Étalans

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Étalans
Wappen von Étalans
Étalans (Frankreich)
Étalans
Region Franche-Comté
Département Doubs
Arrondissement Pontarlier
Kanton Vercel-Villedieu-le-Camp
Gemeindeverband Pays de Pierrefontaine-Vercel.
Koordinaten 47° 9′ N, 6° 16′ O47.1513888888896.2683333333333589Koordinaten: 47° 9′ N, 6° 16′ O
Höhe 520–638 m
Fläche 23,95 km²
Einwohner 1.180 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 49 Einw./km²
Postleitzahl 25580
INSEE-Code
Website http://www.etalans.com/

Étalans ist eine Gemeinde im französischen Département Doubs in der Region Franche-Comté.

Geographie[Bearbeiten]

Étalans liegt auf 589 m über dem Meeresspiegel, 6 km westlich von Valdahon und etwa 21 km ostsüdöstlich der Stadt Besançon (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich im Jura, inmitten des weiten Plateaus von Valdahon, dem sogenannten ersten Plateau des Juras, im Quellgebiet des Ruisseau de la Brême, nordöstlich des Talsystems der Loue.

Die Fläche des 23.95 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Das gesamte Gebiet wird vom nur sehr schwach reliefierten Hochplateau von Valdahon eingenommen, das durchschnittlich auf 600 m liegt. Es ist teils von Acker- und Wiesland, teils auch von Wald bestanden und steigt gegen Südosten leicht an. Im äußersten Südosten, auf der Anhöhe bei Oupans, wird denn auch mit 638 m die höchste Erhebung von Étalans erreicht. Südlich des Dorfes entspringt der Ruisseau de la Brême, der durch eine Talniederung leicht in das Plateau eingetieft nach Westen fließt und sein Wasser der Loue zuführt. Ansonsten besitzt das Plateau keine oberirdischen Fließgewässer, weil das Niederschlagswasser im verkarsteten Untergrund versickert.

Im nördlichen und nordöstlichen Gemeindeteil dehnen sich größere Wälder aus, darunter der Bois d'Emblery und die Forêt de la Verrière-du-Grosbois. Ganz im Norden reicht das Gebiet fast bis an den Fuß des Höhenrückens Côte d’Anroz. Im Nordosten hat die Gemeindefläche mit rund 3 km² Anteil am Truppenübungsplatz Valdahon, der insgesamt eine Fläche von 35 km² einnimmt.

Zu Étalans gehören neben dem eigentlichen Ort verschiedene Weiler und Einzelhöfe, die weit über das Plateau verstreut liegen:

  • Bermotte (599 m) auf dem Plateau nördlich des Dorfes
  • L’Ejus (590 m) in einer Mulde nordöstlich des Dorfes
  • Oupans (615 m) an einem leicht nach Westen geneigten Hang südöstlich des Dorfes

Nachbargemeinden von Étalans sind Verrières-du-Grosbois im Norden, Fallerans im Osten, Guyans-Durnes im Süden sowie Charbonnières-les-Sapins und L’Hôpital-du-Grosbois im Westen.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wird Étalans im Jahr 1049 unter dem Namen Estalanus. Das Gebiet um die Ortschaft war im Mittelalter verschiedenen Herrschaften unterstellt, nämlich den Herren von Montfaucon und der Adelsfamilie von Durnes. Auch der Erzbischof von Besançon hatte hier Grundbesitz, auf dem er vermutlich um 1260 ein Schloss errichten ließ. Ebenfalls um diese Zeit erhielt Étalans gewisse Freiheitsrechte zugesprochen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurden das Schloss und das Dorf 1639 von Truppen des Herzogs Bernhard von Sachsen-Weimar geplündert und zerstört. Zusammen mit der Franche-Comté gelangte Étalans mit dem Frieden von Nimwegen 1678 an Frankreich. Seit 1998 ist Étalans Mitglied des 44 Ortschaften umfassenden Gemeindeverbandes Communauté de communes du Pays de Pierrefontaine – Vercel.

Mit 1. Januar 2009 erfolgte eine Änderung der Arrondissementszugehörigkeit der Gemeinde. Bislang zum Arrondissement Besançon gehörend, kamen alle Gemeinden des Kantons zum Arrondissement Pontarlier.[1]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Kirche Saint-Nicolas wurde im 13. Jahrhundert errichtet und erfuhr danach zahlreiche kleinere und größere Umgestaltungen. Aus der Erbauungszeit erhalten ist der charakteristische Portalbereich in gotischen Stilformen. Der Glockenturm wurde 1705 neu erbaut; ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert stammen die Seitenschiffe, während der heutige Chorraum 1834 erneuert wurde. Die Kirche besitzt eine bemerkenswerte vergoldete Holzstatue der Jungfrau mit Kind (aus dem 18. Jahrhundert). Vom ehemaligen Schloss aus dem 13. Jahrhundert sind nur noch wenige Grundmauern sichtbar. Im Ortskern sind verschiedene Bauernhäuser im charakteristischen Stil der Franche-Comté aus dem 17. bis 19. Jahrhundert erhalten.

Zu den Natursehenswürdigkeiten zählt der nordwestlich des Dorfes gelegene Gouffre de Poudrey mit dem größten für Besucher zugänglichen Höhlensaal Frankreichs, der eine Höhe von ungefähr 60 Metern aufweist.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1962 634
1968 706
1975 844
1982 771
1990 904
1999 925
2006 1067

Mit 1180 Einwohnern (1. Januar 2011) gehört Étalans zu den kleineren Gemeinden des Département Doubs. Nachdem die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts abgenommen hatte (1886 wurden noch 729 Personen gezählt), wurde seit Beginn der 1960er Jahre insgesamt wieder ein deutliches Bevölkerungswachstum verzeichnet.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Étalans war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein ein vorwiegend durch die Landwirtschaft (Ackerbau, Obstbau und Viehzucht) und die Forstwirtschaft geprägtes Dorf. Daneben gibt es heute einige Betriebe des Kleingewerbes, darunter Betriebe des Baugewerbes, der Holzverarbeitung, mechanische Werkstätten, Autogaragen, eine Käserei und Einzelhandelsgeschäfte. Mittlerweile hat sich das Dorf auch zu einer Wohngemeinde gewandelt. Viele Erwerbstätige sind Wegpendler, die in den größeren Ortschaften der Umgebung oder in der Agglomeration Besançon ihrer Arbeit nachgehen.

Die Ortschaft ist verkehrstechnisch gut erschlossen. Sie liegt nahe der Hauptstraße N57, die von Besançon nach Pontarlier führt. Bei Étalans befindet sich die Abzweigung der Hauptstraße D461 via Valdahon und Morteau nach La Chaux-de-Fonds. Das Dorf ist durch eine Ortsumfahrung vom Durchgangsverkehr entlastet. Weitere Straßenverbindungen bestehen mit Ornans, Baume-les-Dames und Durnes. Étalans besitzt einen Bahnhof an der Eisenbahnlinie von Besançon nach Le Locle.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. INSEE-Modifications de communes
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