Séderon

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Séderon
Sederon
Wappen von Séderon
Séderon (Frankreich)
Séderon
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Drôme
Arrondissement Nyons
Kanton Nyons et Baronnies
Gemeindeverband Baronnies en Drôme Provençale
Koordinaten 44° 12′ N, 5° 32′ OKoordinaten: 44° 12′ N, 5° 32′ O
Höhe 751–1.484 m
Fläche 20,30 km2
Einwohner 272 (1. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte 13 Einw./km2
Postleitzahl 26560
INSEE-Code

Séderon – Kirche Saint-Baudile

Séderon (okzitanisch: Sederon) ist ein Ort und eine Gemeinde mit 272 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Drôme in der südfranzösischen Region Auvergne-Rhône-Alpes.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort Séderon liegt am Flüsschen Méouge in etwa 820 m Höhe im Südosten des Départements Drôme; die Kleinstadt Nyons ist rund 54 km (Fahrtstrecke) in nordwestlicher Richtung entfernt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2013
Einwohner 614 737 594 397 286 282

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang im Wesentlichen auf die abgelegene Lage des Ortes und den Verlust an Arbeitsplätzen infolge der Mechanisierung der Landwirtschaft zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner des Ortes lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von der Landwirtschaft (Feldbau und Viehzucht). Auch Wein wurde angebaut; der Ort besitzt auch heute noch das Recht zur Vermarktung seiner Weintrauben über die Appellationen Comtés Rhodaniens, Coteaux des Baronnies, Mediterranée und Drôme;[1], doch wird wegen der Höhenlage kaum noch Wein angebaut. Stattdessen finden sich in kleinerem Umfang Oliven-, Aprikosen-, Kirsch- und Apfelbäume; außerdem gibt es zahlreiche Lavendelfelder. Seit den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts spielt der Tourismus in Form der Vermietung von Ferienwohnungen (gîtes) eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben des Ortes.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waschhaus (lavoir)

Séderon gehört zu den Orten der historischen Region der Baronnies, die später zur Dauphiné und zum Einflussbereich des Adelsgeschlechts Les Baux kamen, die sich in der Zeit des aufkommenden Protestantismus der reformierten Kirche anschlossen.

Am 10. August 1944 wurde der Ort wegen Aktivitäten der Résistance von der Luftwaffe bombardiert, wobei sieben Personen getötet, weitere verletzt und schwere Sachschäden angerichtet wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Séderon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Séderon – Weinbau