Ayen

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Ayen
Aiént
Wappen von Ayen
Ayen (Frankreich)
Ayen
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Corrèze
Arrondissement Brive-la-Gaillarde
Kanton L’Yssandonnais
Gemeindeverband Bassin de Brive
Koordinaten 45° 15′ N, 1° 20′ OKoordinaten: 45° 15′ N, 1° 20′ O
Höhe 123–379 m
Fläche 13,16 km2
Einwohner 721 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 55 Einw./km2
Postleitzahl 19310
INSEE-Code
Website www.ayen.fr

Ayen (okzitanisch: Aiént) ist eine französische Gemeinde mit 721 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) im Département Départements Corrèze in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ayen liegt zwischen den Nachbargemeinden Saint-Cyprien im Osten, Perpezac-le-Blanc im Süden und Saint-Robert im Westen, 19 Kilometer nordwestlich der Stadt Brive-la-Gaillarde und etwa 67 Kilometer südlich von Limoges an der D39 von Juillac nach Terrasson-Lavilledieu im Westen des Limousin. Das Flüsschen Elle fließt durch das Gemeindegebiet.[1]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Rot ein blauer Balken mit drei goldenen Lilien (2;1 gestellt). Oben ein durchgehendes gemeines silbernes Kreuz und unten ein goldener Schrägbalken.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname wurde als Aen und Aent im Jahre 1025 erstmals urkundlich erwähnt und hat die gleiche Herkunft wie Agen, Aginnum. Ernest Nègre hält die Bedeutung für unbekannt, und weist nur darauf hin, dass die Worte keltisch seien. Er geht davon aus, dass -inno eine Ortsnamensendung ist.[2] Während Lacroix aginno- als gallischen Ortsnamen mit „Fels“ übersetzt.[3] Um 850 ließ der damalige Vicomte von Limoges eine Motte auf dem Hügel von Ayen bauen. Die zum Sitz der Familie Bernhard wurde, die sich um das Jahr 1000 herum in Ayen umbenannte. Zur gleichen Zeit gehörte die Pfarrei von Ayen zum Kloster von Sauvignac.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ayen ist mit einer Blume im Conseil national des villes et villages fleuris (Nationalrat der beblümten Städte und Dörfer) vertreten.[4] Die „Blumen“ werden im Zuge eines regionalen Wettbewerbs verliehen, wobei maximal drei Blumen erreicht werden können.

Die Mauern der Pfarrkirche Sainte-Madeleine zeigen mehrere Nischen aus dem 14. Jahrhundert. Es sind sogenannte Enfeus, Gräber hochgestellter Persönlichkeiten. Diese Enfeus wurden im Jahre 1900 als Monuments historiques (historische Denkmale) eingestuft.[5]

Die Reste der Motte auf dem Hügel wurden 1990 als Site Inscrit (Naturdenkmal) offiziell eingetragen.[6]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort verfügt über ein Verkehrs- und Heimatmuseum in dem mehr als 36 alte Berufe, Verkehrsmittel und Traditionen vorgestellt werden.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ayen ist eine station verte de vacances (grüner Urlaubsort). Station verte ist eine Bezeichnung, die Urlaubsorte erhalten können, die weniger als 10.000 Einwohner haben, ein ganzjähriges Freizeitangebot anbieten, ein Fremdenverkehrsbüro besitzen, über mindestens 200 Gästebetten verfügen, ausreichende Einkaufsmöglichkeiten im Ort haben und naturnah sind.[8]

Haupterwerbszweige der Ayennois sind Weinbau, Obstbau und die Zucht von Hausrindern, Hausschafen und Hausschweinen. Es gibt eine Baumschule vor Ort.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ayen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ayen auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010.
  2. Ernest Nègre: Toponymie générale de la France. Band 1. Librairie Droz, 1990, ISBN 978-2-600-02884-4, S. 53 (in Google Books [abgerufen am 11. Januar 2010]). (französisch).
  3. Agen im arbre-celtique (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010.
  4. Corrèze, Palmarès des communes labellisées@1@2Vorlage:Toter Link/www.cnvvf.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010.
  5. Ayen in der Base Palissy des Ministère de la culture (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010.
  6. Liste des: monuments historiques, sites, zones de protections. (pdf) (Nicht mehr online verfügbar.) S. 17, archiviert vom Original am 4. Dezember 2008; abgerufen am 11. Januar 2010 (französisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.correze.pref.gouv.fr
  7. Museum von Ayen, offizielle Webpräsenz der Gemeinde Concèze (Memento des Originals vom 30. April 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.conceze.com (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010
  8. Ayen, offizielle Webpräsenz der Stations vertes (französisch) Abgerufen am 11. Januar 2010
  9. Liste alphabétique des associations de la commune auf ayen.fr (französisch).