Sertab Erener

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Sertab Erener (Juni 2014)

Sertab Erener (* 4. Dezember 1964 in Istanbul) ist eine der erfolgreichsten Künstlerinnen der türkischen Popmusik.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kindheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sertab war in ihrer Kindheit ein schmächtiges Mädchen. Sie erkrankte mit 11 Jahren an Dickdarmkatarrh und musste mehrmals stationär behandelt werden. Um sie von ihrer Krankheit abzulenken, versuchte ihre Mutter, Sertab für das Klavierspielen zu begeistern. Sie erhielt Unterricht und entwickelte daraus die Leidenschaft für die Musik.

Jugend[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sertab begann ihre Gesangsausbildung auf dem Gymnasium im Chor der Işık Lisesi und führte sie am Staatskonservatorium von İstanbul (İstanbul Belediye Konservatuvarı) fort. Mit ihrer kräftigen Stimme ließ sie sich in sechs Jahren zur Sopranistin ausbilden.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Ausbildung trat Sertab in den angesehensten Clubs von İstanbul auf und überzeugte nach und nach das Publikum. Ende der 1980er wurde Sezen Aksu auf sie aufmerksam und begleitet seither ihre Karriere. Durch gemeinsame Auftritte gelangte Sertab zu mehr Bekanntheit und veröffentlichte 1992 ihr erstes Album Sakin Ol. Die Kompositionen und Texte für den größten Teil der Lieder auf dem Album stammten aus der Feder Aksus. Gemeinsam verkauften sie 950.000 Kopien von Sakin Ol. Fahir Atakoğlu komponierte für Sertabs nächstes Album Lâ'l (1994). Lâ'l wurde wie das folgende Album Sertab Gibi (1996) insgesamt etwa 1,5 Millionen Mal verkauft.

Die zwischenzeitlich nur noch im Lager der Popmusik vertretene Sertab schob einen Auftritt mit José Carreras ein, der ihre klassischen Gesangskünste bestätigte. Nach ihrem bisher erfolgreichsten vierten Album Sertab (1999) trat sie zusammen mit Ricky Martin auf und veröffentlichte die Single Aşk zusammen mit der griechischen Sängerin Mando.

Erener bei der Eröffnungsveranstaltung des Eurovision Song Contest 2004

Am 24. Mai 2003 siegte Sertab mit 167 Punkten beim 48. Eurovision Song Contest in Riga für die Türkei und erreichte dadurch europaweite Bekanntheit. Ihr Siegerlied Everyway That I Can (türkische Version: Sen üzülme diye) wurde zum europaweiten Hit. In Griechenland, in Schweden, in der Türkei und in den osteuropäischen Ländern belegte das Lied wochenlang die Nummer 1, in Belgien, den Niederlanden, Österreich und Spanien wurde das Lied zum Top 10-Hit und in Deutschland und der Schweiz kam es unter die ersten 20 Plätze der Verkaufscharts. Das Lied schaffte es, bis auf Platz 17 der Airplay World Official Top 100 zu klettern und wurde zu einem der kommerziell erfolgreichsten Siegersongs des Eurovision Song Contests im 21. Jahrhundert. Ermutigt durch den internationalen Erfolg veröffentlichte Sertab 2004 das englischsprachige Album No Boundaries, das allerdings floppte.

2005 steuerte sie zum Soundtrack für den Dokumentarfilm Crossing The Bridge – The Sound of Istanbul von Fatih Akın eine Coverversion von Madonnas Music bei. Am 6. Dezember 2008 veröffentlichte Sertab zu ihrem 15-jährigen Bühnenjubiläum ihre erste Konzert-DVD namens Otobiyografi Istanbul Konseri.

Am 9. Juni 2009 erschien ihr zweites englischsprachiges Album Painted on Water in Zusammenarbeit mit Demir Demirkan.

Privat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sertab Erener ernährt sich vegan, sie unterstützt auch diese Lebenseinstellung.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
1992 Sakin Ol! Erstveröffentlichung: 28. Juli 1992; Verkäufe: 750.000
1994 Lâ'l Erstveröffentlichung: 14. Oktober 1994; Verkäufe: 650.000
1997 Sertab Gibi Erstveröffentlichung: 28. Februar 1997; Verkäufe: 150.000
1999 Sertab Erener Erstveröffentlichung: 24. März 1999; Verkäufe: 430.000
2001 Turuncu Erstveröffentlichung: 25. Mai 2001; Verkäufe: 260.000
2003 No Boundaries Erstveröffentlichung: 19. Januar 2003 (internationales Album)
2005 Aşk Ölmez Erstveröffentlichung: 25. April 2005; Verkäufe: 160.000
2010 Rengârenk Erstveröffentlichung: 7. Juni 2010; Verkäufe: 140.000
2012 Ey Şûh-i Sertab Erstveröffentlichung: 12. April 2012; Verkäufe: 80.000
2013 Sade Erstveröffentlichung: 12. April 2013; Verkäufe: 50.000
2016 Kırık Kalpler Albümü Erstveröffentlichung: 3. Juni 2016

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Anmerkungen
2000 Bu Yaz Erstveröffentlichung: 2000; EP
Sertab Erstveröffentlichung: 2000; Kompilation
2007 The Best of - En İyiler Erstveröffentlichung: 15. März 2007; Kompilation
Sertab Goes To The Club Erstveröffentlichung: 14. Mai 2007; Remixalbum
2008 Otobiyografi: 15. Sanat Yılı Konseri Erstveröffentlichung: 6. Dezember 2008; Videoalbum
2009 Painted On Water Erstveröffentlichung: 8. Oktober 2009
Kollaboration mit Demir Demirkan
2010 Love Erstveröffentlichung: 4. März 2010
Kollaboration mit Demir Demirkan
2012 Senin Mutluluğun Benim Doğum Günüm Erstveröffentlichung: 2012; EP

Chartplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen[1] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich UK SchwedenSchweden SE
2003 Everyway That I Can
No Boundaries
12
(13 Wo.)
10
(13 Wo.)
17
(13 Wo.)
72
(3 Wo.)
1
(20 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. April 2003
Here I Am
No Boundaries
64
(3 Wo.)
58
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2003

Weitere Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erscheinungsjahr Songtitel Album
1997 Aslolan Aşktır Sertab Gibi
1999 Zor Kadın Sertab
2000 Bu Yaz
2001 Yeni -
2004 Leave No Boundaries
2004 I Believe (That I See Love in You)
2005 Aşk Ölmez, Biz Ölürüz Aşk Ölmez
2005 Satılık Kalpler Şehri
2005 Kim Haklıysa
2007 I Remember Now -
2008 Hayat Beklemez -
2009 Açık Adres -
2009 Bu Böyle Rengârenk
2010 Koparılan Çiçekler
2010 Rengârenk
2011 Bir Damla Gözlerimde
2011 İstanbul
2011 Bir Çaresi Bulunur
2013 Öyle de Güzel
2016 Kime Diyorum
2016 Olsun

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sertab Erener – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chartquellen: DE AT CH UK SE