Robin Haase

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Robin Haase Tennisspieler
Robin Haase
Haase 2013 bei den French Open
Spitzname: Schlobber
Nation: NiederlandeNiederlande Niederlande
Geburtstag: 6. April 1987
Größe: 191 cm
Gewicht: 77 kg
1. Profisaison: 2005
Spielhand: Rechts, beidhändige Rückhand
Trainer: Kristie Boogert[1]
Preisgeld: 3.783.214 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 152:173
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 33 (30. Juli 2012)
Aktuelle Platzierung: 64
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 77:97
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 38 (11. Mai 2015)
Aktuelle Platzierung: 109
Grand-Slam-Bilanz
Letzte Aktualisierung der Infobox: 18. April 2016
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)

Robin Haase (* 6. April 1987 in Den Haag) ist ein niederländischer Tennisspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Haase war ein hoffnungsvolles Talent, er erreichte am 14. März 2005 Platz 3 im Juniorenranking. Bei den Junioren verlor er das Wimbledon-Finale gegen Jérémy Chardy.

Im Juli 2007 erreichte Haase sein erstes Halbfinale bei einem ATP-Turnier. Bei den Dutch Open in Amersfoort verlor er mit 4:6, 4:6 gegen Werner Eschauer. Im Doppel schaffte er es dort mit Rogier Wassen sogar ins Finale, die beiden mussten sich allerdings Juan Pablo Brzezicki und Juan Pablo Guzmán geschlagen geben. Im August desselben Jahres besiegte Haase zum ersten Mal einen Top-10-Spieler. Beim Kanada Masters besiegte er Tomáš Berdych mit 6:4, 7:5. Bei den US Open trat er für Mario Ančić als Lucky Loser an, verlor aber in der ersten Runde 2:6, 1:6, 3:6 gegen den späteren Finalisten Novak Đoković.

Bei den Chennai Open besiegte Haase 2008 in der ersten Runde den an Position 2 gesetzten Marcos Baghdatis. Im selben Jahr kam Haase ATP-International Series-Turnieren nicht über das Viertelfinale hinaus. 2009 konnte er wegen einer Knieverletzung bei keinem Turnier antreten. Deshalb fiel er in der ATP-Weltrangliste aus den Top 100.[2] Bei den Australian Open war Haase 2010 in der ersten Runde chancenlos; er unterlag dem an 21 gesetzten Tomáš Berdych mit 0:6, 3:6, 3:6.

2011 in Monte Carlo verlor er in Runde zwei nach einem Satzgewinn noch gegen Jürgen Melzer. In Nizza erreichte er das Viertelfinale, musste dort jedoch im zweiten Satz aufgeben. Bei den French Open verlor er sein Zweitrundenmatch klar gegen Mardy Fish. In Wimbledon traf er in der dritten Runde erneut auf Mardy Fish; Haase musste im vierten Satz aufgeben. Im August konnte er dann in Kitzbühel seinen ersten Titel feiern, den er 2012 erfolgreich verteidigte.

Bis zu dessen Verhaftung im März 2016 wurde er von Mark de Jong trainiert, seit Mai von Kristie Boogert.[1]

Robin Haase spielt seit 2006 für die niederländische Davis-Cup-Mannschaft; er gewann 26 seiner bislang 40 Partien.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP World Tour Masters 1000
ATP International Series Gold
ATP World Tour 500
ATP International Series
ATP World Tour 250 (4)
ATP Challenger Tour (17)
Titel nach Belag
Hartplatz (1)
Sand (3)
Rasen (0)
Teppich (0)

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Turniersiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 6. August 2011 OsterreichÖsterreich Kitzbühel (1) Sand SpanienSpanien Albert Montañés 6:4, 4:6, 6:1
2. 27. Juli 2012 OsterreichÖsterreich Kitzbühel (2) Sand DeutschlandDeutschland Philipp Kohlschreiber 6:72, 6:3, 6:2
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 6. November 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nashville Hartplatz DanemarkDänemark Kristian Pless 6:74, 6:3, 7:5
2. 26. Februar 2007 DeutschlandDeutschland Wolfsburg Teppich DeutschlandDeutschland Daniel Brands 6:2, 3:6, 6:1
3. 24. März 2008 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sunrise Hartplatz FrankreichFrankreich Sébastien Grosjean 7:5, 5:7, 6:1
4. 21. März 2010 ItalienItalien Caltanissetta Sand ItalienItalien Matteo Trevisan 7:5, 6:3
5. 6. Juni 2010 DeutschlandDeutschland Fürth Sand DeutschlandDeutschland Tobias Kamke 6:4, 6:2
6. 8. August 2010 San MarinoSan Marino San Marino Sand ItalienItalien Filippo Volandri 6:2, 7:68
7. 29. August 2010 ItalienItalien Manerbio Sand ItalienItalien Marco Crugnola 6:3, 6:2
8. 5. September 2010 ItalienItalien Como Sand TschechienTschechien Ivo Minář 6:4, 6:3
9. 2. November 2014 FrankreichFrankreich La Réunion Hartplatz FrankreichFrankreich Florent Serra 3:6, 6:1, 7:5
10. 10. Mai 2015 FrankreichFrankreich Aix-en-Provence Sand FrankreichFrankreich Paul-Henri Mathieu 7:61, 6:2
11. 27. September 2015 SlowakeiSlowakei Trnava Sand ArgentinienArgentinien Horacio Zeballos 6:4, 6:1

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 28. Juli 2013 SchweizSchweiz Gstaad (1) Sand RusslandRussland Michail Juschny 3:6, 4:6
2. 20. Oktober 2013 OsterreichÖsterreich Wien Hartplatz (i) DeutschlandDeutschland Tommy Haas 3:6, 6:4, 4:6
3. 24. Juli 2016 SchweizSchweiz Gstaad (2) Sand SpanienSpanien Feliciano López 4:6, 5:7

Doppel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 20. Februar 2011 FrankreichFrankreich Marseille Hartplatz (i) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ken Skupski FrankreichFrankreich Julien Benneteau
FrankreichFrankreich Jo-Wilfried Tsonga
6:3, 6:74, [13:11]
2. 27. Juli 2014 SchweizSchweiz Gstaad Sand DeutschlandDeutschland Andre Begemann AustralienAustralien Rameez Junaid
SlowakeiSlowakei Michal Mertiňák
6:3, 6:4
ATP Challenger Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 30. Oktober 2006 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Louisville Hartplatz NiederlandeNiederlande Igor Sijsling Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Amer Delić
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robert Kendrick
w. o.
2. 1. August 2010 ItalienItalien Cordenons Sand NiederlandeNiederlande Rogier Wassen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten James Cerretani
KanadaKanada Adil Shamasdin
7:614, 7:5
3. 28. August 2010 ItalienItalien Manerbio Sand NiederlandeNiederlande Thomas Schoorel ArgentinienArgentinien Diego Junqueira
SpanienSpanien Gabriel Trujillo-Soler
6:4, 6:4
4. 2. November 2014 FrankreichFrankreich La Réunion Hartplatz KroatienKroatien Mate Pavić FrankreichFrankreich Jonathan Eysseric
FrankreichFrankreich Fabrice Martin
7:5, 4:6, [10:7]
5. 9. Mai 2015 FrankreichFrankreich Aix-en-Provence Sand PakistanPakistan Aisam-ul-Haq Qureshi Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Nicholas Monroe
NeuseelandNeuseeland Artem Sitak
6:1, 6:2
6. 17. Mai 2015 FrankreichFrankreich Bordeaux Sand NiederlandeNiederlande Thiemo de Bakker FrankreichFrankreich Lucas Pouille
UkraineUkraine Serhij Stachowskyj
6:3, 7:5

Finalteilnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ATP World Tour[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 22. Juli 2007 NiederlandeNiederlande Amersfoort Sand NiederlandeNiederlande Rogier Wassen ArgentinienArgentinien Juan Pablo Brzezicki
ArgentinienArgentinien Juan Pablo Guzmán
2:6, 0:6
2. 9. Januar 2011 IndienIndien Chennai Hartplatz Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Martin IndienIndien Leander Paes
IndienIndien Mahesh Bhupathi
2:6, 7:63, [7:10]
3. 12. Juni 2011 DeutschlandDeutschland Halle Rasen KanadaKanada Milos Raonic PakistanPakistan Aisam-ul-Haq Qureshi
IndienIndien Rohan Bopanna
6:78, 6:3, [9:11]
4. 26. Januar 2013 AustralienAustralien Australian Open Hartplatz NiederlandeNiederlande Igor Sijsling Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Mike Bryan
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bob Bryan
3:6, 4:6
5. 18. Mai 2014 ItalienItalien Rom Sand SpanienSpanien Feliciano López KanadaKanada Daniel Nestor
SerbienSerbien Nenad Zimonjić
4:6, 6:72
6. 8. August 2015 OsterreichÖsterreich Kitzbühel Sand FinnlandFinnland Henri Kontinen SpanienSpanien Nicolás Almagro
ArgentinienArgentinien Carlos Berlocq
7:5, 3:6, [9:11]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robin Haase ist der Sohn eines Deutschen und einer Niederländerin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Robin Haase – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Nach Verhaftung seines Trainers – Robin Haase verpflichtet Ex-WTA-Profi
  2. Bericht aus De Telegraaf abgerufen am 7. April 2009