Ukraine beim Eurovision Song Contest

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Bilanz

Flagge der Ukraine
Übertragende Rundfunkanstalt
NTU
Erste Teilnahme
2003
Bisher letzte Teilnahme
2018
Anzahl der Teilnahmen
15 (Stand 2018)
Höchste Platzierung
1 (2004, 2016)
Höchste Punktzahl
534 (2016)
Niedrigste Punktzahl
30 (2003, 2005)
Punkteschnitt (seit erstem Beitrag)
159,00 (Stand 2018)
Punkteschnitt pro abstimmendem Land im 12-Punkte-System
4,13 (Stand 2018)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Ukraine als Teilnehmer am Eurovision Song Contest.

Regelmäßigkeit der Teilnahme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ukraine nahm erstmals im Jahr 2003 in Riga und bis 2014 ununterbrochen teil. Am 19. September 2014 gab der Sender NTU allerdings bekannt, dass sich das Land vom Eurovision Song Contest 2015 zurückziehen werde. Als Gründe wurden die politische Lage sowie die schlechte finanzielle Lage angegeben.[1] Zwischen 2016 und 2018 nahm die Ukraine wieder regelmäßig teil. 2019 wollte die Ukraine ursprünglich teilnehmen und hielt bereits einen Vorentscheid ab, zog sich Ende Februar 2019 aber vom Wettbewerb zurück.[2]

Erfolge im Wettbewerb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruslana, die erste ukrainische Siegerin 2004 in Istanbul
Jamala, die zweite ukrainische Siegerin 2016 in Stockholm

Während der erste Beitrag von Olexandr Ponomariov im Jahr 2003 nur einen 14. Platz belegte, erreichte die Ukraine im Folgejahr 2004 in der Türkei mit Wild Dances von Ruslana den ersten Platz und gewann somit zum allerersten Mal den ESC. Schon im Vorfeld war Ruslana ein Favorit den Wettbewerb zu gewinnen. 2005 fand der Wettbewerb dann in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und somit zum ersten Mal überhaupt in der Ukraine statt. Dort belegte die Gruppe Greenjolly mit dem Lied Razom nas bahato nur den 20. Platz. Danach konnte das Land drei Platzierungen unter den Top Zehn in Folge erreichen. 2006 erreichte Tina Karol den 7. Platz. 2007 und 2008 erreichten die ukrainischen Beiträge jeweils den zweiten Platz. Während es 2009 nur für Platz 12 reichte, platzierten sich die Beiträge von 2010 und 2011 wieder unter den besten Zehn. 2010 erreichte Alyosha Platz 10 und Mika Newton 2011 sogar Platz 4. 2012 erreichte Gaitana in Baku dann nur Platz 15. 2013 und 2014 folgten dann wieder zwei Platzierungen unter den ersten Zehn. 2013 erreichte Slata Ohnewytsch Platz 3 und Marija Jaremtschuk 2014 Platz 6. Nach dem sich das Land 2015 zurückzog, kehrte man 2016 zurück. In Stockholm gelang es Jamala dann mit ihrem Lied 1944 den zweiten Sieg für die Ukraine beim ESC zu holen. Zugleich stellte sie den Punkterekord der Ukraine mit 534 Punkte auf und war die erste Siegerin beim ESC, die es über 400 Punkte schaffte. Geschuldet war dies allerdings auch dem neuen Abstimmungsverfahren beim ESC 2016. Im Jahre 2017 richtete das Land dann zum zweiten Mal denn Wettbewerb aus und entschied sich erneut für Kiew als Austragungsort. Dort gelang es der Gruppe O.Torwald allerdings nicht an vorherige Erfolge der Ukraine beim ESC anzuknüpfen. Die Gruppe erreichte Platz 24 und holte damit das schlechteste Ergebnis der Ukraine bisher beim Wettbewerb. 2018 erreichte Mélovin dann nur Platz 17, womit die Ukraine zum ersten Mal allerzeiten zwei Jahre in Folge keinen Platz unter die besten Zehn erreichte.

Trotzdem erreichte die Ukraine bei insgesamt 15 Teilnahmen zehn Platzierungen in der linken Tabellenhälfte. Dazu konnte das Land bisher zwei Siege einfahren und sich insgesamt neun Mal unter den besten Zehn platzieren. Seit 2018, nachdem Aserbaidschan, Rumänien und Russland nicht das Finale erreichten, stellen die Ukraine zusammen mit Australien die einzigen Länder im Wettbewerb dar, die sich bei jeder Teilnahme für das Finale qualifizieren konnte. Auffällig ist bei der Ukraine allerdings, dass bisher kein männlicher Vertreter die linke Tabellenhälfte erreichen konnte und das Land mit weiblichen Vertretern durchschnittlich besser abschneidet, als mit männlichen. Trotzdem gehört die Ukraine zu den erfolgreichsten Teilnehmern beim Wettbewerb.

Liste der Beiträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Farblegende: – 1. Platz. – 2. Platz. – 3. Platz. – Punktgleichheit mit dem letzten Platz. – ausgeschieden im Halbfinale/in der Qualifikation/im osteuropäischen Vorentscheid. – keine Teilnahme/nicht qualifiziert.

Jahr Interpret Lied
Musik (M) und Text (T)
Sprache Übersetzung Finale Halbfinale/
Qualifikation
Nationaler Vorentscheid
Platz Punkte Platz Punkte
2003 Olexandr Ponomariov
Олександр Пономарьов
Hasta la vista
M: Svika Pick; T: Mirit Shem Or
Englisch
mit spanischem Titel
Auf Wiedersehen 14 / 26 30 Direkt für das Finale qualifiziert interne Auswahl
2004 Ruslana
Руслана
Wild Dances
M: Ruslana; T: Ruslana, Oleksandr Ksenofontov
Englisch
mit zwei Strophen in Ukrainisch
Wilde Tänze 1 / 24 280 2 / 22 256 interne Auswahl
2005 Greenjolly
Ґринджоли
Razom nas bahato
Разом нас багато
M/T: Roman Kalyn, Roman Kostyuk, Mikola Kulinich
Ukrainisch, Englisch Zusammen sind wir mehr 20 / 24 30 Direkt für das Finale qualifiziert Nationaler Vorentscheid
2006 Tina Karol
Тіна Кароль
Show Me Your Love
M: Tina Karol, Mikhail Nekrasov; T: Pavel Shilko
Englisch Zeige mir deine Liebe 7 / 24 145 7 / 23 146 Ty-Zirka 2006
2007 Verka Serduchka
Вєрка Сердючка
Dancing Lasha Tumbai
Dancing Лаша тумбай
M/T: Andrei Danilko
Englisch, Deutsch, Ukrainisch, Russisch Den Lasha Tumbai tanzen 2 / 24 235 Direkt für das Finale qualifiziert Nationaler Vorentscheid
2008 Ani Lorak
Ані Лорак
Shady Lady
M: Filipp Kirkorow; T: Karen Kavaleryan
Englisch Dubiose Dame 2 / 25 230 1 / 19 152 Nationaler Vorentscheid
2009 Svetlana Loboda
Світлана Лобода
Be My Valentine (Anti-Crisis Girl)
M: Switlana Loboda; T: Jewgeni Matjuschenko
Englisch Sei mein Valentin (Anti-Krisen-Mädchen) 12 / 25 76 6 / 19 80 Nationaler Vorentscheid
2010 Alyosha
Альоша
Sweet People
M: Olena Kucher, Borys Kukoba, Vadim Lisitsa; T: Olena Kucher
Englisch Liebe Leute 10 / 25 108 7 / 17 77 Nationaler Vorentscheid
2011 Mika Newton
Міка Ньютон
Angel
M: Ruslan Kvinta; T: Maryna Skomorohova
Englisch Engel 4 / 25 159 6 / 19 81 Nationaler Vorentscheid
2012 Gaitana
Гайтана
Be My Guest
M/T: Gaitana
Englisch Sei mein Gast 15 / 26 65 8 / 18 64 Evrobachennya 2012 - Natsionalyni vidbir
2013 Zlata Ohnewitsch
Злата Огневич
Gravity
M: Mikhail Nekrasov; T: Karen Kavaleryan
Englisch Schwerkraft 3 / 26 214 3 / 16 140 Evrobachennya 2013 - Natsionalyni vidbir
2014 Marija Jaremtschuk
Mapия Яремчук
Tick Tock
M: Marija Jaremtschuk; T: Marija Jaremtschuk, Sandra Bjurman
Englisch Tick-Tack 6 / 26 113 5 / 16 118 Evrobachennya 2014 - Natsionalyni vidbir
2015 Auf Teilnahme verzichtet
2016 Jamala
Джамала
1944
M/T: Susana Jamaladinowa
Krimtatarisch, Englisch 1 / 26 534 2 / 18 287 Widbir 2016
2017 O.Torwald Time
M/T: O.Torwald
Englisch Zeit 24 / 26 36 Direkt für das Finale qualifiziert Widbir 2017
2018 Mélovin Under the Ladder
M: Mélovin; T: Mike Ryals
Englisch Unter der Leiter 17 / 26 130 6 / 18 179 Widbir 2018
2019 MARUV Siren Song
M: Hanna Korsun, Mikhail Busin; T: Hanna Korsun
Englisch, Deutsch Sirenen-Lied Teilnahme zurückgezogen
Rückzug von MARUV
Widbir 2019
Platzierung der ukrainischen Beiträge beim Eurovision Song Contest
Die weiße Linie zeigt die Teilnehmerzahl und somit die niedrigste erreichbare Platzierung

Nationale Vorentscheide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die ukrainischen Vertreter 2003 und 2004 noch intern ausgewählt wurden, veranstaltete NTU in den Folgejahren jeweils einen nationalen Vorentscheid, jedes Mal nach einem anderen Modus:

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 war der Vorentscheid besonders aufwändig, er umfasste nicht weniger als 15 Halbfinalrunden mit je fünf Teilnehmern, von denen sich jeweils der beste für das Finale qualifizierte. Kurz vor dem Finale gab NTU jedoch bekannt, dass vier weitere Künstler eine „Wildcard“ für das Finale erhielten, von denen Greenjolly auch gewannen. Abgestimmt wurde per Telefonvoting.[3]

2006[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe der Castingshow Ti-Zirka, an der jedoch auch professionelle Sänger teilnehmen konnten, sollte der ukrainische Vertreter 2006 bestimmt werden. Die drei Finalisten stellten jeweils einen eigenen Beitrag vor und durch eine Mischung aus Telefonabstimmung und einer professionellen Jury.[4]

2007[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2007 wurde ein Vorentscheid im „klassischen“ Sinn veranstaltet, sieben Künstler stellten an einem Abend je einen Titel vor. Der Sieger wurde erneut mit Hilfe einer Mischung aus Telefonvoting und Expertenjury bestimmt.[5]

2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Silvester 2009 stellte der ukrainische Sender den intern ausgewählten Kandidaten für den Grand Prix 2010 vor. Es war Wassyl Lazarowich. Am 6. März stellte er in einem öffentlichen Vorentscheid sechs Songs vor. Entschieden wurde per Televoting und Expertenjury. Es gab Kritik, weil andere Sänger nicht die Chance hatten, sich als Kandidat zu bewerben. Gewonnen hat die Ballade I Love You.

Allerdings wechselte kurz darauf das Management des Senders. Dies entschied, dass der jetzige Teilnehmer zurückgezogen und ein Neuer gesucht wird. Jetzt hatten auch andere Sänger die Chance das Ticket nach Oslo zu lösen. Der Sender erlaubte dem zurückgewiesenden Sänger Wassyl Lazarowich an dem neuen Vorentscheid teilzunehmen. Dies tat er auch, wurde aber mit seinem vorher ausgewählten Song nur Achter. 20 Songs nahmen im Finale ohne Semifinals teil. Entschieden wurde wieder per Televoting und Expertenjury.

2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In diesem Jahr gab es 5 Vorrunden, drei Semifinals vor dem eigentlichen Finale. Auch 2011 gab es einen Eklat bei der Vorentscheidung, da sich die Zweitplatzierte Zlata Ohnewitsch und die Drittplatzierte Jamala aufgrund einer angeblichen Abstimmungsmanipulation durch die Siegerin Mika Newton betrogen fühlten. Der Sender NTU bot ein zweites Finale unter den ersten drei an, das aber aufgrund der Absage der beiden Kläger nicht zustande kam. Somit konnte Mika Newton dennoch die Ukraine vertreten.

2012–2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2012 gab es keinerlei Auffälligkeiten mehr. Die Vorrunden wurden abgeschafft und ein Finale, 2012 im Februar und seit 2013 Ende Dezember, bestehend aus 21 und seit 2013 20 Teilnehmern, führt zum ukrainischen Beitrag.

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für 2016 wurde eine Kooperation mit dem privaten TV-Sender STB organisiert. Die Auswahl begann zunächst mit einer Reihe von Live-Auditions im Dezember in der gesamten Ukraine. Am 5. und 6. Dezember fanden offene Castings in Saporischschja und Charkiw statt, am 12. und 13. Dezember in Odessa und Lwiw, sowie am 19. und 20. Dezember in Dnipropetrowsk und Kiew. Nach einer Vorab-Auswahl wurden die 18 Teilnehmer bekanntgegeben. Beim anschließenden Televoting des Vorentscheid wurde die Telefonkosten durch den Sender STB getragen, damit möglichst viele Ukrainer an der Wahl mitwirken können.[6] Es gab zwei Semifinals mit neun Teilnehmern am 6. und 13. Februar, von denen jeweils drei das Finale erreichten. Das Finale fand am 21. Februar 2016 statt.[7]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz Ausrichtung des ESC 2017 entschied sich der ukrainische Fernsehsender NTU in Kooperation mit STB, einen nationalen Vorentscheid nach selbem Prinzip wie im Vorjahr zu veranstalten. Dieser fand am 25. Februar 2017 statt.

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2019 wollte das Land ursprünglich teilnehmen und wählte bereits eine Kandidatin über die Vorentscheidung Widbir 2019 aus. Die Siegerin MARUV stimmte allerdings nicht dem Vertrag von UA:Perschyj zu, der unter anderem vorsah, dass sie alle Kosten für Tel Aviv selber tragen müsste und ihre Konzerte in Russland hätte absagen müssen. Dazu hätte sie sich ohne Absprache mit dem Sender nicht mehr öffentlich äußern dürfen. So kontaktierte UA:Perschjy die Zweitplatzierten und Drittplatzierten der Vorentscheidung, die allerdings ebenfalls nicht die Ukraine vertreten wollten, da sie die Vorentscheidung nicht rechtmäßig gewonnen haben. Am 27. Februar 2019 gab der Sender dann bekannt, dass sie ihre Teilnahme 2019 zurückziehen.[8] 2020 wolle der Sender zurückkehren, allerdings nur, wenn Russland nicht gewinnen sollte.[9]

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Großteil der ukrainischen Beiträge wurde komplett auf Englisch vorgestellt, es gab jedoch einige Ausnahmen. So hatte der Beitrag von 2003 eine spanische Titelzeile und der Siegertitel von 2004 enthielt einige Zeilen in der Landessprache. Sowohl 2005 als auch 2007 waren die Lieder multilingual: Greenjolly sangen auf Ukrainisch, Englisch, Polnisch, Deutsch, Spanisch, Tschechisch, Französisch und Russisch;[10] Verka Serduchka zwei Jahre später auf Englisch, Deutsch, Ukrainisch und Russisch. Die beiden Worte in der Titelzeile Lasha Tumbai haben keine Bedeutung, hören sich aber nach Russia goodbye an. Da politische Stellungnahmen beim Eurovision Song Contest nicht erlaubt sind, behauptete Verka, die Worte seien Mongolisch und bedeuteten „geschlagene Butter“.[11] Seitdem an sang man nur auf Englisch. Der Siegertitel von 2016 von Jamala jedoch enthält neben englischen Strophen einen Refrain auf Krimtatarisch.

Kommerzielle Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wild Dances war europaweit kommerziell sehr erfolgreich. Dancing Lasha Tumbai, der Beitrag des Jahres 2007, erreichte – allein durch Downloads – Platz 28 in Großbritannien[12] sowie Platz 31 in Irland.[13] In Frankreich war das Lied sogar ein Top-10-Hit und erreichte Platz sechs.[14]

Ausrichter des Eurovision Song Contest 2005 und 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Sieg 2004 richtete die Ukraine den Eurovision Song Contest 2005 in Kiew aus. Zwischen den beiden Wettbewerben war im Land die Zeit der „orangen Revolution“, weshalb es nicht sicher war, ob der Wettbewerb tatsächlich in Kiew stattfinden könne. Eine Ausrichtung durch die Ukraine war zudem teilweise nur bedingt gerne gesehen, da es sich um die fünfzigste Ausgabe des Wettbewerbes handelte und man der Ukraine, die erst zweimal teilgenommen hatte, nicht zutraute, das Jubiläum entsprechend zu würdigen.

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem zweiten Sieg für die Ukraine durch Jamala wurde die Ausrichtung des im nächsten Jahr anstehenden Wettbewerbs somit an die Ukraine weitergegeben. Nach einigen Verzögerungen und sogar Drohungen durch die EBU, gab man gegen Ende August 2016 bekannt, dass der Wettbewerb erneut nach 2005 in der Hauptstadt Kiew stattfinden wird, diesmal aber nicht im Sportpalast Kiew, was der Ausrichtungsort von 2005 war. Man entschied sich dann für das Messegelände in Kiew, größtes Messegelände im ganzen Land (International Exhibition Centre). Das Gelände soll Platz für bis zu 11.000 Zuschauer bringen. Verantwortlich für die Ausrichtung ist der Sender NTU und STB.

Punktevergabe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Länder erhielten die meisten Punkte von oder vergaben die meisten Punkte an die Ukraine (Stand: 2018):

Die meisten im Finale vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 RusslandRussland Russland 116
2 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 082
3 Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 071
4 ArmenienArmenien Armenien 051
GeorgienGeorgien Georgien 051
Die meisten im Finale erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 126
2 PolenPolen Polen 120
3 Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 117
4 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 108
5 RusslandRussland Russland 101
Die meisten insgesamt vergebenen Punkte
Platz Land Punkte
1 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 155
2 RusslandRussland Russland 144
3 Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 121
4 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 117
5 GeorgienGeorgien Georgien 115
Die meisten insgesamt erhaltenen Punkte
Platz Land Punkte
1 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 215
2 Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 178
3 PolenPolen Polen 171
4 LettlandLettland Lettland 164
5 GeorgienGeorgien Georgien 157

Vergaben der Höchstwertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei 13 Contests vergab die Ukraine die Höchstpunktzahl an neun verschiedene Länder, davon viermal an Russland.

Erhaltendes Land
Jahr Land Platz
2003 RusslandRussland Russland 3
2004 Serbien und MontenegroSerbien und Montenegro Serbien und Montenegro 2
2005 Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau 6
2006 RusslandRussland Russland 2
2007 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 6
2008 RusslandRussland Russland 1
2009 NorwegenNorwegen Norwegen 1
2010 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 5
2011 GeorgienGeorgien Georgien 9
2012 AserbaidschanAserbaidschan Aserbaidschan 4
2013 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland 16
2014 SchwedenSchweden Schweden 3
2015 Auf Teilnahme verzichtet
2016 LitauenLitauen Litauen (J) 9
RusslandRussland Russland (T) 3
2017 WeissrusslandWeißrussland Weißrussland (J) 17
Moldau RepublikRepublik Moldau Moldau (T) 3
2018 FrankreichFrankreich Frankreich (J) 13
IsraelIsrael Israel (T) 1
2019 Teilnahme zurückgezogen

Verschiedenes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der ukrainische Beitrag von 2006 hieß ursprünglich I Am Your Queen, er erhielt nach dem Vorentscheid aber einen komplett neuen Text. Verfasst wurde dieser von Pavel Shilko – dem Moderator des Eurovision Song Contests 2005 in Kiew.
  • Ruslana war ursprünglich als Moderatorin des Eurovision Song Contests in Kiew angekündigt, gab aber knapp zwei Wochen vor der Veranstaltung ihren Rückzug aus zeitlichen Gründen bekannt.[15] Intern wurde gelästert, dass Ruslana wegen mangelnder englischer Sprachkenntnisse ihren Rückzug bekannt gab.
  • Seit dem Eurovision Song Contest 2005 gilt für Bürger der EU und der Schweiz, die in die Ukraine einreisen, Visafreiheit für 90 Tage. Diese Einreiseerleichterung wurde bei den Contests 2009 in Moskau (Russland) und 2012 in Baku (Aserbaidschan) jedoch nicht übernommen.[16][17]
  • Bei Mika Newtons Auftritt 2011 wurden die Gewinner des ukrainischen Pendants zu "Das Supertalent", Ksenija Symonowa, als Sandmalerin eingesetzt und ihre Zeichnungen auf die LED-Wand im Hintergrund übertragen.
  • 2013 wurde die ukrainische Interpretin Zlata Ohnewitsch von Igor Vowkowinskij, dem größten lebenden Menschen der USA, auf die Bühne getragen.[18]
  • Die Ukraine ist das einzige osteuropäische Land, welches den Eurovision Song Contest mehr als einmal gewonnen hat.
  • Die Ukraine war das erste Land, welches mit über 400 Punkten gewann.

Impressionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric Nocito: Ukraine withdraws from Eurovision! In: escreporter.com. 19. September 2014, abgerufen am 22. Mai 2018 (englisch).
  2. Sanjay (Sergio) Jiandani: Ukraine: UA:PBC withdraws from Eurovision 2019. In: esctoday.com. 27. Februar 2019, abgerufen am 16. März 2019 (englisch).
  3. geocities.ws
  4. geocities.ws
  5. geocities.ws
  6. eurofire.me
  7. eurovision.tv
  8. Padraig Muldoon: They’re out: Ukraine will not participate in Eurovision 2019. In: wiwibloggs.com. 27. Februar 2019, abgerufen am 27. Februar 2019 (englisch).
  9. Neil Farren: Ukraine: Intend to Participate in Eurovision 2020. In: eurovoix.com. 28. Februar 2019, abgerufen am 2. März 2019 (englisch).
  10. diggiloo.net
  11. esctoday.com
  12. esctoday.com
  13. keithm.utvinternet.ie
  14. charts-surfer.de
  15. esctoday.com
  16. ukraina.at
  17. ukraina.at
  18. Marco Brey: Ukraine invites us to a surreal fantasy. In: eurovision.tv. Mai 2013, abgerufen am 20. Mai 2013 (englisch).