Simon Terodde

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Simon Terodde
Simon terodde.jpg
Simon Terodde (2016)
Personalia
Geburtstag 2. März 1988
Geburtsort BocholtDeutschland
Größe 192 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
1991–1998 SV Krechting
1998–2001 VfL Rhede
2001–2002 1. FC Bocholt
2002–2007 MSV Duisburg
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2009 MSV Duisburg II 20 (12)
2008–2009 MSV Duisburg 2 0(0)
2009 → Fortuna Düsseldorf (Leihe) 8 0(1)
2009–2011 1. FC Köln II 52 (20)
2010–2011 1. FC Köln 5 0(0)
2011–2014 1. FC Union Berlin 87 (23)
2014–2016 VfL Bochum 66 (41)
2016–2017 VfB Stuttgart 47 (27)
2018–2020 1. FC Köln 71 (37)
2020– Hamburger SV 5 0(6)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 24. Oktober 2020

Simon Terodde (* 2. März 1988 in Bocholt) ist ein deutscher Fußballspieler, der beim Hamburger SV unter Vertrag steht. Der Stürmer wurde hauptsächlich beim MSV Duisburg ausgebildet und machte dort seine ersten Schritte im Profifußball. Für die Duisburger, den 1. FC Köln, 1. FC Union Berlin, VfL Bochum, VfB Stuttgart und aktuell den Hamburger SV absolvierte er bisher über 200 Spiele in der 2. Bundesliga, in denen er über 120 Tore erzielte. Damit ist der Zweitligatorschützenkönig von 2016, 2017 und 2019 der beste Torschütze der eingleisigen 2. Bundesliga (seit 1981) sowie der drittbeste Zweitliga-Torschütze insgesamt. Darüber hinaus absolvierte Terodde für den 1. FC Köln und den VfB Stuttgart 58 Spiele in der Bundesliga, in denen er 10 Tore erzielte.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MSV Duisburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terodde stieß zur Saison 2007/08 zum Profikader des Erstligisten MSV Duisburg, dessen Jugend er sich im Alter von 14 Jahren angeschlossen hatte. Während der Saison kam er zu keinem Einsatz. Nach dem Abstieg des MSV gab er in der 2. Fußball-Bundesliga am 19. Oktober 2008 sein Profidebüt gegen den FC Ingolstadt 04.[1]

Am 8. Januar 2009 verlängerte Terodde seinen Vertrag beim MSV Duisburg bis 2010. Um Spielpraxis zu sammeln, sollte er an einen Drittligisten ausgeliehen werden. Zunächst absolvierte er ein Probetraining beim 1. FC Union Berlin, welches er krankheitsbedingt abbrechen musste.[2] Später wurde er an Fortuna Düsseldorf verliehen. Dort kam er aufgrund einer schweren Verletzung[3] nur zu acht Einsätzen, in denen er ein Tor erzielte.

1. FC Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2009 unterschrieb er einen Vertrag über zwei Jahre beim 1. FC Köln, bei dem er zunächst in der Regionalliga West für die FC-Reserve zum Einsatz kommen sollte. Zu seinem Debüt in der ersten Mannschaft kam er am 26. Oktober 2010 unter Kölns neuem Trainer Frank Schaefer, der Terodde zuvor auch schon bei den Amateuren trainiert hatte, im DFB-Pokal.[4] In der Liga absolvierte er 5 Partien für die Kölner, davon 4 als Einwechselspieler kurz vor Schluss.

1. FC Union Berlin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 19. Mai 2011 wurde der Wechsel Teroddes zum Zweitligisten 1. FC Union Berlin bekannt gegeben. Er wechselte zunächst auf Leihbasis für die Spielzeit 2011/12 in die Hauptstadt. Nach überzeugender Saisonvorbereitung warf ihn eine Knieverletzung zurück. In seinem ersten Einsatz nach der Verletzungspause erzielte er am 10. Dezember 2011 im Heimspiel gegen den FSV Frankfurt sein erstes Zweitliga-Tor.[5] Aufgrund seiner guten Leistungen in der Rückrunde mit sieben Toren in 15 Einsätzen entschloss sich der Verein für ein weiteres Engagement über das Saisonende hinaus und verpflichtete Terodde am 9. April 2012 fest vom 1. FC Köln. Er unterschrieb einen Dreijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015, der sowohl für die 1. als auch für die 2. Bundesliga galt. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Vereine Stillschweigen.[6] Insgesamt erzielte er in seiner ersten Saison für Union 8 Tore und war damit zusammen mit Silvio Carlos de Oliveira bester Torjäger seines Vereins. In der folgenden Saison 2012/13 erzielte er für den Berliner Verein 10 Tore und war damit zusammen mit Torsten Mattuschka wieder bester Torschütze seines Teams.[7] In der Saison 2013/14 erzielte Terodde fünf Tore für seinen Verein und wurde nach dem anschließenden Trainerwechsel von Uwe Neuhaus zu Norbert Düwel nicht mehr berücksichtigt und durch Sebastian Polter in der Sturmposition ersetzt.[8]

VfL Bochum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2014/15 wechselte Terodde zum Zweitligisten VfL Bochum. Er erzielte 16 Tore in dieser Saison und war damit zweitbester Torschütze der Liga hinter Rouwen Hennings vom Karlsruher SC.[9] In der folgenden Spielzeit 2015/16 wurde Terodde mit 25 Toren Torschützenkönig der 2. Liga.[10] Außerdem sorgte der Angreifer im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig für ein Novum von zwei verschossenen Elfmetern in einem Zweitliga-Spiel.[11]

VfB Stuttgart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2016/17 wechselte Terodde innerhalb der 2. Liga zum Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart.[12] In dieser Spielzeit wurde er mit 25 Toren erneut Torschützenkönig und führte seinen neuen Klub zur Zweitligameisterschaft.[13] Man lobte seine mannschaftsdienliche Spielweise.[14] Nach dem Aufstieg unterzeichnete Terodde beim VfB einen bis 2019 datierten Vertrag mit der Option für eine Verlängerung bis 2020.[15] Insgesamt kam er in der Hinrunde der Saison 2017/18 zu 15 Erstligaeinsätzen für die Stuttgarter, in denen er zwei Tore erzielte, war jedoch in den letzten Spielen nicht mehr Stammspieler.[16]

Rückkehr zum 1. FC Köln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simon Terodde im Trikot des 1. FC Köln (2018)

Zum 1. Januar 2018 kehrte Terodde zurück zum Tabellenletzten 1. FC Köln und unterschrieb einen bis zum 30. Juni 2021 laufenden Vertrag.[17][18] Terodde hatte in dieser Saison 15 Einsätze für die Kölner (5 Tore) und stieg am Saisonende mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga ab.

Mit seinem 112. Zweitligator (dem 4:1 gegen den FC St. Pauli am 21. Spieltag der Saison 2018/19) schoss sich Terodde auf Rang 10 der Rekordtorjägerliste der 2. Bundesliga.[19] In der Saison 2018/19 wurde er mit 29 Saisontoren zum dritten Mal Torschützenkönig der 2. Bundesliga und trug damit maßgeblich zur Zweitligameisterschaft und zum Aufstieg des 1. FC Köln bei.

Nach dem Wiederaufstieg konnte der Stürmer in der Saison 2019/20 in der höchsten deutschen Spielklasse erneut nicht an seine Zweitligaleistungen anknüpfen und wurde häufiger als Einwechselspieler eingesetzt. Sowohl Achim Beierlorzer als auch sein Nachfolger Markus Gisdol setzten im Angriff verstärkt auf Jhon Córdoba und, nach dessen Verpflichtung zur Rückrunde, den Leihspieler Mark Uth. Terodde kam auf 23 Bundesligaeinsätze (7-mal von Beginn), in denen er 3 Tore erzielte.

Hamburger SV[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Saison 2020/21 kehrte der 32-jährige Terodde wieder in die 2. Bundesliga zurück und wechselte zum Hamburger SV, bei dem er einen Einjahresvertrag erhielt.[20] Mit zwei Doppelpacks in den ersten beiden Spielen löste er mit 122 Toren Sven Demandt (121) als Rekordtorschützen der eingleisigen 2. Bundesliga (seit 1981) ab.[21] In der Ewigen Torschützenliste der seit 1974 ausgetragenen 2. Bundesliga belegt Terodde hinter Dieter Schatzschneider (154) und Karl-Heinz Mödrath (151) mit 124 Toren den 3. Platz (Stand: 24. Oktober 2020).

Erfolge und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine
Individuell

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Simon Terodde – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spielstatistik MSV Duisburg – FC Ingolstadt 6:1 (2:1) auf kicker.de
  2. transfermarkt.de: Terodde: Probetraining beendet. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 12. November 2010; abgerufen am 10. Dezember 2008.
  3. fortuna-duesseldorf.de: Simon Terodde verletzt sich schwer beim Training. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 6. Mai 2009.@1@2Vorlage:Toter Link/www2.fortuna-duesseldorf.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. Spielstatistik 1. FC Köln – TSV 1860 München 3:0 (0:0) auf kicker.de
  5. Ede & Co. schreiben Unions Erfolgsgeschichte fort, Kicker, 10. Dezember 2011, abgerufen am 26. Dezember 2017
  6. 1. FC Union Berlin e. V. verpflichtet Simon Terodde, fc-union-berlin.de vom 9. April 2012
  7. 2. Bundesliga Saison 2012/13 Torjäger der Saison. Kicker, Mai 2013, abgerufen am 26. Dezember 2017
  8. Warum ließ Union Stuttgart-Torjäger Terodde einst gehen?, Berliner Zeitung, 23. April 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  9. 2. Bundesliga Saison 2014/15 Torjäger der Saison. Kicker, Mai 2015, abgerufen am 26. Dezember 2017
  10. Terodde lässt Verbeeks Worten Taten folgen. Kicker, 27. Februar 2016, abgerufen am 26. Dezember 2017
  11. Terodde und die Frage nach Bochums Zeugwart, kicker.de vom 16. Mai 2016
  12. Simon Terodde wechselt zum VfB Stuttgart VfB Stuttgart 14. Juni 2016
  13. 2. Bundesliga Saison 2016/17 Torjäger der Saison, Kicker, Mai 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  14. Tor-Garant mit enorm viel Teamgeist, Pforzheimer Zeitung, 17. November 2016, abgerufen am 26. Dezember 2017
  15. Simon Terodde bleibt beim VfB VfB Stuttgart 26. Mai 2017
  16. Mario Gomez kehrt zum VfB Stuttgart zurück, Badische Zeitung, 22. Dezember 2017, abgerufen am 26. Dezember 2017
  17. Meldung auf der Website des VfB Stuttgart vom 20. Dezember 2017, abgerufen am 20. Dezember 2017
  18. Simon Terodde kehrt zum FC zurück. 1. FC Köln, 20. Dezember 2017
  19. Rekordtorjäger der 2. Bundesliga, dfb.de, abgerufen am 16. Februar 2019
  20. HSV verpflichtet Simon Terodde, hsv.de, 20. August 2020, abgerufen am 20. August 2020. Gleich im ersten Zweitliga-Spiel für seinen neuen Arbeitgeber schoss Terodde im Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf zwei Tore.
  21. Teroddes Vorfreude auf den Partykeller - mit "Bierchen", kicker.de, 28. September 2020, abgerufen am 29. September 2020.