Fidenza

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Fidenza
Wappen
Fidenza (Italien)
Fidenza
Staat: Italien
Region: Emilia-Romagna
Provinz: Parma (PR)
Lokale Bezeichnung: Fidênsa / Burägh San Dunén
Koordinaten: 44° 52′ N, 10° 4′ O44.86666666666710.06666666666775Koordinaten: 44° 52′ 0″ N, 10° 4′ 0″ O
Höhe: 75 m s.l.m.
Fläche: 95 km²
Einwohner: 26.196 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 276 Einw./km²
Postleitzahl: 43036
Vorwahl: 0524
ISTAT-Nummer: 034014
Demonym: Fidentini oder Borghigiani
Schutzpatron: San Donnino
Website: Fidenza

Fidenza ist eine italienische Gemeinde mit 26.196 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Emilia-Romagna in der Provinz Parma, zwischen Piacenza und Parma.

Der Ort besteht aus den Ortsteilen Bastelli, Castione Marchesi, Chiusa Ferranda, Colombara, Fornio, Osteria del Sole, Osteria Pietralunga, Parola, Ponte Ghiara, Rimale, San Faustino und Santa Margherita.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Stadt wurde in römischer Zeit als Fidentia an der Via Aemilia gegründet. An dieser Stelle bestand bereits eine keltische Siedlung. 41 v. Chr. erhielt der Ort durch Octavian das römische Bürgerrecht und wurde Municipium.

Mit dem Fall des römischen Reiches begann eine dunkle Periode für die Stadt. Sie wurde wiederholt besetzt und im 5. Jahrhundert zerstört. Karl der Große war ein starker Förderer. In seiner Zeit wurde auch der Leichnam des Heiligen Donnino, eines christlichen Märtyrers des 3. Jahrhunderts, in der Stadt gefunden.

Unter dem neuen Namen, Borgo San Donnino, taucht sie 923 erneut in den Geschichtsbüchern auf. In der Reisebeschreibung Sigerichs des Ernsten wird Fidenza auf dem Rückweg von Rom nach Canterbury als 36. Etappenort (XXXVI Sce Domnine) genannt. Im Mittelalter war Fidenza daher eine wichtige Zwischenstation auf der berühmten Via Francigena.

Von 1092 bis 1102 war die Stadt Residenz von König Konrad von Italien, Sohn von Kaiser Heinrich IV., von dem er 1098 als abgesetzt erklärt wurde. In dieser Zeit erhielt der Ort die Stadtrechte, die 1162 durch Kaiser Friedrich Barbarossa offiziell bestätigt wurden. Er übertrug die Herrschaft auf das Geschlecht Pallavicino bei Piacenza. In der Folge war die Stadt immer wieder Gegenstand von Konflikten zwischen Parma und Piacenza, lag sie doch strategisch günstig an der Via Emilia und der Via Francigena.

Von 1346 bis 1447 geriet die Stadt immer wieder unter die Herrschaft der Visconti von Mailand. Von 1449 bis 1499 übten die neuen Mailänder Fürsten, die Sforza, die Herrschaft aus. Bis 1556 war die Stadt autonom, als sie unter den Farnese Teil des Herzogtums Parma und Piacenza wurde. 1601 wird die Stadt Bischofssitz. Als das Geschlecht 1731 ausstirbt, geht der Besitz an den Bourbonen König Karl III. von Spanien über. Nach einer kurzen Periode unter Frankreich während der napoleonischen Kriege trat die Stadt per Abstimmung 1859 dem Königreich Sardinien-Piemont bei. Während der faschistischen Zeit entwickelte sich die Stadt enorm und wechselte 1927 den Namen von Borgo San Donnino zu Fidenza. Im Mai 1944 wurde die Stadt von alliierten Flugzeugen bombardiert und am 26. April 1945 befreit.[2]

[Bearbeiten] Bauwerke

Das bedeutendste Gebäude Fidenzas ist der romanische Dom, dem Märtyrer San Donnino geweiht. Die Legende erzählt, dass er ein hochrangiger Beamter des römischen Kaisers Maximinians war. Dieser wollte es nicht hinnehmen, dass einer seiner Vornehmen den christlichen Glauben annahm. Donnino musste aus Trier fliehen - nach Italien, wo ihm die meisten Städte keinen Einlass gewährten.

In Fidenza nahm man ihn auf, doch wurde er hier von Soldaten Maximinians ergriffen und um das Jahr 296 geköpft. Die Legende erzählt weiter, dass Donnino seinen abgeschlagenen Kopf unter den Arm nimmt, den Fluss Stirone überquert und jenseits des Flusses seine letzte Ruhestätte findet. Er vollbrachte auch nach seinem Tod noch viele Wunder, die meist im Zusammenhang mit Reisen und Verkehr standen. So wurde er zu einem Schutzpatron der Pilger. Sein Festtag ist der 9. Oktober.

Die Kathedrale stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist ein wichtiges Denkmal für die lombardisch-romanischen Kirchen des 11. bis 13. Jahrhunderts in Norditalien. Die Westfassade der dreischiffigen Basilika gilt als wichtiges Werk der emilianischen Romanik. Die unvollendete Fassade mit ihren zwei Türmen und drei Portalen mit vorspringenden Hallen und Skulpturen wird dem Baumeister Benedetto Antelami bzw. seiner Schule zugeschrieben. In vielen Deteils wird das Motiv des Pilgerns und Reisens aufgegriffen.

Der Innenraum der Kirche erscheint in einem von der Romanik zur Gotik übergehenden Stil. Es handelt sich um eine Baslilika mit drei Schiffen, welche durch abwechselnd kräftigere und schlankere Pfeiler mit würfelförmigen Kapitellen geteilt ist.[3]

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. entnommen aus dem italienischen Wikipediaartikel "Fidenza"
  3. Informationen aus einer deutschsprachigen Veröffentlichung der Diözese Fidenza; liegt im Kirchenraum aus, 2010.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Fidenza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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