Lacropte

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Lacropte
La Cròpta
Lacropte (Frankreich)
Lacropte
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Périgueux
Kanton Périgord Central
Gemeindeverband Le Grand Périgueux
Koordinaten 45° 2′ N, 0° 50′ OKoordinaten: 45° 2′ N, 0° 50′ O
Höhe 168–266 m
Fläche 26,23 km2
Einwohner 657 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 25 Einw./km2
Postleitzahl 24380
INSEE-Code
Website Lacropte

Lacropte – Ortsbild mit Kirche Saint-Agnan

Lacropte (okzitanisch La Cròpta) ist ein südwestfranzösischer Ort und eine Gemeinde (commune) mit 657 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Nordwesten des Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Sie besteht aus dem Hauptort sowie mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Lacropte liegt in der Kulturlandschaft des Périgord etwa 23 km (Fahrtstrecke) südöstlich von Périgueux bzw. gut 42 km nordöstlich von Bergerac in einer Höhe von ca. 195 m.[1] Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 880 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 938 1.200 935 588 609 660

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im ausgehenden 19. und im 20. Jahrhundert ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen; hinzu kommt die immer noch anhaltende Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde ist immer noch in hohem Maße land- und forstwirtschaftlich (Kastanien) geprägt; der in früheren Zeiten durchaus bedeutsame Weinbau spielt jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle. Im Ort selber haben sich Kleinhändler, Handwerker und Dienstleister niedergelassen. Heute ist der Ort eines der größten Anbaugebiete für Erdbeeren (fraises) in Frankreich. In Seit den 1960er Jahren werden einige der leerstehenden Häuser als Ferienwohnungen (gîtes) vermietet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name Lacropte verweist aus eine nicht mehr erhaltene Krypta. Ein gewisser Hélie de La Cropte stiftete in den Jahren 1144 und 1168 der Abtei Cluny bzw. der Abtei Chancelade wiederholt Landbesitz; sein Sohn nahm am 3. Kreuzzug teil. Die Familie La Cropte bestimmte lange Zeit die Geschicke des Ortes, der in einem Kirchenregister (pouillé) des 13. Jahrhunderts erstmals unter dem Namen La Cropta erwähnt wird.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts aus Bruchsteinen erbaute Église Saint-Agnan ist dem hl. Anianus von Orléans geweiht. Die dreischiffige Kirche verfügt über einen Westturm, unter welchem sich auch das Portal befindet und eine halbrunde Apsis.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lacropte – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lacropte – Karte mit Höhenangaben
  2. Lacropte/Salon – Klimatabellen