Montélimar

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Montélimar
Wappen von Montélimar
Montélimar (Frankreich)
Montélimar
Region Auvergne-Rhône-Alpes
Département Drôme
Arrondissement Nyons
Kanton Chef-lieu von
Montélimar-1
Montélimar-2
Gemeindeverband Montélimar-Agglomération
Koordinaten 44° 34′ N, 4° 45′ OKoordinaten: 44° 34′ N, 4° 45′ O
Höhe 56–213 m
Fläche 46,81 km²
Einwohner 36.643 (1. Jan. 2013)
Bevölkerungsdichte 783 Einw./km²
Postleitzahl 26200
INSEE-Code
Website www.ville-montelimar.com

Montélimar, im Vordergrund die Rhone

Montélimar ist eine französische Gemeinde mit 36.643 Einwohnern (Stand 1. Januar 2013) im Département Drôme (Region Auvergne-Rhône-Alpes). Die Einwohner bezeichnen sich als Montiliens.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt am Rande der Provence, im Tal der Rhone, zwischen Valence und Orange. Am westlichen Stadtrand verläuft ein schiffbarer Abkürzungskanal der Rhône, der nach der Stadt Canal de dérivation de Montélimar benannt ist. In diesen mündet auch der Nebenfluss Roubion ein, nachdem er Montélimar durchquert hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montélimar entstand um ein Schloss der Familie Adhémar aus dem 12. Jahrhundert. Die Familie gab der Stadt ihren Namen. Montélimar ist abgeleitet von Petit Mont d’Adhémar („kleiner Berg der Adhémar“). Das Schloss und die historische Altstadt sind bis heute erhalten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1911 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2009
Einwohner 13.282 19.999 26.748 28.058 29.161 29.982 31.344 33.800 35.988
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz

Quelle: INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Château des Adhémar ist eine auf einem Hügel errichtete romanische Wohnburg. Sie wurde von der Familie Adhémar im späten 12. Jahrhundert erbaut und gilt als bedeutendstes Beispiel mittelalterlicher Architektur im mittleren Rhonetal. Die Burg war von 1340 bis 1383 päpstlicher Besitz und diente vom 15. bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Gefängnis. Von der Burg erhalten sind noch eine Kapelle aus dem 11. und Wohnräume aus dem 12. Jahrhundert. Seit der Jahrtausendwende wird in der Burg zeitgenössische Kunst ausgestellt.

Westfassade der Burg
Burgmauer

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Montélimar

Montélimar liegt an der Bahnstrecke Paris–Marseille.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Montélimar gilt als Hauptstadt des Nougat. Für den Montélimarnougat werden provenzalischer Honig und geerntete Mandeln aus der Umgebung verarbeitet.

Auch Weinbau wird in der Stadt betrieben.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stéphane Baumont (Hrsg.): Histoire de Montélimar. Ed. Privat, Toulouse 1992, ISBN 2-7089-8295-8 (Stadtgeschichte)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Montélimar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien