Operation Cyclone

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Ein Mudschaheddin feuert eine SA-7 Grail ab (1988)

Operation Cyclone (eng. Zyklon) war der Tarnname für eine Unternehmung des amerikanischen Geheimdienstes CIA, bei dem afghanische Mudschaheddin bewaffnet, trainiert und finanziert wurden, um im Sowjetisch-Afghanischen Krieg gegen die sowjetischen Truppen zu kämpfen. Das Programm richtete sich vor allem an militante islamistische Gruppen, die vom Nachbarstaat Pakistan präferiert wurden und weniger an andere, weniger ideologisch ausgerichtete Widerstandsgruppen, die bereits vor der russischen Intervention in Afghanistan gegen das Regime der kommunistischen Demokratischen Republik Afghanistan gekämpft hatten. Die Operation Cyclone war eine der längsten und teuersten CIA-Operationen überhaupt. Im Jahr 1980 wurde circa 20 bis 30 Millionen Dollar gezahlt, während im Jahr 1987 etwa 630 Millionen Dollar ausgegeben wurde. Am 3. Juli 1979 hatte US-Präsident Jimmy Carter die Finanzierung für die Unterstützung von antikommunistischen Guerrillas in Afghanistan unterzeichnet. Die Waffenlieferungen umfassten später, während der Reagan-Präsidentschaft, auch Luftabwehrwaffen wie die FIM-92 Stinger.

Kritik[Bearbeiten]

Die Unterstützung der Mudschaheddin führte zu einer Stärkung des Islamismus in Afghanistan, was den Taliban den Weg ebnete. Viele Gelder gingen auch an Gulbuddin Hekmatyār, der später ein Unterstützer Osama bin Ladens wurde.

Siehe auch[Bearbeiten]