Douville

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Douville
Dovila
Wappen von Douville
Douville (Frankreich)
Douville
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Périgueux
Kanton Périgord Central
Gemeindeverband Isle et Crempse en Périgord
Koordinaten 45° 0′ N, 0° 35′ OKoordinaten: 45° 0′ N, 0° 35′ O
Höhe 110–233 m
Fläche 19,91 km2
Einwohner 453 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 23 Einw./km2
Postleitzahl 24140
INSEE-Code
Website Douville

Douville – Ortsansicht mit Église Saint-Front

Douville (okzitanisch Dovila) ist ein französischer Ort und eine Gemeinde (commune) mit 453 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptort sowie einigen Weilern (hameaux) und Einzelgehöften (fermes).

Lage und Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Douville liegt in der Kulturlandschaft des Périgord in einer Höhe von ca. 135 m; der ca. 2 km südlich gelegene Ortsteil Le Pont Saint-Mamet erstreckt sich am Ufer der Crempse.[1] Die Stadt Périgueux ist gut 28 km (Fahrtstrecke) in nordöstlicher Richtung entfernt; die Stadt Bergerac befindet sich gut 21 km südwestlich. Das Klima ist gemäßigt; Regen (ca. 835 mm/Jahr) fällt übers Jahr verteilt.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2015
Einwohner 772 1.001 762 385 401 452

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Mechanisierung der Landwirtschaft und die Aufgabe von bäuerlichen Kleinbetrieben zurückzuführen. Seit den 1980er Jahren ist wieder ein leichtes Bevölkerungswachstum zu verzeichnen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Land- und Forstwirtschaft (Getreideanbau, Holzkohle); Obst und Gemüse wurden in den hauseigenen Gärten angebaut. Im Ort selbst haben sich Kleinhändler und Handwerker niedergelassen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Erwähnungen des Ortsnamens Douvilla oder Dosvila stammen aus dem 13. und 15. Jahrhundert; die Kirche entstand jedoch erst im 16. Jahrhundert. Im Jahr 1794 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Douville und Le Pont-Saint-Mamet zusammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Douville
  • Die Église Saint-Front stammt aus dem 16. Jahrhundert. Die eher schmucklose Kirche hat eine flachgeschlossene Apsis und einen dreieckigen Glockengiebel (clocher mur) im Westen.
  • Das bereits im 8. Jahrhundert erwähnte Château de Roussille wechselte im Mittelalter, besonders aber im Verlauf des Hundertjährigen Krieges (1337–1453) wiederholt den Besitzer. In der Zeit der Französischen Revolution wurde es zerstört.[3]
Le Pont Saint-Mamet
  • Auf dem Friedhof des Weilers Le Pont Saint-Mamet steht die ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert stammende und dem legendenhaften Heiligen Mamas geweihte Église Saint Mamet. Auch sie verfügt über eine flachschließende Apsis und einen dreieckigen Glockengiebel.
  • Das im 17. Jahrhundert erbaute Château de la Forge ist ein zweigeschossiger Bau mit Lukarnendach. Es dient heute als Hotel.[4]
  • Das Château de Saint-Mamet stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es befindet sich in Privatbesitz.[5]
  • Das Château de Lestaubiere ist ein Bau des 19. Jahrhunderts und dient heute als Hotel.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Douville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Douville – Karte mit Höhenangaben
  2. Douville/Bergerac – Klimatabellen
  3. Douville – Château de Roussille
  4. Douville – Château de la Forge
  5. Douville – Château de Saint Mamet
  6. Douville – Château de Lestaubiere