DKB-Arena
| Der VIP-Eingang der DKB-Arena | |
| Frühere Namen | |
|---|---|
| Ostseestadion (1954 bis 2007) | |
| Daten | |
| Ort | |
| Koordinaten | 54° 5′ 5,8″ N, 12° 5′ 42,5″ O54.08495833333312.095136111111Koordinaten: 54° 5′ 5,8″ N, 12° 5′ 42,5″ O |
| Betreiber | Ostseestadion GmbH & Co. KG |
| Eröffnung | 4. August 2001 Vorgängerstadion: 27. Juni 1954 |
| Erstes Spiel | 4. August 2001 Hansa Rostock – Bayer Leverkusen (0:3) Vorgängerstadion: 27. Juni 1954 Jugend-Meisterschaft der DDR Einheit Schwerin – Chemie Zeitz (1:3) |
| Renovierungen | 1991, 2000/2001 |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Kosten | 55 Mio. DM |
| Architekt | Beyer + Partner Rostock |
| Kapazität | 29.000 |
| Kapazität (internat.) | 25.000 |
| Spielfläche | 105 x 68 |
| Verein(e) | |
| Veranstaltungen | |
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Die DKB-Arena (von 1954 bis 2007 Ostseestadion) ist ein Fußballstadion in der Hansestadt Rostock, das als Veranstaltungsort insbesondere für Heimspiele des F.C. Hansa Rostock genutzt wird. Die Ostseestadion GmbH & Co. KG mit dem F.C. Hansa Rostock als einzigem Kommanditisten ist Betreiber der DKB-Arena und besitzt das Erbbaurecht am entsprechenden Grundstück.[1]
Das Stadion verfügt über maximal 29.000 Plätze, die komplett überdacht sind. Darunter sind 20.000 Sitzplätze einschließlich 1.000 Business-Seats und 9.000 Stehplätze. Letztere sollen bei internationalen Spielen in 5.000 Sitzplätze umgewandelt werden können. Ferner bietet die Arena 26 VIP-Logen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Lage
Die DKB-Arena befindet sich im Rostocker Stadtteil Hansaviertel in der Nähe der Innenstadt. Es ist umgeben von Kliniken der Universität Rostock, Schulen, dem Barnstorfer Wald, der Eishalle Rostock, mehreren Übungsplätzen und einem Leichtathletikstadion.
Mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist es aus diversen Teilen Rostocks per Bus (Haltestelle Stadion) und S-Bahn (Haltestelle Holbeinplatz) erreichbar.
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Altes Ostseestadion
Bis in die 1950er Jahre war das zwischen 1923 und 1928 erbaute Volksstadion in unmittelbarer Nähe zur heutigen DKB-Arena das größte Stadion in der Hansestadt Rostock, das in den 1930er Jahren bis zu 30.000 Menschen Platz geboten haben soll. Das zunächst unbebeaute Gelände der heutigen DKB-Arena sowie der dieser heute vorgelagerte „Platz des Friedens“ diente in der Zeit des Dritten Reiches hingegen für politische Kundgebungen sowie als militärischer Aufmarschplatz. Die zu diesem Zweck aufgeschütteten Erdhügel wurden später beim Bau des Stadions für das Fundament genutzt.
Nach der Gründung der DDR sollte auch in Rostock eine Fußballmannschaft für die oberen Ligen etabliert werden, weshalb der Bau eines neuen Stadions geplant wurde, das dem erwarteten Zuschauerzuspruch entsprechen und als Teil des Sportforums mit Schwimmhalle und Eisstadion errichtet werden sollte. Dabei wurde es als allgemeines Sportstadion konzipiert und verfügte deshalb auch über eine Leichtathletiklaufbahn mit sechs Bahnen. Wegen der geringen Geldmittel, die zur Umsetzung des Projektes zur Verfügung standen, rief das Nationale Aufbauwerk die Rostocker Bevölkerung zur Unterstützung in Form von freiwilliger Arbeit und Spenden auf. Anfang der 1950er Jahre arbeiteten daraufhin tausende Menschen am Bau des Ostsestadions mit, die allein durch über 230.000 geleistete Arbeitsstunden, entsprechend einem Gedenkstein vor dem Stadion, Einsparungen in Höhe 928.018,20 DDR-Mark ermöglichten.
Am 27. Juni 1954 wurde das Ostseestadion, zunächst mit einem Fassungsvermögen von 17.000 Zuschauern, schließlich mit den Endkämpfen der nationalen Leichtathletik-Meisterschaften der DDR eröffnet. Das erste offizielle Fußballspiel war das Endspiel um die Meisterschaft der DDR in der Altersklasse Jugend zwischen Einheit Schwerin und Chemie Zeitz (1:3), das im Rahmen der Leichtathletik-Meisterschaften ebenfalls am 27. Juni ausgetragen wurde.
Später bekam die Tribüne (3.000 Plätze) ein Dach und Ende der 1960er Jahre wurde eine 700-Lux-Flutlichtanlage installiert. Die letzten Umbaumaßnahmen des alten Stadions, das schließlich eine Kapazität von 25.500 Plätzen aufwies, betrafen die Erneuerung der Vortribüne (1991) und die Installation einer Videoleinwand nach Abriss des alten Stadionturms (1992).
[Bearbeiten] Neues Ostseestadion und DKB-Arena
Ab dem Jahr 2000 wurde das Ostseestadion innerhalb von 16 Monaten Bauzeit schrittweise neu errichtet, wodurch es zu einer reinen Fußballarena wurde, die am 4. August 2001 mit dem Bundesligaspiel Hansas gegen Bayer Leverkusen (0:3) offiziell eingeweiht wurde. Dabei wurden die Flutlichter des alten Stadions beibehalten sowie eine LCD-Anzeigetafel, die von der den Gästeblock umfassenden Südtribüne aus allerdings nicht einsehbar ist, und eine Rasenheizung installiert. Der gesamte Um- beziehungsweise Neubau kostete nach offiziellen Angaben 55 Millionen D-Mark.
Am 2. Juli 2007 erhielt der Finanzdienstleister Deutsche Kreditbank (DKB) den Zuschlag für den Kauf der Namensrechte des Ostseestadions, welches seitdem den Namen DKB-Arena trägt. Der Vertrag läuft zunächst über zehn Jahre und beinhaltet eine Option auf Verlängerung. Die Umbenennung geschah, wie auch bei den Namensveräußerungen einiger anderer Fußballstadien, trotz Protesten von Fans, die in der Aufgabe des Namens Ostseestadion einen Verlust der Vereinstradition sehen.[2][3]
Im Dezember 2010 wurde auf dem Dach der DKB-Arena eine Solaranlage fertiggestellt, deren Betreiber Paribus northenergy mit dieser rund 600.000 kWh Strom jährlich produzieren will. Durch die Verpachtung der Dachfläche nimmt Hansa Rostock einen sechsstelligen Betrag ein.[4]
[Bearbeiten] Sportliche Veranstaltungen
Das alte Ostseestadion war von 1954 bis 2001 Heimspielstätte des F.C. Hansa Rostock (bis 1965 im Vorgängerverein SC Empor Rostock), so dass bis 1991 insbesondere Spiele der obersten zwei Spielklassen im DDR-Fußball (Oberliga und Liga) sowie seit 1991 vor allem Spiele der ersten und zweiten Bundesliga im Ostseestadion stattfanden. Das Spielfeld wurde in den Anfangsjahren aber ebenfalls für Feldhandballspiele des SC Empor Rostock genutzt, und auch Leichtathletik wurde im Ostseestadion betrieben, so etwa während der nationalen DDR-Leichtathletik-Meisterschaften 1988. Mehrere Male, letztmalig 1980, diente das Stadion zudem als Ankunftsort der Friedensfahrt der Radsportamateure.
Im als Fußballstadion konzipierten neuen Ostseestadion respektive in der DKB-Arena finden seit 2001 vor allem die Punktspiele des FC Hansa Rostock in der 1., 2. bzw. 3. Liga statt. In den Spielzeiten 2008/09 sowie 2009/10 absolvierte zudem die zweite Mannschaft des F.C. Hansa ihre Regionalligaspiele in der DKB-Arena.
[Bearbeiten] Länderspiele
Das Ostseestadion diente als Austragungsort für acht Fußball-Länderspiele der Deutschen Demokratischen Republik. Danach diente es der gesamtdeutschen Nationalelf am 27. März 2002 und am 7. Oktober 2006 als Austragungsort.
| Datum | Zuschauer[5] | Spiel | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| 26. Sep. 1954 | 19.000 | 0:1 | |
| 29. Juni 1958 | 20.000 | 1:1 | |
| 30. Okt. 1960 | 30.000 | 5:1 | |
| 9. Juli 1967 | 8.000 | 7:0 | |
| 6. Sep. 1970 | 15.000 | 5:0 | |
| 31. Mai 1972 | 15.000 | 0:0 | |
| 23. Mai 1974 | 15.000 | 1:0 | |
| 7. Mai 1980 | 20.000 | 2:2 | |
| 27. Mär. 2002 | 28.835[6] | 4:2 | |
| 7. Okt. 2006 | 28.000[7] | 2:0 |
Im August 2011 erklärte DFB-Präsident Theo Zwanziger, er könne sich ein Länderspiel in Rostock im Jahre 2013 "sehr gut vorstellen". Dies wäre dann allerdings ein Benefizspiel zugunsten der Egidius-Braun-Stiftung [8], da die DKB-Arena nicht über die vom DFB für offizielle Länderspiele geforderte Kapazität von mindestens 40 000 Plätzen verfügt.[9]
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ FC-Hansa.de: Wertpapierprospekt. Abgerufen am 19. Juli 2011.
- ↑ Unser Ostseestadion
- ↑ Hansa-Fans protestieren (SPON)
- ↑ Solaranlage auf DKB-Arena fertig
- ↑ Robert Rosentreter, Günter Simon: Immer hart am Wind. 40 Jahre F.C. Hansa Rostock. Die Werkstatt, Göttingen 2005, ISBN 3-89533-504-5, S. 176
- ↑ Spielbericht bei dfb.de
- ↑ Spielbericht bei dfb.de
- ↑ http://www.zeit.de/news/2011-08/fussball-dfb-benefizspiel-2013-moeglicherweise-in-rostock-15162007
- ↑ http://www.zeit.de/sport/2011-05/dfb-gomez-uruguay-sinsheim
[Bearbeiten] Weblinks
Allianz Arena (TSV 1860 München) | Audi-Sportpark (FC Ingolstadt 04) | Commerzbank-Arena (Eintracht Frankfurt) | DKB-Arena (Hansa Rostock) | Eintracht-Stadion (Eintracht Braunschweig) | Energieteam Arena (SC Paderborn 07) | Sparkassen-Erzgebirgsstadion (FC Erzgebirge Aue) | ESPRIT arena (Fortuna Düsseldorf) | Glücksgas-Stadion (Dynamo Dresden) | Millerntor-Stadion (FC St. Pauli) | rewirpowerSTADION (VfL Bochum) | Schauinsland-Reisen-Arena (MSV Duisburg) | Stadion An der Alten Försterei (1. FC Union Berlin) | Stadion der Freundschaft (Energie Cottbus) | Tivoli (Alemannia Aachen) | Trolli Arena (SpVgg Greuther Fürth) | Volksbank Stadion (FSV Frankfurt) | Wildparkstadion (Karlsruher SC)