Band of Brothers – Wir waren wie Brüder

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Seriendaten
Deutscher Titel Band of Brothers – Wir waren wie Brüder
Originaltitel Band of Brothers
Band of Brothers – Wir waren wie Brüder.svg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Vereinigtes Königreich
Originalsprache Englisch
Jahr 2001
Länge
Folge Länge
1 72 Minuten
2 50 Minuten
3 63 Minuten
4 57 Minuten
5 53 Minuten
6 65 Minuten
7 70 Minuten
8 57 Minuten
9 56 Minuten
10 60 Minuten
gesamt: 603 Minuten
Episoden 10
Genre Kriegsfilm, Drama
Produktion Mary Richards
Musik Michael Kamen
Erstausstrahlung 9. September 2001 auf HBO
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
3. April 2003 auf Premiere Film
Besetzung
Synchronisation

Band of Brothers – Wir waren wie Brüder ist eine zehnteilige Fernsehproduktion des US-amerikanischen Pay-TV-Senders HBO aus dem Jahr 2001. Die Miniserie ist an das gleichnamige Buch des Historikers Stephen Ambrose angelehnt und schildert die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges zwischen 1942 und 1945 aus Sicht der Soldaten der Easy Company, 2. Bataillon, 506. US-Fallschirmjägerregiment der 101. US-Luftlandedivision der US-Streitkräfte.

Der Titel leitet sich aus der Rede Heinrichs V. im gleichnamigen Stück William Shakespeares vor der Schlacht von Azincourt ab: „We few, we happy few, we band of brothers“ (deutsch: „Uns wen’ge, uns beglücktes Häuflein Brüder“). Als indirekte Fortsetzung zur zehnteiligen Miniserie startete 2010 die Miniserie The Pacific, bei der wiederum Tom Hanks und Steven Spielberg als Executive Producer tätig waren.

Handlung

Die Serie beginnt mit der Grundausbildung der Easy Company in den USA, schildert unter anderem die Landung in der Normandie am D-Day, die Schlacht in den Ardennen, die Entdeckung eines Konzentrationslagers und endet schließlich mit der Besetzung von Hitlers Hauptquartier in Berchtesgaden und dem Einmarsch im österreichischen Zell am See sowie dem dortigen Verweilen bis zum Kriegsende.

Die Serie zeigt die Kriegsszenen ähnlich drastisch wie zum Beispiel der Film Der Soldat James Ryan, versucht aber ein psychologisch komplexeres Bild der Soldaten und ihrer Situation zu zeichnen und ist um eine differenzierte Darstellung der Handlungen der Kriegsgegner bemüht. So werden unter anderem die Rache von Niederländern an Kollaborateuren, die Ermordung von deutschen Kriegsgefangenen durch französische und amerikanische Soldaten, deren Diebstahl von Wertgegenständen sowie die Erschießung eines mutmaßlichen KZ-Kommandanten ohne Gerichtsverhandlung gezeigt.

Jede Folge außer der letzten wird mit in der Gegenwart aufgenommenen Kommentaren von Veteranen der Easy Company eingeleitet; die zehnte und letzte Folge schließt mit solchen Kommentaren die Serie ab.

Episoden

Teil 1: „Currahee“ („Currahee“)

Produktion: Phil Alden Robinson; Erik Jendresen und Tom Hanks

Unter dem Kommando von Captain Herbert Sobel wird die Easy Company des 506. Fallschirmjägerregiments kriegsfähig gemacht. Dabei erweist sich der Captain als harter Ausbilder, der die Truppe regelmäßig auf den nahe gelegenen Berg Currahee marschieren oder laufen lässt und drakonische Strafen für Nichtigkeiten ausspricht. Gleichzeitig ist er aber unfähig, die Soldaten im Feld zu führen. Die Easy Company wird ins britische Upottery verschifft, wo die Soldaten für den D-Day vorbereitet werden. Die Unfähigkeit Sobels stellt sich allerdings erst in England heraus. Überdies gerät Sobel in eine Auseinandersetzung mit Lieutenant Winters, seinem stv. Kompaniechef, die vor einem Kriegsgericht endet. Daraufhin weigern sich die Unteroffiziere der Kompanie kurz vor Abschluss der Ausbildung, unter Sobel in den Krieg zu ziehen. Diese Tatsache veranlasst den Regimentskommandeur Colonel Sink dazu, einerseits einen Teil der Verweigerer zu degradieren bzw. zu entlassen und andererseits Sobel zurück in die USA an die Fallschirmjägerschule zu versetzen.

Teil 2: „Der erste Tag“ („Day of Days“)

Produktion: Richard Loncraine; John Orloff

6. Juni 1944, D-Day. Die Easy Company befindet sich auf dem Weg mit der Luftlandedivision in die Normandie, wobei die Soldaten verstreut und außerhalb ihrer Landezone landen. First Lieutenant Meehan, der neue Kompaniechef der Easy, stirbt bei der Luftlandeaktion, als seine DC-3 einen direkten Treffer durch die deutsche Flugabwehr erhält. First Lieutenant Winters muss als ranghöchster Offizier das Kommando über die Kompanie übernehmen. Ihm gelingt es, mit einigen Soldaten zum zentralen Kommandostützpunkt im Hinterland der Normandie vorzustoßen. Im Morgengrauen schaltet die Easy Company eine 10,5cm-Artilleriestellung in der Nähe des Stützpunktes bei Brécourt aus, die auf die Landezonen am Strand gefeuert hatte.

Teil 3: „Carentan – Brennpunkt Normandie“ („Carentan“)

Produktion: Mikael Salomon; E. Max Frye

Diese Episode fokussiert sich auf den Soldaten Albert Blithe, dessen Ängste seine Aktionsfähigkeit zu hemmen scheinen. Die Easy Company nimmt unter großen Verlusten die strategisch wichtige Stadt Carentan ein. Unter den Soldaten macht das Gerücht die Runde, Lieutenant Speirs habe eine Gruppe deutscher Kriegsgefangener erschossen. Private Blithe überwindet seine Ängste nach einem Gespräch mit Lieutenant Winters. Am Ende der Episode wird Blithe von einem deutschen Scharfschützen verwundet, nachdem er sich freiwillig als vorderster Späher einer Patrouille gemeldet hatte.

Diese Episode wurde von der FSK ab 18 Jahren freigegeben, während die anderen eine Einstufung ab 16 Jahren erhalten haben.

Teil 4: „Die Neuen“ („Replacements“)

Produktion: David Nutter; Graham Yost und Bruce C. McKenna

Um die Verluste des Krieges zu kompensieren, wird die Easy mit neuen Soldaten ergänzt, die teilweise frisch aus der Grundausbildung kommen und an der Landung in der Normandie nicht beteiligt waren. Auf Grund dieser Tatsache werden sie von den erfahrenen Soldaten zunächst nicht akzeptiert und haben es schwer ihren Platz in der Kompanie zu finden.

Diese Episode stellt den Soldaten Sergeant Denver „Bull“ Randleman in den Vordergrund, nachdem die Easy Company im Zuge der Operation Market Garden in der Nähe der niederländischen Stadt Eindhoven per Fallschirm gelandet war. Eindhoven wird erfolgreich eingenommen, dessen Bürger die Befreiung mit einem Fest feiern. Bei diesen Festen werden die amerikanischen Soldaten auch Zeuge davon, wie man unter der Bevölkerung mit Kollaborateuren, hier insbesondere Frauen, die mit Deutschen sexuellen Kontakt hatten, umgeht. Die Bürger bieten den Amerikanern ihre Unterstützung an und verraten deutsche Stellungen bei einer Brücke.

Der Versuch, Nuenen einzunehmen war trotz gepanzerter Fahrzeuge und Panzerkampfwagen vom Typ M4 Sherman ein absoluter Misserfolg und unter schweren Verlusten zog sich das 506. Fallschirmjägerregiment aus Nuenen zurück. Die Neuen wurden bei diesen Gefecht mehr und mehr in die Gemeinschaft der Kompanie integriert. Randleman wird von einem Granatsplitter getroffen, von seiner Kompanie getrennt und muss sich vorerst in einer Scheune vor der Wehrmacht verstecken. Unter Einsatz seines Lebens schafft er es einen deutschen Soldaten zu überwältigen und so einem holländischen Vater, der sich mit seiner Tochter ebenfalls versteckt hatte, die Flucht zu ermöglichen. In der Nacht startet ein nicht autorisierter Suchtrupp, der Randleman wieder einsammeln kann.

Teil 5: „Kreuzungen“ („Crossroads“)

Produktion: Tom Hanks; Erik Jendresen

Die Episode zeigt Winters, wie er für seine Vorgesetzten einen Bericht über einen Einsatz der Easy Company anfertigt. Zahlreiche Rückblicke und Überschneidungen zeigen ein reflexives Bild vom erlebten Krieg. Später wird Winters in den Bataillonsstab befördert. Die nun unter der Führung von Lt. Moose Heyliger stehende Easy Company rettet in einem „Operation Pegasus“ genannten Einsatz etwa 140 britische Fallschirmjäger, die nach der Operation Market Garden abgeschnitten am östlichen Ufer des Rheins lagen. Im Anschluss wird die Easy Company nach Bastogne verlegt, das von der deutschen Wehrmacht im Rahmen der Ardennenoffensive angegriffen wird.

Teil 6: „Bastogne“ („Bastogne“)

Produktion: David Leland; Bruce C. McKenna

Die Episode Bastogne konzentriert sich, noch immer vor dem Hintergrund der Ardennenoffensive, auf den Sanitäter Eugene „Doc“ Roe und dessen verzweifelte Versuche, sich ausreichend auszustatten in seinem Kampf um die medizinische Versorgung der Soldaten. Der Kompanie mangelt es an Munition und weiterer Ausrüstung und sie wird vom Nachschub abgeschnitten; es fehlt bei winterlichen Bedingungen auch an wärmender Kleidung. In Bastogne macht Roe die Bekanntschaft einer belgischen Krankenschwester. Bastogne wird für die Easy Company zu einem verlustreichen Stellungsgefecht und einem erbitterten Kampf gegen Kälte, Materialmangel, Abstumpfung und wiederholten Artilleriebeschuss.

Teil 7: „Durchbruch“ („The Breaking Point“)

Produktion: David Frankel; Graham Yost

Begleitet wird diesmal First Sergeant Carwood Lipton. Der zumeist von der unmittelbaren Front abwesende Befehlshaber Dike erweist sich als „leere Uniform“ und die Führung der Kompanie wird effektiv von Lipton übernommen. Die ursprüngliche Besetzung der Easy Company wird zunehmend aufgelöst, denn vor allem der Beschuss durch deutsche Artillerie sorgt für zahlreiche Schwerverletzte und Todesfälle. Dike wird während des Angriffs auf Foy durch Lieutenant Speirs ersetzt, dessen erster Einsatz als kommandierender Offizier den Erfolg des Angriffs sichert. Lipton wird in Anerkennung seiner Verdienste am Ende der Episode die Beförderung zum Lieutenant in Aussicht gestellt.

Teil 8: „Der Spezialauftrag“ („The Last Patrol“)

Produktion: Tony To; Erik Bork und Bruce C. McKenna

Unter Beibehaltung der personenbezogenen Erzählerperspektive wird nun der Weg des Soldaten Webster beleuchtet, der nach einem mehrmonatigen Aufenthalt im Lazarett zur Kompanie zurückkehrt. Er wird, weil er nicht in Bastogne dabei war, wie ein Neuankömmling behandelt, obwohl er zuvor an den Operationen an D-Day und Market Garden teilgenommen hatte. Die Easy Company erhält den Befehl, den durch Hagenau fließenden Fluss (der Moder) zu überqueren, um in einer nächtlichen Aktion deutsche Gefangene zu machen. Der Einsatz gelingt; ein zweiter, gleich gestalteter Einsatz wird von Colonel Sink angeordnet, aber aufgrund des offensichtlich nahenden Kriegsendes von Major Winters verhindert.

Teil 9: „Warum wir kämpfen“ („Why We Fight“)

Erdhütten im KZ-Außenlager bei Kaufering. Aufnahme vom 29. April 1945 nach der Befreiung durch die US-Armee.

Produktion: David Frankel; John Orloff

Lewis Nixon wird zunehmend zu einem regelrechten Alkoholiker und wird in der Folge degradiert. Angekommen in der Nähe der deutschen Stadt Landsberg entdeckt die Easy Company auf einem Kontrollgang das nahegelegene Konzentrationslager Kaufering IV. Die Episode skizziert das überwältigende Entsetzen, das die Soldaten ergreift und verweist auf das deutsche Wissen über jene Konzentrationslager.

Teil 10: „Kriegsende“ („Points“)

Produktion: Mikael Salomon; Erik Jendresen und Erik Bork

Die Easy Company wird ins bayrische Berchtesgaden versetzt, wo letzte Waffen-SS-Mannschaften einen Guerilla-Krieg gegen die anrückenden Alliierten führen. Ein Wettlauf um die Erstürmung des symbolträchtigen Eagle’s Nest (dt. ‚Adlerhorst‘) zwischen den alliierten Streitkräften wird angedeutet (nicht zu verwechseln mit dem Führerhauptquartier Adlerhorst). Soldaten, die ausreichend Punkte gesammelt haben, erhalten die Erlaubnis, in die Heimat zurückzukehren. Der Rest der Easy Company bleibt bis zum Ende des Pazifikkrieges im österreichischen Zell am See. Des Weiteren wird aus dem Off über die Nachkriegserlebnisse der verbliebenen Hauptcharaktere berichtet.

Auszeichnungen

Die Serie wurde vielfach ausgezeichnet. Sie war 2002 für 19 Emmys nominiert, was für eine Serie, die nur in einem Jahr nominiert werden konnte, ein Novum darstellte. Gewonnen wurden sechs Auszeichnungen, darunter für die beste Miniserie.[1] In derselben Kategorie erhielt die Serie – neben Nominierungen für die Schauspieler Damian Lewis und Ron Livingston – auch einen Golden Globe 2002.[2] Die Serie erhielt außerdem den PGA Golden Laurel Award 2002 für die besten Produzenten des Jahres (Tom Hanks, Steven Spielberg und Tony To). Des Weiteren gewann die Serie den Peabody Award mit der Begründung, dass sie diejenigen ehrten, die für die Freiheit gekämpft haben.

Synchronisation

Aufgrund der Tatsache, dass auch in der englischen Originalfassung der Serie teilweise deutsch gesprochen wird, treten einige Unterschiede in der deutschen Fassung auf, da hier für den Zuschauer die deutschen Kommentare ohnehin verständlich sind.

Dies kommt besonders in den letzten beiden Episoden der Serie zum Tragen, als die Kompanie ein Konzentrationslager befreit (Episode 9) und als ein deutscher General vor der Kapitulation eine letzte Ansprache an seine Männer hält (Episode 10). Im Original der Serie fungiert der Corporal Joseph Liebgott in beiden Fällen als Übersetzer. In der deutschen Synchronisation ist diese Funktion nicht mehr notwendig, weswegen Liebgott ein anderer Text „in den Mund gelegt“ wird. So kommentiert er die Aussagen eines jüdischen KZ-Gefangenen sowie des Generals, anstatt sie (wie ursprünglich) seinen Vorgesetzten auf Englisch zu wiederholen.

Dies führt zum Teil dazu, dass die Szenen in ihrer Aussage unterschiedlich wirken (zum Beispiel durch ironisch-kritische Anmerkungen Liebgotts in Bezug auf den deutschen General).

Die Synchronisation entstand in den Blackbird Music Studios in Berlin unter der Dialogregie von Hans-Jürgen Wolf.[3]

Besetzung

Schauspieler Rolle Deutsche Synchronstimme
Damian Lewis Major Richard D. Winters (1918–2011) Hans-Jürgen Wolf
Ron Livingston Captain Lewis Nixon (1918–1995) Tobias Meister
David Schwimmer Captain Herbert Sobel (1912–1987) Thomas Wolff
Matthew Settle Captain Ronald Speirs (1920–2007)
Neal McDonough First Lieutenant Lynn „Buck“ Compton (1921–2012) Johannes Berenz
Jason O’Mara First Lieutenant Thomas Meehan (1921–1944)
Rick Warden First Lieutenant Harry Welsh (1918–1995)
Colin Hanks First Lieutenant Henry Jones (1924–1947) Roland Frey
Peter O’Meara First Lieutenant Norman Dike (1918–1985) Bernd Vollbrecht
Jamie Bamber First Lieutenant Jack E. Foley (1922–2009)
Donnie Wahlberg Second Lieutenant C. Carwood Lipton (1920–2001) Roman Kretschmer
Matthew Leitch First Sergeant Floyd „Tab“ Talbert (1923–1982)
Scott Grimes Technical Sergeant Donald Malarkey (* 1921) Timmo Niesner
Michael Fassbender Technical Sergeant Burton P. „Pat“ Christenson (1922–1999) Detlef Bierstedt
Frank John Hughes Staff Sergeant William „Wild Bill“ Guarnere (1923–2014) Viktor Neumann
Kirk Acevedo Staff Sergeant Joseph Toye (1919–1995)
Dexter Fletcher Staff Sergeant John Martin (1922–2005) Frank Schaff
Peter Youngblood Hills Staff Sergeant Darrel „Shifty“ Powers (1923–2009)
Nolan Hemmings Staff Sergeant Charles E. „Chuck“ Grant (1915–1985)
Michael Cudlitz Sergeant Denver „Bull“ Randleman (1920–2003) Michael Iwannek
Richard Speight jr. Sergeant Warren „Skip“ Muck (1922–1945)
George Calil Sergeant James H. „Mo“ Alley (1922–2008)
James Madio Technician Fourth Grade Frank Perconte (1917–2013)
Rick Gomez Technician 4th Grade George Luz (1921–1998) Gerald Schaale
Peter McCabe Corporal Donald Hoobler (1923–1945)
Shane Taylor Technician Fifth Grade Eugene „Doc“ Roe (1921–1998) Uwe Büschken
Ross McCall Technician Fifth Grade Joseph Liebgott (1915–1992)
Tim Matthews Technician Fifth Grade Alex Penkala (1924–1945)
Eion Bailey Private First Class David Kenyon Webster (1922–1961)
Nicholas Aaron Private First Class Robert „Popeye“ Wynn (1921–2000)
Robin Laing Private First Class Edward „Babe“ Heffron (1923–2013) Wanja Gerick
Marc Warren Private Albert Blithe (1923–1967[4])
Mark Huberman Private Lester „Leo“ Hashey (1925–2002)
Philip Barrantini Private Wayne A. „Skinny“ Sisk (1922–1999)
Doug Allen Private Alton Moore (1920–1958)
Rocky Marshall Private Earl „One Lung“ McClung (1923–2013)
Matt Hickey Private Patrick O’Keefe (1926–2003)
Dale Dye Colonel Robert F. Sink (1905–1965) Joachim Kerzel
Craig Heaney Private Roy W. Cobb (1914-1990)
Simon Pegg First Sergeant William Evans
Stephen Graham Sergeant Myron Mike Ranney
James McAvoy Private James W. Miller
Tom Hardy Private First Class John Janovec
Jimmy Fallon 2nd Lieutenant George C. Rice Matthias Klages
Dominic Cooper Allington
Andrew Scott Private John 'Cowboy' Hall
Tom Hanks britischer Offizier (Cameo)

Kritiken

Caryn James bezeichnet Band of Brothers als „eine außerordentliche zehnteilige Serie, die große Herausforderung bewältigt hat: das Gleichgewicht zwischen idealisiertem Heroismus und der Gewalt und dem Terror des Kampfes, mitunter einer Reflexion über die Zivilisiertheit aber auch die Brutalität des Kampfes.“ Daneben sei David Schwimmers Rolle als Captain Herbert Sobel schwach gedeutet.[5]

Robert Bianceo, ein Rezensent der USA Today, erklärte, dass die Serie „absolut außergewöhnlich sei – eben wie jene Männer, die porträtiert wurden.“ Einschränkend erwähnt er, dass es durch die hohe Anzahl der Schauspieler schwer sei, den Überblick zu behalten.[6]

Tom Shales von der Washington Post monierte, dass vor allem „Unordnung, verworrene Gedanken und ein hohes Maß an überflüssigem Material“ zu betrachten sei. Auch er prangerte an, dass der Zuschauer nach zwei Stunden immer noch nicht zwischen Haupt- und Nebencharakteren unterscheiden könne.[7]

Ausstrahlung

Produziert wurde die Serie von Steven Spielberg, Tom Hanks und dem US-Bezahlfernsehsender HBO, wo sie auch zuerst ausgestrahlt wurde. In der Schweiz lief die Serie im Schweizer Fernsehen, in Deutschland zuerst auf dem Bezahlfernsehsender Premiere, dann bei RTL 2. In den USA verfolgten zehn Millionen die Ausstrahlung der ersten Folge am 9. September 2001. Trotz der sich zwei Tage darauf ereignenden Terroranschläge auf das World Trade Center blieben die Quoten stabil.[8]

Veröffentlichung

Auf DVD ist die Serie in einer Box in zwei Versionen erhältlich. Die gekürzte Version ist ab 16 Jahren freigegeben. Die ungeschnittene Version ist ab 18 Jahren freigegeben und enthält die vollständige Fassung von Teil 3 („Carentan – Brennpunkt Normandie“), welche in der ab 16 Jahren freigegebenen Version um zirka 57 Sekunden kürzer ist, da einige Gewaltszenen entfernt wurden. Teil 3 und Teil 4 („Die Neuen“) sind auch auf einer gesonderten Einzel-DVD erhältlich, die ab 18 Jahren freigegeben ist.

Im November 2008 erschien eine Box mit sechs Blu-ray Discs, die die vollständigen Fassungen der einzelnen Folgen enthält. Diese Version hat keine Jugendfreigabe. Am 5. November 2010 erschien eine weitere Box, welche ab 16 Jahren freigegeben ist.

Drehorte

Der Großteil der Serie wurde innerhalb von acht Monaten auf dem Gelände eines alten Flugplatzes in Hatfield gedreht. Das in der ersten Episode gezeigte englische Dorf ist Hambleden in Buckinghamshire. Auf dem Gelände wurden insgesamt elf verschiedene Stadtkulissen errichtet, unter anderem Carentan, Eindhoven und Bastogne, die jeweils eine möglichst genaue Nachbildung des jeweiligen Originals zeigen sollten. Zudem wurde für die Episoden „Die Neuen“ (Replacements) und „Kreuzungen“ (Crossroads) eine Kopie eines fünf Meter hohen Deiches gebaut.[9]

Die Winterepisoden (Teil 5 und 6) in den Wäldern um Foy und Bastogne wurden in einem Hangar gedreht, in dem neben echten Bäumen pyrotechnisch präparierte „Baumstämme“ eingepflanzt wurden, die – ohne die Schauspieler zu gefährden – in einigen Metern Höhe explodieren und so die Einschläge des deutschen Granatfeuers simulieren konnten.[9]

Die Szenen im österreichischen Zell am See aus der zehnten Episode wurden im Berner Oberland in der Schweiz gedreht. Als Drehorte dienten unter anderem Unterseen bei Interlaken, Hofstetten bei Brienz und das Grandhotel Giessbach. Die Szenen für die kampflose Übergabe des Kehlsteinhauses wurden auf dem Grimselpass gedreht.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatEmmy Awards:2002. Internet Movie Database, abgerufen am 20. September 2008 (englisch).
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatBand Of Brothers. Hollywood Foreign Press Association (HFPA), abgerufen am 20. September 2008 (englisch).
  3. Band of Brothers – Wir waren wie Brüder in der Deutschen Synchronkartei
  4. arlingtoncemetery.com abgerufen 21. Oktober 2008
  5. Caryn James: TV Weekend; An Intricate Tapestry Of a Heroic Age, The New York Times. 7. September 2001. Abgerufen am 24. August 2008. 
  6. Robert Bianco: 'Band' masterfully depicts horror, complexity of war, USA Today. 7. September 2001. Abgerufen am 24. August 2008. 
  7. Tom Shales: 'Band of Brothers': Ragged WWII Saga Off to a Slow March, The Washington Post. 7. August 2001. Abgerufen am 24. August 2008. 
  8. Rick Lyman: Fewer Soldiers March Onscreen; After Attacks, Filmmakers Weigh Wisdom of Military Stories, The New York Times. 16. Oktober 2001. Abgerufen am 24. August 2008. 
  9. a b Bonusmaterial The Making of „Band of Brothers“ zur DVD und BluRay.