IndyCar Series 2010

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Die Izod IndyCar-Series-Saison 2010 war die 15. Saison der US-amerikanischen IndyCar Series. Es war die erste Saison, in der Izod Titelsponsor der Serie war. Es wurden 17 Rennen ausgetragen. Die Saison begann am 14. März 2010 in São Paulo und endete am 2. Oktober 2010 in Homestead. Dario Franchitti verteidigte den Meistertitel der IndyCar Series und wurde somit zum dritten Mal Gesamtsieger der Serie.

Die Mario-Andretti-Trophäe, die diese Saison zum ersten Mal an den erfolgreichsten Piloten auf Rundkursen vergeben wurde, sicherte sich Will Power vorzeitig bei noch zwei zu fahrenden Rennen.[1] Die A.J.-Foyt-Trophäe, die der erfolgreichste Pilot auf den Ovalen erhielt, ging an den Gesamtsieger Franchitti.

Teams und Fahrer[Bearbeiten]

Alle Teams benutzten Chassis von Dallara, Motoren von Honda und Reifen von Firestone.

Team Nr. Fahrer Rennen
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Target Chip Ganassi Racing 9 NeuseelandNeuseeland Scott Dixon[2] 1–17
10 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dario Franchitti[2] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Team Penske 3 BrasilienBrasilien Hélio Castroneves[3] 1–17
6 AustralienAustralien Ryan Briscoe[3] 1–17
12 AustralienAustralien Will Power[3] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andretti Autosport[4] 7 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Danica Patrick[5] 1–17
11 BrasilienBrasilien Tony Kanaan[4] 1–17
26 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Marco Andretti[4] 1–17
27 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Adam Carroll[6][N 1] 9, 12
37 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ryan Hunter-Reay[7] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newman/Haas/Lanigan Racing
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newman/Haas Racing[N 2]
02 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal[8] 10, 12–14, 16, 17
06 JapanJapan Hideki Mutoh[9] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dale Coyne Racing 18 VenezuelaVenezuela Milka Duno[10] 1–17
19 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Alex Lloyd[11] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Panther Racing 4 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Dan Wheldon[12] 1–17
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Ed Carpenter 6, 14, 15, 17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten KV Racing Technology 5 JapanJapan Takuma Satō[13] 1–17
8 VenezuelaVenezuela E.J. Viso[14] 1–17
15 KanadaKanada Paul Tracy[15] 6, 10, 11
32 BrasilienBrasilien Mario Moraes[16] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten de Ferran Dragon Racing 2 BrasilienBrasilien Raphael Matos[17] 1–17
21 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Davey Hamilton[18] 6, 14
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten A. J. Foyt Enterprises 14 BrasilienBrasilien Vitor Meira[19] 1–17
41 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten A. J. Foyt IV[20][N 3] 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Jaques Lazier[N 3] 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Dreyer & Reinbold Racing 22 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Justin Wilson[21] 1–17
23 BrasilienBrasilien Ana Beatriz[22] 1
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter[23] 6
24 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Conway[21] 1–6
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter[24] 7, 10, 11
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal[25] 8
KanadaKanada Paul Tracy[26] 9, 15, 16
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten J. R. Hildebrand[27] 12, 13
BrasilienBrasilien Ana Beatriz[28] 14, 17
25 BrasilienBrasilien Ana Beatriz[29] 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten HVM Racing 78 SchweizSchweiz Simona de Silvestro[30] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Conquest Racing 34 BrasilienBrasilien Mario Romancini[31] 1–11
ItalienItalien Francesco Dracone[32] 12
BelgienBelgien Bertrand Baguette[33] 13–17
36 BelgienBelgien Bertrand Baguette[33] 3–12
ItalienItalien Francesco Dracone[32] 13
SudafrikaSüdafrika Tomas Scheckter[34] 14, 15
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Roger Yasukawa[35] 16
KolumbienKolumbien Sebastian Saavedra[36] 17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten KanadaKanada FAZZT Race Team 33 BrasilienBrasilien Bruno Junqueira[37] 6
77 KanadaKanada Alex Tagliani[38] 1–17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher Racing 66 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Jay Howard[39] 5–7, 12, 14
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal[40] 15
67 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal[41] 2–4
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sarah Fisher[39] 5–8, 14, 15, 17
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Richard Petty/Andretti Autosport 43 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Andretti[37][N 4] 5, 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sam Schmidt Motorsports 99 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Townsend Bell[42] 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bryan Herta Autosport 29 KolumbienKolumbien Sebastian Saavedra[18] 6
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rahal Letterman Racing 30 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Graham Rahal[43] 6
  1. In Zusammenarbeit mit AFS Racing.
  2. Die ersten fünf Rennen trat das Team unter dem Namen Newman/Haas/Lanigan Racing an. Nachdem Teammitbesitzer Mike Lanigan das Team verlassen hatte, wurde das Team zurück in Newman/Haas Racing umbenannt.
  3. a b Ersatz am Bump-Day, nachdem Foyt kurzfristig verzichtet hat.
  4. In Zusammenarbeit mit Petty Enterprises

Rennkalender[Bearbeiten]

Die IndyCar-Series-Saison 2010 umfasste 17 Rennen. Erstmals fanden IndyCar-Rennen auf dem Straßenkurs von São Paulo und auf dem Barber Motorsports Park in Birmingham statt. Acht Rennen wurden auf Ovalen, fünf auf Straßenkursen bzw. temporären Rennstrecken und vier auf Rennstrecken ausgetragen.

Nr. Datum Rennstrecke Art Erster Zweiter Dritter Pole-Position Schnellste Runde Meiste Führungsrunden
1. 14. März BrasilienBrasilien São Paulo S AustralienAustralien Power Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay BrasilienBrasilien Meira Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti
2. 29. März1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Saint Petersburg S AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson AustralienAustralien Briscoe AustralienAustralien Power VenezuelaVenezuela Viso AustralienAustralien Power
3. 11. April Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Birmingham R BrasilienBrasilien Castroneves NeuseelandNeuseeland Dixon Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti
4. 18. April Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Long Beach S Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson AustralienAustralien Power AustralienAustralien Power Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay
5. 01. Mai Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Kansas City O NeuseelandNeuseeland Dixon Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti BrasilienBrasilien Kanaan AustralienAustralien Briscoe BrasilienBrasilien Kanaan NeuseelandNeuseeland Dixon
6. 30. Mai Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Indianapolis O Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wheldon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti BrasilienBrasilien Castroneves AustralienAustralien Briscoe Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti
7. 05. Juni Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fort Worth O AustralienAustralien Briscoe Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti AustralienAustralien Briscoe Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay AustralienAustralien Briscoe
8. 20. Juni Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Newton O BrasilienBrasilien Kanaan BrasilienBrasilien Castroneves VenezuelaVenezuela Viso AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti
9. 04. Juli Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Watkins Glen R AustralienAustralien Power AustralienAustralien Briscoe Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power AustralienAustralien Power AustralienAustralien Power
10. 18. Juli KanadaKanada Toronto S AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson
11. 25. Juli KanadaKanada Edmonton S NeuseelandNeuseeland Dixon AustralienAustralien Power Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power NeuseelandNeuseeland Dixon AustralienAustralien Power
12. 08. August Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Lexington R Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power BrasilienBrasilien Castroneves AustralienAustralien Power AustralienAustralien Briscoe KanadaKanada Tagliani
13. 22. August Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sonoma R AustralienAustralien Power NeuseelandNeuseeland Dixon Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hildebrand AustralienAustralien Power
14. 28. August Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Joliet O Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wheldon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti AustralienAustralien Briscoe NeuseelandNeuseeland Dixon AustralienAustralien Briscoe
15. 04. September Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Sparta O BrasilienBrasilien Castroneves Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carpenter Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wheldon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carpenter Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wheldon
16. 19. September JapanJapan Motegi O BrasilienBrasilien Castroneves Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti AustralienAustralien Power BrasilienBrasilien Castroneves BrasilienBrasilien Castroneves BrasilienBrasilien Castroneves
17. 02. Oktober Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Homestead O NeuseelandNeuseeland Dixon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick BrasilienBrasilien Kanaan Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti
  • Erklärung: O: Oval, S: Straßenkurs, R: Rennstrecke
1 Das Rennen wurde wegen starken Regens auf den Montag verschoben.[44]

Rennberichte[Bearbeiten]

1. Rennen: São Paulo Indy 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Will Power Team Penske 2:00:57,7112
2 Ryan Hunter-Reay Andretti Autosport + 1,8581
3 Vitor Meira A. J. Foyt Enterprises + 9,7094

Das São Paulo Indy 300 in den Streets of São Paulo, São Paulo, Brasilien fand am 14. März 2010 statt und ging über eine Distanz von 61 Runden à 4,081 km, was einer Gesamtdistanz von 248,959 km entspricht. Ursprünglich war eine Distanz von 75 Runden geplant, allerdings wurde das Rennen wegen Regens nach zwei Stunden beendet.

Will Power entschied das Rennen, nachdem er zwei Runden vor Schluss Ryan Hunter-Reay überholt hatte, für sich. Hunter-Reay wurde vor Vitor Meira Zweiter.[45]

2. Rennen: Honda Grand Prix of St. Petersburg[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Will Power Team Penske 2:07:05,7968
2 Justin Wilson Dreyer & Reinbold Racing + 0,8244
3 Ryan Briscoe Team Penske + 4,7290

Der Honda Grand Prix of St. Petersburg in den Streets of St. Petersburg, Saint Petersburg, Florida, Vereinigte Staaten fand am 29. März 2010 statt und ging über eine Distanz von 100 Runden à 2,897 km, was einer Gesamtdistanz von 289,682 km entspricht. Ursprünglich sollte das Rennen am 28. März 2010 stattfinden, es wurde jedoch wegen eines Gewitters auf den Montag verlegt.[46]

Will Power gewann das zweite Rennen in Folge. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Justin Wilson und Ryan Briscoe.[47]

3. Rennen: Indy Grand Prix of Alabama[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Hélio Castroneves Team Penske 1:56:41,3928
2 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing + 0,5703
3 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 8,1590

Der Indy Grand Prix of Alabama im Barber Motorsports Park, Birmingham, Alabama, Vereinigte Staaten fand am 11. April 2010 statt und ging über eine Distanz von 90 Runden à 3,701 km, was einer Gesamtdistanz von 333,134 km entspricht.

Hélio Castroneves gewann sein erstes Rennen in dieser Saison. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Scott Dixon und Dario Franchitti. Marco Andretti führte das Rennen über weite Strecken an und musste sich am Ende wegen einer anderen Taktik mit dem fünften Platz zufriedengeben.[48]

4. Rennen: Toyota Grand Prix of Long Beach[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Ryan Hunter-Reay Andretti Autosport 1:47:12,5404
2 Justin Wilson Dreyer & Reinbold Racing + 5,6031
3 Will Power Team Penske + 8,5864

Der Toyota Grand Prix of Long Beach in den Streets of Long Beach, Long Beach, Kalifornien, Vereinigte Staaten fand am 18. April 2010 statt und ging über eine Distanz von 85 Runden à 3,167 km, was einer Gesamtdistanz von 269,211 km entspricht.

Ryan Hunter-Reay gewann das Rennen vor Justin Wilson und Will Power.[49]

5. Rennen: RoadRunner Turbo Indy 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing 1:50:43,1410
2 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 3,0528
3 Tony Kanaan Andretti Autosport + 3,2210

Das RoadRunner Turbo Indy 300 auf dem Kansas Speedway, Kansas City , Kansas, Vereinigte Staaten fand am 1. Mai 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 2,446 km, was einer Gesamtdistanz von 489,241 km entspricht.

Scott Dixon gewann das erste Ovalrennen der Saison vor seinem Teamkollegen Dario Franchitti und Tony Kanaan.[50]

6. Rennen: 94. Indianapolis 500[Bearbeiten]

Qualifying[Bearbeiten]

Die Qualifikation zum 94. Indianapolis 500 war mit 37 Qualifikanten so spannend wie seit vielen Jahren nicht mehr. Der Modus war dazu geändert worden: Die Plätze wurden nun an zwei statt bisher vier Tagen ausgefahren. Entscheidend für die Qualifikation sollte die Regelung werden, dass die zuletzt gefahrene Zeit zählte, da eine vorherige vor einem erneuten Versuch gestrichen wurde.

Am ersten Tag wurden die ersten 24 Startplätze vergeben. Hierbei blieben Überraschungen weitgehend aus, außer dass sich Tony Kanaan (#11) durch einen Unfall nicht qualifizieren konnte. Die schnellsten neun Piloten fuhren die eigentlichen Startplätze in einer weiteren Qualifikationssitzung am Abend aus, wobei Hélio Castroneves (#3), der bei diesem Rennen die Chance zu seinem vierten Indianapolis 500 Sieg hatte, mit fast 367 km/h eine Durchschnittsgeschwindigkeit erreichte, wie sie seit Einführung des Ethanol-Kraftstoffes noch nicht erreicht worden war. Am Ende standen auf drei der ersten vier Startplätze Fahrer des Team Penske, das somit als klarer Favorit galt. Demgegenüber war das zuvor ebenfalls als Mitfavorit gehandelte Team Andretti Autosport, deren bestes von fünf Autos auf Rang 16 lag und zwei Autos gar nicht qualifiziert waren, in keiner guten Position.

Für besondere Dramatik sorgte am zweiten Tag erneut Tony Kanaan, der am Morgen einen weiteren Unfall baute und so bis eine Stunde vor Ende nicht qualifiziert war. Zu diesem Zeitpunkt war der Neuling Sebastian Saavedra (#29) 33., der zudem ebenfalls einen Unfall gebaut hatte und sich so, wäre jemand schneller gewesen, nicht mehr hätte wehren können.

Nun gelang es zunächst Kanaan, sich zu qualifizieren. Damit wäre Saavedra draußen gewesen und Mario Romancini (#34) war Letzter. Selbiger zog seine bisherige Zeit zurück und ersetzte diese durch eine wesentlich schnellere. Letzter war nun Jay Howard (#66), der dann auch durch Takuma Satō (#5) verdrängt wurde. Nun war Paul Tracy (#15) Letzter. Ein Risiko für den Kanadier war, dass Howard und auch Jaques Lazier (#41) zu schnelleren Zeiten in der Lage gewesen wären. Für einen erneuten Versuch nach diesen beiden hätte die Zeit gefehlt, also versuchte er es erneut. Ein fataler Fehler, denn die neue Zeit war bei weitem nicht schnell genug. Tracy war nun draußen und Howard war in der gleichen Situation wie der Kanadier zuvor. Hinter ihm in der Reihe warteten Lazier und inzwischen wieder Tracy. Auch Howard zog seine Zeit zurück, womit der eigentlich schon lange vergessene Sebastian Saavedra der Pilot mit der zu schlagenden Zeit war - eine Zeit, die Howard nicht unterbieten konnte. Somit war Saavedra qualifiziert, obwohl er von den Zeiten her nur den 35. Platz belegt hatte.

Rennen[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing 3:05:37,0131
2 Dan Wheldon Panther Racing + 0,1536
3 Marco Andretti Andretti Autosport + 20,9875

Das 94. Indianapolis 500 auf dem Indianapolis Motor Speedway, Indianapolis, Indiana, Vereinigte Staaten fand am 30. Mai 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 4,023 km, was einer Gesamtdistanz von 804,672 km entspricht.

Bereits unmittelbar nach dem Start hatte Dario Franchitti (#10) die Führung übernommen, die er auch über lange Zeit nicht abgab. Kanaan, der nun nach einigen Änderungen am Auto sogar vom 33. Startplatz gestartet war, arbeitete sich systematisch nach vorne und sollte im späteren Rennverlauf sogar für einige Runden die Führung übernehmen. Nach einem Unfall von Ryan Briscoe (#6) etwa 50 Runden vor Schluss wandelte sich das Rennen zu einem Benzin-Poker. Mike Conway (#24), Justin Wilson (#22), Vorjahressieger Castroneves und Graham Rahal (#30) waren bereits zu diesem Zeitpunkt zu einem Boxenstopp gekommen, der jedoch nicht bis zum Ende reichen würde, wenn das Rennen ohne weitere Unterbrechung zu Ende gehen wurde. Saveedra sorgte dann einige Runden später für eine weitere Unterbrechung. Diesmal fuhren bis auf die vier damit in Führung liegenden alle an die Box - auch dieser Stopp würde jedoch nur sehr knapp bis zum Ziel reichen. Zum Ende galt also, dass der Pilot, der am längsten durchhält, gewinnt. Als Erster musste etwa 20 Runden vor Schluss Conway aufgeben und nachtanken. Einige Runden später ereilte das gleiche Schicksal auch den Rest der vier mutigen Piloten, die nun jedoch um Rang 15 herum lagen und in Ruhe zusehen konnten, wie sie wieder nach vorne gespült wurden, da nach und nach weitere Autos zum Nachtanken abbiegen mussten.

Nun kam es jedoch zu einem Unfall zwischen Conway und Ryan Hunter-Reay (#37). Conway, der kein Benzin sparen musste, wollte unten an Hunter-Reay vorbei gehen, dabei verhakten sich die Räder beider Autos und der Wagen von Conway wurde mit hoher Geschwindigkeit in die Fangzäune geschleudert, wobei das Auto zwischen der Fahrgastzelle und den Motorblock in zwei Teile zerbrach. Hierdurch wurde das Rennen neutralisiert und es galt nur noch auszurollen, was die Fahrer offenbar mir sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit taten, wodurch die Reihenfolge des Zieleinlaufs nicht komplett dem Endergebnis, welches den Stand unmittelbar nach dem Unfall entsprach. Conway zog sich bei dem Unfall einen Beinbruch und einen Kompressionsbruch am Brustwirbel zu, durch die er für den Rest der Saison ausfallen wird. Hunter-Reay zog sich bereits vorher eine leichte Handverletzung zu.

Dario Franchitti gewann das Rennen vor Dan Wheldon (#4). Der dritte Platz hing an Marco Andretti (#26), der als Sechster ins Ziel kam, jedoch in der Gelbphase von einigen Autos überholt wurde. Der als Dritte in Ziel gekommene Alex Lloyd (#19) war somit Vierter. Als Folge dieser Vergehen kam es zu einigen Verschiebungen im Endergebnis.[51]

Bei den Topteams drehte sich der Frust der Qualifikation nun um: Während das in der Qualifikation dominante Team Penske durch Pannen bei allen drei Autos die Plätze acht und neun sowie einen Ausfall zu verbuchen hatte, hatte man bei Andretti Autosport die drei verbliebenen Autos auf den Plätzen drei, sieben und elf - eine Verbesserung um im Schnitt etwa 15 Positionen.

7. Rennen: Firestone 550[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Ryan Briscoe Team Penske 2:04:47,1555
2 Danica Patrick Andretti Autosport + 1,4629
3 Marco Andretti Andretti Autosport + 2,3162

Das Firestone 550 auf dem Texas Motor Speedway, Fort Worth, Texas, Vereinigte Staaten fand am 5. Juni 2010 statt und ging über eine Distanz von 228 Runden à 2,400 km, was einer Gesamtdistanz von 547,200 km entspricht.

Penske-Pilot Ryan Briscoe gewann das Rennen von der Pole-Position startend vor den beiden Andretti-Piloten Danica Patrick und Marco Andretti.[52] Der beim Indy 500 verletzte Mike Conway wurde durch Tomas Scheckter ersetzt, der schon dort ein weiteres Auto für Dreyer & Reinbold Racing gefahren hatte. Für einen Aufreger in und auch nach dem Rennen sorgte ein Feuerunfall von Simona de Silvestro mit einer pannenreichen Bergung.

8. Rennen: Iowa Corn Indy 250[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Tony Kanaan Andretti Autosport 1:42:12,4036
2 Hélio Castroneves Team Penske + 4,2030
3 E.J. Viso KV Racing Technology + 5,2538

Das Iowa Corn Indy 250 auf dem Iowa Speedway, Newton, Iowa, Vereinigte Staaten fand am 20. Juni 2010 statt und ging über eine Distanz von 250 Runden à 1,408 km, was einer Gesamtdistanz von 352,044 km entspricht. Für Dreyer & Reinbold Racing war diesmals Graham Rahal der Conway-Ersatz, der damit schon für das dritte Team in dieser Saison startete.

9. Rennen: Camping World Grand Prix at The Glen[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Will Power Team Penske 1:40:27,4391
2 Ryan Briscoe Team Penske + 1,2181
3 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 2,6754

Der Camping World Grand Prix at The Glen auf der Watkins Glen International, Watkins Glen, New York, Vereinigte Staaten fand am 4. Juli 2010 statt und ging über eine Distanz von 60 Runden à 5,423 km, was einer Gesamtdistanz von 325,409 km entspricht.

Bei dem Rennen war Paul Tracy zum ersten Mal in dieser Saison für Dreyer & Reinbold Racing am Start und damit bereits der dritte Ersatzfahrer für den verletzten Mike Conway. In einem gemeinsam von Andretti Autosport und dem Indy-Lights-Team AFS eingesetzten Auto mit der Nummer 27 gab zudem Adam Carroll sein Debüt.

Das Rennen wurde vom Start weg von den drei Autos des Team Penske dominiert, die schon in der Qualifikation die ersten drei Plätze belegten. Einzig die Ganassi-Autos sowie zunächst Vorjahressieger Justin Wilson konnten folgen. Nachdem durch eine Kollision zu Rennmitte Hélio Castroneves und Scott Dixon hoffnungslos zurückgefallen waren, waren die ersten Plätze praktisch bezogen, wobei es noch zwei Wechsel zwischen den verbliebenen Penske-Autos gab.

10. Rennen: Honda Indy Toronto[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Will Power Team Penske 1:47:15,2554
2 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 1,2757
3 Ryan Hunter-Reay Andretti Autosport + 1,7605

Das Honda Indy Toronto in den Streets of Toronto, Toronto, Ontario, Kanada fand am 18. Juli 2010 statt und ging über eine Distanz von 85 Runden à 2,824 km, was einer Gesamtdistanz von 240,074 km entspricht.

Will Power gewann zum vierten Mal in dieser Saison ein Rennen. Hinter dem Australier belegte Dario Franchitti den zweiten und Ryan Hunter-Reay den dritten Platz.

Das Rennen entwickelte sich zu einer Ausfallorgie in folge diverser Unfälle. Im Grunde war die Strategie zu einem guten Ergebnis alleine "halte dich aus allem Ärger heraus", was dann auch das Ergebnis widerspiegelt.

11. Rennen: Honda Indy Edmonton[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing 1:50:37,0551
2 Will Power Team Penske + 2,6688
3 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 3,2831

Das Honda Indy Edmonton auf dem Edmonton City Centre Airport, Edmonton, Alberta, Kanada fand am 25. Juli 2010 statt und ging über eine Distanz von 95 Runden à 3,175 km, was einer Gesamtdistanz von 301,647 km entspricht.

Scott Dixon gewann sein zweites Rennen in dieser Saison. Will Power und Dario Franchitti komplettierten das Podium. Zwar fuhr Hélio Castroneves als Erster über die Ziellinie, allerdings wurde er mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, die nach Rennende in eine Versetzung an das Ende der Führungsrunde umgesetzt wurde. Vorausgegangen war ein teaminternes Duell zwischen Castroneves und Power, bei dem Castroneves nach Ansicht der Rennleitung Power blockiert hatte.

12. Rennen: Honda Indy 200[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing 1:54:32,2568
2 Will Power Team Penske + 0,5234
3 Hélio Castroneves Team Penske + 4,0883

Das Honda Indy 200 auf dem Mid-Ohio Sports Car Course, Lexington, Ohio, Vereinigte Staaten fand am 8. August 2010 statt und ging über eine Distanz von 85 Runden à 3,634 km, was einer Gesamtdistanz von 308,881 km entspricht.

Dario Franchitti gewann sein zweites Rennen in dieser Saison vor Will Power und Hélio Castroneves. Bei dem Rennen gaben mit dem 2009er Indy-Lights-Meister J. R. Hildebrand (#24, Dreyer & Reinbold) und dem bisher eher unbekannten Italiener Francesco Dracone (#34, Conquest Racing) gleich zwei Fahrer ihr IndyCar-Debüt. Während Hildebrand ähnliche Leistungen ablieferte wie schon die diversen anderen, wesentlich erfahreneren Fahrer, die sich in diesem Auto versucht hatten, machte Dracone eher durch diverse Zwischenfälle von sich Reden. Die meisten Führungsrunden in dem Rennen sammelte Alex Tagliani, der den ersten Boxenstopp sehr früh absolviert hatte und so in einer anschließenden, durch die Kollision von Justin Wilson und E.J. Viso ausgelösten Safety-Car-Phase nach vorne gespült wurde.

13. Rennen: Indy Grand Prix of Sonoma[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Will Power Team Penske 1:52:34,1915
2 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing + 0,7432
3 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 6,6132

Der Indy Grand Prix of Sonoma auf dem Infineon Raceway, Sonoma, Kalifornien, Vereinigte Staaten fand am 22. August 2010 statt und ging über eine Distanz von 75 Runden à 3,706 km, was einer Gesamtdistanz von 277,974 km entspricht.

Will Power gewann sein fünftes Rennen in dieser Saison vor Scott Dixon und Dario Franchitti.

14. Rennen: Peak Antifreeze & Motor Oil Indy 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing 1:47:49,5783
2 Dan Wheldon Panther Racing + 0,0423
3 Marco Andretti Andretti Autosport + 0,1051

Das Peak Antifreeze & Motor Oil Indy 300 auf dem Chicagoland Speedway, Joliet, Illinois, Vereinigte Staaten fand am 28. August 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 2,446 km, was einer Gesamtdistanz von 489,241 km entspricht.

Das Rennen wurde relativ überraschend von #10 Dario Franchitti vor #4 Dan Wheldon und #26 Marco Andretti gewonnen. Der Meisterschafts-Führende #12 Will Power musste fünf Runden vor Schluss noch einmal Ethanol nachtanken, so dass er das Rennen nur auf Rang 16 beendete.

Das Rennen sah mit 29 Autos das größte Starterfeld der Serie außerhalb des Indy 500 seit vielen Jahren. Die Gaststarter waren #66 Jay Howard und #67 Sarah Fisher für Sarah Fisher Racing, #36 Tomas Scheckter für Conquest, #24 Ana Beatriz für Dreyer & Reinbold, #20 Ed Carpenter für Panther (gemeinsam mit Vision Racing) sowie #21 Davey Hamilton, der sein erstes IndyCar-Rennen außerhalb von Indianapolis seit seinem schweren Unfall in Texas 2001 fuhr. Zudem nahmen erstmals alle fünf in dieser Saison aktiven Frauen an einem Rennen teil.

In der Anfangszeit des Rennens lag Polesitter Ryan Briscoe beinahe ununterbrochen auf dem ersten Platz. Seine Penske-Teamkollegen Power und Castroneves, das Panther-Duo Wheldon und Carpenter und drei der vier Andretti-Autos (Andretti, Kanaan, Hunter-Reay) befanden sich in einem ständigen Wechsel um die ersten zehn Plätze. Die Ganassi-Autos waren dagegen nicht ganz vorne, lieferten aber immer wieder deutlich schnellere Boxenstopps, die sie nach vorne brachten. Genau das Gegenteil gab es bei Panther, wobei sich die Fahrer immer wieder nach vorne arbeiten konnten, Carpenter später aber durch technische Probleme aufgeben musste. Zwischenzeitlich fuhr Sarah Fisher durch eine andere Boxenstrategie auf Rang zwei, wo sie in dem eigentlich klar unterlegenen Auto alle außer Briscoe hinter sich halten konnte. Bei den letzten Boxenstopps etwa 25 Runden vor Schluss verzichtete Dario Franchitti im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern auf einen Reifenwechsel, wodurch er die Führung übernahm und trotz diverser Versuche von Dan Wheldon zu keinem Zeitpunkt wieder abgab.

15. Rennen: Kentucky Indy 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Hélio Castroneves Team Penske 1:41:50,0059
2 Ed Carpenter Panther Racing + 13,1597
3 Dan Wheldon Panther Racing + 13,9214

Das Kentucky Indy 300 auf dem Kentucky Speedway, Sparta, Kentucky, Vereinigte Staaten fand am 4. September 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 2,382 km, was einer Gesamtdistanz von 476,366 km entspricht.

Das Rennen wurde von Hélio Castroneves (#3) durch eine geschickte Boxenstrategie vor den beiden Panther-Autos von Ed Carpenter (#20) und Dan Wheldon (#4) gewonnen. Unmittelbar nach dem Start waren zwar die beiden Conquest-Autos von Bertrand Baguette (#34) und Tomas Scheckter (#36) vorne mit dabei, fielen aber recht bald zurück, so dass sich nach einer Unterbrechung zu Rennmitte, ausgelöst durch eine Kollision von Vitor Meira (#14), Simona de Silvestro (#78) und Ryan Briscoe (#6) eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelte. Die ersten 10, nach dem Ausfall von Ryan Hunter-Reay (#37) dann die ersten 9 Plätze wurden von den Autos von Panther, Ganassi, Andretti und Penske in einem ständigen Wechsel belegt, wobei es bis zum Ende blieb. "Best of the Rest" war die meiste Zeit Paul Tracy (#24), der aber am Ende von Baguette und Justin Wilson (#22) abgefangen wurde.

Entschieden wurde das Rennen, weil praktisch alle noch einmal wenige Runden vor Schluss Benzin nachfassen mussten. Einzig Castroneves konnte dies durch einen Boxenstopp ganz am Ende der oben erwähnten Unterbrechung und eine sehr konservative Fahrweise, bei der er ausgenutzt hat, dass sein Vorsprung auf Tracy dennoch bei um die 5 Sekunden lag, vermeiden.

16. Rennen: Indy Japan 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Hélio Castroneves Team Penske 2:04:04,4780
2 Dario Franchitti Target Chip Ganassi Racing + 4,5746
3 Will Power Team Penske + 5,0743

Das Indy Japan 300 auf dem Twin Ring Motegi, Motegi, Japan fand am 19. September 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 2,446 km, was einer Gesamtdistanz von 489,241 km entspricht.

Hélio Castroneves gewann sein drittes Rennen in dieser Saison vor Dario Franchitti und Will Power.

17. Rennen: Cafés do Brasil Indy 300[Bearbeiten]

Pos. Fahrer Team Zeit
1 Scott Dixon Target Chip Ganassi Racing 1:52:08.5580
2 Danica Patrick Andretti Autosport + 2,7587
3 Tony Kanaan Andretti Autosport + 2,7698

Das Cafés do Brasil Indy 300 auf dem Homestead-Miami Speedway, Homestead, Florida, Vereinigte Staaten fand am 2. Oktober 2010 statt und ging über eine Distanz von 200 Runden à 2,390 km, was einer Gesamtdistanz von 477,975 km entspricht.

Scott Dixon gewann das Rennen vor Danica Patrick und Tony Kanaan.

Zunächst bestimmt Dario Franchitti das Tempo und führte das Rennen in der ersten Hälfte beinahe durchgängig an, womit er sich frühzeitig die Bonuspunkte für die meisten Führungsrunden sicherte. Er war damit in der Lage den Titel aus eigener Kraft zu gewinnen. Sein Titelrivale, Will Power, kam nie an die Führungsposition heran und belegte einen Platz unter den ersten zehn Piloten.

Nach einer Mauerberührung musste Power an die Box, wo ein Aufhängungsschaden am rechten Hinterrad festgestellt wurde. Zwar reparierten seine Mechaniker die Aufhängung und er konnte zunächst wieder auf die Strecke, nach wenigen Runden musste er das Auto aber endgültig abstellen. Franchitti war somit in der Lage, den Meistertitel mit einer Platzierung innerhalb der ersten zehn Piloten zu gewinnen. Infolgedessen fuhr der Brite das Rennen kontrolliert zu Ende und kam auf dem achten Platz ins Ziel.

An der Spitze kontrollierte sein Teamkollege Dixon das Rennen und setzte sich von den anderen Piloten ab. Um den zweiten Platz kämpften in den letzten zehn Runden die beiden Andretti-Piloten Kanaan und Patrick. Die beiden fuhren einige Runden nebeneinander. Schließlich kam Patrick vor Kanaan auf dem zweiten Platz ins Ziel.

Wertungen[Bearbeiten]

Punktesystem[Bearbeiten]

Die Punkte wurden nach folgendem Schema vergeben:

Position 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33
Punkte 50 40 35 32 30 28 26 24 22 20 19 18 17 16 15 14 13 12 12 12 12 12 12 12 10 10 10 10 10 10 10 10 10

Außerdem gab es einen Zusatzpunkt für die Pole-Position und zwei zusätzliche Punkte für den Fahrer, der das Rennen die meisten Runden angeführt hatte.

Für das Qualifying zum Indianapolis 500 wurden die Punkte wie folgt vergeben:

Position 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33
Punkte 15 13 12 11 10 9 8 7 6 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 4 3 3 3 3 3 3 3 3 3

Fahrerwertung[Bearbeiten]

Pos. Fahrer SAO
BrasilienBrasilien
STP
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
ALA
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
LBH
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
KAN
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
INDY
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
TXS
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
IOW
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
WGL
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
TOR
KanadaKanada
EDM
KanadaKanada
MDO
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
SNM
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
CHI
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
KTY
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
MOT
JapanJapan
HMS
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten
Punkte
Q R
01 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Franchitti 7* 5 3 12 2 3 1* 5 18* 3 2 3 1 3 1 5 2 8* 602
02 AustralienAustralien Power 1 1* 4 3 12 2 8 14 5 1* 1 2* 2 1* 16 8 3 25 597
03 NeuseelandNeuseeland Dixon 6 18 2 4 1* 6 5 4 6 8 20 1 5 2 8 7 6 1 547
04 BrasilienBrasilien Castroneves 9 4 1 7 4 1 9 20 2 9 24 10 3 5 6 1 1* 5 531
05 AustralienAustralien Briscoe 14 3 6 8 6 4 24 1* 4 2 18 4 6 4 11* 24 4 4 482
06 BrasilienBrasilien Kanaan 10 10 8 5 3 32 11 6 1 21 4 12 17 7 5 4 7 3 453
07 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Hunter-Reay 2 11 12 1* 5 17 18 7 8 7 3 5 10 8 4 21 9 11 445
08 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten M. Andretti 23 12 5* 14 13 16 3 3 15 13 8 11 9 12 3 6 11 7 392
09 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wheldon 5 20 11 9 15 18 2 9 11 6 10 20 14 25 2 3* 10 9 388
10 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Patrick 15 7 19 16 11 23 6 2 10 20 6 15 21 16 14 9 5 2 367
11 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wilson 11 2 7 2 18 11 7 19 24 10 7* 21 27 6 7 11 16 21 361
12 BrasilienBrasilien Meira 3 15 18 11 10 30 27 10 7 19 11 16 15 15 9 23 17 6 310
13 KanadaKanada Tagliani 19 6 10 21 8 5 10 18 12 17 17 23 4* 14 25 15 13 14 302
14 BrasilienBrasilien Matos 4 8 14 20 16 12 29 16 14 4 21 13 7 21 29 16 18 17 290
15 BrasilienBrasilien Moraes 24 21 13 6 7 13 31 21 25 5 14 7 12 11 17 18 24 27 287
16 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lloyd 18 23 23 19 19 26 4 8 13 25 23 18 13 10 21 13 21 12 266
17 VenezuelaVenezuela Viso 12 17 16 15 27 19 25 11 3 11 19 8 26 19 27 26 15 19 262
18 JapanJapan Mutoh 20 14 14 13 23 9 28 12 20 12 12 17 18 17 13 17 14 20 250
19 SchweizSchweiz de Silvestro 16 16 21 17 21 22 14 24 21 24 9 22 8 13 23 25 23 23 242
20 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rahal 9 17 22 7 12 9 5 20 9 10 20 8 10 235
21 JapanJapan Satō 22 22 25 18 24 31 20 25 19 15 25 9 25 18 26 27 12 18 214
22 BelgienBelgien Baguette 20 24 20 24 22 22 17 18 16 14 11 23 12 10 25 15 213
23 VenezuelaVenezuela Duno 21 24 24 25 26 37 DNQ 23 23 23 26 25 23 22 19 19 19 24 184
24 BrasilienBrasilien Romancini 17 13 22 23 22 27 13 17 16 22 22 24 149
25 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Conway 8 19 9 10 14 15 19 INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ INJ 110
26 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Fisher 17 29 26 15 22 15 22 22 92
27 KanadaKanada Tracy 35 DNQ 14 13 6 12 22 91
28 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Carpenter 8 17 20 2 13 90
29 SudafrikaSüdafrika Scheckter 20 15 13 15 19 28 14 89
30 BrasilienBrasilien Beatriz 13 21 21 24 26 55
31 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Howard 25 34 DNQ 26 24 22 44
32 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten J. Andretti 9 28 30 35
33 Kolumbien