Deutscher Reporterpreis

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Der Deutsche Reporterpreis wird vom Reporter-Forum e.V., einem Netzwerk deutscher Journalisten, für herausragende Reportagen in unterschiedlichen Medien verliehen. Sein offizieller Titel lautet: Deutscher Reporterpreis, der Preis von Journalisten für Journalisten. Er wurde erstmals im Dezember 2009 verliehen und gilt inzwischen als einer der angesehensten Journalistenpreise. Im Gegensatz zu vielen anderen Auszeichnungen ist er nicht themengebunden, wird aber in unterschiedlichen Kategorien vergeben. Dem Vorwurf, dass die Preisträger hinter verschlossenen Türen von einer voreingenommenen Jury ausgekungelt werden, wird beim Reporterpreis damit begegnet, dass die Sitzung der Jury stets öffentlich ist. Sowohl der Preis als auch das Reporter-Forum werden finanziell unterstützt von der Rudolf Augstein Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Augustinum Gruppe.

Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den wechselnden Jurymitgliedern zählten in der Vergangenheit unter anderem Manfred Bissinger, Nikolaus Brender (früherer ZDF-Chefredakteur), Doris Dörrie, Matthias Hartmann, Erwin Koch, Antje Kunstmann, Monika Maron, Nils Minkmar, Stefan Niggemeier, Angelika Overath, Kathrin Passig, Sabine Rückert und Harald Schmidt.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2009[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Deutscher Reporterpreis 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Reporterpreis 2015 wurde am 7. Dezember 2015 im Berliner Meistersaal vergeben. Zu der 26köpfigen Jury zählten u. a. die Journalisten Franziska Augstein, Michael Ebert, Richard Gutjahr, Axel Hacke, Rainer Hank, Claus Kleber, Hania Luczak, Caren Miosga, Anja Reschke, Evelyn Roll, Margrit Sprecher, Pauline Tillmann, Dominik Wichmann und Armin Wolf.[1]

Die Preisträger waren:

Deutscher Reporterpreis 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Reporterpreis 2016 wurde am 5. Dezember 2016 in elf Kategorien in Berlin vergeben. Erstmals wurden in der Kategorie Reportage zwei Preise verliehen, da sich die Jury nicht einigen konnte.[2]

Die Preisträger sind:

  • Malte Henk, Henning Sußebach (Die Zeit): Der Exodus von Tel Goran und: Claas Relotius (Der Spiegel): Nummer 440 (beste Reportage)
  • Lara Fritzsche (Süddeutsche Zeitung Magazin): Frauenlauer (bester Essay)
  • Kerstin Herrnkind und Dominik Stawski (Stern): Es gibt keinen Trost (bestes Interview)
  • Thomas Hüetlin (Der Spiegel): Auch Stuckimann unter den Opfern (beste Kulturkritik)
  • Björn Stephan (Süddeutsche Zeitung Magazin): Klassenunterschied (bester Text eines Freien Reporters)
  • Katrin Langhans, Hannes Munzinger, Frederik Obermaier, Bastian Obermayer, Mauritius Much, Vanessa Wormer zusammen mit dem Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ) über die Enthüllung der Panama Papers (Süddeutsche Zeitung): Das Leak (beste Investigative Recherche)
  • Die Arbeit des Recherchebüros Correctiv (beste Innovation des Jahres)
  • Paul Blickle, Kai Biermann, Philip Faigle, Astrid Geisler, Götz Hamann, Lenz Jacobsen, Anna Kemper, Martin Klingst, Karsten Polke-Majewski, Stefan Schirmer, Hannes Soltau, Julian Stahnke, Toralf Staud, Tilman Steffen und Sascha Venohr (Die Zeit und Zeit Online): Ein Land in Flammen (bester Datenjournalismus des Jahres)
  • Elisabeth Weydt, Jakob Fuhr, Christine Anas, Gideon Glock, Jakob Fuhr, Sebastian Witte, Felix Herzog (Ackerbunt): Ackerbunt (beste Webreportage)
  •  Roland Schulz (Süddeutsche Zeitung Magazin): Ganz am Ende und Nicola Meier (Die Zeit): Wer rettet Klara? (Wissenschaftsreportagen)
  •  Doreen Reinhard (Sächsische Zeitung): Zu den Waffen (beste Lokalreportage)

Deutscher Reporterpreis 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsche Reporterpreis 2017 wurde am 11. Dezember 2017 in zwölf Kategorien in Berlin vergeben.[3] Moderiert wurde die Preisverleihung erstmals durch Claus Kleber. Mit 1612 Einsendungen, 112 nominierten Texten und Projekten und 95 Juroren war der Deutsche Reporterpreis 2017 nach eigenen Angaben der größte Journalistenpreis in Deutschland. Erstmals wurden in der Kategorie "Hauptstadtpreis" Auszeichnungen verliehen. Außerdem gab es einen Ehrenpreis für die maltesische Journalistin und Bloggerin Daphne Caruana Galizia, die im Oktober durch ein Attentat mit einer Autobombe getötet worden war.

Die weiteren Preisträger sind:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. s. ganzseitige Anzeige zum Deutschen Reporterpreis in: Der Spiegel, Nr. 53/2015, S. 105.
  2. Pia Lenz: Ein Tag, 39 Texte und drei Antworten. In: http://www.reporter-forum.de. Reporter-Forum e.V., 12. Dezember 2016, abgerufen am 2. Januar 2018.
  3. Der Spiegel: Video-Aufzeichnung der Verleihung aus dem Tipi neben dem Kanzleramt. Der Spiegel, 11. Dezember 2017, abgerufen am 28. Dezember 2017.