Fidenza

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Fidenza
Wappen
Fidenza (Italien)
Fidenza
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Parma (PR)
Lokale Bezeichnung: Fidênsa / Burägh San Dunén
Koordinaten: 44° 52′ N, 10° 4′ O44.86666666666710.06666666666775Koordinaten: 44° 52′ 0″ N, 10° 4′ 0″ O
Höhe: 75 m s.l.m.
Fläche: 95 km²
Einwohner: 25.797 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 272 Einw./km²
Postleitzahl: 43036
Vorwahl: 0524
ISTAT-Nummer: 034014
Volksbezeichnung: Fidentini oder Borghigiani
Schutzpatron: San Donnino
Website: Fidenza

Fidenza ist eine italienische Gemeinde mit 25.797 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) in der Emilia-Romagna in der Provinz Parma, zwischen Piacenza und Parma.

Der Ort besteht aus den Ortsteilen Bastelli, Castione Marchesi, Chiusa Ferranda, Colombara, Fornio, Osteria del Sole, Osteria Pietralunga, Parola, Ponte Ghiara, Rimale, San Faustino und Santa Margherita.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt wurde in römischer Zeit als Fidentia an der Via Aemilia gegründet. An dieser Stelle bestand bereits eine keltische Siedlung. 41 v. Chr. erhielt der Ort durch Octavian das römische Bürgerrecht und wurde Municipium.

Mit dem Fall des römischen Reiches begann eine dunkle Periode für die Stadt. Sie wurde wiederholt besetzt und im 5. Jahrhundert zerstört. Karl der Große war ein starker Förderer. In seiner Zeit wurde auch der Leichnam des Heiligen Donnino, eines christlichen Märtyrers des 3. Jahrhunderts, in der Stadt gefunden.

Unter dem neuen Namen, Borgo San Donnino, taucht die Stadt 923 erneut in den Quellen auf. In der Reisebeschreibung Sigerichs des Ernsten wird Fidenza auf dem Rückweg von Rom nach Canterbury als 36. Etappenort (XXXVI Sce Domnine) genannt. Im Mittelalter war Fidenza eine wichtige Zwischenstation auf der berühmten Via Francigena.

Von 1092 bis 1102 war die Stadt Residenz von König Konrad von Italien, Sohn von Kaiser Heinrich IV., von dem er 1098 als abgesetzt erklärt wurde. In dieser Zeit erhielt der Ort die Stadtrechte, die 1162 durch Kaiser Friedrich Barbarossa offiziell bestätigt wurden. Er übertrug die Herrschaft auf das Geschlecht Pallavicino bei Piacenza. In der Folge war die Stadt immer wieder Gegenstand von Konflikten zwischen Parma und Piacenza, lag sie doch strategisch günstig an der Via Emilia und der Via Francigena.

Von 1346 bis 1447 geriet die Stadt immer wieder unter die Herrschaft der Visconti von Mailand. Von 1449 bis 1499 übten die neuen Mailänder Fürsten, die Sforza, die Herrschaft aus. Bis 1556 war die Stadt autonom, als sie unter den Farnese Teil des Herzogtums Parma und Piacenza wurde. 1601 wird die Stadt Bischofssitz. Als das Geschlecht 1731 ausstirbt, geht der Besitz an den Bourbonen-König Karl III. von Spanien über. Nach einer kurzen Periode unter Frankreich während der napoleonischen Kriege trat die Stadt per Abstimmung 1859 dem Königreich Sardinien-Piemont bei. Während der faschistischen Zeit entwickelte sich die Stadt enorm und wechselte 1927 den Namen von Borgo San Donnino zu Fidenza (relatinisiert). Im Mai 1944 wurde die Stadt von alliierten Flugzeugen bombardiert und am 26. April 1945 befreit.[2]

Bauwerke[Bearbeiten]

Palazzo Comunale
  • Dom von Fidenza
  • Kirche des Hl. Petrus (Chiesa di San Pietro)
  • Santuario della Gran Madre di Dio
  • Oratorio di San Giorgio
  • Chiesa di Santa Maria Annunziata
  • Convento dei Cappuccini
  • Palazzo Comunale
  • Palazzo delle Orsoline

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2012.
  2. entnommen aus dem italienischen Wikipediaartikel "Fidenza"

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Fidenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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