Karlsruhe

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Wappen Karte
Wappen der Stadt Karlsruhe Lage der kreisfreien Stadt Karlsruhe in Deutschland
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Region: Mittlerer Oberrhein
Kreis: Stadtkreis
Geografische Lage: Vorlage:Koordinate Text Artikel
Höhe: 115 m ü. NN,

Höchster Punkt: Grünwettersbach 322,7 m ü. NN

Fläche: 173,46 km²
Einwohner: 285.263 (31. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 1645 Einwohner je km²
Ausländeranteil: 15,2 %
Postleitzahlen: 76001-76229
(vormals 7500)
Vorwahlen: 0721
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 12 000
UN/LOCODE: DE KAE
Stadtgliederung: 27 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz
76133 Karlsruhe
Offizielle Website: www.karlsruhe.de
Politik
Oberbürgermeister: Heinz Fenrich (CDU)

Karlsruhe ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg, Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe, der Region Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe. Historisch ist Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt des Landes Baden. Die Stadt wird im Norden, Osten und Süden vom Landkreis Karlsruhe und im Westen vom Rhein begrenzt, welcher hier die Grenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Karlsruhe ist nach Stuttgart (etwa 80 km östlich) und Mannheim (etwa 60 km nördlich) die drittgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und hat eine Fläche von etwa 173 km². Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt den Beinamen Residenz des Rechts trägt.

Geografie

Zentrum des „Fächers“ ist das Schloss.

Karlsruhe liegt in der oberrheinischen Tiefebene an den kleinen Flüssen Alb und Pfinz sowie am Rhein und grenzt im Osten an die letzten Ausläufer des Schwarzwaldes und des Kraichgaus.

Die Stadt liegt im Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim, zu dem die Stadt Karlsruhe, einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe (vor allem die Großen Kreisstädte Bruchsal, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten) sowie die Stadt Pforzheim, der nordwestliche Teil des Enzkreises, die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Niefern-Öschelbronn im nordöstlichen Enzkreis gehören.

Die Alb, Naherholung im Stadtgebiet

Innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein bildet Karlsruhe ein Oberzentrum, von denen für ganz Baden-Württemberg nach dem Landesentwicklungsplan 2002 insgesamt 14 ausgewiesen sind. Das Oberzentrum Karlsruhe übernimmt auch für die Gemeinden Dettenheim, Eggenstein-Leopoldshafen, Graben-Neudorf, Linkenheim-Hochstetten, Pfinztal, Rheinstetten, Stutensee, Walzbachtal und Weingarten (Baden) die Funktion eines Mittelbereichs. Darüber hinaus gibt es auch Verflechtungen mit Gemeinden im südöstlichen Rheinland-Pfalz und im Nord-Elsass in der Region Pamina (Palatinat, Mittlerer Oberrhein und Nord-Alsace).

Klima

Karlsruhe ist mit einer Jahresmitteltemperatur von 10,7 °C eine der wärmsten Städte Deutschlands. Die geschützte Lage im Oberrheingraben hat zur Folge, dass in Karlsruhe im Sommer oft eine drückende Schwüle herrscht. Der Winter in Karlsruhe ist mild; die Temperatur fällt nur selten unter den Nullpunkt. Im langjährigen Mittel hat Karlsruhe nur 17,1 Eistage pro Jahr.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Karlsruhe. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:

Eggenstein-Leopoldshafen, Stutensee, Weingarten (Baden), Pfinztal, Karlsbad, Waldbronn, Ettlingen und Rheinstetten (alle Landkreis Karlsruhe) sowie Hagenbach und Wörth am Rhein (beide Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Karlsruhe ist in 27 Stadtteile unterteilt, die sich weiter in Stadtviertel (früher zum Teil auch als Stadtbezirke bezeichnet) gliedern.

Siehe auch: Liste der Stadtteile von Karlsruhe.

Geschichte

Datei:1stadtansicht1721.jpg
Karlsruher Stadtansicht, Kupferstich von Heinrich Schwarz 1721

18. Jahrhundert

Karlsruhe ist eine der letzten großen europäischen Stadtgründungen auf dem Reißbrett und zugleich Ergebnis einer weitreichenden Idee: Es ist 1715, als Karl-Wilhelm, Markgraf von Baden-Durlach, sich entschließt, die mittelalterliche Enge seiner damaligen Residenz Durlach gegen den Bau einer neuen, in Anlage und Geist offenen Stadt einzutauschen. Seine Vorstellung einer Modellstadt der Zukunft fasst er in einem historischen Dokument von weitreichender Bedeutung zusammen, dem „Privilegienbrief“.

Der Brief trägt bereits viele Zeichen eines hochmodernen Staats- und Menschenbildes. In den „Privilegien“ scheint vieles auf, was sich die europäischen Völker in den Revolutionen der Folgezeit, bis ins 20. Jahrhundert hinein, als gutes Recht eines jeden Menschen erkämpfen werden: Persönliche Freiheit, wirtschaftliche Freiheiten, Gleichheit vor dem Recht, politische Mitsprache.

Und so kommen an der Wiege Karlsruhes Menschen aus Frankreich, Polen, Italien, der Schweiz und den vielen Ländern des damals noch zersplitterten Deutschlands zusammen und gründen eine Stadt, die die Werte einer europäischen Modellstadt eingangs des 18. Jahrhunderts widerspiegelt. Und es passt zu dieser Stadt, dass ihr erster Bürgermeister, Johann Sembach, aus Strasbourg stammt.

Wie zu jeder guten Stadtgründung gibt es natürlich auch eine schöne Legende. Dieser Legende nach soll Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach einst bei einem Jagdausritt im Hardtwald bei Durlach eingeschlafen sein. Er träumte von einem prachtvollen Schloss, das sonnengleich im Zentrum seiner neuen Residenz liege, die Straßen der Stadt gleichsam die Sonnenstrahlen. Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt am Reißbrett entwerfen (siehe auch: Planstadt) und gründete die nach jener Geschichte benannte Stadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Karlsruher Schlosses.

Die Sonnenstrahlen kann man noch heute gut auf den Straßenkarten erkennen: Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus fächerförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen. Diesem Umstand verdankt Karlsruhe seinen Spitznamen „Fächerstadt“. Ab 1717 war Karlsruhe zunächst Residenz der Markgrafen und der Markgrafschaft von Baden-Durlach und ab 1771 – nach der Wiedervereinigung mit der Markgrafschaft Baden-Baden – der gesamten Markgrafschaft Baden.

19. Jahrhundert

Karlsruhe um 1900

Von 1806 an war die Stadt die Residenz der badischen Großherzöge. 1818 wurde in Karlsruhe die badische Verfassung erlassen, die für die damalige Zeit sehr liberal war. (Badischer Liberalismus). 1822 entstand in Karlsruhe das erste eigens zu diesem Zweck erbaute Parlamentsgebäude auf deutschem Boden, zu dessen Abgeordneten Friedrich Hecker gehörte, einer der Anführer der Badischen Revolution 1848/49.

1825 erfolgte die Gründung des Polytechnikums als Keimzelle der heutigen Universität Karlsruhe durch Großherzog Ludwig I. 1846 entstand im Ortsteil Durlach neben Heidelberg eine der ersten Freiwilligen Feuerwehren.

Im Zuge der Märzrevolution floh Großherzog Leopold im Mai 1849 nach Koblenz. Bis zur Niederschlagung der Aufständischen in Rastatt durch preußische Truppen im Juli war Baden de facto eine Republik. Mit dem ersten deutschen Verwaltungsgericht und damit der in Deutschland erstmaligen Möglichkeit, verbriefte Bürgerrechte gegenüber Rechtsverstößen des Staates einzuklagen, markiert Karlsruhe 1863/64 einen Meilenstein auf dem Weg, aus Untertanen Bürger zu machen.

1862 - früher als anderswo - findet die sprichwörtliche badische Liberalität ihren Ausdruck in der bürgerlichen Gleichstellung der Juden. Am 4. November 1876 wurde die erste Sinfonie (c-Moll, Opus 68) von Johannes Brahms in der Stadt uraufgeführt. Am 21. Januar 1877 fuhr in Karlsruhe die erste von Pferden gezogene Straßenbahn. Am 16. September 1893 wurde das erste deutsche Mädchengymnasium in Karlsruhe eröffnet.

20. Jahrhundert

Die Pyramide auf dem Marktplatz, das Grabmal des Stadtgründers Karl Wilhelm
Die Stadtkirche Karlsruhe wurde von Friedrich Weinbrenner in Anlehnung an griechische Tempel gebaut.

Die zunehmende Einwohnerzahl überschritt 1901 die Grenze von 100.000, wodurch Karlsruhe zur Großstadt wurde. Im Laufe der Zeit wurden zahlreiche ehemalige Nachbargemeinden eingemeindet oder eingegliedert.

Die Gemeinde Neureut konnte als letzte 1975 trotz heftigen Widerstandes der dortigen Bewohner eingemeindet werden. Der Staatsgerichtshof musste in dieser Sache entscheiden. In einigen Quellen (Websites) wird von einer zwangsweisen Eingliederung gesprochen.

Nach der Revolution 1918 war Karlsruhe bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges Hauptstadt des Freistaates Baden. Karlsruhe war Sitz des Landeskommissärbezirkes Karlsruhe. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das eroberte Elsass mit Baden zum Gau Oberrhein vereinigt, dessen Hauptstadt Karlsruhe wurde. In der Wagner-Bürckel-Aktion wurden die Karlsruher Juden mit denen des gesamten Gaus in das Lager Gurs verschleppt. Nach dem Krieg wurde Karlsruhe dem Bundesland Württemberg-Baden zugeschlagen, seit der Schaffung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952 gehört Karlsruhe diesem an.

In der Bundesrepublik Deutschland wurde Karlsruhe zur Residenz des Rechts: 1950 nahm der Bundesgerichtshof hier seine Arbeit auf. Am 28. September 1951 folgte das Bundesverfassungsgericht. Erster Präsident wurde der FDP-Politiker Hermann Höpker-Aschoff. Von 1952 bis 1972 war Karlsruhe Sitz des Regierungsbezirkes Nordbaden, seit dem 1. Januar 1973 ist es Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe.

1967 fand die Bundesgartenschau in Karlsruhe und damit erstmals in Baden-Württemberg statt.

1969 wurde die Stadt Karlsruhe mit dem Europapreis für ihre hervorragenden Bemühungen um den europäischen Integrationsgedanken ausgezeichnet.

Am 7. April 1977 wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback auf dem Arbeitsweg gemeinsam mit seinem Fahrer und einem Justizbeamten von Terroristen der Rote-Armee-Fraktion ermordet.

Am 12. und 13. Januar 1980 wurde im Kongresszentrum die Bundespartei Die Grünen gegründet.

Deutschlands erste echte E-Mails wurden am 2. August 1984 im Rechenzentrum der Karlsruher Universität empfangen und gesendet: Der Karlsruher Internetpionier Werner Zorn beantwortete den offiziellen Willkommensgruß des US-amerikanischen CSNet, einer herstellerübergreifenden Plattform zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern.

Vom 20. bis zum 30. Juli 1989 fanden in Karlsruhe die dritten alternativen World Games statt, das ist ein internationaler Wettkampf für Sportler und Athleten, deren Sportarten nicht im olympischen Programm vertreten sind. Es nahmen 1965 Sportler in 19 Disziplinen teil.

Am 13. Juni 1995 wurde die Baden-Airport GmbH gegründet. Diese baute in Söllingen einen ehemaligen kanadischen Fliegerhorst zu einem überregionalen Flughafen aus und schloss Karlsruhe so an das internationale Flugverkehrsnetz an.

21. Jahrhundert

2003 wurde im benachbarten Rheinstettener Ortsteil Forchheim die Messe Karlsruhe zur Ausrichtung nationaler und internationaler Fach- und Publikumsmessen eröffnet. Die vier stützenfreien Messehallen haben Platz für bis zu 14.000 Besucher.

Einwohnerentwicklung

Für detaillierte Einwohnerzahlen siehe den Artikel Einwohnerentwicklung von Karlsruhe

1901 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Karlsruhe die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Bis 1950 verdoppelte sich diese Zahl auf rund 200.000. Bis 1975 wuchs die Bevölkerungszahl durch zahlreiche Eingemeindungen Anfang der 1970er Jahre auf 280.000. Nach einem Verlust von rund 20.000 Personen auf 260.000 Einwohner im Jahre 1987 stieg die Einwohnerzahl bis 2005 um 25.000 Personen. Am 31. Dezember 2005 betrug die „ Amtliche Einwohnerzahl“ für Karlsruhe nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 285.263 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern) - historischer Höchststand.

Die Einwohnerentwicklung ist seit längerer Zeit durch Geburtendefizite der deutschen Bewohner geprägt. Obwohl Karlsruhe anhaltende Wanderungsverluste in die umliegenden Städte und Gemeinden zu verzeichnen hatte, wurden in den letzten Jahren auch Wanderungsgewinne durch ausländische und deutsche Bürger erzielt. Die wichtigsten Herkunftsländer der 38.941 ausländischen Einwohner sind nach Angaben der Stadtverwaltung (Stand 31. Dezember 2004): Türkei (6.388), Italien (4.673), Serbien und Montenegro (2.507), Kroatien (2.465), Frankreich (1.424), Polen (1.353), Spanien (1.057), Bosnien und Herzegowina (1.032) sowie Griechenland (873).

Religionen

1556 wurde in der Markgrafschaft Baden-Durlach die lutherische Reformation eingeführt. Da Karlsruhe den Markgrafen von Baden-Durlach gehörte, war die Stadt bei ihrer Gründung eine protestantische Stadt. Um Einwohner in die neue Stadt zu locken, schuf Karl Wilhelm von Baden-Durlach eine Liste von Anreizen. Neben finanziellen Vorteilen wurde den Neubürgern auch Religionsfreiheit gewährt, so dass schon bald die ersten Katholiken zuzogen. Karl Friedrich von Baden-Durlach erbte 1771 die Besitzungen der erloschenen Linie Baden-Baden, die katholisch geblieben war, und forderte weitsichtig dieselbe religiöse Toleranz wie der Stadtgründer Karl Wilhelm. Anfang des 19. Jahrhunderts erhielten die römisch-katholischen Christen in der Stadt eine eigene Kirche, die Kirche St. Stephan, geweiht 1814. Heute dürfte der Anteil der Katholiken und der Protestanten an der Gesamtbevölkerung etwa gleich sein.

Katholische Kirche

Die römisch-katholischen Gemeindeglieder gehören zum Stadtdekanat Karlsruhe innerhalb der Region Mittlerer Oberrhein-Pforzheim der Erzdiözese Freiburg. Der Katholikentag 1992 fand in Karlsruhe unter dem Motto „Eine neue Stadt entsteht“ statt. Messen nach traditioneller und Taizé-Liturgie werden gefeiert.

Protestantische Kirchen und weitere Gruppierungen mit christlichem Bezug

Die evangelischen Gemeindeglieder gehören, sofern sie nicht Mitglied einer evangelischen Freikirche sind, zum Kirchenbezirk Karlsruhe und Durlach (mit Ausnahme des Stadtteiles Neureut, der zum Kirchenbezirk Karlsruhe-Land gehört, der seinen Sitz in Bruchsal hat) innerhalb des Kirchenkreises Nordbaden der Evangelischen Landeskirche in Baden, die ihren Sitz in Karlsruhe hat, so dass auch der Landesbischof hier residiert.

In Karlsruhe gibt es auch zahlreiche freikirchliche Gemeinden, darunter die Alt-Katholische Gemeinde „Christi Auferstehung“, den Christlichen Verein Junger Menschen (kurz CVJM), die Apostolische Gemeinschaft, die Heilsarmee, eine Adventgemeinde, eine Evangelische Täufergemeinde in Durlach, zwei Brüdergemeinden, eine Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten), eine Freie evangelische Gemeinde, zwei Evangelisch-methodistische Kirchen, eine Evangelisch-Lutherische Gemeinde und eine Mennonitengemeinde. Von den zahlreichen charismatischen und Pfingstgemeinden sind im Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden: Gospelhouse Karlsruhe, Treffpunkt Leben, Freie Christengemeinde, und AGAPE-Gemeinde; im Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden: Johannes-Gemeinde und Hauskirchen-Netzwerk; im Netzwerk Forum Leben: Christliches Zentrum Karlsruhe (CZK), Nehemia-Initiative und Fabrik88; weiterhin gibt es das freie pfingstkirchliche Missionswerk Karlsruhe, die CITY-Gemeinde, icf karlsruhe und eine Gemeinde Gottes. Darüberhinaus finden sich unterschiedlichste fremdsprachige Gruppen, wie beispielsweise eine lateinamerikanische evangelikale Gruppe, eine Anglikanisch-Episkopalische und zwei orthodoxe Gemeinden: eine griechisch-orthodoxe und eine rumänisch-orthodoxe.

An spezielleren Gruppierungen mit christlichem Bezug gibt es u. a. die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen), die Christian Science, die Christengemeinschaft, mehrere Gemeinden der Neuapostolischen Kirche und der Zeugen Jehovas, eine „Urchristliche Gemeinde“.

Judentum

Karlsruhe ist auch Sitz der Israelitischen Religionsgemeinschaft Badens, einer Synagoge, mehrerer jüdischer Friedhöfe und eines Chabad-Rabbiners. Vor der Wagner-Bürckel-Aktion 1940 lebte eine große jüdische Gemeinde in Karlsruhe. 2006 hat die Jüdische Kultusgemeinde wieder 830 Mitglieder.

Islam

Außerdem leben in Karlsruhe zahlreiche Muslime, es gibt in der Stadt etwa sieben Moscheen und einen deutschsprachigen Muslimkreis.

Buddhismus und sonstige

Daneben existieren eine Baha'i-Gemeinde, Zentren für Kadampa-, für Diamantweg-, für Vipassana-, und für Zen-Buddhismus, eine Städtegruppe der Rosenkreuzer und drei Freimaurerlogen, eine Städtegruppe von Eckankarn und ein Sathya Sai-Zentrum.

Stadtbild und Sehenswürdigkeiten

Datei:Karlsruhe Innenstadt(Luftbild).jpg
Der „Karlsruher Fächer“ aus der Luft.

Als relativ junger Stadt fehlen Karlsruhe die mittelalterlichen Gässchen vieler anderer deutschen Großstädte. Die Innenstadt wurde bei der Stadtgründung 1715 geplant angelegt. Im Zentrum steht der Turm des Karlsruher Schlosses im Schlossgarten. Letzterer hat die Form eines Kreises und wird von einer Straße, dem „Zirkel“ umrandet. Historisch durften weitere Gebäude erst ab dieser Grenze errichtet werden. Für die Bebauung waren strenge Richtlinien vorgegeben, insbesondere, was die Bauhöhe anging, um den Gesamteindruck der Stadt einheitlicher zu machen. Die Gebäude nahe am Schloss sind aus neuerer Zeit und gehören auf der östlichen Seite zur Universität, auf der westlichen Seite zum Bundesverfassungsgericht. Außerhalb des Zirkels laufen 32 Straßen geradewegs vom Schlossturm weg wie die Strahlen der durch das Schloss verkörperten Sonne. Schon die Erstbebauung konzentrierte sich auf die Südseite des Schlosses, so dass die Innenstadt weniger der Sonne denn einem nach Süden geöffneten Fächer ähnelt. Im Schloss ist heute das Badische Landesmuseum untergebracht.

Der klassizistische Architekt Friedrich Weinbrenner prägte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Stadtbild. Noch heute kann man viele seiner Werke in der Innenstadt Karlsruhes wiederfinden. Der Marktplatz mit evangelischer Stadtkirche (1807–15) und Rathaus (1821–25) an der zur „via triumphalis“ ausgebauten Nord-Süd-Mittelachse zählt zu den markantesten klassizistischen Platzanlagen in Europa (nach Kriegszerstörungen ab 1950 weitgehend rekonstruiert). Bemerkenswert ist auch die Pfarrkirche St. Stephan, die zwischen 1808 und 1814 erbaut wurde und nicht nur zu den Hauptwerken Weinbrenners zählt, sondern einen der bedeutendsten klassizistischen Kuppelbauten Süddeutschlands darstellt.

1928 wurde von der Stadt Karlsruhe ein Wettbewerb zur Bebauung des stadteigenen südlichen Teils des Dammerstock-Geländes in Rüppurr ausgeschrieben, mit der Vorgabe, das Baugelände bis Mitte des Jahres 1929 zu bebauen. Den ersten Preis erhielt der Entwurf von Walter Gropius, der kurz zuvor die Leitung des Bauhauses aufgegeben hatte. Der Plan sah eine Bebauung in Zeilenbauweise vor, um das Tageslicht für alle Bewohner gleich gut nutzen zu können. Aufgrund der Weltwirtschaftskrise 1929 wurde allerdings nur der erste Bauabschnitt mit 228 Wohnungen fertiggestellt. Dennoch ist die Siedlung eines der wichtigsten Zeugnisse für die Kunst des „Neuen Bauens“ in Deutschland.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden zunächst viele Baulücken mit Betonzweckbauten aufgefüllt. Dem Zeitgeist entsprechend wurden in den 1970er Jahren die meisten der kleinen Häuschen des „Dörfle“, des 1812 eingemeindeten Klein-Karlsruhes, eingerissen und durch großflächige Betonbauten ersetzt. Die Kriegsstraße in Karlsruhe wurde zur vielspurigen Schnellstraße durch das Stadtzentrum ausgebaut, die Kaiserstraße dagegen in den 1980er Jahren Stück für Stück zur Fußgängerzone erklärt. Nach dem Abzug amerikanischer und französischer Truppenteile in den 1990er Jahren, war die Stadtgestaltung durch die Nutzung von Brach- und Konversionsflächen geprägt. Innenstadtnahe neue Wohngebiete konnten geschaffen werden, wie die Südoststadt auf der Fläche des ehemaligen Güterbahnhofs und die Nordstadt auf dem Gelände der ehemaligen Amerikanersiedlung. In der Südweststadt sind auf dem Gelände der ehemaligen Waffenfabrik unter anderem ein Großkinokomplex, der Neubau der Agentur für Arbeit, die Bundesanwaltschaft und in der Waffenfabrik selbst das ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) und die HfG (Hochschule für Gestaltung) untergebracht worden. Mit Eröffnung eines großen, überdachten Einkaufszentrums am Ettlinger Tor im Herbst 2005 wurde der bis dahin fast ausschließlich auf die Kaiserstraße konzentrierte Einkaufsbereich nach Süden erweitert, mit über 130 Ladengeschäften ist das Einkaufszentrum das größte innerstädtische Einkaufszentrum in Süddeutschland.

Eine ausführliche Liste der Sehenswürdigkeiten von Karlsruhe findet sich im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe.

Politik

(Ober-)Bürgermeister

Nach Gründung des Schlosses 1715 entstand nahe dabei auch eine Siedlung, in welcher ab 1718 ein Bürgermeister eingesetzt wurde. Ab 1812 erhielten die Bürgermeister den Titel Oberbürgermeister. Amtierender Oberbürgermeister ist seit 1998 Heinz Fenrich. Am 2. Juli 2006 wurde Fenrich für weitere acht Jahre gewählt. Insgesamt sieben Kandidaten standen zur Wahl.


Darüber hinaus gibt es vier weitere Bürgermeister:

  • den Bürgermeister für Abfallwirtschaft/Betriebe, Bürgerbeteiligung und Stadtteilentwicklung, Bürgerservice und Sicherheit, Brand- und Katastrophenschutz, Bäder, Personal und Organisation, Statistik und Wahlen, Umwelt, Versorgung, Verkehr und Hafen (z.Z. Siegfried König, gleichzeitig auch Vertreter des Oberbürgermeisters),
  • den Bürgermeister für Jugend und Soziales, Schulen, Sport (z.Z. Harald Denecken),
  • den Bürgermeister für Finanzen, Wirtschaft und Arbeit, Stadtmarketing, Kongresse, Ausstellungen und Veranstaltungen, Tourismus, Flächen- und Immobilienmanagement (zu besetzen)
  • und den Bürgermeister für Planen und Bauen, Kultur, Gesundheit (z.Z. Ullrich Eidenmüller).


Siehe auch: Liste der früheren (Ober-)Bürgermeister.

Gemeinderat

Rathaus West Karlsruhe.
Rechts das Leibdragonerdenkmal

Der Gemeinderat von Karlsruhe setzt sich seit der letzten Wahl am 13. Juni 2004 wie folgt zusammen:

Partei Prozent Sitze
CDU 37,2 19
SPD 23,8 12
Grüne 16,6 8
FDP/ Aufbruch 9,6 4
KAL 7,1 3
BüKa/ödp 3,0 1
PDS 2,6 1
Gesamt 48

Wappen

Das Wappen der Stadt Karlsruhe zeigt in Rot einen beiderseits silbern eingefassten goldenen Schrägbalken, auf dem das Wort „FIDELITAS“ in schwarzen lateinischen Großbuchstaben steht. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb-Rot.

Das Wappen ist eine Umkehrung des Badischen Staatswappen, das einen gelben Schild mit einem roten Schrägbalken zeigt. Der Stadtgründer Markgraf Karl Wilhelm von Baden hatte das Wappen so vorgeschlagen und empfohlen, den Wahlspruch des am Tag der Stadtgründung gestifteten Hausordens „Fidelitas“ (Treue) aufzunehmen. Doch wurde dieser Wahlspruch erst ab 1733 im Siegel der Stadt verwendet. Die vom Markgraf vorgeschlagene Farbgebung ist erst seit 1887 im Gebrauch, zuvor verwendete man die Farbgebung des Staatswappens.

Städtepartnerschaften

Der Nancybrunnen am Zoologischen Garten

Karlsruhe unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:

Vorlage:Border Nancy, Frankreich, seit 1955
Vorlage:Border Nottingham, Vereinigtes Königreich, seit 1969
Vorlage:Border Halle (Saale), Sachsen-Anhalt, seit 1987
Vorlage:Border Temeswar, Banat, Rumänien, seit 1992
Vorlage:Border Krasnodar, Russische Föderation, seit 1992

Wirtschaft und Infrastruktur

In Karlsruhe befindet sich die Staatliche Münze Karlsruhe, eine der fünf staatlichen Münzprägestätten, in denen die deutschen Euromünzen geprägt werden. Münzen, die in Karlsruhe geprägt sind, tragen den Herkunftsbuchstaben „G“. Die Karlsruher Münze wurde bereits 1827 gegründet.

Verkehr

Fernstraßen

Durch das östliche Stadtgebiet führt als Nord-Süd-Achse die A 5 (AlsfeldBasel). Ferner ist Karlsruhe nach Osten durch die A 8 (SaarbrückenRosenheim) angebunden, die hier als Abzweig der A 5 beginnt. Auf der anderen Seite des Rheins verläuft die A 65 gen Norden nach Ludwigshafen und die französische A 35 Richtung Südwest nach Straßburg (mit Abzweig nach Paris) und Basel.

Mehrere Bundesstraßen durchqueren das Stadtgebiet, darunter die B 3, die von Heidelberg nach Freiburg verläuft, die B 10 von Landau nach Stuttgart und die B 36 von Mannheim nach Lahr. Wichtig ist zudem die Südtangente, die an der A 5 als einfache Kreisstraße beginnt, später zur B 10 und jenseits des Rheins zur A 65 wird.

Eisenbahn

Karlsruhe ist auch ein wichtiger Bahnknotenpunkt. Es liegt zum einen an der Rheintalbahn von Mannheim nach Basel, einer der verkehrsreichsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Zum anderen führen Strecken nach Stuttgart und Neustadt. Die Fernzüge halten in Karlsruhe am Hauptbahnhof, die regionale Eisenbahnstrecken werden überwiegend von der Stadtbahn bedient (siehe Abschnitt „ÖPNV“).

Entscheidend für die weitere Zukunft von Karlsruhe als Eisenbahnknoten ist die Entwicklung verschiedener internationaler Bahnprojekte. So wird momentan die Rheintalstrecke bis Basel als nördlicher Hauptzubringer des künftigen Gotthard-Basistunnels vierspurig ausgebaut. Des weiteren liegt Karlsruhe am Südast der „Magistrale für Europa“ von Paris nach Bratislava, die in den nächsten Jahren zu einer Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke ausgebaut werden soll.

Fußgängerzone

ÖPNV

Der öffentlicher Personennahverkehr in Karlsruhe ist gut ausgebaut. Die Innenstadt lässt sich aus den allermeisten Stadtteilen mit einer der sieben Straßenbahnlinien erreichen, in den Randbezirken wird das Angebot mit Bussen abgerundet. Ins Umland führen drei Stadtbahnlinien, acht weitere Zweisystem-Stadtbahnlinien wechseln über Verbindungsstrecken auf das Schienennetz der Deutschen Bahn AG (DB) und fahren dort als Eisenbahn weit in die Region (siehe Stadtbahn Karlsruhe). Durch diese hier erfundenen „Tram-Trains“ stiegen in den letzten Jahren die Fahrgastzahlen im Schienennahverkehr in der Region Karlsruhe deutlich an, was zum einen das Interesse anderer Verkehrsbetriebe am „Karlsruher Modell“ weckte, zum anderen jedoch zu Kapazitätsengpässen in der Innenstadt führte. So stiegen beispielsweise die Fahrgastzahlen an der Strecke Karlsruhe-Bretten nach Inbetriebnahme der Stadtbahn um 560%. Die Stadt beabsichtigt, die Lage durch einen Stadtbahntunnel unter der Kaiserstraße zu entspannen und konnte 2002 im zweiten Anlauf die Mehrheit der Bevölkerung dafür hinter sich bringen. Das Projekt wird in der Stadt aber immer noch diskutiert. Die innerstädtischen Straßenbahn- und Buslinien sowie die Stadtbahnlinie S 2 werden von den Verkehrsbetrieben Karlsruhe (VBK) betrieben. Die meisten Stadtbahnlinien ins Umland fahren für die Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG). Die S 3 nach Speyer wird von der DB Regio betrieben.

Alle öffentlichen Verkehrsmittel können zu einheitlichen Tarifen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) benutzt werden.

Aus touristischer Sicht erwähnenswert sind außerdem die Schlossgartenbahn Karlsruhe, die im Sommerhalbjahr an Sonn- und Feiertagen einen Rundkurs im Schlosspark befährt, und die Turmbergbahn am Durlacher Turmberg, einem Aussichtspunkt.

Fahrrad

Die Bedingungen zum Radfahren sind im flachen Karlsruhe mit seinen breiten, geraden Straßen optimal. So verwundert es nicht, dass es mit Karl Drais ein Karlsruher war, der mit seinem Laufrad den Vorläufer des heutigen Fahrrads erfunden hat.

Schifffahrt

Der Rheinhafen vom Weltraum aus gesehen

Mit dem Rheinhafen Karlsruhe hat die Stadt nach Mannheim einen der wichtigsten Binnenhäfen Baden-Württembergs und den fünftgrößten Deutschlands und über den Rhein den südlichsten schleusenfreien Zugang zur Nordsee. Der Umschlag betrug 2004 6,7 Millionen Tonnen. Von hier aus startet das Ausflugsschiff Karlsruhe zu Touren nach Straßburg, Speyer und anderen Rundfahrten. Die Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) hat ihren Hauptsitz in Karlsruhe.

Flugverkehr

Karlsruhe liegt verkehrsgünstig zwischen drei internationalen Flughäfen: Dem Flughafen Frankfurt am Main in circa 135 Kilometern Entfernung, dem Flughafen Stuttgart (etwa 80 km) und dem Flughafen Straßburg (etwa 85 km). Seit Ende 1996 hat Karlsruhe mit dem auch als Baden-Airport bezeichneten Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden in Rheinmünster-Söllingen/Hügelsheim (etwa 45 km) jedoch auch einen „eigenen“ überregionalen Flughafen. Insbesondere seit Ryanair im Jahr 2003 die ersten Linienflüge einrichtete, stiegen dessen Bekanntheitsgrad und die Passagierzahlen rapide. Bereits 2004 war der Baden-Airport der zweitgrößte Flughafen in Baden-Württemberg. Die Erreichbarkeit des Flughafens mit öffentlichen Verkehrsmitteln am Wochenende ist verbesserungswürdig. 2005 wurden über 712.000 Fluggäste abgefertigt.

Der „Karlsruher“ Flugplatz im benachbarten Rheinstettener Ortsteil Forchheim (ca 8 km südlich von Karlsruhe) wurde bis zum Bau der Messe Karlsruhe als Verkehrslandeplatz genutzt. Seit Anfang 2003 hat der Flugplatz allerdings nur noch eine Zulassung als Segelfluggelände. Der Geschäfts- und Tourismus-Flugverkehr wurde zum Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden verlagert. Um einer weiteren Expansion der Messe bzw. der Nutzung der Flächen des ehemaligen Verkehrslandeplatzes als Gewerbegebiet nicht im Wege zu stehen, wurde das Flugsportgelände verlegt: Am 25. September 2004 wurde das neue „Segelfluggelände Rheinstetten“ eröffnet, etwa 500 Meter östlich des bisherigen Flugplatzes.

Karlsruhe ist Sitz einer VOR-Station sowie eines Kontrollzentrums der Deutschen Flugsicherung (DFS).

Ortsansässige Unternehmen

Brauerei Moninger

Karlsruhe ist mit dem Drogeriediscounter dm-Drogeriemarkt, dem Energieversorger EnBW (Energie Baden-Württemberg), dem Einrichtungshaus Mann Mobilia, den Pharmaunternehmen Dr. Willmar Schwabe und Deutsche Homöopathie-Union, dem Versandhaus Heine, dem Feuerwehrleiterhersteller Metz und der größten deutschen Raffinerie, der MiRO, Sitz von bekannten Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Global Player wie der Pharmakonzern Pfizer, der Kosmetikhersteller L'Oréal, der Papierhersteller Stora Enso und der Reifenhersteller Michelin haben hier ihre Deutschlandniederlassungen. Die Karlsruher Firma Henrys mit Sitz im Gewerbegebiet Neureut ist Hersteller von weltweit bekannten Jonglierrequisiten.

Ein Schwerpunkt liegt jedoch auf der Computerbranche. So sind die beiden Internetdienstleister und United Internet-Töchter Web.de und Schlund + Partner hier angesiedelt. Weitere Unternehmen sind unter anderem die Fiducia IT AG (Rechenzentrum der Volks- und Raiffeisenbanken), die Map & Guide GmbH (Routenplaner) und die YellowMap AG (Online Branchenkatalog und FilialFinder).

Ebenfalls stark ist das Finanzwesen vertreten. In Karlsruhe zu Hause sind die L-Bank (Landeskreditbank Baden-Württemberg), die Landesbausparkasse Baden-Württemberg, die Badenia Deutsche Bausparkasse, die BBBank eG (ehemals Badische Beamtenbank), der Badischer Gemeinde-Versicherungs-Verband, die Badische Allgemeine Versicherung AG, die Karlsruher Versicherungen sowie die Niederlassung der Allianz Lebensversicherung AG.

In Karlsruhe wird auch viel Bier gebraut. Die größten Brauereien sind Hoepfner, Moninger und Wolf. Zwischen Hoepfner und Wolf wurde jüngst ein Kooperationsvertrag geschlossen. Hinzu kommen eine der ältesten Hausbrauereien in Deutschland (Vogelbräu) und insgesamt fünf weitere Hausbrauereien.

Außerdem erwähnenswert sind PhysikInstrumente (Weltmarktführer von ultrapräzisen Positioniersystemen) und die S&G Automobil AG, eines der größten und ältesten Autohäuser für die Marke mit dem Stern.

Gewerbezentren

Hervorgegangen aus einem der größten und ältesten Standorte der Siemens AG wurde 1997 der Siemens Industriepark Karlsruhe gegründet. Das Flächenangebot richtet sich insbesondere an Unternehmen der Hightech- und Dienstleistungsbranche. In der Karlsruher Oststadt bestehen das Gründerzentrum Technologiefabrik in einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik sowie der neu errichtete Technologiepark.

Messegelände

Messe Karlsruhe

Südlich von Karlsruhe, in Rheinstetten, direkt an der B36, eröffnete im November 2003 die Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH ihr neues Messegelände – die Messe Karlsruhe. In der dm-arena können neben den drei Standardmessehallen Veranstaltungen mit bis zu 14.000 Besuchern stattfinden. Die Bruttoausstellungsfläche beträgt ca. 52000 m². Sieger des Architekturwettbewerbs war das Dortmunder Architekturbüro Gerber Architekten um Prof. Eckhard Gerber. Unbefriedigend blieb der Lärmschutz bei Konzertveranstaltungen.

Medien

Radio: In der Kriegsstraße befindet sich das Studio Karlsruhe des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm Badenradio bei SWR4 Baden-Württemberg ausgestrahlt. Zudem befindet sich in der Kriegsstr. 130 das Karlsruhe-Studio des Radiosenders Radio RPR (Rheinland-Pfälzischer Rundfunk), das redaktionell für den nordbadischen und südpfälzer Raum zuständig ist. Als privater lokaler Anbieter sendet Hit1 – das Reporterradio, das von der Landesanstalt für Kommunikation (LFK) noch als HitRadio RTL die Lizenz bekommen hat. Doch hat sich RTL Mitte 2003 zurückgezogen. Davor hatte die Frequenz der erfolgreiche Sender Die Welle. Abgesehen von den kommerziellen und öffentlich-rechtlichen Stationen gibt es noch ein Freies Radio, den Querfunk, der Nachmittags, in den Abendstunden und am Wochenende sein Programm sendet. Vormittags und in den frühen Abendstunden wechseln sich auf den Frequenzen des Querfunk das Radio aus Bruchsal sowie das LernRadio der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe ab.

TV: Ebenfalls in der Kriegsstraße befindet sich ein Fernsehstudio des SWR, z. B. für Schaltungen in der Tagesschau über Entscheidungen der hiesigen obersten Gerichte. In Karlsruhe gibt es auch noch die privaten Fernsehsender BW Family.tv (seit Februar 2006) und R.TV – das Regionale (seit September 2003), davor existierte einige Jahre bis zur Insolvenz der regionale Privatsender B.TV Baden.

Zeitung: Als Tageszeitung erscheinen in Karlsruhe die Badische Neueste Nachrichten (BNN), eine Zeitung mit mehreren Lokalausgaben im mittelbadischen Raum. Des weiteren gibt es einige kostenlose Wochenzeitungen: Die BNN geben auch die Sonntagszeitung Der Sonntag heraus und sind am Karlsruher Kurier beteiligt, dem die Stadtzeitung beiliegt, das Amtsblatt der Stadt Karlsruhe, das online auch über die Startseite der Stadt erreichbar ist. Mittwochs wird das „Wochenblatt“ in der Stadt und Region in insgesamt vier verschiedenen Ausgaben verteilt, sonntags erscheint außerdem Boulevard Baden. Da die BNN lange Zeit über kein online-Angebot verfügte, konnte sich unabhängig von diesen die nur online erscheinende „Tageszeitung“ ka-news.de etablieren. Diese erscheint seit dem Jahr 2000 und ist damit eine der ersten, regionalen Online-Tageszeitungen in Deutschland überhaupt. Neben lokalen Nachrichten gibt es dort auch das Kinoprogramm, einen Veranstaltungskalender sowie mehrere Webcams.

Das vom gemeinnützigen Verein Stadtjugendausschuss e.V. betriebene „Internet-Café“ für Kinder und Jugendliche Info-Line am Kronenplatz 1 pflegt den Karlsruher Kinderstadtplan im Internet „ran-ans-netz“. Weitere Medien-Einrichtungen des Stadtjugendausschuss e.V. sind die Jubez-Medienwerkstatt sowie die „Computerschule + Medienwerkstatt JAZ“.

Karlsruhe ist auch einer der beiden Standorte des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg, das dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg untersteht (der andere Standort ist Stuttgart).

Bildung und Forschung

Universität, Physikhochhaus hinter dem Flachbau Physik
Bau 1 der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
Datei:Staatliche Akademie der Bildenden Künste I.JPG
Staatliche Akademie der Bildenden Künste
  • Universität Karlsruhe (Technische Hochschule); gegründet 1825 als „Polytechnische Schule“ TU Karlsruhe genießt ein sehr gutes Image in Fächern wie Maschinenbau, Informatik sowie Elektrotechnik (älteste TH Deutschlands, Eliteuniversität)
  • Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft; gegründet 1878 als „Großherzoglich Badische Baugewerkeschule“, später „Staatstechnikum“, ab 1971 Fachhochschule und seit 2005 Hochschule Karlsruhe.
  • Pädagogische Hochschule Karlsruhe; gegründet 1958/1962 aus der früheren Lehrerbildungsanstalt (1942–1952) bzw. Hochschule für Lehrerbildung (1936–1942), welche bereits auf das 1768 gegründete Schulseminar in Karlsruhe zurückgeht. Hochschulsatzung seit 1965 und seit 1971 wissenschaftliche Hochschule
  • Staatliche Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe; gegründet 1854 als „Maler-Akademie“ durch den Prinzregenten, späteren Großherzog Friedrich I. und 1869 durch eine Kunstgewerbeschule erweitert. Unter dem Namen „Badische Landeskunstschule“ fand 1926 der Zusammenschluss beider Schulen statt. Nach erheblichen Zerstörungen während des 2. Weltkrieges begann der Unterricht wieder zu Beginn des Wintersemesters 1947/48.
  • Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (HfG); gegründet am 15. April 1992, gemeinsam mit dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM), das ab 1989 entstand
  • Staatliche Hochschule für Musik Karlsruhe; die Hochschule geht auf die 1812 gegründete Singanstalt zurück. 1837 erfolgte die Gründung einer Musikbildungsanstalt, welche 1910 mit dem Städtischen Konservatorium vereinigt wurde. Hieraus entstand 1920 die Badische Hochschule für Musik, welche das Land Baden-Württemberg 1971 übernahm und seither als „Staatliche Hochschule für Musik“ führt.
  • ANKA-Synchrotronstrahlungsforschungslabor
  • Berufsakademie für Wirtschaft und Technik Karlsruhe; gegründet 1979
  • Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung (IITB)
  • Fraunhofer-Institut für System und Innovationsforschung (ISI)
  • Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel
  • Forschungszentrum Informatik (FZI)
  • Forschungszentrum Karlsruhe (FZK); das Forschungszentrum Karlsruhe bei Eggenstein-Leopoldshafen ist eine der größten natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Europa und wird von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Baden-Württemberg gemeinsam getragen. Ehemaliges Kernforschungszentrum. Dort werden noch relativ große Mengen radioaktiven Abfalls gelagert.
  • Volkshochschule Karlsruhe; gegründet 1947, heute mit jährlich ca. 3000 Veranstaltungen und 39000 Kund/inn/en eine der größten Volkshochschulen Badens. Die VHS Karlsruhe ist auch Trägerin der Abendschulen zum Nachholen von Schulabschlüssen und der Jugendkunstschule Karlsruhe.
  • Führungsakademie des Landes Baden-Württemberg im Schwedenpalais
  • Staatliche Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt Augustenberg
  • Max-Reger-Institut/Elsa-Reger-Stiftung (MRI); seit 1996 in Karlsruhe ansässig
  • Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe; Untersuchungen im Rahmen der Amtlichen Lebensmittelüberwachung und der Tierseuchendiagnostik in Baden-Württemberg
  • Pädagogisches Fachseminar Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Berufliche Schulen) Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Gymnasien) Karlsruhe
  • Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Realschulen) Karlsruhe
  • Merkur Internationale FH; private Fachhochschule der Merkurakademie

Bibliotheken

Gerichte

Mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof ist Karlsruhe Sitz der beiden bedeutendsten deutschen Gerichte. Erwähnenswert ist auch der Sitz des Generalbundesanwalts in Karlsruhe, früher auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs, seit 1999 in einem eigenen Gebäude am Brauerboulevard. Außerdem gibt es in der ordentlichen Gerichtsbarkeit noch ein Oberlandesgericht (mit Generalstaatsanwaltschaft) sowie ein Land- und zwei Amtsgerichte (Karlsruhe und Karlsruhe-Durlach). Ferner sitzen vier Außensenate des Finanzgerichts Baden-Württemberg und ein Verwaltungsgericht in Karlsruhe, außerdem auch ein Arbeitsgericht und ein Sozialgericht. Die Bundeswehr unterhält in Karlsruhe einige Kammern des Truppendienstgerichtes Süd, das seinen Hauptsitz in Ulm hat.

Die Konzentration der Judikative wird in Werbeslogans wie Residenz des Rechts oder Kulturhauptstadt 2010 – mit Recht aufgegriffen.

Behörden

Generallandesarchiv Karlsruhe

Karlsruhe ist Sitz der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder und verschiedener Landesbehörden, wie der Oberfinanzdirektion Karlsruhe (mit den beiden Finanzämtern im Stadtgebiet Karlsruhe-Stadt und Karlsruhe-Durlach) und des Rechnungshofes Baden-Württemberg. Auch der Badische Gemeindeversicherungsverband, die Gemeindeprüfungsanstalt, der Landeswohlfahrtsverband Baden und der Kommunale Versorgungsverband Baden-Württemberg, Dienststellen des Innenministeriums, haben hier ihren Sitz. Weiterhin besteht eine Forstdirektion in der Stadt. Auch die Deutsche Rentenversicherung (vormals: Landesversicherungsanstalt) Baden-Württemberg und die dem Umweltministerium Baden-Württemberg unterstehende Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) haben ihren Sitz in Karlsruhe. Ferner gibt es eine Agentur für Arbeit.

Außerdem besteht in Karlsruhe eine Bundespolizeiinspektion zum Schutz des Bundesverfassungsgerichtes. Ebenfalls unterhält das Bundesamt für den Zivildienst eine Zivildienstschule hier.

Als Sitz des Regierungsbezirkes Karlsruhe, des Regionalverband Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe (dem die Stadt selbst nicht angehört), beherbergt die Stadt auch deren Verwaltungen. Das Generallandesarchiv, das für das Gebiet des Regierungsbezirkes zuständig ist und die Bestände des alten Landes Baden beherbergt, sitzt ebenfalls in Karlsruhe.

Karlsruhe ist Sitz des Regionalbüros Mittlerer Oberrhein-Pforzheim des Erzbistums Freiburg, zu dem die Dekanate Philippsburg, Bruchsal, Bretten, Karlsruhe, Pforzheim, Ettlingen, Murgtal und Baden-Baden gehören. Auf dem evangelischen Bereich ist Karlsruhe Sitz der Evangelischen Landeskirche in Baden, welche in der Stadt auch ein Dekanat für den Kirchenbezirk „Karlsruhe und Durlach“ unterhält. Das Dekanat für den Kirchenbezirk Karlsruhe-Land befindet sich jedoch in Bruchsal.

Internet

Karlsruhe hat bei der Entwicklung des Internets in Deutschland eine wichtige Rolle gespielt und tut es bis heute. So wurden an der Universität Karlsruhe 1984 Deutschlands erste E-Mails empfangen und von 1994 bis 1998 sämtliche deutschen Domänen verwaltet. Ebenso wurde von Karlsruhe aus die erste Internet-Verbindung in die Volksrepublik China hergestellt.

Eine Karlsruher Firma betreibt Europas größtes Rechenzentrum, ca. 40% aller deutschen Webseiten werden in Karlsruhe verwaltet. Im Umfeld der Universität sind ungefähr 2.500 Internet- und Telekommunikations-Firmen entstanden, so dass Karlsruhe 2003 zur „Internethauptstadt Deutschlands“ gewählt wurde.

Stadtwiki

Das Stadtwiki Karlsruhe ist das größte Stadtwiki der Welt.

Kultur

Kulturpreise

  • Bambi. Der Medienpreis wurde 1948 vom Karlsruher Verleger Karl Fritz ins Leben gerufen und in den Jahren 1948–1964 und 1998 in Karlsruhe verliehen.
  • Hermann-Hesse-Preis, seit 1956 verliehen

Mundart

Die Karlsruher Mundart ist eine in den letzten drei Jahrhunderten entstandene Mischung aus den Dialekten der umliegenden Bevölkerungsgruppen. Vom Süden sind alemannische Einflüsse spürbar, vom Norden und Westen fränkische und im Osten sind die schwäbischen Gebiete nicht sehr weit, welche allerdings einen geringeren Einfluss auf den Dialekt haben.
Sprachwissenschaftlich gehört Karlsruherisch zu den süd-rheinfränkischen Dialekten, umgangssprachlich wird die Mundart allgemein als Badisch oder „Brigantendeutsch“ bezeichnet.

Theater

Kammertheater
  • Badisches Staatstheater Karlsruhe (Oper, Schauspiel, Ballett)
  • Insel-Theater (seit 1997 Spielstätte des Staatstheaters, zuvor eigenständiges Privattheater)
  • Jakobus-Theater (gegr. 1972)
  • Kammer-Theater (Boulevard-Bühne, gegr. 1956)
  • Theater „Die Käuze“ (Kellertheater gegr. 1967)
  • Sandkorn-Theater (gegr. 1956) Privattheater
  • Theater in der Orgelfabrik e.V. (gegr. 1987)
  • Theater „Die Spur“ (gegr. 1961)
  • Figurentheater „marotte“ (gegr. 1987)
  • Bluemix Kinder- und Jugendtheater e.V. (gegr. 1994; 2004 geschlossen nach Umschichtung des städtischen Zuschusses)
  • „d'Badisch Bühn“ (Mundarttheater mit Gastwirtschaft, gegr. 1982)
  • UniTheater Karlsruhe e.V. (gegr. 1990)

Kleinkunst

Neben vielfältigen Kleinkunst-Veranstaltungen z. B. im Tollhaus besitzt Karlsruhe auch eine sehr aktive Kleinkunst-Szene. Mitglieder des pyramidalen KleinKunst-Vereins PKV organisieren seit den 1990er Jahren unter anderem jährliche Akrobatiktreffen und Jonglierconventions, seit 2003 wird bei Das Fest außerdem jedes Jahr das nationale Volleyclub-Turnier ausgetragen. Weltbekannt wurde Karlsruhe in der Jonglierszene jedoch durch die gelungene Durchführung der 23. europäischen Jonglierconvention EJC (weltgrößtes Jongliertreffen) im Jahre 2000, aufgrund der perfekten Organisation gaben die Jongleure dem pyramidalen KleinKunst-Verein den Zuschlag 2008 erneut die EJC in Karlsruhe auszurichten.

Orchester und Chöre

  • Badische Staatskapelle, Orchester des Badischen Staatstheaters
  • Ensemble 13 – Das Kammerorchester wurde 1973 von Manfred Reichert gegründet. Es wirkte unter anderem bei Uraufführungen von Werken von Wolfgang Rihm, Luigi Nono und Iannis Xenakis mit.
  • Die Schrillmänner – schwuler Chor Karlsruhe. Gegründet 1988 mit dem Ziel schwuler Emanzipation.
  • Sinfonie- und Kammerorchester an der Universität
  • Universitätschor und Kammerchor der Universität
  • KHG Chor, Chor der katholischen Hochschulgemeinde Karlsruhe
  • Kammerchor Studio Vocale
  • Cantus Solis
  • Chor St. Stephan
  • Oratorienchor und Kammerchor an der Christuskirche
  • Bachchor und CoroPiccolo an der evangelischen Stadtkirche
  • Kantorei an der Lutherkirche (Oststadt)
  • Durlacher Kantorei
  • Gospelchor Fetz Domino
  • Karlsruher Kammerchor des Helmholtz-Gymnasiums, 1985 erster Preisträger des Deutschen Chorwettbewerbs.
  • Vokalensemble milagro
  • ESG-Chor der Evangelischen Studierendengemeinde
  • vocal resources – Chor der Hochschule Karlsruhe
  • Kammerorchester Weiherfeld

Rock- und Popszene

Karlsruhe verfügt über eine lebendige Live-Clubszene mit zahlreichen Auftrittsmöglichkeiten. Im Jahr 2002 wurde eine übergreifende Initiative zur Popmusikförderung in Karlsruhe und der Region ins Leben gerufen. Die Stadt und die Initiative sind Partner im Regionet-Projekt der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim.

Veranstaltungszentren & Live-Clubs

Die Günther-Klotz-Anlage ist ein Ort der Erholung
  • Messe Karlsruhe mit dm-arena in Rheinstetten-Forchheim
  • Tollhaus – Kulturzentrum mit großem Programm in der Oststadt
  • Tempel – Kulturzentrum in Mühlburg
  • JuBeZ Kulturzentrum – betrieben vom Stadtjugendausschuss e.V.
  • Kulturruine e.V. – Veranstaltungszentrum der Schwarzen Szene
  • Kulturhaus Gotec
  • Substage – Livemusik-Klub am Ettlinger Tor
  • Kongresszentrum – Veranstaltungszentrum am Festplatz (Stadthalle, Schwarzwaldhalle, Konzerthaus und Gartenhalle)
  • AKK – studentisch betriebenes Café und Veranstaltungsort
  • Z10 – studentisch organisiertes Kultur- und Kommunikationszentrum
  • Die Europa-Halle – Multifunktionshalle für vielerlei Sportveranstaltungen und Konzerte. Sie steht am Rand der Günther-Klotz-Anlage, in der seit mehr als 20 Jahren das größte Open-Air-Festival Süddeutschlands bei freiem Eintritt stattfindet: Das Fest vom Stadtjugendausschuss e.V.
  • Bürgerzentrum Südstadt (Südwerk) – Kleine Mehrzweckhalle in der ehemaligen Kantine des Ausbesserungswerkes, von einigen Vereinen getragen, die sie regelmäßig nutzen

Museen

Der „blaue Strahl“ zwischen Schloss und Majolika

Zu den bekanntesten Museen gehören

Weitere Bauwerke und Museen sind im Artikel Sehenswürdigkeiten in Karlsruhe aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Ende Januar: UStA Uni-Winterfest
  • Februar/März: Internationale Händel-Festspiele, seit 1985
  • April: Schrill im April, der lesbisch-schwule Kulturmonat
  • Mai/Juni: Frühjahrsjahrmarkt auf dem Messplatz
  • Ende Juni: zweitgrößte Freiluftveranstaltung Karlsruhes: UStA Uni-Sommerfest
  • Mitte/Ende Juli: eines der größten kostenlosen deutschen Freiluftfeste „Das Fest
  • Juli/August: Freiluftkino am Schloss Gottesaue
  • Juli: „African Summer Festival
  • August/September: Lichterfest im Stadtgarten
  • September/Oktober: Internationales Gorodki-Turnier „Goldener Herbst“
  • September/Oktober: Kulturmarkt auf dem Kronenplatz
  • Oktober: Lesbisch-schwule Filmtage im Prinz-Max-Palais
  • Oktober/November: Herbstjahrmarkt auf dem Messplatz
  • November/Dezember: „Musik auf dem 49. Breitengrad“
  • November/Dezember: Christkindlesmarkt auf dem Marktplatz
Impression Karlsruher Stadtgeburtstag 2002 mit Pyramide und Schloss

Persönlichkeiten

Die Stadt Karlsruhe hat seit 1945 folgenden Persönlichkeiten das Ehrenbürgerrecht verliehen:

  • Dr. med. h.c. Dr. rer. pol. h. c. Dr. Ing. E. h. Heinrich Köhler, Politiker (1947)
  • Dr. med. h. c. Adam Remmele, Politiker (1948)
  • Prof. Albert Kessler, Politiker (1963)
  • Dr. h. c. Heinrich Lübke, Bundespräsident von 1959 bis 1969 (1964)
  • Prof. Dr. rer. nat. h. c. Hermann Veit, Politiker (1965)
  • Dr. theol. Julius Bender, Theologe u. evangelischer Landesbischof (1965)
  • Kunigunde Fischer, Politikerin (1965)
  • Prof. Dr. jur. Dr. med. h. c. Siegfried Kühn, Jurist und Politiker (1965)
  • Dr. Pierre Wéber , Oberbürgermeister der Partnerstadt Nancy (1966)
  • Wilhelm Baur, Politiker (1969)
  • Gustav Heller, Politiker (1969)
  • Günther Klotz, Oberbürgermeister der Stadt (1970)
  • Dr. Franz Gurk, Politiker (1981)
  • Prof. Dr. Dr. Alexander Möller, Bundesfinanzminister 1969–1971 (1981)
  • Otto Dullenkopf, Oberbürgermeister der Stadt (1986)
  • Hanne Landgraf, Politikerin (1993)
  • Toni Menzinger, Politikerin (1993)
  • Dr. André Rossinot, Oberbürgermeister der Partnerstadt Nancy (1995)
  • Prof. Dr. Gerhard Seiler, Oberbürgermeister der Stadt (1998)
  • Dieter Ludwig, KVV-Geschäftsführer 1993–2006 (2006)

Alle Ehrenbürger seit 1821: siehe Liste der Ehrenbürger von Karlsruhe. Zusätzlich können Persönlichkeiten in der Liste der Söhne und Töchter der Stadt Karlsruhe eingesehen werden.

Sport

Basketball

Der Basketballverein BG Karlsruhe spielt seit der Saison 2003/2004 in der 1. Basketball-Bundesliga, nachdem ihnen ein Auswärtssieg in Chemnitz den Aufstieg ermöglichte. Spielstätte ist die 4600 Zuschauer fassende Europahalle.

Fußball

Erfolgreichster Fußballverein der Stadt ist der Karlsruher SC, der im Wildparkstadion derzeit in der 2. Bundesliga spielt. Größter Erfolg war der Deutsche Meistertitel des Vorgängervereins Phönix Karlsruhe im Jahre 1909, sowie zwei Pokalsiege in den Jahren 1955/56. Mit dem Karlsruher FV, Deutscher Meister 1910, gab es in der Frühzeit des Fußballsports, Anfang des 20. Jahrhunderts einen zweiten, ähnlich bedeutenden Verein.

Gorodki

Karlsruhe ist der Geburtsort der modernen Variante des slawischen Spiels Gorodki mit leichten Wurfstöcken aus robustem Plastik. Hier gibt es zwei der modernsten Spielplätze der Welt. 2006 fand in Karlsruhe die Gorodki-Weltmeisterschaft statt. Teilnehmerländer waren Deutschland, Finnland, Russland, Schweden, Ukraine und Weißrussland.

Leichtathletik

In der Europahalle findet jährlich ein internationales Hallenleichtathletikmeeting statt, das zuletzt unter dem Namen LBBW-Meeting firmierte. Außerdem werden jedes Jahr der Baden-Marathon, die Badische Meile und der Fidelitas Nachtlauf, ein Ultramarathon, ausgerichtet. Auch der alljährlich stattfindende Schlossparklauf der KSC-Leichtathletikabteilung lockt von Jahr zu Jahr immer mehr begeisterte Läufer und Läuferinnen an. Mittlerweile zählt dieser schon zu einem der größten Sportereignisse der Stadt.

Radsport

Karlsruhe war Etappenort der Tour de France 2005. Die 7. Etappe endete hier am 8. Juli. Hierfür wurden große Teile der Innenstadt abgesperrt. Am 9. August endete die Deutschlandtour 2006 in Karlsruhe. Die Ziellinie lag bei beiden Veranstaltungen auf der B 36 vor der Messe Karlsruhe.

Rock'n'Roll

Der Karlsruher Rock'n'Roll-Club ["RRC Golden-Fifties Karlsruhe e.V."][1] ist einer der größten deutschen Rock'n'Roll-Clubs. Aushängeschild des Vereins sind die Boogie-Formation "Boogie@Motion" (deutscher Vizemeister 2005 und 2006 und Vizeweltmeister 2005) sowie die Rock'n'Roll-Formation "Gofi-Team" (deutscher Vizemeister 2004 und Vizeweltmeister 2003 und 2004). In der Vergangenheit richtete der Verein in Zusammenarbeit mit der KMK wiederholt bedeutende internationale Turniere aus. Austragungsort war hierbei die Europahalle.

Rugby

Mit dem Karlsruher SV hat Karlsruhe einen Verein, der in der 2. Bundesliga spielte.

Kampfkunst/-sport

Karlsruhe bietet ein sehr vielseitiges Angebot an Kampfkünsten und Kampfsportarten.

Springreiten

Karlsruhe bietet ein sehr vielseitiges Angebot zum Springreiten und Voltigieren an.

Schwul-Lesbischer Sportverein

Seit 1996 gibt es in Karlsruhe den schwulen Sportverein BadMen e. V., der aus einer Badmintongruppe hervorging. Der Verein mit weit über 100 Mitgliedern und einem breiten Angebot an Sportarten, beschloss auf seiner Generalversammlung 2005 die Öffnung des Vereins auch für interessierte lesbische Sportbegeisterte.

Schützen

Schützengesellschaft Karlsruhe 1721 e.V. – Markgraf Carl Wilhelm von Baden-Durlach errichtete auf den Gottesauer Wiesen an der Straße nach Rüppurr eine Schießstätte. Am 19. Juni 1721 fand ein Freischießen statt an dem auch die Pforzheimer Schützen teilnahnmen. Die damaligen Mitteilungen über die Karlsruher Schützen lassen erkennen, dass in diesem Jahr die Gründung der Schützengesellschaft erfolgte.

Tanzsport

Football

Die 1. AFC Badener Greifs wurden 1982 in Eggenstein gegründet. 1986 bis 1993 spielte die Mannschaft in der 1. Bundesliga.

Indiaca

Der TSV Grünwinkel 1862 e.V. ist schon lange erfolgreich vor allem im Bereich Indiaca und kann einige Meistertitel sowie das einmal im Jahr stattfindende Beachindiaca-Turnier verzeichnen, welches zu den größten deutschlandweit zählt.

360° Panorama vom Karlsruher Schloss
Panorama vor dem Karlsruher Schloss

Literatur

  • Hubert Doerrschuck, Herbert Meininger: Karlsruhe. Stadtgeschichte und Bilddokumentation. G. Braun, Karlsruhe 1984, ISBN 3-76508041-1
  • Stadt Karlsruhe Stadtarchiv (Hrsg.): Karlsruhe. Die Stadtgeschichte. Badenia, Karlsruhe 1998, ISBN 3-7617-0353-8
  • Erich Keyser: Badisches Städtebuch. Kohlhammer, Stuttgart 1959 (Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte., Band IV 2)
  • Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hrsg.): Regierungsbezirk Karlsruhe. Kohlhammer, Stuttgart 1976 (Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden., Band V), ISBN 3-17-002542-2
  • Jens M. Möller: Mythos einer Sonnenstadt Gmelin, 1995 ISBN 3926253916
  1. Geoklima 2.1

Siehe auch

Weblinks

 Wikinews: Karlsruhe – in den Nachrichten
 Commons: Karlsruhe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Karlsruhe – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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