ATP-Turnier in Brisbane, bei dem er jedoch in der ersten Hauptrunde gegen den an Position 4 gesetzten Mardy Fish verlor. Eine Woche später gelang ihm in Auckland erneut die Qualifikation; dort konnte er nach Siegen über den an Position 5 gesetzten Juan Mónaco sowie Arnaud Clément das Viertelfinale erreichen. Gegen den an Position 2 gesetzten Nicolás Almagro verlor er dann in drei Sätzen. Bei den Australian Open setzte sich Mannarino 2011 in der ersten Runde glatt in drei Sätzen gegen Ryan Harrison durch, bevor er gegen Richard Gasquet in drei Sätzen ausschied. Anfang Februar 2011 konnte Mannarino in Johannesburg zum zweiten Mal in seiner Karriere ein ATP-Halbfinale erreichen. Er schied jedoch in drei Sätzen gegen den späteren Turniersieger Kevin Anderson aus. Nach zwei Zweitrundenniederlagen in Memphis und Delray Beach gelang ihm der nächste Erfolg Anfang Mai beim Masters-Turnier in Madrid, bei dem er als Qualifikant in der ersten Runde den Top-50-Spieler Juan Ignacio Chela besiegte. In der zweiten Runde konnte er gegen den an Position 6 gesetzten David Ferrer nach verlorenem ersten Satz den zweiten Satz mit 6:0 gewinnen, verlor dann aber wiederum den dritten Satz mit 0:6. Nachdem er bei den French Open glatt in drei Sätzen gegen den mit einer Wildcard gestarteten Guillaume Rufin ausgeschieden war, feierte Mannarino seinen nächsten Erfolg beim Rasenturnier im Londoner Queen’s Club. Dort erreichte er unter anderem durch Siege über die gesetzten Gilles Simon und Juan Martín del Potro das Viertelfinale, schied dann aber gegen James Ward aus. In Wimbledon setzte er sich in der ersten Runde in einem vierstündigen Fünfsatzmatch gegen den Qualifikanten Conor Niland durch, danach war er gegen den Weltranglistendritten Roger Federer jedoch chancenlos. Nach dem Turnier wurde er erstmals in den Top 50 der Weltrangliste geführt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
ATP World Tour Finals
ATP World Tour Masters 1000
ATP World Tour 500
ATP World Tour 250
ATP Challenger Tour (11)
Titel nach Belag
Hartplatz ()
Sand ()
Rasen ()
Teppich ()

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 16. November 2008 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jersey Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Andreas Beck 7:64, 7:64
2. 15. August 2010 TurkeiTürkei Istanbul Hartplatz KasachstanKasachstan Michail Kukuschkin 6:4, 3:6, 6:3
3. 10. Oktober 2010 BelgienBelgien Mons Hartplatz (i) BelgienBelgien Steve Darcis 7:5, 6:2
4. 5. Januar 2013 NeukaledonienNeukaledonien Nouméa (1) Hartplatz SlowakeiSlowakei Andrej Martin 6:4, 6:3
5. 17. März 2013 Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Sarajevo Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Dustin Brown 7:63, 7:62
6. 5. Juli 2014 EcuadorEcuador Manta Hartplatz ArgentinienArgentinien Guido Andreozzi 4:6, 6:3, 6:2
7. 3. August 2014 SpanienSpanien Segovia Hartplatz SpanienSpanien Adrián Menéndez 6:3, 6:0
8. 14. September 2014 TurkeiTürkei Istanbul Hartplatz JapanJapan Tatsuma Itō 6:0, 2:0 Aufgabe
9. 9. November 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Knoxville Hartplatz (i) AustralienAustralien Samuel Groth 3:6, 7:66, 6:4
10. 15. November 2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Champaign Hartplatz (i) DanemarkDänemark Frederik Nielsen 6:2, 6:2
11. 9. Januar 2016 FrankreichFrankreich Nouméa (2) Hartplatz KolumbienKolumbien Alejandro Falla 5:7, 6:2, 6:2

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 17. Januar 2015 NeuseelandNeuseeland Auckland Hartplatz TschechienTschechien Jiří Veselý 3:6, 2:6
2. 26. Juli 2015 KolumbienKolumbien Bogotá Hartplatz AustralienAustralien Bernard Tomic 1:6, 6:3, 2:6

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ATP-Profil von Morgan Mannarino

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Adrian Mannarino – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien